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  3. Test Apple iPad WiFi + 4G 64 GB Weiß (3.Generation) - Hochauflösend, leistungsstark, heiß

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Bilder zum Test: Apple iPad WiFi + 4G 64 GB Weiß (3.Generation) - Hochauflösend, leistungsstark, heiß

Äußerlich hat sich am neuen Apple iPad (3. Generation) nur wenig verändert. Eine gläserne, schwarz umrahmte Front verbindet sich mit einer Unterseite aus leicht gebürstetem Aluminium. Die Ecken des 9,7-Zoll Tablet PCs sind, genauso wie der Übergang zwischen Vorder- und Rückseite, abgerundet. Im Gegensatz zum optisch fast identischen Apple iPad 2 ist der neue Tablet-Wurf aus Cupertino mit 9,4 Millimeter Höhe knapp 0,6 Millimeter dicker und circa 50 Gramm schwerer. Als Begründung legt Apple einen stark vergrößerten Akku und den deutlich leistungsstärkeren Quad-Core Grafikprozessor vor. Die Verarbeitung bleibt weiterhin tadellos und gilt als höchstliegende Messlatte im Bereich der Tablets. Selbst bei grober Handhabung können wir in unserem Test keine Verwindungen der Oberflächen feststellen.

Die Eingabe erfolgt klassisch über den kapazitiven Touchscreen. Das Apple iPad (3. Generation) erkennt dabei bis zu fünf Finger und bietet verschiedene Multitouch-Gesten – zum Beispiel das Zwei-Finger-Scrollen oder Pinch-to-Zoom – an. Viele Apps beinhalten dafür ein Lernprogramm, welches den Umgang mit Mehrfingergesten genauer beschreibt. In den meisten Fällen nutzen Sie eine virtuelle Tastatur zur Eingabe, die in einer Komplett- oder geteilten Ansicht zur Verfügung steht. Dabei ist es egal ob Sie das iPad im Quer- oder Hochformat halten. Außerdem steht ein Diktierassistent bereit, der bei entsprechend sauberer Aussprache Worte in Text umwandelt. Assistentin „Siri“ – die unter derzeit im iPhone 4S zum Einsatz kommt – tritt hier jedoch nicht auf. Der Nachteil an einer Eingabe mit Fingern ist die Verschmutzung des glänzenden Bildschirms. Ein Putztuch sollte stets bereit liegen. Zusätzlich kann ein Soft-Case oder die von Apple produzierten Smart Cover das Tablet vor äußeren Einflüssen schützen.

Im Bereich der Anschlüsse reicht ein kurzer Blick, um die komplette Breite des Portfolios zu sichten. Als Allzweck-Schnittstelle dient der proprietäre - 30-polige – Docking-Port, welcher optionale Adapter tragen kann. So verzichtet Apple auf HDMI, einen SD-Kartenleser oder einen vollwertigen USB-Anschluss und verkauft stattdessen passende Docking-Module. Lediglich ein 3,5 Millimeter Kopfhöreranschluss und der Einschub für eine Micro-SIM-Karten sind am Gerät zu finden. Unsere Maximalausstattung mit 64 GB Speicherplatz kann eine Internetverbindung wahlweise über WLAN oder per UMTS aufnehmen. Die versprochene 4G LTE Konnektivität ist aufgrund der Frequenzfokussierung auf die USA in Deutschland zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Ähnliche Übertragungsraten kann bisher nur die Deutsche Telekom via DC-HSDPA liefern (maximal 42 MBit/s). Als eines der ersten Tablets bietet unser Testgerät zudem eine Bluetooth-4.0-Anbindung für externe Peripherie oder Zubehör.

Für die Foto- und Videoaufnahme verbaut Apple eine Fünf-Megapixel-Kamera (iSight), welche über einen Autofokus und Gesichtserkennung verfügt. Videos können mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde im 1.080p Format aufgenommen werden. Die Qualität der Bilder übersteigt die des iPad 2 deutlich, kann jedoch mit einem Apple iPhone 4S (Acht-Megapixel-Kamera) nicht mithalten. Für Schnappschüsse ist sie natürlich gut zu gebrauchen, professionelle Aufnahmen sollten Sie aber einer externen Kompaktkamera überlassen. Trotz schneller LTE bzw. DC-HSDPA Anbindung wird für ein Facetime-Videotelefonat immer noch eine WLAN-Verbindung vorausgesetzt, weshalb unterwegs oftmals auf Alternativen wie Skype zurückgegriffen werden muss.

Ab Werk wird das neue Apple iPad (3. Generation) mit dem iOS Betriebssystem in der Version 5.1 ausgeliefert. Die vorinstallierten Applikationen (Apps) sind überschaubar. Neben dem Browser und der Mail-Funktionalität sind lediglich Programme zum Abspielen von Videos, Fotos und Musik sowie Google Maps vorhanden. Zusätzliche Software kann über den App Store bezogen werden. Hierfür benötigen Sie einen iTunes Account mit verbundener Kreditkarte oder entsprechenden Gutscheinen. Letztere sind in vielen deutschen Elektromärkten, Online-Shops oder Drogerien erhältlich. Gleiches gilt für das Apple iPad an sich, welches mit verschiedenen Speichergrößen (16, 32, 64 GB) und auch als WLAN-Only Variante angeboten wird.

Technische Daten

Display:9.7" IPS TouchAuflösung:2048 x 1536
Prozessor:ARM Cortex A9 / 1 GHzGrafikkarte:PowerVR SGX 543MP4
Festplatte64 GBRAM:1 GB
Plattform:iOS 6.0
Akkulaufzeit:9 Std.Gewicht:0.65 kg
B x H x T:18.57 cm x 0.94 cm x 24.12 cmFarbe:weiß

Auf dem Prüfstand

Der bisher verwendete Apple A5 Prozessor wird von einer Apple A5X CPU ersetzt. Diese basiert weiterhin auf einem ARM Cortex A9 Zweikern-Chip mit einer Taktrate von 1,0 GHz. Die Anwendungsleistung hat sich gegenüber dem iPad 2 also nicht wesentlich verbessert. Hilfreich ist jedoch die Verdopplung des Arbeitsspeichers auf ein Gigabyte. Nur so ist zum Beispiel der Betrieb des Browser mit mehreren Tabs möglich, der bei der hohen Auflösung des Bildschirms deutlich mehr Ressourcen benötigt als früher. Aus gleichem Grund investiert Apple in eine Vierkern-Grafiklösung in Form des PowerVR SGX 543MP4 Chips. Eine qualitative Steigerung in Spielen ist jedoch nicht unbedingt zu erkennen. Die hohe Auflösung von 2.048 x 1.536 Bildpunkten stellt derzeit das oberste Limit im Tablet-Bereich dar, benötigt dementsprechend auch eine hohe Leistung. Somit geht die Performance-Steigerung des Grafikchips in die Erhöhung der Bildschirmauflösung und wirkt sich nur geringfügig auf Effekte im Gaming-Bereich aus. Gängige Benchmarks zeigen gegenüber der Nvidia Tegra 3 Plattform einen Mehrwert im Vergleich der Grafikprozessoren, dafür kann Nvidia mit einer deutlich stärkeren Anwendungsleistung punkten. In der Praxis arbeitet das neue Apple iPad (3. Generation) stets flüssig. Selbst bei hoher Belastung mit mehreren, parallel geöffneten Applikationen sind keine Ruckler festzustellen. Auch der Wechsel zwischen der Ansicht im Hoch- und Querformat geht schnell und ohne nennenswerte Verzögerung vonstatten.

Neidlos müssen wir zugeben, dass Apple im Bereich des Bildschirms erneut die Nase vorn hat. Mit einer nativen Auflösung von 2.048 x 1.536 Pixel können fast eine Millionen Bildpunkte mehr geboten werden, als es der Full-HD-Fernseher zu Hause kann. Auf einer Diagonalen von 9,7-Zoll sammeln sich so 264 Pixel pro Zoll, was eine extrem scharfe Darstellung von Schrift, Bildern und Apps ermöglicht. Das Retina-Display verwendet weiterhin die IPS-Technologie, die sich positiv auf die Blickwinkelstabilität auswirkt. Selbst bei fast horizontaler Betrachtung des iPads sind Bildschirminhalte immer noch gut zu erkennen. Lediglich die spiegelnde Oberfläche kann sich bei einer Leuchtdichte von 344 Candela pro Quadratmeter im Durchschnitt negativ auf die Nutzung auswirken. Dafür werden Farben brillanter wiedergegeben und der Kontrast von maximal 925:1 spricht ebenfalls für eine gute Einordnung im Multimedia-Bereich. Unser Testgerät gehört zu den ausgelieferten Modellen mit einem leicht gelbstichigen Displayfarbton. Dieser Fehler fällt jedoch erst beim direkten Vergleich mit dem iPad 2 oder dem iPhone 4S auf. Wenn Sie ein Tablet anhand des Bildschirms auswählen, sind Sie derzeit mit dem Apple iPad (3. Generation) am besten beraten. Es bleibt abzuwarten, welche Qualität kommende FullHD-Tablets – zum Beispiel von ASUS – an den Tag legen.

Der Stromverbrauch des neuen 9,7-Zollers aus Cupertino liegt stets unter zehn Watt, im Leerlauf (Idle) teilweise sogar unter zwei Watt. Zudem ist der Akku mit 42,5 Wattstunden deutlich kapazitätsstärker als der vom iPad 2. Apple selbst verspricht eine maximale Akkulaufzeit von bis zu 10 Stunden in der Praxis. Beim Surfen via WLAN konnten wir etwas mehr als 9 Stunden messen, wenn Sie per UMTS unterwegs sind verringert sich der Wert um eine Stunde. Bei deaktivierten Funkverbindung und mittlerer Bildschirmhelligkeit können beim Abspielen eines Videos sogar fast 12 Stunden erreicht werden. Dabei bleibt das neue Apple iPad (3. Generation) stets lautlos, da keine aktiven Kühlmechanismen verbaut wurden. Die Temperaturentwicklung hingegen ist deutlich höher als die des iPad 2, welches bei starker Belastung bereits viel Wärme abgegeben hat. Im Durchschnitt liegen an der Ober- und Unterseite 35 Grad Celsius an, wobei punktuelle Ausreißer von bis zu 45 Grad Celsius feststellbar waren.

Zusammenfassung

Das neue Apple iPad (3. Generation) hinterlässt mit einem sagenhaften, hochauflösenden Bildschirm einen guten Eindruck. Gleiches gilt für die gute Akkulaufzeit. Die Weiterentwicklungen im Inneren lassen jedoch zu wünschen übrig und scheinen nur als eine Art Optimierung für das Format in 2.048 x 1.536 Pixel zu dienen. Im Fall der Fünf-Megapixel-Kamera kann das 9,7-Zoll Tablet nicht einmal mit seinem Apple iPhone 4S Kollegen mitziehen. Zudem kann das hochgelobte LTE-Modul in Deutschland aufgrund der unterschiedlichen Frequenzen nicht genutzt werden. Besitzer eines Apple iPad 2 müssen sich nicht ärgern und können das neue iPad getrost in den Regalen stehen lassen. Kurzentschlossene und Display-Enthusiasten sollten jedoch zum neuen Tablet greifen, da die Auflösung vor allem beim Lesen von eBooks oder dem Surfen im Internet viel Freude macht. In den nächsten Monaten erwarten uns jedoch viele Neuankündigungen verschiedener Hersteller, die immerhin auf eine FullHD Auflösung und das Android Betriebssystem setzen und somit eine gute Alternative zum neuen Apple iPad (3. Generation) darstellen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display1,0 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur3,5 (Befriedigend)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Akku und Energieverbrauch1,0 (Sehr gut)
  7. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  8. Verarbeitung1,0 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse4,0 (Ausreichend)
  10. Leistung (Spiele)2,0 (Gut)
  11. Leistung (Anwendungen)2,0 (Gut)
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast4 Std. 52 Min.Max. 12 Std. 30 Min.
Maximal17 Std. 32 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis9 Std. 12 Min.Max. 19 Std. 40 Min.
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