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Bilder zum Test: Dell XPS 10 mit Mobile Keyboard Dock - Elegantes Arbeitstablet

Beschreibung

Neben dem Microsoft eigenen Surface Tablet gefällt uns das Design des Dell XPS 10 unter den Windows RT Tablets am besten. Die Rückseite des Tablets wie auch der Arbeitsraum des Tastaturdocks besitzen einen angenehmen Softtouch-Überzug, Basis- und Tablet erhielten einen silbernen Rahmen. Der Displayrand fällt etwas breit aus und sammelt auf seiner spiegelnden Oberfläche fleißig Fingerabdrücke, auch das Scharnier kann nicht gerade als filigran bezeichnet werden. Trotzdem hinterlässt das XPS 10 optisch einen sehr eleganten Eindruck. Verarbeitung und Haptik hinken dem etwas hinterher. Wirklich ansprechend ist die mattschwarze Oberfläche. Hält man das Tablet in der Hand, vernehmen wir schon ohne Druck ein Knistern. Unsere Verwindungsversuche steigern das zu einem Knarzen und offenbaren nicht die vom Microsoft Surface bekannte Unverwüstlichkeit. Damit das Dell XPS 10 jedoch kaputt geht, braucht es schon einigen Kraftaufwand. Das Tastaturdock zeigt keinerlei Schwächen bei der Verarbeitung und sämtliche Spaltmaße am Gerät sind geringfügig und gleichmäßig. Das stabile und wohlbalancierte Displayscharnier lässt ein wenig zu viel Spiel für das Tablet und erlaubt ein kurzes Nachwippen bei Eingaben über den Touchscreen.

Als Arbeitsgerät erfüllt das Dell XPS 10 mit seinen vielfältigen Eingabemethoden seine Aufgabe trotzdem sehr gut. Der Touchscreen reagiert flink und auf der Chiclet-Tastatur im Dock lassen sich Schreibarbeiten erstaunlich komfortabel durchführen. Für längere Texte sollte das Touchpad im dafür eigenen Menü allerdings deaktiviert werden, um unbeabsichtigte Zeilensprünge zu vermeiden. Müssen Textteile markiert werden, kann das Multitouchpad dank präziser Navigation seinen Vorteil gegenüber dem Touchscreen ausspielen.

Das Anschlussportfolio des Dell XPS 10 verwandelt das Tablet in eine kleine Arbeitsmaschine. Am Tablet selber finden wir einen microSD Slot für die Aufstockung des internen Speicherplatzes von 32 oder 64 GB. Eine Audiobuchse empfängt Kopfhörer oder Headsets. Zwei Kameras, eine 2 Megapixel Frontkamera für Videochats sowie eine 5 Megapixel Rückkamera, liefern Bilder in passabler Qualität. An der Tabletunterseite können über einen microUSB Slot und das im Lieferumfang befindliche Adapterkabel USB-Sticks und andere externe Datenträger angeschlossen werden. Das Tastaturdock verdeckt diesen Anschluss, liefert aber zwei vollwertige USB 2.0 Ports sowie einen miniHDMI Anschluss, für den ebenfalls ein Adapter auf den vollwertigen Port beiliegt. Die Schnittstellen erlauben damit den Anschluss eines externen Monitors, einer vollwertigen Tastatur und Maus für die Arbeit mit dem Mobilgerät zuhause. Die drahtlose Kommunikation läuft über WLAN a/b/g/n oder Bluetooth 4.0. Wie die meisten Tablets ist das Dell XPS 10 mit Umgebungslichtsensor, Beschleunigungssensor, digitalem Kompass und Gyroskop ausgestattet.

Das vorinstallierte Windows RT Betriebssystem lässt etwas mehr als 43,3 GB zur freien Verfügung. Auf der Multimediatauglichen Kacheloberfläche lassen sich Mailkonten, Kontakte und Apps übersichtlich organisieren, im Desktopmodus erlaubt Windows RT bedeutend ausdifferenzierteres Datei- und Gerätemanagement als die Konkurrenz-Betriebssysteme Apple iOS oder Googles Android.
Dell hat Microsofts Office Home & Student 2013 RT mit Word, Powerpoint, OneNote und Excelschon vorinstalliert und bietet damit ein ordentliches Maß an Produktivität.

Display:10.1"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:Qualcomm Snapdragon S4 Plus APQ8060A / 1.5 GHzGrafikkarte:Adreno 225
Festplatte64 GBRAM:2 GB
Plattform:Microsoft Windows RT
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:0.64 kg
B x H x T:17.73 cm x 27.47 cm x 0.92 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Mit einem Qualcomm Snapdragon S4 Plus Dualcore (APQ8060A) Prozessor mit 1,5 GHz Takt sticht das Dell XPS 10 in der Reihe der Windows RT Tablets heraus. Wie der sonst vorzufindende Nvidia Tegra 3 Prozessor arbeitet der Snapdragon S4 als stromsparender Tablet- und Smartphoneprozessor mit ARM-Architektur und 2 GB Arbeitsspeicher. Die Prozessor-Architektur erlaubt nicht die Installation herkömmlicher Notebook- oder Desktop-Programme - Nutzer sind auf den relativ kargen Microsoft App Store beschränkt. Die Navigation bereitet dem Prozessor keine Probleme, auch mehrere parallel geöffnete Apps laufen flüssig. Die Adreno 225 Grafikeinheit beherrscht die meisten Spiele, die auch auf dem Nvidia Tegra 3 laufen. Letztgenannter Hersteller hat allerdings den Vorteil, dass viele Titel, speziell in Nvidias TegraZone, für den Tegra 3 Chip optimiert wurden und bessere Grafikeffekte darstellen. Die Büroarbeiten wie Word Textverarbeitung bereiten keinerlei Probleme, auch wenn ein externer Monitor mit FullHD-Auflösung das Textfenster, ein Browserfenster und die Kacheloberfläche auf dem Tablet gleichzeitig laufen. Nur im Windows Explorer erleben wir gelegentliche, kurze Verzögerungen beim Laden von Vorschaubildern beispielsweise.

Das IPS-Display bietet mit 1.366 x 768 Pixel eine ausreichend hohe Auflösung und kommt dank einer durchschnittlichen Helligkeit von 343 Candela pro Quadratmeter trotz spiegelnder Oberfläche auch im Außeneinsatz gut zurecht. Das Kontrastverhältnis von 625:1 ist sehr gut und auch der überraschend kräftige Sound sammelt Punkte im Multimediaeinsatz. Der Klang ist zwar leicht höhenlastig und nicht so ausgewogen wie beim Lenovo Ideapad Yoga 11 beispielsweise, die kleinen Lautsprecher im Dell XPS 10 liefern jedoch eine sehr hohe maximale Lautstärke.

Auch bei der Akkulaufzeit hinterlässt das Dell XPS 10 einen sehr guten Eindruck. Die maximale Laufzeit bei niedrigster Helligkeit und deaktivierten Funkverbindungen liegt bei 28 Stunden und 26 Minuten. Wird das Akkugespann belastet, so erhalten wir immer noch 10 Stunden und 52 Minuten. Die Laufzeit des Tablets allein liegt bei der Hälfte. Unüblicher Weise wird zuerst der Tablet-Akku verbraucht und der relativ flotte Ladevorgang widmet sich beiden Akkus gleichermaßen anstatt den für die Mobilität wichtigeren Tablet-Akku zu bevorzugen. Im Betrieb sollte das Dock verbraucht werden um das Tablet zu schonen. Leider kann der Tabletakku auch nicht durch das Dock geladen werden, wie das beim ASUS VivoTab RT TF600T der Fall ist.

Zusammenfassung

Trotz kleiner Schwächen im Bereich der Verarbeitung und beim Energiemanagement darf das Dell XPS 10 als Windows RT Tablet, wie man es sich wünscht, gelten. Die Performance genügt dem Aufgabengebiet, das Display ist sehr hell und die Akkulaufzeit hervorragend. Wie die Konkurrenz hat das Dell XPS 10 mit den Einschränkungen des Windows RT Betriebssystems zu kämpfen. Wir hätten gerne die freie Wahl des Browsers, Photoshop oder mehrere Fenster in der Skype App. Für ein Tablet kann das Dell XPS 10 mit Tastaturdock jedoch sehr erfolgreich Aufgaben im produktiven Bereich erfüllen und empfiehlt sich neben dem Heimrechner nicht nur als Dritt- sondern als mobiles Zweitgerät.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck 1,5 (Sehr gut)
  2. Display 2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte 1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur 2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher 2,0 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch 1,0 (Sehr gut)
  7. Software und Zubehör 1,0 (Sehr gut)
  8. Verarbeitung 2,5 (Gut)
  9. Anschlüsse 1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung (Spiele) 1,5 (Sehr gut)
  11. Leistung (Anwendungen) 1,5 (Sehr gut)
Benchmark
Benchmarks Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Google V8 783 Pkt. Max. 7025 Pkt.
Sunspider 958.2 ms Min. 399.7 ms
niedriger ist besser höher ist besser
Akkulaufzeit
Auslastung Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Vollast 10 Std. 52 Min. Max. 10 Std. 52 Min.
Maximal 28 Std. 26 Min. Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis 19 Std. 40 Min. Max. 19 Std. 40 Min.
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