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Bildquelle: Wikipedia
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GSM

GSM, kurz für Global System for Mobile Communications ist ein Mobilfunkstandard und der erste Standard der zweiten Generation (2G). Das Netz ermöglicht die digitale Datenübertragung und war der Grundstein für die Mobilfunkverbreitung in Deutschland und weltweit.

Eingeführt wurde GSM in Deutschland im Jahr 1992, was in der Folge zu einem sprunghaften Anstieg der Mobilfunknutzer führte. Im Laufe der Zeit wurden für GSM verschiedene Erweiterungen entwickelt, darunter GPRS, HSCSD und EDGE, wobei besonders EDGE auch heutzutage noch immer häufig zum Einsatz kommt, wenn im jeweiligen Gebiet kein 3G- oder LTE-Netz zur Verfügung steht. Mit einer weltweiten Nutzerzahl von 1,7 Milliarden ist GSM der mit Abstand am weitesten verbreitete Mobilfunkstandard, auch wenn in westlichen Ländern und Teilen Asiens GSM zunehmend durch 3G und LTE verdrängt wird.

Die Aufrechterhaltung des GSM Netzes wird durch eine Vielzahl von Mobilfunk-Sendemasten ermöglicht, wobei jeder einzelne, je nach Bebauung und Gelände, ein Gebiet von 35 km abdecken kann. Der modulare Aufbau des Netzes im Sinne vieler Funkzellen führt zu der Anforderung, dass das Netz die Übergabe von Gesprächen von einer auf die andere Funkzelle zu ermöglichen, etwa wenn der Nutzer während des Gespräches die Funkzelle wechselt. Da das GSM Netz mit einer recht niedrigen Datenübertragungsrate auskommen muss, werden für die Datenübertragung bei Gesprächen Sprach-Codecs mit einer sehr niedrigen Bitrate verwendet, die aufgrund entsprechender Optimierung zwar für Sprache gut geeignet sind, bei der Übertragung von beispielsweise Musik aber nur eine sehr geringe Qualität aufweisen. Wichtige Erweiterungen des GSM-Netzes sind GPRS, der erste Standard, der die paketvermittelte Datenübertragung erlaubte und durch Bündelung mehrerer Kanäle eine Übertragungsrate von bis zu 171 kbit/s erreichen konnte, dies jedoch nur bei geringer Netzauslastung. Mit EDGE wurde eine Erhöhung der Datenrate auf maximal 384 kbit/s möglich, was der niedrigsten UMTS-Aufbaustufe entspricht. In der Praxis ist EDGE jedoch oft langsamer, was wohl jeder, der schon einmal das Datenvolumen seines Highspeed-Tarifs erschöpft hat, bestätigen kann.

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