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Test Google Nexus 5 16GB Schwarz - Das erste Smartphone mit Android 4.4 KitKat

Das Google Nexus 5 mit Android 4.4 KitKat, FullHD IPS-Display und Qualcomm Snapdragon 800 Quad-Core Prozessor ist neben dem Apple iPhone 5S und dem LG G2 eines der heiß diskutierten Themen in den Medien. Wir haben uns das vergleichsweise günstige 5 Zoll Smartphone genauer angesehen und liefern nun unseren ausführlichen Testbericht inklusive Alltags-Checks und Benchmarks.

Einleitung: Der große Hype

Google Nexus 5 16GB Schwarz (Bild 1 von 17)Bildquelle: notebookinfo | st
Fotogalerie (17)
Gut und günstig: Für nur 350 Euro geht das Google Nexus 5 in Deutschland mit Spitzenhardware an den Start.

Ab 349 Euro kann das Google Nexus 5 derzeit im Play Store des Suchmaschinen-Riesen erstanden werden. Der südkoreanische Hersteller LG fertigt das Modell auf Basis des aktuellen Flaggschiffes LG G2. Allerdings ist das technisch sehr ähnliche Modell knapp 100 Euro teurer als das für Google produzierte Smartphone. Bereits zur Vorstellung des Nexus 4 war der große Hype im Internet entstanden. Signalisiert wurde das vor allem durch einen Ausverkauf binnen Minuten. Noch größer sollte das Interesse nun beim Nexus 5 sein. Denn diesmal hat Google nicht nur den besten Preis, sondern auch die besten Komponenten. Abgespeckt wurden lediglich die Akkukapazität und die maximale Auflösung der Hauptkamera. Doch allein das könnte schon den großen Unterschied machen, der dem Google-Handy den Titel „Preis-Leistungs-Sieger“ durch die Lappen gehen lässt. Wir werden uns das 4,95 bzw. 5 Zoll Smartphone genauer ansehen und eventuell das Gegenteil beweisen können.

Gehäuse: Günstig, aber nicht billig

Beim Design des Nexus 5 setzen Google und LG auf Understatement. Auffällige Elemente oder knallige Farben sucht man vergebens. Stattdessen kommt das Smartphone wahlweise klassisch in schwarzer oder weißer Färbung. Damit ist allerdings nur die Rückseite gemeint, die Front bleibt stets schwarz und verglast. Im Gegensatz zum LG G2 wird beim Nexus 5 auf eine gummierte Soft-Touch Rückseite zurückgegriffen, die letztendlich ebenfalls aus Kunststoff besteht. Das Display wird zusätzlich von Gorilla Glass 3 geschützt. In Sachen Verarbeitung erfüllt das 4,95 Zoll Smartphone voll und ganz unsere Ansprüche.

Google Nexus 5 16GB Schwarz (Bild 2 von 17)Google Nexus 5 16GB Schwarz (Bild 3 von 17)Bildquelle: notebookinfo | st
Gute Verarbeitung: Trotz Kunststoff fühlt sich das Google Nexus 5 sehr wertig an.

Die im Netz auffälligen, scheinbar unregelmäßigen Spaltmaße finden wir an unserem Testmodell nicht. Look & Feel sowie Verarbeitung stimmen an jeder Stelle und selbst bei grober Handhabung lässt sich das Gerät kaum bis gar nicht verwinden. Allerdings haben wir bedenken, was die Langlebigkeit der Kamera-Verglasung angeht, da diese leicht aus dem Gehäuse hervorsteht und somit anfällig für Kratzer ist. Ein nur kleines Manko in Anbetracht des vergleichsweise günstigen Preises und der soliden Aufmachung des Nexus 5. Unterm Strich liegt das Android 4.4 KitKat Smartphone sehr gut in der Hand, ist mit 8,59 Millimeter sehr schlank und mit 130 Gramm auch entsprechend leicht.

Ausstattung: Nur wenig Wünsche offen

Physische Bedienelemente gibt es lediglich an den Seitenrändern in Form der Lautstärkenwippe und des Power-Buttons. Und obwohl die 8 Megapixel Kamera an der Rückseite nur eine mittemäßige Bildqualität liefert, hätten wir uns einen zusätzlichen Knopf zum Auslösen dieser gut vorstellen können. Leider setzen auf dieses Feature nur wenige Hersteller, zuletzt Sony beim Xperia Z1. Nach bekannter Manier wird das Nexus 5 über einen Micro-USB-Port geladen, der gleichzeitig auch für die Datenübertragung zum PC oder Mac dient. Über den Qi-Standard kann der Nutzer die 2.300 mAh Batterie aber auch kabellos mit Strom versorgen.

Google Nexus 5 16GB Schwarz (Bild 4 von 17)Google Nexus 5 16GB Schwarz (Bild 5 von 17)Google Nexus 5 16GB Schwarz (Bild 6 von 17)Bildquelle: notebookinfo | st
Understatement: Nur wenig Anschlüsse und Knöpfen findet man an den Seitenrändern.

Das „Wunschlos glücklich“-Paket gibt es bei der internen Konnektivität. Neben den bekannten Sensoren für die Beschleunigung, GPS, Kompass sowie Näherung und das Umgebungslicht, setzen Google und LG auf NFC und Bluetooth 4.0. Per EDGE, UMTS oder LTE gelangt man ins Internet. Alternativ lässt sich die WLAN-Verbindung nutzen, die sogar den schnellen 802.11ac Standard unterstützt. Rein theoretisch könnten wir so mit 1 GB/s Daten über das Netzwerk austauschen. Des Weiteren werden im Nexus 5 zwei Mikrofone und ein 3,5 Millimeter Audio-Port verwendet. Als erstes Smartphone wird unser Testmodell zudem ab Werk mit Google Android 4.4 KitKat bestückt. Alle neuen Funktionen des Betriebssystem-Updates findet ihr in einem separaten Artikel auf notebookinfo.de.

Technische Daten

Display:4.9" IPSAuflösung:1920 x 1080
Prozessor:Qualcomm Snapdragon 800 / 2.3 GHzGrafikkarte:Qualcomm Adreno 330
Festplatte16 GBRAM:2 GB
Plattform:Android 4.4 KitKat
Akkulaufzeit:17 Std.Gewicht:130 g
B x H x T:6.92 cm x 13.78 cm x 0.86 cmFarbe:schwarz

Leistung: Quad-Core at its best

Für knapp 350 Euro überrascht uns das Google Nexus 5 mit einem Qualcomm Snapdragon 800 Quad-Core Prozessor und dessen Taktrate von bis zu 2,26 GHz. Hinzu kommen 2 GB Arbeitsspeicher und ein integrierter, nicht erweiterbarer Flash-Speicher von wahlweise 16 GB oder 32 GB. Aufgrund des neuen Android 4.4 OS kommt es in den aktuellen Benchmark-Tests teilweise zu starken Schwankungen, weshalb die Leistung in solch synthetischer Software nur schwer auszumachen ist. Zumindest Geekbench 3 gibt uns durchgängig hohe Werte aus und bescheinigt die Leistung auf dem Niveau eines LG G2 oder Sony Xperia Z1. Allerdings ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Programmierer von AnTuTu, Quadrant und Co. entsprechende Updates für Android KitKat ausliefern werden.

Google Nexus 5 16GB Schwarz (Bild 15 von 17)Google Nexus 5 16GB Schwarz (Bild 14 von 17)Google Nexus 5 16GB Schwarz (Bild 16 von 17)Bildquelle: notebookinfo | st
Besser als die Benchmarks: Die Test-Programme warten auf ein Update für realistische Werte.

Abseits dieser Testprogramme gibt sich das Nexus 5 als performanter Begleiter. Apps, Spiele und Menüs werden pfeilschnell geladen und auch bei einem mit Widgets überfluteten Homescreen sind keine Ruckler oder Abstürze ersichtlich. Die Bedienung ist stets „smooth“ und genau nach unseren Vorstellungen. Durch den schnellen Qualcomm Chip samt Adreno 330 Grafikeinheit können wir mit Recht behaupten, dass sich das Nexus 5 auch in den nächsten 1-2 Jahren noch mit allen leistungshungrigen Apps bestücken lassen kann.

Display: Hell und kontraststark

Ebenso wie beim LG G2 kann sich auch der 4,95 Zoll große Bildschirm des Nexus 5 sehen lassen. Die FullHD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten ermöglicht eine hohe Pixeldichte von 445 ppi. Einzelne Pixel lassen sich so mit dem bloßen Auge nicht mehr ausmachen. Vor allem bei Webseiten und eBooks bringt das einen großen Vorteil, da Schriften nicht mehr von der bekannten Treppchenbildung beeinträchtigt werden. Bei maximaler Display-Helligkeit erreicht das Nexus 5 eine Ausleuchtung von 400 Candela pro Quadratmeter im Schnitt. Das neue Google-Handy kann so problemlos auch an sonnigen Plätzen genutzt werden, ohne dass der Bildschirminhalt unkenntlich wird. Alle Spiegelungen kann man aufgrund der glänzenden Displayoberfläche allerdings nicht ausmerzen.

Google Nexus 5 16GB Schwarz (Bild 8 von 17)Bildquelle: notebookinfo | st
FullHD Bildschirm: Die Ausleuchtung des Nexus 5 reicht sogar für den Outdoor-Betrieb.

Im Vergleich zu einem AMOLED-Display von Samsung ist der Schwarzwert des Nexus 5 etwas höher. Tiefschwarze Bereiche gehen bei voll aufgedrehter Helligkeit also geringfügig ins gräuliche über. Dennoch ist der Kontrast von maximal 870:1 im Vergleich zu anderen Smartphones mit LC-Display gut. Profitiert wird auch von der IPS-Technik, die den Betrachtungswinkel und somit die Blickwinkelstabilität besonders gut abschneiden lässt. Selbst wenn man das Nexus 5 von der Seite betrachtet, treten Farbinvertierungen oder Helligkeitsverluste erst recht spät auf.

Emissionen: Das Problem mit der Akkulaufzeit

Knapp 33,6 Grad Celsius erreicht das Nexus 5 im praxisnahen Alltag. Spitzenwerte von über 44 Grad Celsius konnten wir punktuell beim benchmarken des Smartphones erreichen, doch diese Werte sind realitätsfern. Nur an wenigen Stellen der Soft-Touch-Rückseite wird unser Testmodell mehr als handwarm. Das LG G2 im Vergleich schneidet hier allerdings besser ab. Vor allem im US-amerikanischen Raum wurde die Akkulaufzeit des Google Nexus 5 oft kritisiert. Schließlich kommt anstelle eines 3.000 mAh Akku wie beim LG G2 nur eine Batterie mit 2.300 mAh zum Einsatz. In unseren Tests kommt das Nexus 5 auf eine maximale Laufzeit von 23 Stunden im Leerlauf (Idle), bei deaktivierten Funkverbindungen. Bei voller Auslastung in Benchmarks gibt der Akku nach knapp 1,5 Stunden auf. Der Mittelwert aus dem schlimmsten und besten Szenario beträgt also knapp 12 Stunden. Geht man von den Messungen der US-amerikanischen Kollegen aus, bietet der Akku etwa 30 Prozent weniger Laufzeit als beim LG G2, was in etwa 10,5 Stunden entspricht. Google selbst gibt an, beim Surfen über WLAN eine Akkulaufzeit von 7 bis 8,5 Stunden zu gewährleisten. Das alles ist abhängig vom gewählten Szenario und den dabei aktiven Funkverbindungen. Wir empfehlen in jedem Fall die Hintergrundprozesse im Einstellungsmenü „Akku“ genau zu analysieren und das Gerät daraufhin anzupassen. Auch das dimmen des Displays bringt die eine oder andere Stunde mehr.

In der Praxis: Für den Preis spitze!

An dieser Stelle möchten wir uns beim Team von Android TV bedanken, die uns ihr Google Nexus 5 zum Testen zur Verfügung gestellt haben. Die Jungs haben zudem ein Hands-On Video gedreht, das auf die Features des neuen Google-Handys genauer eingeht. Was unseren Alltag mit dem Nexus 5 angeht, sind wir positiv angetan. Das 5 Zoll Smartphone ist nicht zu groß, nicht zu schwer und für uns ein durchweg guter Handschmeichler. Vor allem in den letzten, sonnigen Herbsttagen kam uns auch das gut ausgeleuchtete Display gerade recht. Mit einer Helligkeit von 400 cd/m² konnten wir auch beim Sonnenbaden und beim Warten auf dem Bus problemlos Mails checken und im Netz surfen, ohne uns im Schatten zu verstecken. Auch die Sprach- und Hörqualität haben uns bei Testanrufen im Berliner LTE-Netz der Telekom gut gefallen.

Einzig und allein der nicht erweiterbare Speicher macht uns bei unserem großen Microsoft Exchange-Mailkonto und einer Fülle an Musik, Bildern und Videos etwas zu schaffen. Doch dafür hat man in Zukunft ja Cloud-Lösungen wie Dropbox oder Google Drive. Und da wir uns eh daran gewöhnt haben das Smartphone jeden Abend an den Strom zu hängen, reicht uns auch der leicht beschnittene Akku mit seinen 2.300 mAh aus, um über den Tag zu kommen. Als große Foto-Enthusiasten können wir uns ebenfalls nicht bezeichnen und von daher kommen wir auch mit der eher mageren Qualität der 8 Megapixel Kamera des Nexus 5 zurecht. Vor allem auch deshalb, weil sich im Internet bereits verschiedene Modifikationen zur Verbesserung der Kamera-Qualität angekündigt haben. Eventuell ist es nur eine Frage der Zeit bis Google und LG selbst eine passende Aktualisierung nachschieben.

Fazit: Schnäppchen-Jäger aufgepasst

Das Google Nexus 5 ist im Preis-Bereich unter 400 Euro derzeit unschlagbar. Leistung, Design und Verarbeitung spielen auf einem sehr hohen Niveau und lassen sich keinesfalls in die Schnäppchen-Schublade stecken. Hinzu kommt ein helles sowie kontraststarkes FullHD IPS-Display, das im 4,95 Zoll Format eine optimale Größe zum Websurfen und für die Videowiedergabe besitzt. Trotz der fast schon Phablet-Dimension ist das Nexus 5 schlank und leicht. Zusätzlich spielt es aus Performance-Sicht mit dem Qualcomm Snapdragon 800 Prozessor in der ersten Liga. Einziger Wermutstropfen ist die nur mittelmäßige Kamera und die in einigen Nutzungsszenarien kurze Akkulaufzeit. Wer nicht mehr als 350 Euro für ein neues Smartphone ausgeben möchte, der ist mit dem Google Nexus 5 am besten beraten. Wenn das Portemonnaie noch einen weiteren 100 Euro Schein locker machen kann, dann sollte man besser zum LG G2 greifen. Das hingegen bringt mehr Akkulaufzeit, eine bessere Kamera und einige nützliche Software-Features mit.

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur3,0 (Befriedigend)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  7. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  8. Verarbeitung1,0 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung (Spiele)1,0 (Sehr gut)
  11. Leistung (Anwendungen)1,0 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Smartbench 20126025 Pkt.Max. 10254 Pkt.
Geekbench 23740 Pkt.Max. 4180 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile3560 Pkt.Max. 9539 Pkt.
NenaMark 259.5 fpsMax. 62 fps
Basemark ES 2.059.34 fpsMax. 61.76 fps
Antutu26804 Pkt.Max. 136834 Pkt.
Quadrant8610 Pkt.Max. 42181 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen23 fpsMax. 87 fps
GFXBench 2.7 T-Red HD Onscreen24 fpsMax. 59 fps
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 25 Min.Max. 6 Std. 40 Min.
Maximal23 Std. 15 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis12 Std. 6 Min.Max. 33 Std. 10 Min.
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