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  3. Lenovo Moto Z Play im Test - Der perfekte Langläufer unter den Smartphones

Günstig im Preis, aber nicht billig

Motorola Moto Z Play Schwarz (Bild 1 von 6)Bildquelle: Lenovo
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Viel Smartphone für wenig Geld: Der modulare Aufbau und der große Akku machen das Moto Z Play zum einem echten Favoriten.

Im Vergleich zum teureren High-End-Modell Moto Z bringt die Play Version mit 165 Gramm bei einer Bauhöhe von 7 Millimeter geringfügig mehr auf die Waage. Dennoch wirkt das sehr gut verarbeitet, sowie ebenfalls aus Aluminium und Glas gefertigte, Smartphone weder schwer noch klobig. In Zeiten des Schlankheitswahns hebt sich unser Testmodell sogar positiv von den namhaften Konkurrenten ab. Zudem nutzt Lenovo die Platzmehrheit für das wohl sinnvollste Upgrade, welches ein Smartphone bieten kann - einen größeren Akku. Bevor wir uns jedoch den Laufzeiten widmen, sehen wir uns das Moto Z Play im Test Schritt für Schritt genauer an.

Solide Ausstattung auch ohne WLAN-ac oder USB 3.0

Der SIM-Schacht am oberen Seitenrand des Smartphones gehört zu unseren Highlights. Er trägt je nach Variante des Moto Z Play nicht nur zwei Nano-SIM-Karten, sondern parallel auch eine MicroSD zur Erweiterung des internen 32 GB Speichers. Ebenso ist ein klassischer 3,5 Millimeter Klinkenstecker mit an Bord. Abstriche müssen am USB-C Anschluss in Kauf genommen werden, der lediglich mit dem USB 2.0 Standard arbeitet und zum Laden sowie für die Kommunikation mit Zubehör und dem Computer genutzt werden kann. Dieses Manko teilt sich das Moto Z Play aber auch mit deutlich teureren Konkurrenten, wobei es zu denjenigen gehört, über die man beim Kauf leicht hinwegsehen kann. Zudem wird nur über WLAN-n und Bluetooth 4.0 gefunkt. Otto Normalverbraucher, der sein Zuhause noch nicht in den ac-Standard gehoben hat, wird aber auch damit gut zurechtkommen. Mit 4G LTE-A und NFC ist das Moto Z Play hingegen gut aufgestellt. Softwareseitig bringt das Smartphone Google Android 6.0 Marshmallow mit, welches nur geringfügig angepasst wurde und keine nervige Bloatware versteckt. Weitere Infos findet ihr in unseren technischen Daten.

Motorola Moto Z Play Schwarz (Bild 4 von 6)Bildquelle: Lenovo

Bereits im Test des Schwestermodells Moto Z sprachen wir über das modulare Design der Smartphones. Neben herkömmlichen, magnetischen Rückseiten-Covern könnt ihr auch das Z Play mit den bekannten Moto Mods ausstatten. Unter anderem stehen hier derzeit JBL Lautsprecher, ein mobiler Beamer, das Hasselblad True Zoom Kamera-Modul mit 10fach optischen Zoom und das Incipio offGRID Power Pack mit zusätzlichem 2.220 mAh Akku zur Verfügung. Der Wechsel von Mods ist dabei denkbar einfach: Abziehen, aufsetzen, fertig. Trotz dieser simplen Mechanik sind die angebrachten Magnete ausreichend stark, um auch in actionreichen Nutzungsszenarien fest am Gehäuse Platz zu finden.

Gute Kamera mit LED-Blitz für Selfies

In Hinsicht auf die Kameras verfügt das Moto Z Play über eine 16 Megapixel Hauptlinse an der Rückseite. Diese arbeitet mit einer f/2.0 Blende, Laser-Autofokus und 1.3um großen Pixel. Die Software bietet Zugriff auf zeitgemäße Funktionen, wie zum Beispiel 4K Videos, HDR, Panorama und einen manuellen Profimodus. An der Front finden wir einen 5 Megapixel Sensor, der mit einer f/2.2 Blende und einem 85 Grad Weitwinkelobjektiv ausgestattet ist. Selfie-Fans werden sich vor allem über den LED-Blitz freuen, der an beiden Seiten montiert wurde. Da wir euch nicht mit langweiligen, grau-winterlichen Foto-Eindrücken versorgen wollen, könnt ihr euch von der Qualität der Kamera in diesem unabhängigen Video (ab ca. 2:50 min.) überzeugen lassen. Bis auf leichte Schwächen im Low-Light-Bereich und dem fehlenden, optischen Bildstabilisator können sich die Linsen des Lenovo Moto Z Play wirklich sehen lassen.

Weniger Leistung für einen besseren Preis

Bisher sprechen alle Merkmale im Test von einem Smartphone, das problemlos mit hochpreisigen Modellen wie dem Samsung Galaxy S7 edge oder dem Apple iPhone 7 Plus konkurrieren kann. Gedämpft wird dieser Durchlauf vom verbauten Qualcomm Snapdragon 625 Prozessor. Der Achtkerner (Octa Core) arbeitet mit bis zu 2,0 GHz und beherbergt die Adreno 506 Grafikeinheit. Hinzu kommen 3 GB Arbeitsspeicher und der bereits erwähnte, erweiterbare 32 GB Flash-Speicher. Anhand unserer Benchmarks im unteren Bereich dieses Artikels erkennt ihr, dass die synthetische Leistung dieses Chips nur im Mittelfeld rangiert. Dennoch gibt es keine signifikanten Einbußen in der Alltags-Performance des Moto Z Play. Apps starten zügig, auch mehrere Browser-Tabs sind kein Problem und aktuelle Spiele werden ruckelfrei ausgeführt. Einzig und allein die Tauglichkeit für zukünftige Software, die eventuell mehr Leistung benötigt, könnte hier in Frage gestellt werden. Der Durchschnittsnutzer wird in diesem Bereich keine Geschwindigkeitsmängel feststellen.

Starkes AMOLED-Display und lange Laufzeiten

Das 5,5 Zoll Display setzt auf eine FullHD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel und ist damit deutlich niedrigauflösender als beim Moto Z, welches mit einer QHD-Option auffährt. Die geringere Pixeldicht von 403 ppi nutzen Lenovo und Motorola jedoch gut aus und bieten eine Helligkeit von über 500 cd/m². Somit sind auch Außeneinsätze bei direkter Sonneneinstrahlung problemlos möglich. Die verwendete AMOLED Technik sorgt zudem für einen hohen, nahezu unmessbaren Kontrast und ein echtes Schwarz. Geschützt wird das Display standesgemäß von Cornings Gorilla Glass.

Motorola Moto Z Play Schwarz (Bild 2 von 6)Motorola Moto Z Play Schwarz (Bild 3 von 6)Bildquelle: Lenovo

Die Kombination des leicht schwächeren Snapdragon 625 Chips, einem FullHD AMOLED-Display und dem 3.510 mAh Akku sorgt für fantastische Laufzeiten. Im Leerlauf, bei dauerhaft aktivem, aber gedimmten Bildschirm messen wir über 42 Stunden. Bei maximaler Auslastung in eigentlich praxisfernen Benchmarks liefert das Moto Z Play noch immer 11 Stunden. Ein neuer Rekord in unseren Messungen. Der Mittelwert unserer Tests liegt bei 27 Stunden und sollte euch im normalen Alltag problemlos über 2 Tage bringen. Parallel zu den grandiosen Akkulaufzeiten profitiert unser Testgerät von der so genannten TurboPower Technologie, die ein schnelles Aufladen der Batterie ermöglicht. Lenovo selbst spricht von einer neunstündigen Laufzeit, die nach einer 15 Minuten Ladung erreicht werden kann.

Fazit

Für wen die Akkulaufzeit, ein gutes Display und ein großer Funktionsumfang im Mittelpunkt beim Smartphone-Kauf steht, der ist mit dem neuen Moto Z Play bestens beraten. Die Helligkeit des AMOLED-Screens kann auch in sonnigen Gefilden überzeugen und mit einer Batterie-Ladung schaffen es sogar Intensivnutzer zwei Tage abseits der Steckdose zu überleben. Hinzu kommt der modulare Aufbau mit Moto Mods, der auf Wunsch den Sound, die Kamera und die bereits sehr gute Laufzeit weiter verbessern kann. Ebenso verlässt das Moto Z Play unseren Test mit nur geringfügigen Abstrichen in den Bereichen Performance, Kameraqualität und Ausstattung. Kurz gesagt: Ein hochwertiges Smartphone mit viel Potenzial zu einem guten Preis.

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von Saturn.de | Händlerangabe: 27.02.17 18:46

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch1,0 (Sehr gut)
  7. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  8. Verarbeitung1,5 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse2,5 (Gut)
  10. Leistung (Spiele)2,5 (Gut)
  11. Leistung (Anwendungen)2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Geekbench 3 Single-Core919 Pkt.Max. 2550 Pkt.
Geekbench 3 Multi-Core4810 Pkt.Max. 6501 Pkt.
Geekbench 4 Single-Core802 Pkt.Max. 3481 Pkt.
Geekbench 4 Multi-Core2605 Pkt.Max. 5647 Pkt.
3DMark Ice Storm Unlimited13931 Pkt.Max. 37812 Pkt.
3DMark Sling Shot831 Pkt.Max. 3056 Pkt.
PCMark Work6695 Pkt.Max. 7102 Pkt.
Basemark OS II1024 Pkt.Max. 3645 Pkt.
Antutu61420 Pkt.Max. 167253 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen23 fpsMax. 92.11 fps
GFXBench 2.7 T-Rex HD Onscreen23 fpsMax. 59.24 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Onscreen10 fpsMax. 55.31 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Offscreen10 fpsMax. 58.53 fps
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast11 Std. 5 Min.Max. 11 Std. 5 Min.
Maximal42 Std. 38 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis27 Std. 0 Min.Max. 33 Std. 10 Min.
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