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Bildquelle: AMD
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AMD Jaguar (Mikroarchitektur)

Jaguar ist eine Mikroarchitektur für Ultra-Low-Voltage Prozessoren und SoCs von AMD. Sie folgt der Bobcat-Architektur und wurde von der Puma-Architektur abgelöst. Prozessoren mit der Jaguar Architektur sind ab Mitte 2013 produziert worden und vor allem in Subnotebooks, Convertibles und Einsteiger-Notebooks zu finden. Die Architektur unterstützt DDR3-Speicher, jedoch nur im Single-Channel-Betrieb. Verglichen mit dem Vorgänger wurden die Taktraten um bis zu 10 Prozent verbessert. Außerdem können die Prozessoren 15% mehr Instruktionen pro Takt ausführen. Bis zu vier Prozessorkerne besitzen Jaguar-Prozessoren, außerdem wurde die Datenweite der Floating Point Unit auf 128 Bit verdoppelt. Die 64 Bit schmale FPU-Einheit bei der Vorgängerarchitektur war häufig ein Anlass zur Kritik, wirkte sich diese Beschneidung doch deutlich negativ auf die Leistung aus. Abgesehen von Computern und Notebooks kommt die Jaguar Architektur auch in den NextGen-Konsolen Sony Playstation 4 und Microsoft Xbox One zum Einsatz mit jeweils vier Modulen.

Im Gegensatz zum Vorgänger unterstützt Jaguar aktuelle Instruktionssets wie SSE4.1 und 4.2 sowie AES-Hardware-Verschlüsselung. Jaguar ist zudem die erste Prozessorarchitektur von AMD im ULV-Bereich, welche die neuere Graphics Core Next Grafikarchitektur unterstützt, die eine deutlich verbesserte Leistung vor allem aufgrund besserer Effizienz bietet. Die maximale Verlustleistung von Jaguar liegt zwischen 3,9 und 25 Watt. Ein weiterer Vorteil ist, dass Jaguar-Prozessoren nicht auf die modulare Bauweise von Bulldozer setzen, was in der Praxis bedeutet, dass sich zwei Kerne nicht länger verschiedene Ausführungseinheiten teilen müssen. Besonders in Multi-Threaded Programmen sollte dies zu einem deutlichen Performance-Schub führen.

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