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Test Medion Lifetab S7852 (MD 98625) Titan - Das neue Aldi-Tablet für 149 Euro im Check

Ab Donnerstag, den 08. Mai 2014 lässt sich das neue Medion Lifetab S7852 in den Filialen von Aldi für 149 Euro erwerben. Mit drei Jahren Herstellergarantie, Quad Core-Prozessor und Metallgehäuse, sowie aktueller Android-Version wird das knapp 8 Zoll große Tablet aus dem Hause Medion beworben. Welche Technik genau im Lifetab S7852 steckt und wie sich das 7,85 Zoll Tablet im Test geschlagen hat, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Praxis-Check.

Einleitung: Angriff von Medion und Aldi im Low-Price-Segment

Im Test: Das neue Medion Lifetab S7852.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Fotogalerie (11)
Kampf um die Kunden: Medion will mit guter Ausstattung und einem attraktiven Preis die Kunden für sich gewinnen.

Noch bevor das Medion Lifetab S7852 am 8. Mai bei Aldi in den Verkaufsfilialen zu haben sein wird, haben wir uns ein Testmuster geschnappt und geprüft, ob sich der Kauf des Tablets für 149 Euro lohnt. Auf den ersten Blick bietet das Medion Tablet einiges, immerhin findet man einen Prozessor mit vier Kernen, Google Android 4.4.2 KitKat, 1 GB Arbeitsspeicher und einen Erweiterungsplatz für Speicherkarten wieder. Das Gehäuse ist obendrein nicht aus Kunststoff gehalten, was auch für eine gute Verarbeitung sprechen sollte. Bei einem Preis von knapp unter 150 Euro ist aber auch klar, dass in Teilbereichen mit Abstrichen gerechnet werden muss. In unserem Test klären wir, an welchen Stellen uns das Medion Tablet überzeugt hat und an welchen Kompromisse eingegangen werden müssen.

Gehäuse: Wertiges Gehäuse aus Metall

Bei der Rückseite setzt Medion auf höherwertiges Metall bzw. Aluminium anstellte von Kunststoff. Beim Farbton präsentiert sich diese allerdings in einem leicht schimmernden, bräunlichen Ton. Somit hat man weder das klassische Schwarz oder Silber. Eine kleine Kunststoffleiste findet sich noch auf der unteren Gehäuseseite des Lifetab wieder, die unter anderem das Logo trägt. Sämtliche Tasten und Anschlüsse sind extra gekennzeichnet worden. Somit finden sich auf der Rückseite entsprechend Symbole für Kopfhörer, MicroSD- und USB und sogar eine Einkerbung für einen Reset des Geräts. Die Metallfläche schiebt sich auch über die Seiten des Tablets. Lediglich die Vorderseite weist das übliche, schwarze Plastik in Hochglanzoptik auf. Mit 370 Gramm ist das Medion-Tablet zwar kein Leichtgewicht, es fällt aber auch nicht unangenehm schwer aus, wenn man es länger mit einer Hand bedient.

Im Test: Das neue Medion Lifetab S7852.Im Test: Das neue Medion Lifetab S7852.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Aluminium: Medion setzt auf eine hochwertige Verarbeitung bei seinem Tablet.

Die Verarbeitungsqualität im Ganzen überzeugte uns. Such bei größeren Kraftaufwendungen gibt es keine störenden Knarz-Geräusche zu vermelden und ein einfaches Eindrücken der Rückseite wie bei manchen Kunststoff-Varianten ist ebenfalls kaum möglich. Das Medion Lifetab S7852 verfügt am oberen Gehäuserahmen über lediglich einen Mono-Lautsprecher, welcher bei höheren Einstellungen noch dazu einen blechernen Sound von sich gibt. Ein hochwertiges Audioerlebnis sollte man also vom neuen Aldi-Tablet nicht erwarten.

Ausstattung: Rundes Gesamtpaket bei niedrigem Preis

Medion typisch findet sich einiges an Ausstattung und Extras beim Lifetab S7852. Darunter eine Garantie über 3 Jahre anstelle der üblichen 2 Jahre, ein paar InEar-Kopfhörer samt unterschiedlich großen Ohrstöpseln, sowie ein microUSB-Hostkabel. Medion rüstet das Lifetab mit 16 GB internen Flashspeicher aus, wovon nach der Erstinstallation- und Einrichtung noch ca. 12 GB übrig bleiben. Bei der Installation fragt das Tablet auch den Ort des Kaufs ab, sprich ob das Modell bei Aldi Nord oder Süd erworben wurde. Anschließend wird einiges an Apps und Weblinks installiert, darunter diverse Software von Medion, Links zum Medion Shop und Angeboten bzw. Webauftritten von Aldi selbst und dessen Fotoservice. Neben diesen finden sich auch Apps von Ebay, Kaspersky Internet Security als Testversion, sowie Softmaker Office und einige weitere auf dem Tablet wieder. Wer möchte kann diese zusätzliche Software, sowie die Links auf dem Homescreen zu den Aldi Webseiten aber auch direkt wieder entfernen. Der Speicherplatz lässt sich auf Wunsch außerdem per MicroSD-Karte erweitern.

Im Test: Das neue Medion Lifetab S7852.Im Test: Das neue Medion Lifetab S7852.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Anschlussvielfalt: Infrarot, erweiterbarer Speicher und ein microUSB-Hostkabel sind kein Standard für günstige Tablets.

Im Lifetab befinden sich zwei Kameras. Die Hauptkamera auf der Geräterückseite löst mit 5 Megapixel auf und bietet einen Autofokus. Bei guten Lichtverhältnissen geht die Qualität der geschossenen Fotos dabei für ein Einsteigertablet durchaus in Ordnung. Aufgrund eines fehlenden Blitzes sind die Aufnahmen aber bei ungünstigen Lichtbedingungen nicht mehr zu gebrauchen. Die vordere Kamera dient für Selfies und Videotelefonate und löst mit 2 Megapixel auf. Für die Navigation und Ortung steht ein GPS-Modul zur Verfügung, für den Datenaustausch und die Verbindung mit externen Geräten nutzt man die Standards WLAN 802.11 b/g/n bzw. Bluetooth 4.0. Auf NFC und andere Luxusmerkmale muss hingegen verzichtet werden, auch ein Slot für Mobilfunkkarten ist nicht vorhanden. Positiv zu werten ist der verbaute Infrarot-Sensor, womit das Tablet auch als Universal-Fernbedienung eingesetzt werden kann.

Beim Betriebssystem ist mit Google Android 4.4.2 KitKat die aktuellste Version installiert. Die Oberfläche selbst ist seitens Medion nicht modifiziert oder angepasst worden.

Technische Daten

Display:7.9" IPS TouchAuflösung:1024 x 768
Prozessor:Rockchip RK3188 / 1.6 GHzGrafikkarte:ARM Mali-400 MP4
Festplatte16 GBRAM:1 GB
Plattform:Android 4.4 KitKat
Akkulaufzeit:10 Std.Gewicht:0.37 kg
B x H x T:20 cm x 0.9 cm x 13.7 cmFarbe:Anthrazit

Leistung: Quad-Core von Rockchip sorgt für gute Leistungswerte

Angetrieben wird das Medion Lifetab S7852 von einem Rockchip RK 3188 Quad Core-Prozessor mit einer Taktrate von 1,6 GHz je Kern. Für Grafikberechnungen ist der ARM Mali 400 MP4 zuständig, welcher zusammen mit dem Prozessor auf 1 GB RAM zurückgreifen kann. Diese Kombination mag mit Sicherheit nicht an die neueren High-End-Modelle von Qualcomm heranreichen, sorgt aber dennoch für eine flüssige Bedienbarkeit des Tablets. Bei einem Preis von knapp 150 Euro richtet sich das Lifetab auch klar an Einsteiger und preisbewusste Nutzer und diese können mit der gebotenen Leistungsfähigkeit auch absolut zufrieden sein. Für den regelmäßigen Besuch der Lieblingswebseiten und die normale App-Nutzung reicht die Power allemal aus. Auch Android lässt sich flüssig und ohne Ruckeleinlagen im Betrieb bedienen.

Im Test: Das neue Medion Lifetab S7852.Im Test: Das neue Medion Lifetab S7852.Im Test: Das neue Medion Lifetab S7852.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Solide Leistung: Der Quad Core-Prozessor von Rockchip sorgt zusammen mit 1 GB RAM für gute Leistungswerte im niedrigen Preissegment.

Selbst bei Spielen schlägt sich das Lifetab solide. Ein Dead Trigger 2 mit Unity Engine läuft auf hohen Einstellungen noch relativ rund. Wer die Details etwas herunterregelt kommt aber in jedem Fall bestens klar. Ähnlich sieht es auch bei Asphalt 8 aus, welches auf mittleren Details gut spielbar ist. Das Medion Lifetab S7852 mag kein Highend-Gaming-Device sein, aber das kann man für 149 Euro auch nicht wirklich verlangen. Die Performance ist davon ab aber absolut solide und sorgt für ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Display: Schwächen bei der Auflösung und Displayhelligkeit

Bisher hatte sich beim Medion Tablet alles sehr gut angehört. Ein sehr wichtiger Aspekt ist bei einem Tablet aber auch immer das Display selbst. Schließlich sorgt dieses neben dem verbauten Prozessor und dem Akku für ein entsprechendes Vergnügen oder Frust beim Umgang mit dem Gerät. Das Display selbst ist nicht von Gorillas Glas oder anderen Varianten geschützt, auch Fingerabdrücke sind schnell und deutlich sichtbar. Die Entfernung dieser fällt beim Tablet des Discounters schwieriger aus als bei den meisten anderen Modellen auf dem Markt. Eine Folie zum Schutz ist also nicht die schlechteste Idee.

Das IPS-Panel sorgt für eine solide Blickwinkelstabilität. Dennoch kann das 7,85 Zoll Display nicht wirklich als gut bezeichnet werden. Dies liegt auch an der geringen Auflösung von 1.024 x 768 Pixel, zusammen mit einer eher durchschnittlichen Helligkeit von maximal 290 cd/m². Die Werte liegen bei voll aufgedrehtem Regler nur zwischen 255 und 290 Candela, was den Einsatz bei ungünstigen Lichtbedingungen oder bei Sonnenschein deutlich erschwert. Die Kontrastwerte gehen mit 935:1 hingegen in Ordnung. Gute Schwarzwerte können allerdings nicht erwartet werden. Die Farbtreue ist ebenfalls nur im unteren Durchschnitt angesiedelt. Insgesamt enttäuscht sowohl die Auflösung als auch die maximale Helligkeit. Obendrein hat das Lifetab S7852 keinen Helligkeitssensor, es muss also häufig manuell nachgeregelt werden. Wobei man aufgrund der geringen Grundhelligkeit sowieso mit der höchsten Einstellung arbeiten muss.

Emissionen: Solide Akkulaufzeit

Wer mit dem Medion Lifetab arbeiten möchte oder Filme schauen will, der kann sich über sehr solide Akkulaufzeiten freuen. Im Durchschnitt hält das Tablet ordentliche 10,5 Stunden durch, bevor man sich auf dem Weg zur Steckdose begeben muss. Wer hingegen leistungshungrige Apps am Stück ausführt, der bekommt noch gute 4,5 Stunden präsentiert. Die verbaute Hardware lieferte also gute Leistung bei einem sehr moderaten Stromverbrauch. Schaltet man gar in den Flugmodus und dreht die Helligkeit komplett herunter, lassen sich bis zu 16,5 Stunden erreichen. Aufgrund der geringen Helligkeitswerte ist dies aber kein praxisnaher Wert.

Die Temperatur bewegte sich im Alltagsbetrieb im Bereich von 24 Grad Celsius. Das Aluminium der Rückseite bleibt also angenehm kühl. Wer über mehrere Stunden hinweg die volle Leistung abruft, kann Temperaturwerte von bis zu 37,5 Grad erzielen. An den meisten Stellen sind aber noch sehr solide Temperaturen von 33-36 Grad zu messen. Somit wird das Medion Lifetab S7852 also auch in stressigen Situationen gerade einmal handwarm.

In der Praxis: Schnell genug, aber deutliche Schwächen beim Display

Im Test: Das neue Medion Lifetab S7852.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Schwächen beim Display: Das Medion Lifetab hinterließ im Test größtenteils einen guten Eindruck, allerdings offenbarten sich auch deutliche Schwächen beim Display.

Medion macht mit dem Lifetab S7852 im Grunde vieles richtig. Bei einem knapp 8 Zoll großen Tablet für 149 Euro einen Quad Core-Chip mit 1 GB Arbeitsspeicher, Alu-Gehäuse, erweiterbaren Speicher und Infrarot-Sensor abzuliefern klingt erst einmal richtig gut. Bei der Auflösung auf eine passende 4:3 Variante zu setzen, die das Surfen im Web noch etwas angenehmer gestaltet ist auch nicht verkehrt. Allerdings ist diese mit 1.024 x 768 Pixel auf dem Niveau des Apple iPad mini der 1. Generation und dem großen iPad der 2. Generation. Eine etwas höhere Auflösung hätte dem Lesevergnügen also sicherlich sehr gut getan. Gepaart mit dem fehlenden Displayschutz und den geringen Helligkeitswerten hinterlässt das Display leider keinen sonderlich guten Eindruck.

Die Performance überzeugt aber dafür, auch die Ausstattung und die Verarbeitung sind sehr gut gelungen. Allerdings steht man hier nicht alleine da. Schließlich hat Acer mit dem Iconia Tab A1-830 erst kürzlich ein sehr ähnliches Modell abgeliefert. Dort fällt zumindest die Helligkeit auch noch ein wenig höher aus. Klar ist aber, dass die Konkurrenz bis 150 Euro nicht gerade klein ist auf dem umkämpften Markt. Löblich ist die Garantie über 3 Jahre anstelle der üblichen 2 Jahre und die aktuelle Android-Version.

Fazit

Sollte man nun das Medion Lifetab S7852 bei Aldi unbedingt kaufen, weil es ein unschlagbares Schnäppchen ist? Nein, zumindest ist es kein Pflichtkauf geworden. Denn auch ein Google Nexus 7 der 1. Generation oder Acer Iconia Tab A1-830 bewegen sich auf dem gleichen preislichen Niveau und hinterlassen einen ähnlich guten Eindruck. Die Verarbeitung und Leistung beim Medion Tablet überzeugen für den gebotenen Preis, auch die Akkulaufzeit passt. Lediglich beim Display, der Helligkeit und der Auflösung müssen Abstriche in Kauf genommen werden. Dies muss dem geneigten Käufer vorab klar sein. Wer mit diesen Abstrichen leben kann und eh gerade den Wocheneinkauf bei Aldi erledigt, der kann sich das Medion Lifetab S7852 ruhig mit in den Waagen legen.

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display3,5 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  7. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
  8. Verarbeitung1,5 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung (Spiele)2,5 (Gut)
  11. Leistung (Anwendungen)2,5 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V83688 Pkt.Max. 10241 Pkt.
Sunspider1135.9 msMin. 285.6 ms
Smartbench 20124799 Pkt.Max. 9866 Pkt.
Linpack (Android)143791 MFLOPSMax. 1014670 MFLOPS
Geekbench 3 Single-Core505 Pkt.Max. 2761 Pkt.
Geekbench 3 Multi-Core1485 Pkt.Max. 5498 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile2672 Pkt.Max. 8229 Pkt.
3DMark Ice Storm3226 Pkt.Max. 37622 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme2465 Pkt.Max. 22461 Pkt.
3DMark Ice Storm Unlimited3264 Pkt.Max. 33046 Pkt.
NenaMark 259 fpsMax. 60.8 fps
Basemark ES 2.040.53 fpsMax. 59.98 fps
Antutu19688 Pkt.Max. 54306 Pkt.
Vellamo HTML51493 Pkt.Max. 5893 Pkt.
Vellamo Metal583 Pkt.Max. 2704 Pkt.
Quadrant5457 Pkt.Max. 23945 Pkt.
Octane v12975 Pkt.Max. 9113 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen6.2 fpsMax. 49.7 fps
GFXBench 2.7 T-Red HD Onscreen8.1 fpsMax. 40.6 fps
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast4 Std. 30 Min.Max. 12 Std. 30 Min.
Maximal16 Std. 30 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis10 Std. 30 Min.Max. 19 Std. 40 Min.
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