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Test Google Nexus 7 (2013) Tablet 32 GB - Neue Android Tablet Referenz

Ein neuer Quadcore Prozessor, diesmal von Qualcomm, satte 1.920 x 1.200 Pixel auf 7 Zoll Diagonale, Soft-Touch-Haptik und nochmal weniger Gewicht. Das neue Google Nexus 7 wird wohl genauso ein Top-Tablet wie der Vorgänger. Bestätigt sich der Ersteindruck im Test?

Einleitung: Viele Verbesserungen, gleichbleibend attraktiv

Google Nexus 7 (2013)Bildquelle: Google
Fotogalerie (13)
Google Nexus 7 (2013): Eine Neuauflage des Kassenschlagers

Schneller, dünner, leichter, hochauflösender und genauso günstig. Das Google Nexus 7 darf man ruhig vorverurteilen. Die WLAN-Varianten kosten 229 (16 GB) beziehungsweise 269 Euro (32 GB) und bieten dafür ein außerordentliches Preis-Leistungsverhältnis. Schon der Vorgänger konnte sich als ähnlich attraktives Tablet rund 7 Millionen Mal verkaufen. Dessen Nvidia Tegra 3 Quadcore Prozessorwurde vom Fertiger ASUS für das neue Nexus 7 durch einen Qualcomm Snapdragon 600 (als S4 Pro beworben) Prozessor ausgetauscht. Als Grund vermuten wir die späte Verfügbarkeit von Nvidias Tegra 4 Plattform. Die Displayauflösung wurde aufgestockt von 1.200 x 800 auf 1.920 x 1.200 Pixel und das Google Nexus 7 des 2013er Jahrgangs wiegt mit 290 Gramm noch einmal gute 50 Gramm weniger als der Vorgänger. Damit erhöht Google den Konkurrenzdruck für den mittlerweile betagten Branchenprimus Apple iPad mini. Zählt man zu den Tablet-Nutzern und steht ein Neukauf an, liefert das Google Nexus 7 (2013) gute Kaufargumente.

Gehäuse: Schlank, stabil und griffig

Neue Softtouch-RückseiteGoogle Nexus 7 (2012) vs. Google Nexus 7 (2013)Apple iPad mini vs. Google Nexus 7 (2013)Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Nexus 7: Softtouch, schlanker und dünner

Das neue Google Nexus 7 lässt das alte Google Nexus 7 billig aussehen, kommt aber noch nicht ganz an die Wertigkeit des Apple iPad mini Aluminiumchassis heran. Die seitlichen Ränder sind schmaler geworden, die Bauhöhe beträgt nur noch 8,65 Millimeter und die Rückseite wurde mit einer mattschwarzen Gummierung überzogen. Das bietet einen guten Halt und das Gerät lässt sich mit bequem umfassen. Wir müssen die Finger weniger strecken als beim iPad mini, die 18 Gramm Gewichtsverlust gegenüber dem Apple Gerät können wir nicht spüren. Die Randbereiche ober- und unterhalb des Displays sind sogar etwas angewachsen und erlauben eine komfortable Nutzung im Querformat auch wenn das 2013er Modell in die Länge gezogen wurde. Dank des Leichtgewichts kann man sich wirklich auf die Inhalte konzentrieren und auch mal ein eBook lesen, ohne dass das Tablet nach 10 Minuten zu schwer wird und ein Umgreifen erfordert. Das Chassis ist verwindungssteifer geworden, die Spaltmaße sind nicht auszumachen und die Verkleidung lässt sich nicht lösen. Die Pogo-Pins sind verschwunden, die Hardwaretasten bieten einen guten Druckpunkt und durch den glänzenden Nexus Schriftzug auf der matten Rückseite macht das Gerät einen hochwertigen Eindruck. Das kratzfeste Gorilla Glas wurde zudem mit einer fettabweisenden Schicht versehen.

Sehr leicht mit nur 290 GrammBildquelle: notebookinfo.de | rk
Nexus 7 (2013): Extrem handlich mit nur 290 Gramm Gewicht

Ausstattung: Alles drahtlos, aktuelles Android 4.3 Jelly Bean

Wie bei allen Nexus Modellen finden wir keinen microSD Steckplatz für die Speicheraufstockung, die Grundausstattung bringt jedoch schon 16 GB mit. Kommunizieren kann das Google Nexus 7 (2013) über Dualband WLAN a/b/g/n, Bluetooth 4.0 (Low Energy Profile) und NFC. Auch eine LTE Variante ist erhältlich. An Sensoren hat Google eine ganze Menge verbaut: GPS, Kompass, Gyroskop, Beschleunigungs-, Umgebungslicht- und Näherungssensor (bei der Mobilfunkvariante) sowie einen Hall-Sensor für Magnetfelder. Das neue Google Nexus 7 lässt sich nämlich nach dem Qi-Standard drahtlos aufladen. An Ports finden wir nur die Audiobuchse für Kopfhörer und einen microUSB SlimPort. USB on The Go mit Anschluss eines USB-Sticks hat im Test noch nicht funktioniert (auch nicht mit Nexus Media Importer und Lockscreen/Rotation Fix), die MHL Alternative SlimPort kann mit entsprechenden Adaptern FullHD 1080p Inhalte mit 7.1 Surround Sound ausgeben. Bildsignale lassen sich auch auf VGA transferieren oder gar drahtlos mittels WiDi übertragen werden.

Kompatiel mit Wireless Charging Ladestationen nach Qi StandardBildquelle: notebookinfo.de | rk
Wireless Charging: Kompatibel mit dem Qi Standard

Neben der 1,2 Megapixel Frontkamera wird nun auch eine 5 Megapixel Hauptkamera mit einer Blende F2.4 und Autofokus geboten. Videos können in FullHD 1080p aufgenommen werden. Die Qualität geht in Ordnung, toll sind die neuen Photosphere-Panoramen und die Zeitraffer Funktion.

Foto der 5 Megapixelkamera des Google Nexus 7 (2013) vom Konkurrenten Apple iPad miniBildquelle: notebookinfo.de | rk
5 Megapixelkamera: Nicht hervorragend aber ausreichend

Für die Nexus Modellreihe stellt Google Betriebssystemupdates immer als erstes zur Verfügung, dementsprechend läuft auf dem Google Nexus 7 (2013) schon Android 4.3 Jelly Bean mit der Unterstützung für das oben genannten Bluetooth 4.0 Low Energy Profile. Weitere Neuerungen der Software sind der OpenGL ES 3.0 Standard, wovon vor allem Spiele profitieren, die Nutzung des WLAN Moduls zur Ortung auch im deaktivierten Zustand und erweiterte Anpassungsmöglichkeiten für mehrere Nutzerprofile.

Technische Daten

Display:7" IPS TouchAuflösung:1920 x 1200
Prozessor:Qualcomm Snapdragon S4 Pro (APQ8064-1AA) / 1.5 GHzGrafikkarte:Qualcomm Adreno 320
Festplatte32 GBRAM:2 GB
Plattform:Android 4.3
Akkulaufzeit:9 Std.Gewicht:0.29 kg
B x H x T:11.4 cm x 0.86 cm x 20 cmFarbe:schwarz

Leistung: Kompakte Power

Wie schon erwähnt konnte Nvidia den neuen Tegra 4 Prozessor wohl nicht rechtzeitig liefern, vielleicht war der leistungsstarke Quadcore auch zu teuer für Google und ASUS. Etwas weniger Leistung, aber immer noch einen satten Zuwachs gegenüber dem Nvidia Tegra 3 im ersten Nexus bietet daher nun ein Qualcomm Snapdragon S4 Pro (APQ8064-1AA). Wie die neuen Snapdragon 600 Prozessoren setzt er auf vier Krait 300 Kerne und eine Adreno 320 Grafikeinheit. Der Takt wurde gegenüber einem „echten“ Snapdragon 600 auf 1,5 GHz herabgesetzt. Der Arbeitsspeicher beträgt 2 GB. So viel zum Zahlenwerk, in der Praxis liefert Das SoC eine satte Leistung, die in der Regel alle Apps flink ausführt und auch bei Spielen nicht einknickt. Grafisch aufwendige Titel wie Temple Run 2 und Real Racing 3 bereiteten keinerlei Probleme. Spielefreaks werden den Nvidia Tegra 4 vielleicht doch vermissen, bietet der Chip doch in vielen Spielen die Unterstützung für erweiterte Physik- und Lichteffekte.

Google Nexus 7 (2013) Geekbench 2Google Nexus 7 (2013) QuadrantGoogle Nexus 7 (2013) vs Google Nexus 7 (2012) AnTuTuBildquelle: notebookinfo.de | rk
Benchmarks: Zweimal so viel CPU-Power, dreimal so viel Grafikleistung wie das 2012er Nexus 7

Display: Es gibt kein besseres

Das 7-Zoll Display des Google Nexus 7 (2013) ist dank einer Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixel unheimlich scharf (323ppi). Texte und Webseiten aber auch FullHD Filme kann das IPS-Panel im 16:10 Format prima wiedergeben, es liefert eine satte Farbdarstellung und gute Betrachtungswinkel. Mit einer durchschnittlichen Leuchtdichte von 433 Candela pro Quadratmeter ist das Display auch im Freien gut lesbar, das maximale Kontrastverhältnis von 876:1 sorgt für ein dynamisches Bild bei der Multimedia-Wiedergabe. Die Stereolautsprecher bestätigen diesen Eindruck mit einem satten Klang inklusive ordentlicher Mitten und Bässe. An das Klangwunder iPad mini kommt das Google Nexus 7 allerdings nicht heran, für Multimedia-Anwender empfehlen wir einen kleinen Bluetooth Lautsprecher.

Google Nexus 7 (2013)/ 1.920 x 1.200 Pixel vs. Apple iPad mini/ 1.024 x 600Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Nexus 7 (2013) vs. iPad mini Display: Klarer Unterschied bei der Schärfe

Emissionen: Ausdauernder als der Vorgänger

Das Google Nexus ist lüfterlos und wird in der Regel allenfalls handwarm. Die absoluten Hotspots von 44 Grad Celsius haben wir auf der Rückseite gemessen. Dafür müssen allerdings das SoC, die Funkmodule und das GPS beansprucht werden während der Akku kabellos geladen wird. Das funktioniert mit bis zu 7,8 Watt auf einem Fatboy Kissen. Dadurch kommen in unserer Messung recht hohe Temperaturen zustande - kein Grund zur Beunruhigung. Einmal aufgeladen erreichen wir eine maximale Leerlaufzeit des 16 Wh Akkus mit 3950 mAh Kapazität von insgesamt 54 Stunden und 40 Minuten. Dafür müssen die Funkmodule natürlich deaktiviert werden und die Helligkeit steht auf niedrigster Stufe. Fordern wir die Hardware heraus, muss das Gerät nach 3 Stunden und 32 Minuten wieder an auf das Ladekissen. In der Praxis darf rund 7 Stunden gesurft werden, bei ausgewogener Nutzung kann das Nexus 7 auch mal ein paar Tage nicht geladen werden.

In der Praxis: Als günstiges Top-Tablet eine echte Entscheidungshilfe

Was macht man eigentlich mit einem Tablet? Die Facebook Posts der Freunde durchstöbern, auf verlinkte Youtube Videos klicken und Kommentare abgeben, Shoppen oder bei Ebay mitbieten, Mails checken und kurz beantworten, Skypen und ein wenig Gaming. Schnell ein Foto schießen, um für die Kleinanzeigen App nicht das Device zu wechseln oder gar mit Speicherkarten hantieren zu müssen… lange Bahnfahrten mit einer Staffel der Lieblingsserie überbrücken. Für all das braucht man sich im Android Lager gar nicht weiter umsehen und kann getrost beim Google Nexus 7 (2013) zugreifen. Zu dem Preis wird man so schnell kein besseres Tablet finden. Es gibt Berichte von Fehlern bei dem Touchscreen, das können wir in unserem Test nicht bestätigen. Auf der virtuellen Tastatur konnten wir prima tippen und swypen, ohne dass Geister- oder Fehleingaben auftraten. Nur wer vorhat, wirklich viel zu schreiben und Büroarbeiten auf dem Tablet abzuwickeln, sollte sich an den 10-Zoll Geräten wie dem Toshiba Excite Pro mit Tastaturdock orientieren.

Das Google Nexus 7 (2013) baut die technische Überlegenheit gegenüber dem iPad mini aus. Erst der Nachfolger wird dem 7-Zoller hardwaremäßig das Wasser reichen können. Für Webinhalte bevorzugen wir trotzdem das 7,9 Zoll Display im 4:3 Format, das Mehr an Darstellungsfläche gleicht die veraltete Auflösung in unseren Augen aus. Bei Filmen wird die zusätzliche Bildschirmfläche für schwarze Balken verschwendet und da kann das Nexus 7 voll auftrumpfen mit seiner FullHD Darstellung. Beim Sound wiederum muss sich das Google Gerät dem Apple Konkurrenten geschlagen geben.

Obwohl Tablets in der Regel autonom von anderen digitalen Begleitern agieren, also nicht so sehr von Smartphones und Heim-PCs abhängig sind, sondern diese für viele Leute sogar ersetzen, könnte das bereits bestehende Verhältnis zu einem Ökosystem die Entscheidung leichter machen. Nutzer bleiben in der Regel bei iOS oder Android. Wer auf seinem iPad jahrelang zufrieden Apps genutzt und gesammelt hat, sollte auf das iPad mini 2 warten und dann über den Aufpreis entscheiden. In der Vergangenheit musste man aufgrund einer langen Dominanz von iOS als Alleinherrscher (Es gab nur das iPad) immer auch vom besseren Ökosystem sprechen. Es gab mehr Vielfalt und Qualität, das könnte sich jedoch sehr bald ändern. Die schiere Masse an Android Endgeräten zwingt die Entwickler mittlerweile auf diese Seite, Google bietet heutzutage eine ebenso starke Kohärenz von Hardware, Betriebssystem und Diensten und ist als offeneres System flexibler und schnelllebiger. Irgendwann wird auch der letzte Printverlag nicht mehr ausschließlich Digitalausgaben für iOS bieten können und Bildungsangebote müssen die Android Reichweite honorieren.

4:3 vs. 16:10Das neue Nexus 7 ist etwas langgestreckterBildquelle: notebookinfo.de | rk
Tablets: 7-8 Zoll, aber welches?

Wer nicht ganz so viel Geld ausgeben möchte und in seiner Nutzung auch nicht so intensiv ist, wird auch mit dem ASUS Memo Pad HD 7 für 149 Euro zufrieden sein.

Fazit: Android + Multimedia = Nexus 7 (2013)

Das neue Google Nexus 7 ist ein absoluter Hit. Man kann allerhöchstens den fehlenden microSD Slot bemängeln – die restliche Ausstattung kann voll und ganz überzeugen. Stärkstes Kaufargument ist das Spitzen-Display. Kein anderes, handliches 7-Zoll Gerät löst so hoch auf. Farben, Helligkeit, Kontrast – hier stimmt einfach alles. Die Hardware unter der Haube ist gewohnt kraftvoll und übertrumpft den Vorgänger um das Zwei- (CPU) bis Dreifache (GPU). Besonders gefallen uns die drahtlosen Möglichkeiten: Bluetooth 4.0 LE, NFC, Dualband WLAN (optional LTE), Wireless Display und kabelloses Laden. Mehr muss man gar nicht sagen, unser erster Eindruck hat sich bestätigt und das Google Nexus 7 (2013) darf sich zu den besten Tablets am Markt zählen.

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display1,0 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  7. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
  8. Verarbeitung1,5 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung (Spiele)1,5 (Sehr gut)
  11. Leistung (Anwendungen)1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V81923 Pkt.Max. 10241 Pkt.
Sunspider1179.8 msMin. 285.6 ms
Smartbench 20124979 Pkt.Max. 9866 Pkt.
Linpack (Android)245870 MFLOPSMax. 1014670 MFLOPS
Geekbench 22664 Pkt.Max. 6210 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile3364 Pkt.Max. 8229 Pkt.
3DMark Ice Storm11770 Pkt.Max. 31819 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme7088 Pkt.Max. 22461 Pkt.
NenaMark 259.3 fpsMax. 60.8 fps
Basemark ES 2.043.98 fpsMax. 59.98 fps
Antutu18257 Pkt.Max. 54306 Pkt.
Vellamo HTML51569 Pkt.Max. 5893 Pkt.
Vellamo Metal688 Pkt.Max. 2704 Pkt.
Quadrant5700 Pkt.Max. 23945 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen15 fpsMax. 49.7 fps
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast3 Std. 32 Min.Max. 12 Std. 30 Min.
Maximal50 Std. 59 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis8 Std. 46 Min.Max. 19 Std. 40 Min.
Kommentare (3)
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