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Bloatware

Bloatware, aus dem Englischen (to bloat: „aufblähen“) wird im Computer-Jargon Software bezeichnet, die nicht unbedingt erwünscht ist und in immer größerer Menge auf Smartphones, Tablets und Notebooks vorinstalliert ist. Auch Software mit immer größerem Funktionsumfang in unterschiedlichsten Einsatzbereichen, die für Nutzer unübersichtlich ist, wird oft als Bloatware bezeichnet. Die seit Jahren immer weiter gewachsene Nero-Software-Suite, früher mal eine Brenn-Software, wird häufig als Bloatware bezeichnet. Durch den starken Konkurrenz- und Preisdruck im mobilen Computer- und Handheld-Geschäft nimmt die Verbreitung von häufig sinnlosen, nicht voll funktionsfähigen, nicht deinstallierbaren oder gar gefährlichen Programmen immer weiter zu. Hersteller Lenovo beispielsweise stand erst vor Kurzem im Fokus der Aufmerksamkeit, als herauskam, dass eine von Lenovo auf seinen Notebooks vorinstallierte Software in der Lage ist, sichere SSL-Verschlüsselungen im Internet abzufangen und zu entschlüsseln und auf diese Weise die Sicherheit des ganzen Computers riskierte. Zwar ruderte Lenovo zurück, doch ist beispielsweise bei Smartphones häufig nur noch ein geringer Teil des internen Speichers überhaupt nutzbar, weil sich zahlreiche Programme bzw. Bloatware bereits vorinstalliert auf den Geräten finden, die sich oftmals nicht entfernen lässt. Auch schränkt Bloatware häufig die Systemleistung teilweise empfindlich ein. So kam es bereits vor, dass Samsung-Smartphones trotz eigentlich ausreichender Hardware-Ausstattung kein Android-Upgrade bekommen haben, weil Samsungs hauseigene TouchWiz-Oberfläche so hohe Hardwareanforderungen aufweist.

Aus diesen Gründen ist Bloatware sehr unbeliebt bei Nutzern. Entfernen lässt sie sich vor allem bei Smartphones und Tablets oft nur durch das Rooten des Gerätes, bei dem unter Umständen jedoch Garantieansprüche verloren gehen können. Auf Notebooks lässt sich entsprechende Software häufig ohne Nachteile deinstallieren. Eine Alternative zu immer weiter aufgeblähter Software können beispielsweise Plugins sein, die sich auf Wunsch aktivieren und deaktivieren lassen. So verfügt unter anderem der aktuelle Opera Browser über verschiedene installierbare Plugins, so dass der eigentliche Browser sehr schlank und ressourcensparend gehalten werden kann.