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Intel Broadwell

Unter der Bezeichnung Intel Broadwell bezeichnet Intel die Nachfolger der Haswell-Prozessor-Generation. Mit Broadwell folgt Intel weiter seiner Tick-Tock-Politik. Diese besagt, dass jeder neuen Mikroarchitektur im darauffolgenden Jahr ein Die-Shrink folgt, also eine Modernisierung des Fertigungsprozesses. Dabei ist Broadwell keine neue Mikroarchitektur, sondern eine geschrumpfte Version von Haswell, gespickt mit zahlreichen zusätzlichen Verbesserungen, die vor allem den Energieverbrauch weiter optimieren und senken sollen und gleichzeitig einer noch leistungsfähigeren Grafikeinheit.

Während Haswell-Prozessoren noch häufig mit Hitze-Problemen unter Volllast zu kämpfen hatten, sollen beim Intel Broadwell solche Probleme der Vergangenheit angehören. Durch eine weiter reduzierte Energieaufnahme sollen zudem lüfterfreie Gehäusekontruktionen bei Notebooks und Ultrabooks immer weiter zunehmen. Unterscheiden lassen sich die Intel Broadwell Prozessoren in drei Typen: Broadwell-Y für Tablets und kompakte Ultrabooks mit einem extrem geringen Energiebedarf und einer maximalen Verlustleistung von 3,5 bzw. 4,5 Watt. Die Prozessoren dieses Typs heißen auch Intel Core M. Die Broadwell-U-Prozessoren sind hauptsächlich für Subnotebooks gedacht, sind etwas leistungsfähiger und verbrauchen etwas mehr Strom. Die ersten Modelle werden für das 4. Quartal 2014 erwartet. Die Broadwell-H-Prozessoren sind dann klassische Notebook-Prozessoren mit einer maximalen Verlustleistung von 37 oder 47 Watt (Dual-Core vs. Quad-Core).

Auch die Grafikeinheit wurde weiter überarbeitet. Die Anzahl der Sub-Slices pro Slice wurde von zwei auf drei erhöht. Mit Slices bezeichnet Intel verschiedene Unterbereiche der Grafikeinheit. Effektiv wurde die Zahl der Ausführungseinheiten (Execution Units, EU) von 20 auf 24 erhöht, wodurch auch die Leistungsfähigkeit in einem zweistelligen Bereich steigen dürfte. Energiesparmaßnahmen des Grafikchips sorgen dafür, dass dieser nur dann genutzt wird, wenn benötigt und sonst vollständig abgeschaltet wird. Außerdem unterstützen die neuen Intel-Grafikchips erstmalig auch DirectX 12. Der Nachfolger der Intel Broadwell steht indes auch bereits in den Startlöchern: Intel Skylake wird dabei wieder eine komplett neue Mikroarchitektur einführen.

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