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Bilder zum Test: Microsoft Surface Pro 128GB ohne schwarzes Touch Cover - Das bessere Produktivitäts-Tablet

Beim Gehäuse orientiert sich das Microsoft Surface Pro am Design des kleinen Windows RT Bruders. Wir treffen auf eine klassisch verglaste Tablet-Front mit breitem Display-Rahmen und Windows-Button. Seitenränder und Rückseite kommen in einem Unibody aus Magnesium (VaporMg). Die Verarbeitung und haptische Wertigkeit ist erstklassig. Durch die Aussparung für die Lüftungsschlitze entsteht allerdings eine scharfkantige Angriffsfläche für die Hände. Im Alltag wurden wir dadurch jedoch nie eingeschränkt. Was deutlicher auffällt ist allerdings das gestiegene Gewicht von 907 Gramm. Im Vergleich zu Ultrabooks ist das Microsoft Surface Pro ein wahres Leichtgewicht. Für den Tablet-Bereich hat das 10,6-Zoll Modell allerdings etwas zu viel auf den Rippen. Dank aufklappbarem Kickstand (Standfuß) und magnetisch andockbarer Tastatur sind allerdings verschiedene Nutzungsszenarien denkbar, welche die Handgelenke weniger belasten. Dabei ist zu erwähnen, dass Tablets mit dieser Leistungsfähigkeit bei anderen Herstellern ein ähnliches, wenn nicht sogar höheres Gewicht auf die Waage bringen.

Eingaben empfängt das Microsoft Surface Pro über vier Wege. Die bekannteste und einfachste Methode ist die Steuerung per Finger. Das neue Windows 8 Startmenü und die Kacheloberfläche bieten sich dafür perfekt an. Geht es allerdings auf den Desktop, benötigen wir mehr Präzision und verwenden den Touchbildschirm allemal für das Scrollen in Ordnern oder Webseiten. Alternativ kann für das Navigieren in kleinen Menüs oder Detailansichten auch der mitgelieferte Digitizer (Stift) genutzt werden. Dieser liegt gut in der Hand und erfüllt seinen Zweck auch bei der Handschrifterkennung oder in entsprechenden Notiz-Apps. Er dockt auf Wunsch am Pogo-Pin Stromanschluss des Surface Pro an, allerdings nur wenn kein Netzteil angeschlossen ist. Dank des optionalen Touch-Covers können wir außerdem auf eine nahezu vollwertige Tastatur samt Touchpad zurückgreifen, die den klassischen Ultrabook-Betrieb möglich machen. Besser ist man allerdings mit dem Type-Cover aufgehoben, dass im gleichen Stil allerdings eine richtige Tastatur samt guten Feedback und Hub bietet. Der letzte Weg läuft über den vorhandenen USB 3.0 Port oder die kabellose Verbindung via Bluetooth. Hier können problemlos externe Eingabegeräte wie Tastatur und Maus angeschlossen werden.

Neben USB 3.0 und Bluetooth 4.0 setzt das Microsoft Surface Pro auf einen Mini-DisplayPort zum Anschluss an Monitore, Fernseher oder Beamer. Passende Adapter auf VGA oder HDMI können als Zubehör erstanden werden. Außerdem finden wir einen MicroSDXC-Speicherkartenslot zur Erweiterung des 128 GB Flash-Speichers und eine Buchse zum Anschluss von Kopfhörern oder Headsets. Gefunkt wird ebenfalls über WLAN im aktuellen 802.11 a/b/g/n Standard. Für Reisende hat Microsoft zudem einen USB-Port direkt im Netzteil des Surface Pro untergebracht, welcher 5 Watt liefert und somit Smartphones oder Zubehör mit Strom versorgen kann.

Technische Daten

Display:10.6" TouchAuflösung:1920 x 1080
Prozessor:Intel Core i5 3317U / 1.7 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 4000
Festplatte128 GBRAM:4 GB
Plattform:Microsoft Windows 8 Pro (64 Bit)
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:0.9 kg
B x H x T:10.81 cm x 6.81 cm x 0.53 cmFarbe:grau Dunkeltitan

Auf dem Prüfstand

Im Inneren des Microsoft Surface Pro arbeitet der Intel Core i5-3317U Dual-Core Prozessor mit einer Taktrate von bis zu 2,6 GHz. Der gleiche Prozessor wurde in letzter Zeit auch in vielen Ultrabooks verwendet. Im Zusammenspiel mit 4 GB Arbeitsspeicher und der schnellen SSD (470 MB/s beim Lesen) ist das Surface Pro gut für den produktiven Alltag zu gebrauchen. Word, Excel, PowerPoint und Co. machen selbst bei großen Datenmengen keine Probleme. Darüber hinaus erweist sich das 10,6-Zoll Tablet als gutes Wiedergabemedium für Filme, Fotos und Musik. Bei letzterem spielt sogar der gute Klang des Audio-Systems mit. Lediglich für Spiele wird der Flaschenhals des Surface Pro in Hinsicht auf die Grafikleistung zu eng. Doch dafür stehen im Microsoft Store genügend Casual-Alternativen für kurze Gaming-Abenteuer zur Verfügung, die kostenlos oder für weniger als 5 Euro erhältlich sind. Allerdings genießen wir die Freiheit, auch ohne Apps zu arbeiten und unsere Wunschprogramme – wie unter Windows 7 – einfach selbst zu installieren.

Der 10,6-Zoll Bildschirm des Microsoft Surface Pro verwendet eine native Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel (FullHD) und kann somit auch HD-Filme in voller Qualität wiedergeben. Zum anderen ergibt sich auf dem Desktop genug Platz, um mehrere Fenster parallel zu öffnen. Wem die Symbole oder Menüs zu klein erscheinen, der arbeitet am besten mit dem genannten Digitizer oder skaliert das Windows 8 Betriebssystem auf 150 Prozent. Beide Methoden profitieren von der hohen Pixeldichte des ClearType-Displays und sorgen für eine scharfe Darstellung von Schriften. Hinzu kommt die IPS-Technik, die eine sehr gute Blickwinkelstabilität garantiert. Ein praktisches Beispiel wäre hier das Abspielen von Filmen oder Präsentationen vor einer Gruppe von Personen. Auch ungünstig platzierte Betrachter können so den Bildschirminhalt gut erkennen. Trotz glänzendem Display ist das Surface Pro auch für Ausflüge ins Freie zu gebrauchen. Die Helligkeit liegt bei 370 cd/m² im Schnitt und somit bereits über der namhafter Ultrabooks. Dennoch können Spiegelungen der Umgebung nie ganz vermieden werden, weshalb sich auch das Surface Pro an schattigen Plätzen deutlich wohler fühlt.

Lange würde es das Surface Pro in der Sonne eh nicht aushalten. Denn die Akkulaufzeit sinkt von den 8 Stunden des Surface RT auf nur noch 4 Stunden in der Praxis. Trotz kapazitätsstarkem 42 Wh Akku (Surface RT: 31,5 Wh) ist der Stromverbrauch gegenüber der Nvidia Tegra 3 Plattform deutlich höher. In Hinsicht auf die erbrachte Leistung könnte man das in Kauf nehmen. Allerdings liefern die Konkurrenzmodelle Samsung ATIV Smart PC Pro und das Acer Iconia W700 mehr Laufzeit bei gleicher Performance. Ein Zusatzakku in Kombination mit einem Tastatur-Cover wäre keine schlechte Idee gewesen. Ebenfalls negativ müssen wir uns über den schnell präsenten Lüfter und die hohe Wärmeentwicklung auslassen. Das mag beim Surfen im Internet nicht besonders auffallen. Hantiert man jedoch mit großen Datenmengen, bearbeitet Bilder oder schneidet ein Video, drehen die Lüfter auf und das Surface Pro erwärmt sich stark auf punktuell über 40 Grad Celsius.

Zusammenfassung

Das Microsoft Surface Pro gehört zu den leistungsstärksten Tablets am Markt, die dank Intel Core i5 Prozessor und schnellem Flash-Speicher auch ein vollwertiges Notebook ersetzen können. Hinzu kommen die vielfältigen Eingabemethoden per Touch, Stift und Tastatur-Cover. Das Magnesium-Gehäuse liegt gut in der Hand und der 10,6-Zoll Bildschirm ist in Sachen Helligkeit und Kontrastverhältnis von sehr guter Qualität. Mit Hilfe des Kickstand (Standfuß) lässt sich das Surface Pro sogar wie ein klassisches Ultrabook aufrichten, was das produktive Arbeiten fördert. Aktuelle Technologien wie USB 3.0, DisplayPort und das umfangreiche Zubehör gehören ebenfalls zu den positiven Eigenschaften des Tablets. Allerdings müssen aufgrund der hohen Leistung eine vergleichsweise kurze Akkulaufzeit, eine hohe Wärmeentwicklung und deutlich wahrnehmbare Lüfter in Kauf genommen werden.

Alternativ könnte man zum Acer Iconia W700 greifen, welches eine ähnlich gute Leistung bietet. Bei Samsung hingegen wäre der ATIV Smart PC Pro verfügbar, der allerdings fast 300 Euro mehr kostet als ein Surface Pro mit 128 GB Speicher. Dabei ist zu erwähnen, dass sowohl das Tablet von Acer, als auch Samsungs Modell einen größeren 11,6-Zoll Bildschirm verwenden. Beide zeigen ein ähnliches Gewicht wie das Surface Pro, verfügen aber über mehr Platz für die Batterie und somit über eine höhere Akkulaufzeit.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur3,0 (Befriedigend)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch4,0 (Ausreichend)
  7. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
  8. Verarbeitung1,0 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse2,0 (Gut)
  10. Leistung (Spiele)1,0 (Sehr gut)
  11. Leistung (Anwendungen)1,0 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Geekbench 25406 Pkt.Max. 6210 Pkt.
3DMark Ice Storm31819 Pkt.Max. 37622 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme22461 Pkt.Max. 22461 Pkt.
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read)468.4 MB/sMax. 520 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write)264.3 MB/sMax. 470 MB/s
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 38 Min.Max. 12 Std. 30 Min.
Maximal6 Std. 50 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis4 Std. 14 Min.Max. 19 Std. 40 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

16 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,016 kWh x 24,00 Cent = 8,41 EUR

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