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Bilder zum Test: Sony Tablet P SGPT212 - Design-Exot in Kinderschuhen

Nach dem Debut mit dem Tablet S richtet sich das Sony Tablet P vor allem an junge, technologieorientierte Nutzer. Die Dual-Screen Lösung und das einfache Zusammenklappen des Geräts erinnert stark an eine mobile Spielekonsole. In der Praxis ist das Sony Tablet P schnell verstaut und wirkt trotz silberner Kunststoff-Aufmachung sehr robust. Da sich hinter den abnehmbaren Oberschalen die Zugänge zum Akku, der microSD-Karte und dem UMTS-Modul befinden, entsteht ein kleiner Hohlraum zwischen den Plastikkomponenten, der sich negativ auf die Wertigkeit auswirkt. Dennoch gehört das Sony Tablet P zu einen der wenigen Geräte, die einen groben Umgang zulassen und auch einmal unsanft in die Tasche gesteckt werden kann. Zwar bietet Sony noch kein austauschbares Cover an, aber der Fakt das die Oberschalen gewechselt werden können verändert den Alltag mit dem Tablet P. Die Samthandschuhe haben wir bereits nach wenigen Stunden ausziehen können.

Alle Eingaben erfolgen über die Touchscreens an der hochglänzenden Innenseite. Viele der vorinstallierten Apps liefern auf dem unteren Bildschirm die Tastatur aus. Mit dem Zwei-Daumen-Prinzip lässt sich diese am besten bedienen. Fingerabdrücke gehören jedoch zum Alltag. Externe Geräte können lediglich über einen Micro-USB Port angeschlossen werden. Zum Aufladen des Akkus wird ein proprietärer AC-Adapter benötigt. Über den USB-Anschluss kann das Sony Tablet P nicht geladen werden. Weder über eine PC- noch über eine Netzteilverbindung. Kabellose kommuniziert das Tablet mit Hilfe von WLAN 802.11n, Bluetooth 2.1 und UMTS (3G). Schächte für eine SIM- und MicroSD-Karte befinden sich unter den silbernen Kunststoff-Abdeckungen an der Ober- und Unterseite. Für den Betrieb von Kopfhörern ist zudem eine 3,5 Millimeter Klinke-Buchse an der unteren Front angebracht.

Die beiden integrierten Kameras im Innenraum (0,3 Megapixel) und an der Rückseite (5,0 Megapixel) des Sony Tablet S bieten eine ausreichend gute Qualität für Schnappschüsse. Gut ausgeleuchtete Areale stehen den Linsen besser. Zu dunkle Umgebungen führen schnell zum Bildrauschen. Die Frontkamera, die zur Videotelefonie gedacht ist, befindet sich am oberen, rechten Displayrand und verschiebt die aufgenommene Person so automatisch in den linken Bereich des Bildes.

Sony liefert das Tablet P mit dem aktuellen Android 3.2 Honeycomb Betriebssystem von Google aus. Ab Werk sind die Unlimited-Stores für Musik und Filme sowie die PlayStation zertifizierten Spiele Pinball Heroes und Crash Bandicoot mit an Bord. Programme von Drittanbietern aus dem Android Market müssen allerdings noch passende Aktualisierungen nachschieben, um die Nutzung beider Bildschirme zu optimieren. Oftmals kann das untere Display nur für die Darstellung der Tastatur genutzt werden. Über die Personal Space App steht allen Nutzern des PlayStation Entertainment Network zudem ein 1 GB Online-Speicher für Fotos und Videos zur Verfügung. Nimmt man alle Dienste von Sony und Google wahr, ist vor allem der Log-In in die einzelnen Sony-Portale sehr lästig. Das Speichern von Passwörtern funktioniert noch nicht einwandfrei und somit wird an vielen Stellen die Eingabe verlangt. Das Google Konto hingegen ist fest im Android-Betriebssystem integriert und ist somit die schnellere Lösung. Die Verschmelzung beider Accounts ist nicht möglich. Einen Vorteil stellt jedoch der globale Login bei Sony dar. Mit unserem Tablet-Account können wir uns auch auf der PlayStation 3 und der Sony PSP einloggen.

Technische Daten

Display:5.5"Auflösung:1024 x 480
Prozessor:NVIDIA Tegra 2 / 1.0 GHzGrafikkarte:Grafik onboard
Festplatte4 GBRAM:1 GB
Plattform:Android 3.2
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:0.372 kg
B x H x T:18.0 cm x 15.8 cm x 1.4 cmFarbe:schwarz / silber

Auf dem Prüfstand

Im Inneren des Sony Tablet P arbeitet die Nvidia Tegra 2 Plattform inklusive 1 GHz Prozessor. Hinzu kommt ein Arbeitsspeicher von einem Gigabyte und ein interner 4 GB Speicher. Letzterer ist aufgeteilt über eine mitgelieferte 2 GB microSD-Karte und einen 2 GB Gerätespeicher. Die vorinstallierten Apps sowie Beispielmusik, -videos und -bilder belegen einen Großteil davon. Eine zusätzliche Speicherkarte sollte also direkt mit in den Warenkorb gelegt werden. Ein SD-Film aus dem Video Unlimited Store ist bereits zu groß für den ab Werk freien Speicherplatz. Im Vergleich zum Apple iPad 2 und anderen Tablets zeigt das Sony Tablet P eine ausgesprochen gute Anwendungs- und Gaming-Leistung. Alle vorinstallierten Applikationen starten in kürzester Zeit und das Blättern zwischen den Home-Screens geht auch mit voller Widget-Bestückung einfach und schnell von der Hand. Die PlayStation zertifizierten Spiele von Sony verleihen dem aufklappbaren Dual-Screen-Gerät zudem einen Mehrwert gegenüber der Konkurrenz. Für einen kompromisslosen Video-Betrieb empfehlen wir Apps von Drittanbietern, zum Beispiel den MoboPlayer. Diesen finden Sie kostenlos im Android Market. Zwar kann das Sony Tablet P mit bekannten Codes wie H.264, MPEG-4 und WMV umgehen, doch AVI- und MKV-Dateien lehnt das Gerät über die Galerie-Funktion stets ab.

Die beiden 5,5-Zoll großen Bildschirme lösen nativ jeweils mit 1.024 x 480 Pixel auf. In unseren Tests stellen wir gravierende Unterschiede zwischen den beiden Displays fest. Während der obere Screen eine durchschnittliche Ausleuchtung von 335 Candela pro Quadratmeter und einen Kontrast von 784:1 bietet, zeigt der untere eine Luminanz von 287 cd/m² und einen maximalen Kontrast von 659:1. Zudem wirkt das untere Panel blaustichig, was besonders beim Lesen von eBooks oder der Ansicht von Bildern gestreckt über beide Bildschirme auffällt. Durch die glänzende Oberfläche ist das Sony Tablet P zudem nur bedingt für Außeneinsätze geeignet – Umgebungsspiegelungen überwiegen stets.

Bei einem Video kann der integrierte Akku knapp vier Stunden durchhalten. Dabei wird jedoch nur der obere Bildschirm zur Wiedergabe verwendet. Surfen wir auf Internetseiten mit großem Flash-Anteil über beide Bildschirme, verkürzt sich die Akkulaufzeit unter WLAN auf 3,5 Stunden. Unter UMTS-Bedingungen ist mit weiteren Abstrichen zu rechnen. Im Gegensatz zum Apple iPad 2 kann unser Testgerät in diesem Bereich nicht überzeugen. Sony spricht auf der Produktseite des Tablet P bereits von zusätzlichen Akkus, diese werden jedoch noch nicht im Style Store angeboten.

Je nach Auslastung erhitzt sich das Dual-Screen Tablet stark. Besonders bei der Benutzung des integrierten UMTS-Modul (3G). An der Unterseite messen wir eine Maximaltemperatur von 43 Grad Celsius. Im Durchschnitt liegen die Werte zwischen 32° und 37°C.

Zusammenfassung

Mit seinem aufklappbaren Dual-Screen Design hebt sich das Sony Tablet P von der Masse ab. Im Inneren des Kunststoffgehäuses arbeitet die schnelle Nvidia Tegra 2 Plattform, die das Sony Tablet P auch im Performance-Ranking in die erste Liga schickt. Gegenüber der Konkurrenz lädt das Tablet zur groben Handhabung ein – schnell ist das Gerät verstaut und die Samthandschuhe an den Nagel gehangen. Abstrichen müssen bei der Akkulaufzeit und der Display-Gleichheit hingenommen werden. Beide Screens liefern zwar einen guten Kontrast, die Helligkeit unterscheidet sich unter ihnen jedoch stark. Zudem ist der untere Bildschirm deutlich blaustichig.

Das Sony Tablet P stellt eine gute Alternative zum sonst sehr linearen Markt der Tablet PCs dar. Doch trotz der ungewohnten Aufmachung kann es die Vorteile eines One-Screen Geräts nicht mitnehmen. Mit einem größeren Akku, einer Verbesserung des Displays und dem Aufsprung von App-Anbietern auf das geteilte Format könnte Sony jedoch schnell aus den Kinderschuhen flüchten.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display3,0 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur3,0 (Befriedigend)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse4,0 (Ausreichend)
  8. Akku und Energieverbrauch3,5 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,5 (Gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast2 Std. 50 Min.Max. 12 Std. 30 Min.
Maximal6 Std. 56 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis4 Std. 2 Min.Max. 19 Std. 40 Min.
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