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Bildquelle: AMD
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Graphics Core Next

Graphics Core Next (kurz: GCN) bezeichnet eine Grafikarchitektur von AMD, die zusammen mit der Southern-Island genannten Radeon-Serie AMD Radeon HD 7000 eingeführt wurde. Im Vergleich mit der vorherigen Architektur bietet Graphics Core Next viele Neuerungen. Ein besonders wichtiger Punkt ist die Optimierung der Effizienz, die insgesamt dazu führt, dass unter Last mehr Potential der Grafikkarte ausgeschöpft wird, als dies mit der alten Technik möglich war.

Möglich ist dies über eine Reduktion der Abhängigkeiten verschiedener Chipkomponenten untereinander, welche bei der vorherigen Architektur dazu geführt haben, dass unter Umständen einige ALUs (Arithmetic Logical Unit) beim Einsatz brach lagen, da sie auf Informationen aus anderen Chipteilen angewiesen waren. Folglich sank trotz hoher theoretischer Leistungswerte die praktische Leistung. Ebenfalls neu ist die ZeroCore Power Technologie, die, wie der Name schon andeutete, den Stromverbrauch der Grafikchips senken soll und dabei zusätzlich zu AMD PowerTune genutzt wird.

Zwar werden mit Graphics Core Next mehr Transistoren fällig im Vergleich zur vorher jahrelang genutzten TeraScale-Architektur, doch auf der anderen Seite ist Graphics Core Next deutlich besser für GPGPU-Aufgaben geeignet, also Anwendungen, die auf den Grafikchip für Berechnungen zurückgreifen, aber nicht zu den klassischen 3D-Anwendungen gehören, beispielsweise Video-Umwandlungen. Auch unterstützt Graphics Core Next die Grafikschnittstelle Mantle, die proprietär und frei ist und daher ohne Lizenzgebühren von allen Entwicklern genutzt werden kann. Zudem soll die Schnittstelle eine deutlich höhere Leistungsausbeute als DirectX bieten. Wieviele Entwickler auf den Mantle-Zug aufspringen, bleibt hingegen abzuwarten. Die Unterstützung für „Partially Resident Textures“ dürfte auch für Gamer ein entscheidender Vorteil der neuen Grafikarchitektur sein. Statt komplette Texturen zu laden, werden diese bei Bedarf einfach zerlegt und dann nur die Teile geladen, die schließlich auch benötigt werden. Dies kann den Speicherverbrauch der Grafikkarte deutlich einschränken.

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