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Test OnePlus One - Günstiges Android Smartphone mit extremer Leistung

Das OnePlus One Smartphones wird als Flaggschiff-Killer bezeichnet. Große Worte für einen Newcomer auf dem Markt, so sollte man zumindest denken. Das 5,5-Zoll Smartphone kommt mit einem Snapdragon 801, 3 GB RAM, wahlweise 16 oder 64 GB Flashspeicher und ist für unter 300 Euro zu haben. Ist das nicht zu schön um wahr zu sein? Gibt es einen Haken an der Sache? In unserem Test gibt es die Antworten darauf.

Einleitung: Ungewöhnliches Geschäftsmodell

Test: Wir haben uns das OnePlus One genauer angesehen.Bildquelle: notebookinfo.de | st
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Flaggschiff-Killer: So bezeichnet man das OnePlus One. In unserem Test klären wir, ob das Smartphone dieser Bezeichnung gerecht geworden ist.

Eines der gefragtesten Smartphones ist aktuell ohne jede Frage das OnePlus One. Aufgrund der leistungsstarken Hardware und angesichts des sehr niedrigen Preises ist das auch nur wenig verwunderlich. Immerhin verspricht das Smartphone auf dem Datenblatt dieselbe oder sogar leicht bessere Leistungsklasse wie die aktuellen Flaggschiffe von Samsung, LG, HTC und Sony und das für rund 200 Euro weniger. Am 23. April hatte OnePlus das Smartphone offiziell vorgestellt, seitdem versuchen viele verzweifelt eines der begehrten Geräte zu erhalten. Das OnePlus One kann aktuell nicht ohne weiteres im Handel oder beim Hersteller einfach bestellt werden. Um an eines der Smartphones zu gelangen, muss man sich beim Hersteller anmelden und auf das Losglück hoffen, damit man ein Ticket zum Kauf zur Verfügung gestellt bekommt. Eine andere Option sind die raren Gewinnspiele, bei denen ein Zugang zum Kauf verlost wird.

Den eigentlichen Grund, warum man diese Umstände in Kauf nimmt, hatten wir bereits erklärt. Schließlich kostet das Smartphone mit 3 GB RAM, LTE-Unterstützung, 13 Megapixel Kamera und Snapdragon 801 mit 16 GB gerade einmal 269 Euro und mit 64 GB lediglich 30 Euro mehr. Voraussichtlich ab dem 3. Quartal wird es aber wenigstens die Möglichkeit geben, dass sagenumwobene OnePlus direkt ohne Einladung vorzubestellen. Das bedeutet nur noch lange nicht, dass die Auslieferung auch innerhalb weniger Tage oder Wochen erfolgen wird. Das Unternehmen begründet die aktuelle Strategie damit, dass man sicherstellen möchte, dass nur so viele Geräte produziert werden, wie auch direkt bezahlt und verkauft werden können. So vermeidet man einerseits Zwischenhändler, Großhändler, teure Lagergebühren oder schlimmsten Falls Smartphones die hergestellt, ausgeliefert, aber nie verkauft werden. Ein anderer Grund dürfte aber auch die Produktionsmenge selbst sein. Da das Smartphone so günstig verkauft wird, dürfte sich der Gewinn für OnePlus zumindest in einem überschaubaren Rahmen halten. Kein Wunder also, dass man da nicht auch noch andere Parteien und Händler mit einbeziehen möchte, um die Gewinnmarge noch weiter sinken zu sehen.

Allerdings ist auch beim OnePlus One nicht alles Gold was glänzt. So berichteten manche Käufer von einem Gelbstich bei einigen der verbauten Displays, was wiederum nicht als Garantiefall des Herstellers anerkannt wurde. Andere wiederum beklagten die zum Teil doppelt anfallenden Zollgebühren. Unser Modell des OnePlus One mit 64 GB Flashspeicher in Sandstone Black war allerdings frei von jeglichen Fehlern und konnte uns im Test wirklich beeindrucken.

Gehäuse: Verarbeitungsqualität auf Spitzenniveau

Das OnePlus One liegt sehr angenehm und gleichzeitig sicher in der eigenen Hand. Die Größe hält sich dabei trotz 5,5-Zoll großen Display im Rahmen, wodurch eine Bedienung auch ohne Verrenkungen möglich ist. Zwar besteht die Rückseite nicht aus Aluminium, sie ist aber dennoch weit entfernt von günstigen Kunststoffdeckeln mancher Hersteller. Als Käufer hat man die Wahl zwischen Silk White und Sandstone Black bei der Farbauswahl des rückseitigen Covers. Unser Testgerät kam im dunklen Sandsteinton daher und fühlte sich ein wenig wie feines Sandpapier an. Die leicht raue Rückseite ist dabei aber nicht unangenehm in der Handfläche, sondern sieht und fühlt sich recht edel an. Obendrein sorgt die Oberfläche für das Fernbleiben von lästigen Fingerabdrücken. An der Verarbeitung gibt es ebenfalls nichts auszusetzen, denn ein Knarzen gibt es auch bei größerer Ausübung von Druck nicht zu vernehmen. Lücken im Gehäuse bzw. Spaltmaße sucht man ebenso vergebens. Lediglich das leicht abgesetzte Display auf der Front sorgt an der oberen und unteren Stelle des silbernen Rahmens für eine kleine Staubsammelstelle.

Test: Wir haben uns das OnePlus One genauer angesehen.Test: Wir haben uns das OnePlus One genauer angesehen.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Gute Verarbeitung: Das OnePlus One liegt gut in der Hand und weist eine leicht angeraute Rückseite auf.

Die leicht gewölbte Rückseite lässt sich komplett entfernen, dazu muss allerdings der MicroSIM-Steckplatz ausgeworfen werden, ein entsprechendes Hilfsmittel ist Teil des Lieferumfangs. Die Entfernung des rückseitigen Covers dient aber nicht etwa dem Einsatz einer MicroSD-Karte oder dem Austausch des Akkus, denn beides ist beim OnePlus One nicht möglich. Der Hersteller bietet lediglich alternative SwapCover für das Smartphone an. Das erste seiner Art wird dabei aus Bambus bestehen und durch die Holzmaserung individuell bzw. einzigartig sein. 39 Euro wird das Bamboo StyleSwap Cover kosten, erhältlich ist es zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht. Weitere Varianten sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen und ebenfalls aus eher ungewöhnlichen und nicht alltäglichen Materialien bestehen.

Eingefasst wird das Display von einem schwarzen Hochglanzrahmen. Dieser fällt an den beiden seitlichen Linien angenehm schmal aus. Der obere und untere Rahmen fällt etwas dicker aus, allerdings finden sich hier auch die optional nutzbaren Sensortasten zur Navigation, sowie die Frontkamera. Der Stereo-Lautsprecher befindet sich am unteren Gehäuserahmen und somit an derselben Position wie beim Apple iPhone. Für den Klang steht ein Software Equalizer zur Verfügung, welcher es gestattet das Klangbild an den gewünschten Einsatzrahmen anzupassen. Die Audioqualität spielt dabei im Bereich der oberen Mittelklasse für Smartphones, an die BoomSound-Lautsprecher eines HTC One M8 können sie allerdings nicht heran reichen. Angenehm fallen die Ausmaße des OnePlus One aus, denn das Smartphone ist trotz der modernen Technik und des großen Bildschirms mit 162 Gramm noch angenehm leicht und nur 8,9mm dick. Damit ist das Handy etwas schlanker als ein HTC One M8 und wiegt in etwa genauso viel.

Ausstattung: Vorteile durch Cyanogen Mod

Die verschiedenen Hersteller von Smartphones passen die klassische Android-Oberfläche mehr oder weniger stark an. HTC etwa mit Sense, Samsung mit TouchWiz, LG unter dem Begriff Optimus und Amazon verändert die gesamte Erscheinung sogar soweit, dass das Betriebssystem gleich als Fire OS und nicht mehr als normales Android durch geht. Damit bleibt dann im Falle von Amazon auch der direkte Zugriff auf den Google Play Store verwehrt.

Test: Wir haben uns das OnePlus One genauer angesehen.Test: Wir haben uns das OnePlus One genauer angesehen.Bildquelle: notebookinfo.de | cw
Theme-Auswahl: Das spezielle Theme von OnePlus weist ein flacheres Design aus, ähnlich dem der kommenden Android L-Version.

OnePlus nutzt bei seinem Smartphone die Custom ROM Cyanogen Mod 11S. Diese basiert auf Google Android 4.4 KitKat, erlaubt aber eine einfachere und größere Modifikation des Systems. Im Falle des OnePlus One steht so zum Beispiel ein Custom Theme direkt zur Auswahl bereit, welches auf flache Icons, modifizierte Sperrbildschirme und Einstellungsmenüs setzt. So lassen sich Gesten zur Steuerung des Systems nutzen, ein doppelter Tab mit dem Finger weckt das Smartphone aus dem Ruhemodus aus, eine Zeichnung eines Kreises startet direkt die Kamera und wer ein V zeichnet aktiviert die Taschenlampen-Funktion.

Die Eingriffe gehen allerdings noch weiter, so wird etwa eine Design-Galerie zur Verfügung gestellt, über die diverse Themes kostenlos und zum Teil kostenpflichtig für weitere optische Anpassungen geladen werden können. Die Scrolleffekte beim Wechsel der Homescreens lassen sich individuell anpassen, gleiches gilt auch für Hintergründe, Icons, die Schnelleinstellungen und andere Teile des Betriebssystems. Nett ist neben der vorinstallierten Taschenlampen App auch eine Applikation für das Aufzeichnen des Bildschirminhalts inkl. Tonaufnahme. Für die Bedienung des Systems gibt es ebenfalls zwei Möglichkeiten, so können wahlweise On-Screen Buttons oder aber Sensortasten benutzt werden. Letztere gestatten die dauerhafte und vollständige Nutzung des sichtbaren Bildschirminhalts. Allerdings ist die Beleuchtung der Sensortasten als sehr dürftig zu beschreiben, besonders bei ungünstigeren Lichtverhältnissen sind diese praktisch nicht sichtbar.

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Schlank & Elegent: Das Design des OnePlus One weiß zu überzeugen.

Auch verschlüsselte Nachrichten können ausgetauscht werden, dazu muss das Zielgerät für die Nachrichten allerdings über dieselbe Verschlüsselungsmethode verfügen oder eben auch ein OnePlus One mit der angepassten Firmware sein. Optional bietet OnePlus allerdings auch eine Firmware ohne Cyanogen Mod an, welche ein klassisches Android 4.4.4 KitKat abliefert. In der Zukunft verspricht man außerdem die Auslieferung von Android L für das OnePlus One.

Abseits der Software kann sich die Ausstattung ebenfalls sehen lassen. So gibt es LTE-Unterstützung, Bluetooth 4.0, NFC, Miracast für die drahtlose Bildschirmübertragung, WLAN nach den Standards 802.11 b/g/n und ac mit Dual-Band im 2,4 und 5 GHz-Bereich. Der MicroUSB-Port zum Aufladen ist OTG-Fähig und für die Navigation steht GPS, sowie GLONASS bereit. Eine LED auf der Front informiert auf Wunsch über neue Benachrichtigungen. Für eine gute Gesprächsqualität sind drei Mikrofone verbaut, welche mögliche Störgeräusche noch besser herausfiltern können.

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Schnappschuss: Ein Testfoto mit automatischen Einstellungen und ohne HDR.

Bei der Kamera und dessen Linse hat OnePlus keinen Rotstift angesetzt. Der Sony Exmore IMX214 Bildsensor und die sechs Linsen der Hauptkamera auf der Rückseite sorgen zusammen mit dem Dual LED-Blitz für durchaus gelungene Aufnahmen. HDR und Autofokus gibt es ebenso wie die Möglichkeit Videos mit Stereo-Ton aufzuzeichnen. Auf Wunsch lassen sich auch Slow Motion Filme in 720p bei 120 fps aufnehmen. Optional erlaubt das OnePlus One sogar das Filmen in 4K-Qualität. Lediglich einen optischen Bildstabilisator wird der eine oder andere ein wenig vermissen. Entsprechend leicht kann es passieren, dass man Aufnahmen ein wenig verwackelt. Die Kamera ist sicherlich nicht die Beste auf dem Markt, liefert aber gute Resultate ab und muss sich vor der Konkurrenz nicht verstecken. Auf Wunsch können die Tasten zur Lautstärkeregulierung auch für den Zoom eingesetzt und der Power Button kann als Auslöser für die Kamera benutzt werden.

Der Flashspeicher ist je nach Modell 16 oder 64 GB groß, wir raten hier allerdings zur letzteren Variante, da diese gerade einmal 30 Euro Mehrkosten bedeuten. Das OnePlus One lässt sich nämlich nicht über eine MicroSD-Karte in Sachen Speicherplatz erweitern.

Technische Daten

Display:5.5" IPSAuflösung:1920 x 1080
Prozessor:Qualcomm Snapdragon 801 (8974-AC) / 2.45 GHzGrafikkarte:Qualcomm Adreno 330
Festplatte64 GBRAM:3 GB
Plattform:Android 4.4 KitKat
Akkulaufzeit:15 Std.Gewicht:162 g
B x H x T:15.29 cm x 0.89 cm x 7.59 cmFarbe:schwarz Anthrazit

Leistung: Schneller als die teuersten Flaggschiffe der namhaften Konkurrenz

Test: Wir haben uns das OnePlus One genauer angesehen.Test: Wir haben uns das OnePlus One genauer angesehen.Test: Wir haben uns das OnePlus One genauer angesehen.Bildquelle: notebookinfo.de | cw
Spitzenreiter: In den meisten Benchmarks kann sich das OnePlus One sogar an die Spitze der Ranglisten setzen.

OnePlus verbaut in seinem Flaggschiff-Killer den Qualcomm Snapdragon 801 mit 2,5 GHz, genauer gesagt das Modell MSM8974Pro-AC. Die dazugehörige GPU Adreno 330 taktet mit 578 MHz. Zusammen mit 3 GB Arbeitsspeicher sorgt dies für absolute Bestwerte. In fast allen genutzten Benchmarks liegen die Werte sogar über denen des LG G3 mit 2 GB RAM und dem Samsung Galaxy S5. Somit schiebt sich das OnePlus One an den Highend-Modellen der namhaften Hersteller wie Samsung, HTC, Sony und LG vorbei an die Spitze. Bei der Leistung dürfte höchstens das LG G3 mit 3 GB und 32 GB Flashspeicher noch auf nahezu identische Werte kommen. Die Unterschiede zwischen den ganzen Top-Geräten sind am Ende marginal und nur im Einsatzbereich von Benchmarks wirklich zu unterscheiden.

Die Bedienung der Oberfläche läuft absolut flüssig, auch die Besuche auf Webseiten und das Surfen mit mehreren Tabs stellen keine Hürden für die Hardware dar. Wer gerne zockt, der kann sich ebenfalls beruhigt zurücklehnen, denn alle Highend-Titel laufen in den höchsten Einstellungsstufen absolut perfekt und flüssig über den hochauflösenden Bildschirm. Die verbaute Hardware dürfte außerdem noch einige Leistungsreserven für die Zukunft in petto haben.

Display: 5,5-Zoll FullHD-Display mit Gorilla Glass 3

Das 5,5-Zoll große Display des OnePlus One wird von Corning Gorilla Glass 3 geschützt, wodurch der Bildschirm deutlich besser gegen leichte Kratzer gerüstet ist. Das IPS-Panel sorgt für eine gute Blickwinkelstabilität und Farbtreue. Die Wärme bzw. Kälte der Darstellung lässt sich im System manuell anpassen. Das farbenfrohe Display löst mit 1.920 x 1.080 Pixel auf, was einer Pixeldichte von 401 ppi entspricht. Inhalte werden scharf und fein zugleich dargestellt, auch kleinere Schriften lassen sich noch sehr gut vom Bildschirm ablesen. Der FullHD-Standard reicht bei einem Display dieser Größe für eine sehr gute Darstellung aus, auch wenn es inzwischen Smartphones gibt, die noch höhere Auflösungen anbieten.

Emissionen: Keine extremen Stromsparmodi, aber dennoch gute Laufzeitwerte

Der 3.100 mAh starke Akku im OnePlus One liefert durchaus zufriedenstellende Werte bei der Laufzeit ab. Im Durchschnitt lassen sich zwischen 13,5 und 14 Stunden erreichen, wenn das Smartphone normal eingesetzt wird. Damit liegt man rund 1,5-2 Stunden hinter dem Samsung Galaxy S5, in etwa auf Augenhöhe mit dem Sony Xperia Z2 aber gut 7 Stunden unter dem Niveau eines HTC One M8. Auf der anderen Seite schlägt man wiederum das LG G3 mit seiner hohen Auflösung um einige Stunden. So pendelt sich das OnePlus One in etwa auf Augenhöhe der Konkurrenz ein. Der Vorteil des extremen Energiesparmodus eines Galaxy S5 oder One M8 ist beim OnePlus One allerdings nicht zu finden. Das Smartphone bietet also keinen Modus an, der die Features auf ein Minimum reduziert, um so die Erreichbarkeit auch bei niedrigem Akkustand für viele zusätzliche Stunden zu gewährleisten. Der Akku lässt sich auch nicht austauschen, was für den einen oder anderen sicherlich ein Kritikpunkt ist. Dennoch kann man insgesamt mit der Laufzeit zufrieden sein.

Das OnePlus One kann allerdings zur heißen Angelegenheit werden. Im normalen Betrieb liegen die Werte noch bei 32 Grad, bei langer Volllast der Hardware können die Temperaturen allerdings auf teilweise hohe 40er oder gar niedrige 50er Werte ansteigen. Damit ist das OnePlus One nach langen Gaming-Sessions zumindest an einigen Stellen als unangenehm heiß zu bewerten. Da das Smartphone allerdings unter Volllast, etwa beim Spielen von aufwendigen 3D Games, sowieso nach rund 2,5 Stunden schlapp macht, lässt sich die hohe Temperaturentwicklung allerdings verkraften.

In der Praxis: Top Smartphone zum absoluten Schnäppchenpreis

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Fast ohne Makel: Im Grunde kann man sich beim OnePlus One lediglich über die Problematik des Kaufverfahrens beschweren, denn das Smartphone kostet wenig, ist gut verarbeitet und liefert Bestwerte in allen Benchmarks ab.

Die Bedienung des OnePlus One ist ein wahres Vergnügen. Das Smartphone sieht klasse aus, ist makellos verarbeitet und besonders die leicht raue Rückseite hat es uns durchaus angetan. Hier hat man nicht das Gefühl einen günstigen Plastikbomber in der Hand zu halten, sondern ein Highend Smartphone. Das dies der Wahrheit entspricht zeigen nicht nur die eindrucksvollen Benchmark-Ergebnisse, die sogar der namhaften Konkurrenz mit ihren über 200 Euro teureren Modellen leicht voraus sind. Das ganze System läuft flüssig, ist durch Cyanogen Mod in wichtigen Teilaspekten modifiziert, ohne aber unnötig verspielt oder überladen zu wirken. Die Kamera liefert gute Ergebnisse ab, alle Features die man sich nur wünschen kann sind ebenfalls mit an Bord. Egal ob es um NFC, Bluetooth, WLAN mit Dual-Band oder LTE geht.

Wenn man Kritikpunkte am Smartphone selbst suchen will, so kann man hier höchstens die zu hohe Hitzeentwicklung unter langer Volllast aufführen, sowie den nicht austauschbaren Akku und die fehlende Möglichkeit zur nachträglichen Speichererweiterung. Angesichts der Tatsache, dass die 64 GB Version aber für 299 Euro zu haben ist, relativiert sich zumindest der letzte Aspekte auch direkt wieder.

Fazit

Das OnePlus One ist ein Smartphone der Oberklasse zum Preis der Mittelklasse geworden und ein wahrer Flaggschiff-Killer. Lediglich die problematische Verfügbarkeit sorgt dafür, dass der Siegeszug des OnePlus One nicht in absehbarer Zeit stattfinden wird. Die Hardwareleistung und Ausstattung ist auf dem Niveau der besten Modelle auf dem Markt und das zu einem rund 200 Euro niedrigeren Verkaufspreis. Wer das Glück hat, ein OnePlus One erwerben zu können, der sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Günstiger kann man nicht an ein Highend-Smartphone mit Top-Ausstattung und guter Verarbeitung gelangen.

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur3,0 (Befriedigend)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  7. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
  8. Verarbeitung1,0 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse2,0 (Gut)
  10. Leistung (Spiele)1,0 (Sehr gut)
  11. Leistung (Anwendungen)1,0 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V85591 Pkt.Max. 12557 Pkt.
Sunspider917.9 msMin. 324 ms
Smartbench 20129452 Pkt.Max. 10254 Pkt.
Linpack (Android)573696 MFLOPSMax. 1143896 MFLOPS
Geekbench 3 Single-Core992 Pkt.Max. 2550 Pkt.
Geekbench 3 Multi-Core2539 Pkt.Max. 6501 Pkt.
3DMark Ice Storm Unlimited19617 Pkt.Max. 28912 Pkt.
NenaMark 261.8 fpsMax. 62 fps
Basemark ES 2.061.76 fpsMax. 61.76 fps
Basemark X Medium25800 Pkt.Max. 38199 Pkt.
Basemark X High13197 Pkt.Max. 27386 Pkt.
Antutu36731 Pkt.Max. 134612 Pkt.
Vellamo HTML52893 Pkt.Max. 5917 Pkt.
Vellamo Metal1667 Pkt.Max. 3712 Pkt.
Quadrant24139 Pkt.Max. 42160 Pkt.
Octane v15160 Pkt.Max. 8260 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen27.9 fpsMax. 85 fps
GFXBench 2.7 T-Red HD Onscreen28.7 fpsMax. 53 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Onscreen11.9 fpsMax. 30.9 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Offscreen11.9 fpsMax. 41 fps
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast2 Std. 30 Min.Max. 6 Std. 40 Min.
Maximal25 Std. 0 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis13 Std. 45 Min.Max. 33 Std. 10 Min.
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