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HSDPA

HSDPA steht für High Speed Downlink Packet Access. Es ist eine Erweiterung des 3G- bzw. UMTS-Standards und wird deshalb gelegentlich auch als 3.5G bezeichnet. Der Standard wird verwendet zur mobilen Datenübertragung und dort ist er nur für den Download verantwortlich. Das Gegenstück der Technik für den Upload heißt HSUPA. Obwohl HSDPA zum UMTS-Standard gehört, lassen sich mit ihm sehr hohe Downloadraten erzielen, die mit denen eines DSL-Anschlusses vergleichbar sind. Erst LTE bietet noch höhere Datenraten, wenn das Netz und die Auslastung dies zulassen.

Der HSDPA-Standard wird in Kategorien unterteilt, die Aufschluss darüber geben, wie schnell der zu erwartende Downstream ist. Die Kategorie ist dabei vom Empfangsgerät abhängig. Übliche Kategorien sind Kategorie 6 mit einer Download-Rate von 3,6 Mbit/s und Kategorie 8, welche immerhin schon 7,2 Mbit/s im Downstream verspricht. In der Praxis gibt es Kategorien für bis zu 42,2 Mbit/s und noch mehr, allerdings werden diese Raten aus technischen Gründen nie bzw. nur theoretisch erreicht. Die AMC-Technik, die bei HSDPA zum Einsatz kommt, sorgt dabei dann für eine möglichst optimale Datenlastverteilung, so dass man mit HSDPA in der Praxis tatsächlich auch diese Download-Raten erreichen kann, was sich vom LTE-Netzt, vor allem in Deutschland, so nicht sagen lässt.

In Deutschland wird HSDPA von allen großen Mobilfunkanbietern angeboten und mittlerweile erreicht man eine gute Netzabdeckung in den meisten Gebieten. Durch das hohe Datenvolumen beschränken die meisten Mobilfunkanbieter den Datenbetrieb und erlauben die Nutzung des schnellen HSDPA-Modus nur für das erste Gigabyte bzw. die ersten 3 GB im Monat, danach surft man meist mit extrem langsamer EDGE-Geschwindigkeit weiter. Durhc den großen Fortschritt vom UMTS- zum HSDPA-Standard wurden auch viele weitere mobile Webapplikationen möglich, etwa das mobile Streamen von Filmen, Serien und Sport.

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