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Bilder zum Test: Lenovo IdeaTab Tablet A2107A - Das Low-Budget Roaming-Tablet

Das Lenovo IdeaTab A2107A zielt mit dem 7-Zoll Formfaktor und Dual-SIM-Option ganz klar auf Mobilität und stetigen Internetzugang. Hinter einer Klappe oben an der Gehäuserückseite liegen die zwei Slots für vollwertige SIM-Karten, im dualen Betrieb kann eine der Karten über den schnelleren UMTS/3G Standard, die zweite über den 2G Standard funken. Ein passendes Nutzungsszenario wäre der Einsatz unterwegs, um Fotos ins Netz zu stellen oder um im Ausland mit einer lokalen SIM-Karte kostengünstig zu surfen. Gerade internationale Pendler können mit separaten Datentarifen für das jeweilige Land die Roaming-Gebühren umgehen.In den USA hat der Mobilfunkanbieter AT&T eine andere Netzabdeckung für UMTS als Verizon – wer also größtmögliche Sicherheit in Bezug auf mobiles Breitbandinternet für einen Road Trip braucht, kann einfach Prepaid-SIMs beider Anbieter nutzen und so in den entlegensten Ecken noch ins Netz. Auch die Teilung von privaten und beruflichen Datentarifen ist eine Nutzungsmöglichkeit – Lenovo bietet mit dem IdeaTab A2107A diesbezüglich jede Menge Freiheit.

Im direkten Vergleich mit dem Google Nexus 7 fällt das höhere Gewicht von 400 Gramm schon auf, wir schieben das auf den Stahlrahmen im Gehäuse, der die Stabilität erhöhen soll. Das Unibodygehäuse aus Kunststoff ist mit einer griffigen Gummierung überzogen und liegt sehr gut in der Hand.Wir können Verwindungen erreichen, ganz so robust scheint der Stahlrahmen im Innern nicht zu sein aber bei Stürzen verleiht er sicher ein Plus an Stabilität. Die Spaltmaße am Gehäuse sind gering und gleichbleibend, die Slotklappe schließt sauber mit dem Unibody ab und komplettiert das Bild einer ordentlichen Verarbeitung.

Die Ausstattung ist dank der Mobilfunkmodule sehr umfangreich. Am Gehäuse sitzen die Audiobuchse für Headsets und ein microUSB Port zum Aufladen und für den Datenaustausch mit dem PC. Der interne Speicherplatz von 16 GB kann über eine microSD Karte erweitern. Den ES Dateiexplorer für die Dateiverwaltung hat Lenovo ins Betriebssystem integriert. Für lokale Netze hält das IdeaTab A2107A WLAN b/g/n bereit, Peripherie kann über Bluetooth 4.0 erreicht werden. Die zwei Kameras, an der Front mit 0,3 Megapixel und rückseitig 2,0 Megapixel, sollten nur für Schnappschüsse und Videochats genutzt werden. Die Bildqualität ist wegen Unschärfe und Rauschen nicht besonders gut. Die maximale Lautstärke der Stereolautsprecher ist in Ordnung, das Klangbild allerdings etwas höhenlastig und klirrend und als Multimediatablet ist das IdeaTab A2107A daher weniger zu gebrauchen. Neben Beschleunigungs- und Umgebungslichtsensor ist auch ein A-GPS Modul zu finden, welches die Ortung auch unabhängig vom Netzzugang erlaubt erlaubt.

Das Android 4.0.3 Ice Cream Sandwich Betriebssystem läuft des Öfteren ruckelig auf der schwachen Hardware des Lenovo IdeaTab A2107A. Die Navigation durch die Homescreens erinnert an Stop-Motion-Filme und Appstarts genehmigen sich oft mehr Zeit als wir von modernen Quadcore-Prozessoren gewöhnt sind. Lenovo hat das Android Betriebssystem mit viel Zusatzsoftware versehen, an dieser Stelle wäre weniger mehr gewesen. Wir hätten gern einen Großteil der Apps wie imo, Cut the Rope, 7 Digital und 5 Card Games gegen ein schlankeres Betriebssystem eingetauscht und im Bedarfsfall selbstständig installiert. Der Lockscreen lässt sich zudem sehr schwerfällig bedienen.

Technische Daten

Display:7" TouchAuflösung:1024 x 600
Prozessor:MediaTek MT6575 / 1 GHzGrafikkarte:PowerVR SGX 531
Festplatte16 GBRAM:1 GB
Plattform:Android 4.0 Ice Cream Sandwich
Akkulaufzeit:8 Std.Gewicht:0.4 kg
B x H x T:19.2 cm x 12.2 cm x 1.15 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Der MediaTek 6575 Cortex-A9 Prozessor mit 1 GHz Takt hat trotz 1 GB Arbeitsspeicher in der 3G Variante seine liebe Mühe und Not bei der Arbeit. Nicht nur das Betriebssystem fällt durch einen hakeligen Betrieb unangenehm auf, auch die versprochene 720p Videowiedergabe bereitet dem Gespann aus Single-Core Prozessor und PowerVR SGXSeries 5 Grafikeinheit Probleme. Das vorinstallierte Spiel Cut the Rope läuft flüssig, die zeitaufwändige Installation fordernder Spieletitel wie Need for Speed: Most Wanted kann man sich aber sparen.

Auch der 7-Zoll Bildschirm mit der Auflösung von 1.024 x 600 Pixel verdeutlicht die Platzierung des IdeaTab A2107A im Low Budget Bereich. Die durchschnittliche Helligkeit von 226 Candela pro Quadratmeter unterschreitet die Herstellerangabe von 350 Candela bei weitem und eignet sich nur bedingt in hellen Umgebungen. Das Displayglas ruft durch seine spiegelnde Oberfläche störende Reflexionen hervor. Das maximale Kontrastverhältnis von 731:1 ist sehr gut, der Schwarzwert wird jedoch durch fleckig verteilte Lichthöfe nicht überall geboten. Die optimalen Blickwinkel sind sehr eingeschränkt, schon bei geringer Abweichung vom 90 Grad Winkel ergeben sich Helligkeitsverluste und Farbinvertierungen.

Der Akku hat eine Kapazität von 3550 mAh und soll laut Lenovo bis zu 8 Stunden mit aktiviertem 3G Modul durchhalten. Wir ermitteln für den Leerlauf mit deaktivierten Funkmodulen und niedrigster Displayhelligkeit gute 14 Stunden und 10 Minuten. Im Videoplayback hält das IdeaTab A2107A knapp 5 Stunden durch, unter Volllast mittels Benchmark ist der Akku in der gleichen Zeit leer. Für den praktischen Betrieb, falls die Funkmodule nicht allzu exzessiv genutzt werden, kann von einer Laufzeit von 9 Stunden und 47 Minuten ausgegangen werden. Die Ladezeit fällt mit 5 Stunden allerdings sehr lang aus.

Zusammenfassung

Außer der Dual-SIM Funktion bleiben wenig positive Aspekte vom Lenovo IdeaTab A2107A. Die Verarbeitung ist in Ordnungund die Vielfalt an vorinstallierten Apps kann man mit gutem Willen positiv auslegen. Der Bildschirm hat im Außeneinsatz jedoch zu kämpfen und der Prozessor sorgt für lange Ladezeiten und Ruckeln bei der Navigation durch die Android 4.0 Ice Cream Sandwich Oberfläche. Die Kameraqualität kann nicht wirklich überzeugen, der Sound ist auch nur mittelmäßig. Auf der Suche nach einem Multimediatablet sollte in jedem Fall zur Konkurrenz in Form des Google Nexus 7 mit besserem Bildschirm, aktuellem Android 4.1 Jelly Bean und flotter Nvidia Tegra 3 Hardware gegriffen werden. Für die 3G Variante des Nexus 7 mit 32 GB fallen 100 Euro Aufpreis an, sofern mobiles Internet gebraucht wird. Eine SIM-Karte ist recht schnell gewechselt so dass wir die Inkaufnahme des Aufpreises empfehlen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display3,5 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte2,5 (Gut)
  4. Temperatur2,5 (Gut)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  7. Software und Zubehör2,5 (Gut)
  8. Verarbeitung2,0 (Gut)
  9. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung (Spiele)3,0 (Befriedigend)
  11. Leistung (Anwendungen)3,5 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V8934 Pkt.Max. 10241 Pkt.
Sunspider2976.6 msMin. 285.6 ms
Smartbench 20121221 Pkt.Max. 9866 Pkt.
Linpack (Android)35561 MFLOPSMax. 1014670 MFLOPS
Geekbench 2737 Pkt.Max. 6210 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile1191 Pkt.Max. 8229 Pkt.
NenaMark 218.9 fpsMax. 60.8 fps
Basemark ES 2.06.56 fpsMax. 59.98 fps
GL Benchmark 2.1 (Egypt)17 fpsMax. 59 fps
GL Benchmark 2.1 (Egypt Offscreen)6.8 fpsMax. 131 fps
Antutu3861 Pkt.Max. 67413 Pkt.
Vellamo HTML51016 Pkt.Max. 5893 Pkt.
Vellamo Metal417 Pkt.Max. 2704 Pkt.
Quadrant2384 Pkt.Max. 23945 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast5 Std. 3 Min.Max. 12 Std. 30 Min.
Maximal14 Std. 10 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis9 Std. 47 Min.Max. 19 Std. 40 Min.
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