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Bilder zum Test: Dell Streak 7 3G - Nun noch mobiler, dank UMTS-Modul

Trotz guter Leistung und einem durchaus ansprechendem Design stand Dell im letzten Jahr mit dem Streak 5 zwischen den Fronten. Die einen ordneten das 5-Zoll Gerät als überdimensionales Smartphone ein, während andere mit dem Begriff Mini-Tablet um sich warfen. Seit einigen Monaten zeigt Dell mit dem Streak 7 Tablet, dass man sich in diesem Markt klar positionieren will. Erst seit wenigen Wochen verkauft der Hersteller den 7-Zoller auch mit integriertem UMTS-Modul.

Designtechnisch zeigt sich unser Testgerät mit einer verglasten und durchweg glänzenden Front. Fingerabdrücke und deren Beseitigung werden zum Alltag. Gegen dieses Manko hat aber auch die Konkurrenz keine Lösung parat. Ansonsten ist das Dell Streak 7 aus Kunststoff gefertigt, kann sich aber durch die strukturierte Rückseite von billigen Plastikbombern absetzen. Der 7-Zoller ist hart wie ein Brett und lässt kaum Verwindungen zu. Selbst starker Druck macht dem Gorilla-Glas Display keine Angst.

Im Gegensatz zu Notebooks ist die Eingabe bei Tablets über eine virtuelle Tastatur geregelt. Die Umstellung fällt uns nicht schwer und durch das kompakte 7-Zoll Format ist sogar eine Daumen-Bedienung nicht ausgeschlossen. Mit Hilfe der Swype-Technologie lässt sich die Eingabe noch vereinfachen. Hier genügt ein Hin- und Herwischen mit dem Finger (ohne Absetzen) aus und das gut gefüllte Wörterbuch sorgt für den Rest. Wer diese Funktion effektiv ausnutzt, kann bei der Texteingabe viel Zeit sparen.

Neben einem vollwertigen SD-Kartenleser, einem 3,5 Millimeter Klinke-Anschluss und dem Einschub für die SIM-Karte besitzt das Dell Streak 7 keine weiteren, bekannten Schnittstellen. Features wie USB oder HDMI fehlen komplett und sind nicht einmal in einer Mini- oder Micro-Form verbaut. Die einzige Möglichkeit eine Verbindung zu einem externen Bildschirm oder TV-Gerät aufzunehmen ist der Kauf einer Docking-Station, die über den proprietären Docking-Port angeschlossen wird.

Kabellos kann über WLAN 802.11n, Bluetooth und UMTS kommuniziert werden. Letzteres ist offen für alle Mobilfunknetze. In unserem Test ging die Verbindung ins T-Mobile Netz einfach von der Hand. Die Eingabe des PIN-Codes reicht aus um das Tablet zu verbinden. Für die Videotelefonie ist eine 1,2 Megapixel Kamera an der Front verbaut. Die Rückseite verfügt über eine 5 Megapixel Webcam. Der integrierte LED-Blitz kann für Aufnahmen in dunkeln Arealen genutzt werden, verfügt jedoch über eine sehr geringe Reichweite. Videos können zudem im 720p HD-Format aufgenommen werden. Verglichen mit einer günstigen Kompaktkamera erinnern die Aufnahmen jedoch eher an Schnappschüssen.

Das Dell Streak 7 wird mit vorinstalliertem Android 2.2 (Froyo) ausgeliefert. Dabei ist diese Version des Google Betriebssystem schon in die Jahre bzw. Monate gekommen. Die Smartphone-Optimierung von Froyo fällt auf den ersten Blick nicht auf, da Dell mit seinen Stage-Widgets auf dem Homescreen die geringe Auflösung gut kaschieren kann. Auf der IFA 2011 konnten wir schon einen Blick auf das Dell Streak 7 mit lauffähigem Android 3.2 Honeycomb werfen, welches für Tablets optimiert wurde und passende Applikationen bietet.

Technische Daten

Display:7"Auflösung:800 x 480 ( WXGA )
Prozessor:NVIDIA Tegra 2 / 1.0 GHzGrafikkarte:Grafik onboard
Festplatte16 GB eMMCRAM:k.A.
Plattform:Android 2.2
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:0.454 kg
B x H x T:19.99 cm x 11.98 cm x 1.24 cmFarbe:Foggy Night Black

Auf dem Prüfstand

In Sachen Leistung hat die Nvidia Plattform „Tegra 2“ die Nase vorn. Selbst Apples iPad 2 konnte noch nicht in den Genuss einer solch starken Performance kommen. Vor allem bei Spielen oder dem Seitenaufbau von Flash-Seiten macht sich die Leistung der Hardware bemerkbar. Letzteres verweigert der Hauptkonkurrenz aus Cupertino komplett – eines der großen Vorteile der Android Tablets.

Während unseren Tests konnten wir keine Verlangsamung der Systemgeschwindigkeit feststellen. Weder bei einem Abruf großer Filmdateien, noch nach dem Überspielen von großen Datenmengen. Die Menüführung und das Starten von Applikationen blieb stets flüssig und schnell. Nützliche Software – wie z.B. Facebook, Twitter und Amazon Kindle – ist zudem bereits vorinstalliert. Die Nvidia Tegra Zone filtert zusätzlich für das Dell Streak 7 angepasst Spiele aus dem Android Market heraus, die auf die Leistung des Tegra 2 System angepasst wurden. Auf der IFA konnten wir uns erstmals vom Mehrwert der Nvidia-Leistung überzeugen, in dem wir das Gratis-Spiel „Galaxy on Fire 2“ im direkten Vergleich zur iPad-Version sichten konnten. Hier zeigten sich deutlich mehr Details. Zudem bietet das Dell Streak 7 eine ruckelfreie Wiedergabe von hochauflösenden Videos im 720p oder 1080p Format.

Die durchschnittliche Display-Ausleuchtung liegt bei 300 Candela pro Quadratmeter. Somit ist das Dell Streak 7 auch für Außeneinsätze geeignet. Trotz hoher Helligkeit müssen Anwender dennoch mit Spiegelungen auf dem Bildschirm leben. Einbußen müssen auch bei der Blickwinkelstabilität hingenommen werden. Bei der Nutzung im Querformat ist bei einer vertikalen Drehung schnell mit Farbinvertierungen und einem Helligkeitsverlust zu rechnen. In diesem Bereich schneidet das Apple iPad 2 deutlich besser ab.

Da sich im unserem Testgerät allerlei kabellose Verbindung vereinen, ist die Akkulaufzeit stark abhängig von der Nutzung des Tablets. Wer sich im Zug einem Film widmet und auf WLAN und UMTS verzichtet, der kann sich vier Stunden mit dem Dell Streak 7 beschäftigen. Nutzt ihr unterwegs die Mobilfunkverbindung in Kombination mit dem GPS-Empfänger, kann dieser Wert auf 2,5 Stunden sinken. Während die maximale Akkulaufzeit bei sieben Stunden liegt, könnt ihr im Durchschnitt – bei sporadischer Nutzung – mit 4-5 Stunden rechnen.

Zusammenfassung

Das runde Paket des Dell Streak 7 überzeugt. Durch das kompakte 7-Zoll Format und die leistungsstarke Nvidia-Hardware im Inneren stößt das Tablet durchweg auf gute Kritik. Das helle Display lässt sich trotz spiegelnder Oberfläche auch außerhalb der eigenen vier Wände gut nutzen. Hinzu kommen die vielen kabellosen Verbindungsmöglichkeiten. Alles verpackt in einem durchaus schicken Gehäuse. Als Mängel sind nur die veraltete Smartphone-Software und die teilweise problematische Blickwinkelstabilität zu nennen. Wer zusätzlich auf Anschlüsse wie USB oder HDMI verzichten kann, der sollte sich das Dell Streak 7 genauer ansehen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display2,5 (Gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche1,0 (Sehr gut)
  7. Anschlüsse4,0 (Ausreichend)
  8. Akku und Energieverbrauch2,5 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,5 (Gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast2 Std. 10 Min.Max. 12 Std. 30 Min.
Maximal7 Std. 15 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis4 Std. 30 Min.Max. 19 Std. 40 Min.
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