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Bilder zum Test: Toshiba AT270-101 - Kraftvolles Tegra 3 Tablet für Couch-Surfer

Nachdem wir im letzten Winter das Vergnügen hatten, uns dem Toshiba AT100-100 zu widmen, kommt mit dem Toshiba AT 270 ein weitaus kompakteres Modell in die Redaktion. Es platziert sich mit seinem 7,7 Zoll Display in einem Bereich, der von den meisten Herstellern bisher gemieden oder ignoriert wurde. Prominentester Vertreter in jenem Segment ist momentan das sehr günstige Google Nexus 7, welches in einer Zusammenarbeit mit ASUS entstand und auch in unserem Testbericht gut abschneiden konnte.

Das Gehäuse ist vollständig aus Aluminium gefertigt und macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Mit einem geringen Gewicht von 332 Gramm und schmalen Abmessungen von 7,6 x 204,5 x 135,2 Millimetern ist es ein handlicher Begleiter im Alltag. Trotz der schmalen Abmessungen ist die Stabilität auf einem sehr hohen Niveau, vor allem im Bereich der Rückseite. Diese ist in einer silbergrauen Farbgebung gehalten und die geriffelte Oberfläche sorgt für einen guten Halt. Doch nicht die gesamte Rückseite ist geriffelt, der rechte Rand wird von einem etwa 1,5 Zentimeter großen silbermatten Streifen durchzogen auf dem die rückseitige Kamera angebracht ist. Anders als viele Hersteller positioniert Toshiba beide Kameras nicht mittig, sondern bringt jene an den Rändern an. Die Hauptkamera arbeitet mit einem 5 Megapixel Sensor und verfügt über einen eingebauten LED-Blitz. Für Schnappschüsse durchaus geeignet, fehlt bei Fotos aber die Schärfe.

Der 7,7 Zoll Touchscreen reagierte in unseren Tests stets präzise und erlaubt eine flüssige Navigation durch das Android 4.0 Ice Cream Sandwich Betriebssystem. Befehle werden zügig umgesetzt und über dem eigentlichen Bildschirm befindet sich eine schützende Schicht aus Gorilla-Glas. Einzig die virtuelle Tastatur fällt, dem schmalen Format geschuldet, etwas klein aus. Dennoch sind alle Tasten im Querformat einwandfrei zu bedienen. Je nach Vorlieben kann dabei zwischen der Android-Tastatur und Swype gewechselt werden. Suchen bei Google können auch mithilfe einer Spracherkennung vorgenommen werden. Dazu drückt man im Home Screen auf das Mikrofonsymbol in der oberen linken Ecke und spricht seine Suchanfrage direkt ein.

Nicht nur die Verarbeitung sondern auch die Ausstattung an Anschlüssen ist eindeutig in der Oberliga angesiedelt. Der interne Speicherplatz von 32 GB kann über einen microSD-Kartenslot erweitert werden um auch großen Videos und Fotos Platz zu bieten. Der interne Akku kann nur über den Dockinganschluss geladen werden. Eine HMDI-Ausgabe ist möglich, aber nur mit der optionalen Docking-Station die noch nicht in Deutschland erschienen ist. Als Besonderheit verbaut Toshiba einen Host-fähigen microUSB-Anschluss an dem sich Speichermedien wie USB-Sticks anschließen lassen. Ein passendes Kabel muss jedoch separat erworben werden. Alle Anschlüsse liegen offen und sind nicht durch schützende Klappen verdeckt. Ein 3,5 Millimeter Klinke-Anschluss nimmt Kopfhörer auf. Die Frontkamera platziert Toshiba in der linken oberen Ecke. Sie bietet einen 2 Megapixel Sensor und kann für Videotelefonie genutzt werden. Die Qualität der Bilder sowie von aufgenommenen Videos im betagten VGA-Format (640 x 480 Pixel), ist grobkörnig und verwaschen. Verbindung in Netzwerke und das Internet nimmt das Tablet über eine integrierte WLAN-Schnittstelle auf, welche die aktuellen WLAN Standards 802.11 b, g und n unterstützt. Hinzu kommt die Anbindung von Smartphones oder Peripherie via Bluetooth 3.0.

Auf dem Toshiba AT270-101 ist Googles Android 4.0.3 Ice Cream Sandwich installiert. Zu möglichen Updateplänen hat sich das Unternehmen noch nicht geäußert. Der Hersteller hat kaum etwas am System geändert aber zahlreiche eigene Programme installiert. Neben einem File Manager mit dem man einfach auf eine eingesetzte microSD-Karte zugreifen kann, gibt es einen DLNA-fähigen Media Player sowie die Büro-App Thinkfree Office. Damit lassen sich MS Office Dokumente öffnen, bearbeiten und abspeichern aber auch PDFs ansehen. Über die offizielle Webseite erhält man nach einer kostenfreien Registrierung einen 1 GB großen Webspeicher. Der Lagesensor arbeitet etwas träge. Erst nach rund zwei Sekunden dreht sich der Bildschirminhalt und wird scharfgestellt. Mittels Schieberegler lässt sich die automatische Drehung komplett unterbinden.

Spartanisch geht es beim bereitgestellten Lieferumfang zu. Lediglich drei Handbücher und das USB Kabel zum Aufladen des Tablets werden mitgeliefert. Ein Aufladen über die microUSB-Schnittstelle ist nicht möglich. Es funktioniert nur mit dem sperrigen mitgelieferten Kabel, welches entweder per Adapter an die Steckdose gehängt wird oder per USB an einen Laptop oder Desktop-PC.

Technische Daten

Display:7.7" TouchAuflösung:1280 x 800
Prozessor:NVIDIA Tegra 3 T30 / 1,4 GHzGrafikkarte:NVIDIA Geforce ULP (Tegra 3)
Festplatte32 GBRAM:1 GB
Plattform:Android 4.0 Ice Cream Sandwich
Akkulaufzeit:39 Std.Gewicht:0.33 kg
B x H x T:20.4 cm x 13.52 cm x 0.78 cmFarbe:schwarz-silber

Auf dem Prüfstand

Hardwaretechnisch ist das Toshiba AT270-101 sehr gut gerüstet und macht keine Kompromisse. Angetrieben wird es von einem leistungsstarken Nvidia Tegra 3 Quadcore Prozessor. Die Rechenkerne bieten eine Taktrate von 1,4 GHz und bekommen zur Unterstützung 1 GB Arbeitsspeicher an die Seite gestellt. Es liegt dabei leistungstechnisch auf dem Niveau anderer Tegra 3 Tablets. Die integrierte Geforce ULP Grafikeinheit hat keinerlei Probleme mit anspruchsvollen Spielen wie dem Third-Person-Shooter ShadowGun oder auch Dead Trigger. Filme in FullHD werden flüssig und problemlos dargestellt.

Bereits beim ersten Anschalten fallen das tiefe Schwarz und die satten Farben des Displays auf. Toshiba verbaut ein AMOLED-Display mit einer Auflösung von 1.280 x 800 Pixel die auch 10,1 Zoll Modelle bieten. Bauartbedingt punktet das Display mit einem extrem niedrigen Schwarzwert. Jeder Pixel wird einzeln beleuchtet und so werden diese bei der Darstellung von Schwarz einfach ausgeschaltet. Durch den Einsatz der AMOLED-Technik ergeben sich keinerlei Probleme beim Betrachten der Bildschirminhalte aus allen Blickwinkeln. Je flacher der Winkel allerdings wird, umso mehr entsteht ein Eindruck von nachlassender Helligkeit.

Die Achillesferse des verbauten Displays liegt allerdings bei der gebotenen Leuchtkraft. Im direkten Vergleich mit der Konkurrenz ist sie einfach zu niedrig. Gerade ein mobiles Tablet sollte mehr Helligkeit als die von uns ermittelten 142 Candela pro Quadratmeter bieten können. In der Sonne sind die Bildschirminhalte nur schwer zu erkennen. Die auftretenden Spiegelungen tragen dazu auch ihren Teil bei und disqualifizieren das AT270 für einen Außeneinsatz.

Abstriche müssen auch bei den verbauten Lautsprechern gemacht werden. Diese bieten ein unterdurchschnittliches Klangbild, dem es vor allem an Dynamik und Volumen fehlt. Sie klingen blechern und haben nur eine geringe Gesamtlautstärke. Für Filme und Musik raten wir daher zur Verwendung von Kopfhörern.

Trotz dem sehr potenten Innenleben bleibt das Tablet auch unter Last angenehm kühl. Die Oberflächentemperatur des lüfterlosen Gerätes bleibt mit 27,5 Grad Celsius im grünen Bereich. Dabei verbraucht es im Idle-Betrieb, sofern keine Last anfällt, zwischen 0,5 und 1,7 Watt. Bei einer starken Beanspruchung durch Filme oder Spiele kann es sich auch mal bis zu 4,2 Watt aus der Steckdose holen. Trotz der geringen Leistungsaufnahme bleibt die Akkulaufzeit hinter den Erwartungen zurück. Bei einer praxisnahen Benutzung verbleiben im Schnitt 4 Stunden 45 Minuten zum Surfen.

Zusammenfassung

Das Toshiba AT270-110 lässt kaum Wünsche offen. Die Verarbeitung aus Aluminium sieht gut aus, fühlt sich wertig an und ist sehr stabil. Wir begrüßen den microUSB-Port, empfinden das Dockingkabel aber als zu sperrig. Die Navigation im System, sowie das Abspielen von Filmen und Spielen ist dank dem leistungsfähigen Nvidia Tegra 3 Prozessor kein Problem und der interne Speicher ist mit 32 GB großzügig bemessen. Das Display gibt die Bildschirminhalte gestochen scharf und mit leuchtstarken Farben wieder. Die gebotene Leuchtkraft ist jedoch schlichtweg zu niedrig für den mobilen Außeneinsatz und das Arbeiten im Sonnenlicht wird erschwert. Zu einem Preis von 500 Euro hätten wir uns ein integriertes 3G Modul gewünscht und eine längere Akkulaufzeit. Hier kann das 250 Euro billigere Google Nexus 7 punkten, offeriert es doch eine Laufzeit von rund 8 Stunden 20 Minuten. Es kann zudem an jedem USB-Port aufgeladen werden mit einem Standard-microUSB-Kabel Aufgrund der hohen Kosten, sollte man das Toshiba AT270 vorab im Laden testen und erst dann entscheiden, ob sich der Aufpreis lohnt.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display4,0 (Ausreichend)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Akku und Energieverbrauch2,5 (Gut)
  7. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  8. Verarbeitung1,5 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse2,0 (Gut)
  10. Leistung (Spiele)1,5 (Sehr gut)
  11. Leistung (Anwendungen)1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V81226 Pkt.Max. 10241 Pkt.
Sunspider2065.1 msMin. 285.6 ms
Browsermark94263 Pkt.Max. 166125 Pkt.
Smartbench 20123968 Pkt.Max. 9866 Pkt.
Linpack (Android)93652 MFLOPSMax. 1014670 MFLOPS
Geekbench 21483 Pkt.Max. 6210 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile2065 Pkt.Max. 8229 Pkt.
NenaMark 253.8 fpsMax. 60.8 fps
Basemark ES 2.011.93 fpsMax. 59.98 fps
GL Benchmark 2.1 (Egypt)53 fpsMax. 59 fps
GL Benchmark 2.1 (Egypt Offscreen)30 fpsMax. 131 fps
Antutu10523 Pkt.Max. 67413 Pkt.
Vellamo HTML5937 Pkt.Max. 5893 Pkt.
Vellamo Metal341 Pkt.Max. 2704 Pkt.
Quadrant3845 Pkt.Max. 23945 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast3 Std. 47 Min.Max. 12 Std. 30 Min.
Maximal13 Std. 14 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis4 Std. 45 Min.Max. 19 Std. 40 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

2 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,002 kWh x 24,00 Cent = 1,05 EUR

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