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Test Apple iPhone 6 128GB Gold - Das neue iOS 8 Smartphone im Check

Nach unserem Test des iPhone 6 Plus ist nun das Apple iPhone 6 an der Reihe. Mit 4,7-Zoll großem Bildschirm fällt es in jedem Fall nicht in die Kategorie der Phablets, allerdings auch kein Mini-Modell. Für Nutzer eines älteren iPhones ist der Sprung von 3,5 Zoll bzw. 4 Zoll auf 4,7 Zoll dennoch ein großer. Wie sich das Luxus Smartphone der neuen Generation mit Apple A8 Prozessor geschlagen hat erfahrt ihr in unserem Testbericht.

Einleitung: Vorbei ist die Zeit der kleinen Displays bei Apple

Wir testen das neue Flaggschiff von Apple: Das iPhone 6Bildquelle: notebookinfo.de | st
Fotogalerie (16)
Objekt der Begierde: Über 10 Millionen Einheiten konnte Apple am ersten Wochenende von den neuen iPhones absetzen.

Bereits auf den ersten Blick konnte man ein iPhone von einem Android-Smartphone in den vergangenen Jahren unterscheiden. Dabei sprechen wir nicht einmal von den eingesetzten Materialien und dem präsenten, angebissenem Apfel auf der Rückseite, sondern von der Gerätegröße selbst. Lange Zeit hielt man bei Apple an den kleinen 3,5-Zoll Displays fest, perfekt für die Einhandbedienung. Der erste kleine Sprung folgte erst mit dem iPhone 5, dieses wuchs aber praktisch nur in der Länge an und bot ein 4-Zoll Display. Die Nachfolgemodelle behielten die Auflösung und Displaygröße bei. Damit ist nun Schluss und man verabschiedet sich von einem der Grundsätze, der problemlosen Bedienung mit einer Hand.

Mit der Vorstellung des iPhone 6 und iPhone 6 Plus wächst die Displaygröße auf 4,7- bzw. sogar 5,5-Zoll an. Während das iPhone 6 Plus somit in die Phablet-Kategorie hereinrutscht, handelt es sich beim iPhone 6 fast schon um eine Mini-Variante. Zumindest wenn man die Sichtweise eines Android-Nutzers heranzieht. Die meisten Smartphones mit Google Android bewegen sich inzwischen im Bereich von 5-Zoll und mehr. Für alle aus dem iPhone-Lager markiert aber selbst der Sprung hin zum 4,7-Zoll Bildschirm einen großen Schritt.

Dass man mit dieser Änderung allerdings keine Kunden verärgert, sondern eher dazu gewonnen hat, zeigt der Andrang zum Verkaufsstart. So konnte Apple bereits nach dem ersten Wochenende über 10 Millionen Einheiten verkaufen. Ein neuer Rekord, selbst für das erfolgsverwöhnte Unternehmen aus Kalifornien. Vorab gab es wilde Spekulationen und Gerüchte, allen voran um den Displayschutz. So vermutete man hier den Einsatz von Saphirglas anstelle von Gorilla Glass. Doch die Wahrheit ist wie so oft eine andere, denn lediglich die Glasabdeckung des Touch-ID-Sensors und die der Kamera sind aus Saphirglas, der Rest wird erneut von Gorilla Glass behütet.

Gehäuse: Unibody-Gehäuse aus Aluminium sorgt für Aufsehen

Mit der neuen Gerätegeneration führt Apple auch ein neues Design ein. Entsprechend kann man davon ausgehen, dass ein mögliches iPhone 6s im nächsten Jahr wohl eher dezente optische Änderungen erfahren dürfte. Doch dafür ist es noch etwas zu früh. Entgegen den letzten Modellen ist das iPhone 6 weniger kantig, sondern deutlich abgerundeter gestaltet worden. Die Ränder sind rundlich gehalten und weniger eckig als beim iPhone 5 und iPhone 5s. Selbst die Front hat zu den Rändern hin ein leicht abgerundetes Glas spendiert bekommen. Das iPhone 6 liegt dadurch sehr gut in der Hand. Noch dazu ist das iPhone 6 unglaublich schmal und dünn geworden. Mit 6,9 mm ist es trotz der angewachsenen Größe deutlich schlanker als das Vorgängermodell mit 7,6 mm. Beim Gewicht hat es allerdings zugelegt, so wiegt das iPhone 6 nun 129 Gramm gegenüber 112 Gramm beim iPhone 5s. Das ist aber nicht als schwer zu bezeichnen, denn das Gewicht sorgt für die spürbare Wertigkeit und unterstützt den Tragekomfort.

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Handschmeichler: Das komplette Smartphone ist nun abgerundet, inklusive der Displayfront und den Rändern.

Das gesamte iPhone besteht nun von der Rückseite bis zu den Rändern aus Aluminium. Vorbei ist die Zeit der Glasränder an der Rückseite. Damit der Funkempfang möglich wird, war allerdings ein Kompromiss nötig. Ähnlich wie das HTC One M8 muss auch Apple auf Kunststoffstreifen für die Antennen setzen. Je nach Modellfarbe sind diese Streifen mal mehr und mal weniger deutlich sichtbar. Das ist optisch nicht perfekt gelöst, ebenso wenig wie die herausstehende Kameralinse. Da das neue iPhone extrem dünn ist, blieb Apple hier scheinbar keine andere Wahl. Die Linse wird zwar von Saphirglas behütet, dennoch ist diese Lösung weder optisch noch funktional perfekt gelöst. Hier hätte man dann doch besser ein etwas dickeres Gehäuse nutzen sollen, wodurch gleichzeitig auch ein stärkerer Akku seinen Platz hätte finden können.

Neu ist auch die Buttongestaltung beim iPhone 6. Eine Umgewöhnung wird also nötig werden, denn der Knopf zum Ein- und Ausschalten ist nicht mehr am oberen Gehäuserand, sondern auf der rechten Seite zu finden. Das macht aufgrund des größeren Displays absolut Sinn, da man den Knopf ansonsten nicht ohne das Umgreifen erreichen könnte. Als eingefleischter iPhone-Nutzer wird man allerdings anfangs aus Gewohnheit an die falsche Stelle greifen. Die beiden Lautstärkewippen auf der linken Seite sind etwas länglicher geworden und lassen sich einfach und bequem ertasten.

Das neue Design sorgt dafür, dass es Änderungen am Lautsprecher gibt. Gab es zuletzt zwei Öffnungen am unteren Rand, ist dieser nun auf einen Ausgang reduziert worden. Der Klang leidet darunter allerdings kaum. Einen wahren Audiogenuss sollte man aber ebenso wenig erwarten. An die Klasse der beiden Frontlautsprecher eines HTC One mit BoomSound kommt das Modell bei Apple nicht heran. Auch die Platzierung ist weiterhin suboptimal gelöst, denn wenn man das iPhone im horizontalen Modus hält, verdeckt man leicht den Lautsprecher.

In den letzten Tagen gingen einige „Horrormeldungen“ durchs Netz. So wird von verbogenen iPhones berichtet. Hier soll besonders das iPhone 6 Plus anfällig sein. Im Alltagsgebrauch und Test konnten wir aber dieses angesprochene Problem bei keinem der beiden Modelle feststellen. Das iPhone 6 wurde mal mit und mal ohne Hülle in einer Jacken- und vorderen Hosentasche getragen. Dabei gab es keine Kratzer oder gar ein verbogenes Gehäuse zu bestaunen. Sicherlich ist es aber ratsam das sehr große und sehr dünne iPhone 6 Plus nicht unbedingt in der hinteren Hosentasche aufzubewahren und sich dann auch noch damit hinzusetzen.

Ausstattung: LTE mit 20 Bändern, WLAN-ac und NFC kommen zusammen mit iOS 8

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Gute Qualität: Trotz 8 Megapixel-Sensor liefert die Kamera sehr gelungene Fotos.

Auf die Technik und Leistung der Kamera im neuen iPhone sind wir bereits im Test des iPhone 6 Plus näher eingegangen. Das Modell mit 8 Megapixel-Sensor unterscheidet sich im iPhone 6 nur minimal von dem des größeren Bruders. So fehlt hier vor allem der optische Bildstabilisator, welcher hilfreich ist bei Aufnahmen in dunkleren Umgebungen. Die Kamera liefert allerdings auch hier gute Fotos ab und das ohne lange an den Optionen herumspielen zu müssen. Der Autofokus ist fixer geworden und die Beleuchtung kann direkt angepasst werden. Merkt man etwa dass der Sensor einem nicht genügend Helligkeit spendiert, so tippt man das Display an und schiebt dann den Finger hoch oder runter um die Exposure-Control zu manipulieren. Panorama-Aufnahmen sind nun sogar bis zu 43 Megapixel stark und auch Videoaufnahmen gelingen dank Videostabilisierung und Autofokus deutlich besser. 4K-Aufnahmen sind hingegen nicht möglich, dafür aber Aufnahmen in FullHD bei 60 fps, sowie Slow-Motion-Aufnahmen mit 240 statt 120 maximalen fps. Time-Lapse Videos sind dank iOS 8 ebenso eine Option geworden. Die Frontkamera hat obendrein einen neuen Sensor spendiert bekommen, welcher 81% mehr Licht einfallen lässt. Der Burst Mode sorgt für schnelle Selfies. Videos können mit HDR aufgenommen werden und bieten H.265 Encoding. Megapixel hin oder her, die Kameras im iPhone 6 gehören zu den besten was Smartphones betrifft. Lediglich das Nokia Lumia 1020 zieht hier deutlich vorbei.

Technisch setzt man bei Apple nun auch auf den neuesten WLAN-ac Standard, Dualband-Unterstützung gab es bereits, diese ist auch hier wieder mit an Bord. Touch-ID (Fingerabdruckscanner im Homebutton) kann für das Entsperren des Bildschirms und als Autorisierung für Bezahlungen im App Store, bei iTunes und bei Drittanbieter Apps seit iOS 8 verwendet werden. Der Sensor ist dabei nach wie vor der Beste bei allen Smartphones und erkennt die Fingerabdrücke deutlich schneller und präziser als etwa das Gegenstück bei Samsung oder HTC. Bei LTE gibt es satte 20 Frequenzbänder die unterstützt werden, somit sollte in fast jeder möglichen Region eine gute Geschwindigkeit erzielt werden können. Beim iPhone 5s waren es noch 13 Bänder. Die maximale Geschwindigkeit liegt allerdings auch beim iPhone 6 bei 150 Mbps. GPS, A-GPS und GLONASS gibt es für die Navigation, sowie Bluetooth 4.0 für das kabellose Verbinden mit Zubehör. Das iPhone 6 hat zwar NFC-Technologie im Herzen stecken, allerdings ist die Technik aktuell auf Apple Pay beschränkt. Dieser Bezahlservice steht allerdings ab Oktober vorerst nur in den USA zur Verfügung.

Beim Flashspeicher gibt es mit dem iPhone 6 ebenfalls Veränderungen. Gab es zuletzt iPhones mit 16, 32 oder 64 GB, so findet man nun Modelle mit 16, 64 oder 128 GB. Schön wäre es gewesen, hätte Apple die 16er Variante durch 32 GB ersetzt. Die meisten werden somit allerdings zur Variante zwei mit 64 GB greifen und mehr als genug Speicherplatz vorfinden. Der Aufpreis bleibt weiterhin jeweils bei 100 Euro pro Modell für ein Speicherupgrade, eine nachträgliche Erweiterung ist nicht möglich.

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Jede Menge Technik: In dem schmalen iPhone 6 hat Apple eine Menge untergebracht.

Auf iOS 8 gehen wir an dieser Stelle nicht im Detail ein, ein paar Features sind aber bereits in unserer Vorschau zum neuen Betriebssystem nachzulesen. Darunter auch Infos zum Family Sharing. Erwähnen sollte man allerdings die Einführung von Widgets für den Notification Screen. Auch Dritthersteller Apps können hier etwa aktuelle Sportergebnisse, Wetterinfos und andere Details anzeigen lassen. Auf dem Homescreen selbst werden diese nicht zum Einsatz kommen. Der Touch-ID Sensor kann nun ebenso bei eine großen Anzahl von Apps genutzt werden, ein Beispiel dafür ist etwa das beliebte 1Password. Die Metal-API sorgt für noch mehr Effekte und bessere Grafik im Allgemeinen. Weiterhin wurde die Tastatur von Apple verbessert, durch QuickType werden nun Wortvorschläge direkt über dem Keyboard dargestellt, was das Tippen deutlich beschleunigt. Auch mögliche Worte und Antworten werden hier angezeigt. Etwa bei einer SMS in der Form „Hast du um 16 Uhr Zeit?“ – Mögliche Optionen: „Ja“, „Nein“, „vielleicht“. Aber auch Dritthersteller können eigene Software-Tastaturen anbieten, so steht auch das von Android bekannte Swype und Swiftkey mit iOS 8 zur Verfügung.

Family Sharing erlaubt eine bessere Verwaltung eines Accounts und der Überwachung der Aktivitäten der Kinder im Haushalt. Mit dem Continuity Feature ist es hingegen möglich eine auf dem MacBook angefangene Mail an gleicher Stelle auf dem iPhone zu Ende zu schreiben oder aber auch Gespräche die auf dem iPhone eingehen auf einem Mac mit dem kommenden OS X Yosemite oder einem iPad mit iOS 8 entgegen zu nehmen. All dies ist hilfreich im Alltag, wird allerdings erst gänzlich genutzt werden können, wenn ein Mac im eigenen Heim im Einsatz ist und OS X Yosemite in der finalen Version voraussichtlich im Verlauf des Oktobers von Apple freigegeben wird.

Technische Daten

Display:4.7" IPSAuflösung:1334 x 750
Prozessor:Apple A8 / 1.4 GHzGrafikkarte:PowerVR GX6450
Festplatte128 GBRAM:1 GB
Plattform:iOS 8.0
Akkulaufzeit:14 Std.Gewicht:129 g
B x H x T:6.7 cm x 13.81 cm x 0.69 cmFarbe:weiß Gold

Leistung: 64-Bit Prozessor und Quad-Core Grafik bringen starke Performance

Reine Vergleiche der Datenblätter werden der Hardware von Apple Modellen mit Android Gegenstücken seit Jahren nicht Gerecht. Die Anzahl der Kerne alleine sagt eben wenig über die Performance aus, selbst innerhalb des Android Ökosystems ist dies so. Nicht umsonst sind dort die meisten Octa-Core-Modelle den erprobten Quad-Cores von Qualcomm noch unterlegen. Ganz ähnlich verhält es sich auch beim Vergleich iOS vs. Android. Apple verbaut im iPhone 6 den A8 SoC mit 64-Bit Architektur der zweiten Generation, welcher im 20nm Verfahren hergestellt wird. Die Taktfrequenz liegt gerade einmal bei 1,4 GHz bei der Dual-Core CPU, dennoch ist die Performance des Chips an der Leistungsspitze angesiedelt. Dem Prozessor steht eine Quad-Core Grafikeinheit zur Seite. Der Imagination PowerVR GX6450 stammt aus der neuen 6XT-Serie und sorgt für prächtige Ergebnisse in Spielen und grafisch intensiven Benchmarks.

Wir testen das neue Flaggschiff von Apple: Das iPhone 6Wir testen das neue Flaggschiff von Apple: Das iPhone 6Wir testen das neue Flaggschiff von Apple: Das iPhone 6Bildquelle: notebookinfo.de | cw
Top Werte: Bei den Benchmarks wird klar wie Leistungsstark der Apple A8 ist.

Neben diesem Gespann finden sich noch 1 GB Arbeitsspeicher wieder. Dieser ist für ein Smartphone aus dem Jahr 2014 klein dimensioniert. Das wirkt sich zwar im Alltag nur indirekt aus, aber es wäre dennoch an der Zeit gewesen diese Menge zu verdoppeln. Die Systemperformance ist einwandfrei unter iOS 8, Apps und Games laufen butterweich. Die spürbare Auswirkung ist im Grunde nur bei Safari zu sehen, da hier bei mehreren gleichzeitig geöffneten Tabs diese immer wieder neu in den Arbeitsspeicher geladen werden müssen. Ein Problem das aber eher auf dem iPhone 6 Plus und den iPads wirklich störend auffällt.

Auch der Motion Co-Prozessor erhielt ein kleines Update, womit das Modell nun auf M8 hört. Dieser entlastet den Hauptprozessor und kümmert sich um die Auswertung der diversen Sensoren. Neu hinzugekommen ist ein Barometer. Dadurch ist auch eine Veränderung der Höhe messbar, etwa beim Treppen steigen oder Klettern. Die Sensoren sorgen auch für eine Erkennung und Unterscheidung zwischen Gehen, Rennen, Bewegung im Auto oder auf dem Fahrrad. Diese fließen in die neue Health App von Apple ein.

Zum Abschluss noch ein Wort zur Gafikeinheit. Diese wird wohl erst richtig mit der Zeit ausgereizt werden. Mit iOS 8 führte Apple auch die Metal-API ein, die neben dem iPhone 6 und 6 Plus auch vom iPhone 5s, iPad Air und iPad mini Retina genutzt werden kann. Damit sind optisch noch beeindruckendere Spiele mit mehr und neuen Effekte möglich. Bisher sind lediglich ein paar der vorhandenen Spiele wie Modern Combat 5 und Asphalt 8 mit entsprechenden Updates versorgt wurden. So kann man beim Rennspiel etwa mehr Autos gleichzeitig darstellen und obendrein gibt es auch noch Wettereffekte zu bestaunen.

Display: Klare Farben, extrem hohe Leuchtkraft und gute Blickwinkelstabilität

Ein Auflösungswunder ist das Display des iPhone 6 nicht geworden. Der 4,7-Zoll Bildschirm bringt es auf 1.334 x 750 Pixel, was 326 ppi entspricht. Damit liegt die Pixeldicht exakt auf dem Niveau des Vorgängermodells. Android Smartphones fahren in der Regel höher aufgelöste Displays auf. Dennoch ist die Darstellung scharf und detailliert, auch wenn sie sicher höher hätte ausfallen können.

Das Display des iPhone 6 punktet dafür in anderen Bereichen. So ist der Schwarzwert für ein LC-Display sehr gut. Auch die Farbtreue, Blickwinkelstabilität und Ausleuchtung sind auf höchstem Niveau. Der Helligkeitssensor liefert extrem präzise Arbeit ab, so regelt dieser das Display komplett herunter, wenn man das Smartphone nachts im Bett oder in dunklen Räumen anwirft. Bei Sonnenschein dreht der Sensor automatisch die Helligkeit soweit herauf, dass man das Display problemlos ablesen kann. Das wahre Highlight ist allerdings die Displayhelligkeit an sich. Diese liegt bei 510 bis 530 Candela, ein absoluter Spitzenwert. Die gleichmäßige Ausleuchtung und der hohe Kontrast runden das insgesamt sehr gute Display positiv ab.

Emissionen: Der 1.810 mAh Akku reicht für einen Tag aus

Apple bringt im iPhone 6 lediglich eine Batterie mit 1.810 mAh Kapazität unter. Bevor allerdings ein gewaltiger Aufschrei folgt, sei zumindest angemerkt, dass dieser für ähnliche Werte sorgt, wie das Gegenstück im iPhone 5s. Das iPhone 6 ist aber somit dennoch kein Dauerläufer, auch wenn einen das Smartphone problemlos durch einen Tag begleiten kann. Eine kurze Runde bei Games, der regelmäßige Abruf von Mails, ein bisschen Social Media und Musik hören und Co. stellt den Akku nicht vor unlösbare Aufgaben. Trotz der geringen Kapazität verbraucht die Hardware im Zusammenspiel mit iOS 8 erfreulich und erstaunlich wenig Saft. Man hat bei Apple also scheinbar keine leeren Worthülsen verwendet. Wer allerdings gerne und viel zockt, der wird keine 3 Stunden und eigentlich nicht mal 2,5 Stunden ohne neue Aufladung überstehen können. Ausgeschlossen hiervon sind eher anspruchslose Spiele für Zwischendurch. Im Durchschnitt wird man 11-14 Stunden aus dem Akku herausholen können. Da das Display extrem hell ist, lässt sich hier im Notfall noch etwas mehr Laufzeit durch Reduzierung der Helligkeit erzeugen.

Die Temperaturen liegen gegenüber dem größeren iPhone 6 Plus etwas höher. Im Leerlauf-Betrieb liegen diese stets unter 30 Grad und nur bei längerer Last erwärmt sich das Smartphone bis hin zu 38-40 Grad an einigen Stellen. Unangenehm heiß wird das Apple iPhone 6 dabei nie.

In der Praxis: Leistungsstarkes Smartphone mit Top-Display und sehr guter Kamera

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Sehr gutes Gesamtpaket: Das iPhone 6 ist ohne jeden Zweifel ein absolutes Top-Modell auf dem Smartphone-Markt geworden.

Langjährige iPhone-Nutzer müssen sich mit dem 6er Modell umstellen. Der größere Bildschirm erfordert zumindest ab und an den Einsatz von beiden Händen bei der Bedienung und auch die veränderte Anordnung des Powerbuttons ist erst einmal ungewohnt. Man erwischt sich öfter dabei an die obere Seite anstelle der rechten zu greifen. Davon abgesehen liegt das iPhone 6 aber angenehm in der Hand, alles ist etwas runder und weniger eckig geworden. Besonders das leicht abgerundete Glas der Front hin zu den Rändern fühlt sich nicht nur großartig an, es sieht auch gut aus.

Die Leistung des iPhone 6 ist auf absolutem Top-Niveau und das trotz 1 GB Arbeitsspeicher und Dual-Core Prozessor mit 1,4 GHz. Die Hardware liegt zum Teil über dem Niveau der erhältlichen Spitzenmodelle aus dem Android-Lager. Die Feature Palette wurde durch ein Barometer, WLAN-ac, mehr LTE-Bänder und NFC (mit Einschränkungen) sinnvoll erweitert. Durch iOS 8 öffnet sich das mobile Betriebssystem von Apple mehr für Anpassungen und Drittanbieter. Egal ob es um 3rd Party Tastaturen wie Swype oder die Möglichkeit der Nutzung von Touch ID bei Drittanbieter Apps geht. Auch Widgets sind nun bei iOS 8 an Bord. Fotos und Videos lassen super mit dem iPhone anfertigen.

Wenn man am iPhone 6 Design etwas aussetzen möchte, so wäre das sicherlich die sehr dünne Bauweise. Diese sorgt dafür, dass der Akku nicht sonderlich leistungsstark ist, auch wenn die Laufzeit für einen Tag problemlos ausreicht und somit nicht schlechter als beim Vorgängermodell ist. Auch die herausstehende Kameralinse ist weder schön noch praktisch.

Fazit

Das Apple iPhone 6 ist ohne jeden Zweifel ein unglaublich gutes Smartphone geworden. Technisch befindet man sich nicht nur auf Augenhöhe, sondern kann sogar die Konkurrenz größtenteils hinter sich lassen. Eine sehr gute Kamera, ein schickes, wenn auch nicht mehr makelloses Design und gute neue Software-Features runden das Gesamtpaket von Apple ab. Die Display-Größe erlaubt weiterhin die Bedienung mit einer Hand zu fast jedem Zeitpunkt und bietet gleichzeitig deutlich mehr Anzeigefläche für Texte, Fotos und Videos an. Die Auflösung mag nicht sehr hoch sein, dafür ist die Displayhelligkeit und Darstellung besser als bei der Konkurrenz. Der Preis ist bekanntermaßen hoch, auf der positiven Seite steht dafür aber auch der Wiederverkaufswert. Ein zwei Jahre altes iPhone ohne Garantie lässt sich in der Regel problemlos noch für über 300 Euro verkaufen. Das lässt die Neuanschaffung (ohne Vertrag) deutlich erträglicher werden. Die Erstinvestition bleibt davon ab aber eine teure Angelegenheit.

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von Cyberport.de | Händlerangabe: 31.05.16 21:45

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  7. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
  8. Verarbeitung1,0 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse2,0 (Gut)
  10. Leistung (Spiele)1,0 (Sehr gut)
  11. Leistung (Anwendungen)1,0 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V88605 Pkt.Max. 12557 Pkt.
Sunspider346.8 msMin. 324 ms
Geekbench 3 Single-Core1630 Pkt.Max. 2550 Pkt.
Geekbench 3 Multi-Core2911 Pkt.Max. 6501 Pkt.
3DMark Ice Storm Unlimited17335 Pkt.Max. 28912 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile6110 Pkt.Max. 8299 Pkt.
Octane v17749 Pkt.Max. 8260 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen42.7 fpsMax. 85 fps
GFXBench 2.7 T-Red HD Onscreen51.1 fpsMax. 53 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Onscreen30.5 fpsMax. 30.9 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Offscreen17.8 fpsMax. 41 fps
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast2 Std. 27 Min.Max. 6 Std. 40 Min.
Maximal25 Std. 0 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis13 Std. 41 Min.Max. 33 Std. 10 Min.
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