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  3. Test Lenovo IdeaPad Tablet K1 M7184GE 16GB 3G black - Tegra-2-Tablet für Couch-Surfer und Indoor-Nutzer

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Bilder zum Test: Lenovo IdeaPad Tablet K1 M7184GE 16GB 3G black - Tegra-2-Tablet für Couch-Surfer und Indoor-Nutzer

Abgerundete Ecken, Bildschirm hinter eine Glas-Front und ein flaches Profil. In der Tablet-Branche gehört es derzeit scheinbar zum guten Ton, das fragwürdige Geschmacksmuster von Apple anzuwenden. Lenovo ist da keine Ausnahme. Auch das IdeaPad Tablet K1 setzt auf die bekannten Merkmale, ist dabei jedoch deutlich rundlicher als vergleichbare Konkurrenten. Während sich die Vorderseite des 10,1-Zoll Tablets den Vergleich mit dem Apple iPad bereits aufgrund der im Bildschirmrahmen verbauten Ein-Tasten-Lösung gefallen lassen muss, setzt sich die Rückseite mit einem frischeren Design ab. Die wabenförmige Kunststoff-Struktur sorgt – umgeben von einer Aluminium Basis-Einheit – für Griffigkeit und Stabilität. Haptisch schneidet das Lenovo IdeaPad Tablet K1 dabei nicht so gut ab wie das ASUS Eee Pad Transformer Prime oder das Apple iPad 2, muss sich die Schublade allerdings nicht mit den Low-Budget Tablets der Firmen Archos oder Smartbook teilen. Die Verarbeitung des Android Geräts ist gut. Nur bei einem gröberen Umgang kann es zu geringfügigen Verwindungen kommen. Ansonsten hinterlässt das Gesamtpaket einen soliden Eindruck.

In Sachen Anschlüsse und Ausstattung kann sich das Lenovo IdeaPad Tablet K1 sehen lassen. Obwohl wir einen USB-Anschluss vermissen, werden dem Nutzer Schnittstellen wie Micro-HDMI, Micro-SD-Kartenleser, SIM-Karten Einschub und ein proprietärer Docking-Port geboten. Letzterer wird auch zum Aufladen des Tablets per Netzkabel und zum Datenaustausch mit dem Computer genutzt. Audio-Signale werden über den 3,5 Millimeter großen Klinke-Anschluss an Kopfhörer, Headsets oder Stereoanlagen übermittelt. Des Weiteren sammeln sich am linken Seitenrand des 10,1-Zoll Tablets Hardware-Schalter zur Regelung der Lautstärke, Verhinderung der Bild-Rotation und zum Hoch- beziehungsweise Herunterfahren. Etwas umständlich gelangt man an die Einschübe für SIM- und Micro-SD-Karten. Hierfür benötigen Sie einen spitzen Gegenstand, ähnlich wie beim Apple iPad oder iPhone. Dafür können Sie von der kabellosen Kommunikation via UMTS / 3G, WLAN 802.11n und Bluetooth 2.1 profitieren.

Auf einem 16 GB großen, internen Speicher befindet sich ab Werk das Google Betriebssystem Android 3.2 Honeycomb. Ein Update auf die Version 4.0 Ice Cream Sandwich wurde von Lenovo noch nicht angekündigt. Mit unauffälligen Homescreen-Widgets versucht sich das Lenovo IdeaPad Tablet K1 von der breiten Masse abzusetzen. Viel Aufwand wurde hier jedoch nicht betrieben. Es handelt sich lediglich um vergrößerte App-Symbole und Quick-Buttons zum Deaktivieren der Lautstärke oder der GPS-Verbindung. Ansonsten finden wir die klassischen Android Bedien- und Steuerelemente vor.

Technische Daten

Display:10.1"Auflösung:1280 x 800 ( WXGA )
Prozessor:NVIDIA Tegra 2 / 1.0 GHzGrafikkarte:Grafik onboard
Festplatte16 GBRAM:1 GB
Plattform:Android 3.0
Akkulaufzeit:10 Std.Gewicht:0.75 kg
B x H x T:26.4 cm x 18.9 cm x 1.33 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Im Inneren setzt Lenovo auf die bekannt gute Leistung der Nvidia Tegra 2 Plattform. Diese verbindet einen 1,0 GHz starken ARM Cortex A9 Zweikern-Prozessor mit einer integrierten Geforce Grafik (333 MHz). Hinzu kommt ein 1 GB großer Arbeitsspeicher. Das Lenovo IdeaPad Tablet K1 ist somit für das Surfen im Internet, Abrufen von Emails und vor allem den Multimedia-Betrieb gerüstet. Der iPad-Konkurrent unterstützt die Video-Wiedergabe im 1080p Format und kann mit Hilfe von zusätzlicher, kostenloser Software – wie dem DICEPlayer mit Tegra Plug-In – alle gängigen Codecs abspielen. Die Anwendungsleistung reicht zudem vollkommen aus, um eine ruckelfreie Umgebung zu schaffen, auch wenn viele Widgets oder Flash-Seiten zum Einsatz kommen. Gleiches gilt für die Annahme von Multitouch-Gesten in Bilder, im Browser oder auf der virtuellen Tastatur. An die Grenzen stößt die Nvidia Tegra 2 Plattform lediglich bei rechenintensiven Tech-Demos, die bereits für die Nvidia Tegra 3 Chips programmiert wurden. Vor allem zukünftige Spiele werden von der Leistung der neuen Plattform profitieren und mehr Detailreichtum bieten. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Preis der aktuellen Tegra-Geräte nach unten hin anpassen wird.

Der 10,1-Zoll große Bildschirm unseres Lenovo IdeaPad Tablet K1 Testgeräts verwendet eine native Auflösung von 1.280 x 800 Bildpunkten. Die Blickwinkelstabilität ist gut, die Ausleuchtung mit 267 Candela pro Quadratmeter aber nicht mehr zeitgemäß. Das Apple iPad 2 und das ASUS Eee Pad Transformer Prime nehmen ohne Probleme die 300 cd/m² Hürde und sind somit trotz spiegelndem Display auch für den Außeneinsatz nicht gänzlich untauglich. Lenovos IdeaPad Tablet K1 hingegen zeigt sich mit einer besonders stark reflektierenden Oberfläche, die bereits in einem aktiv beleuchteten Büro eine Nutzung negativ beeinflussen kann. Dabei hätten der überdurchschnittlich gute Kontrast von 1278:1 und die praktische Akkulaufzeit von 5,5 bis 6,5 Stunden gut zu einer Film oder Internet-Sitzung im Zug, Flugzeug oder Auto gepasst.

In der Praxis bleibt das lüfterlose System mit einer punktuellen Maximaltemperatur von 36 Grad Celsius im positiven Rahmen und liefert im Durchschnitt 32°C. Im Idle-Zustand reduziert sich dieser Wert auf kaum noch nennenswerte 26 bis 28 Grad Celsius.

Zusammenfassung

Trotz den Ankündigungen der Nvidia Tegra 3 Tablets macht das Lenovo IdeaPad Tablet K1 auf dem aktuellen Parkett eine gute Figur. Die Verarbeitung und Haptik können sich sehen lassen, müssen aber das Feld für die aktuellen Spitzenreiter aus dem Hause Apple und ASUS räumen. Im Gegenzug dazu werden WLAN- und UMTS-Verbindungen in diesem Tablet zu einem deutlich günstigeren Preis angeboten. Dabei ist zu beachten, dass das Tablet K1 nur bedingt für die Nutzung im Außenbereich tauglich ist. Grund dafür ist das leuchtschwache Display, das die gute Akkulaufzeit und den starken Kontrastwert in den Schatten stellt. Das Lenovo IdeaPad Tablet K1 ist für Couch-Surfer und Indoor-Nutzer konzipiert, die ein günstiges Tablet mit 3G-Funktionalität suchen. Ambitionierte Spieler sollten lieber auf die Nvidia Tegra 3 Plattform warten.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display3,0 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche1,0 (Sehr gut)
  7. Anschlüsse3,0 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Maximal12 Std. 2 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis6 Std. 34 Min.Max. 19 Std. 40 Min.
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