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Bilder zum Test: ASUS Transformer Pad Infinity TF700T-1I128A 64GB + DOCKING - Edel-Tablet als Ultrabook-Ersatz?

Beschreibung

Hersteller ASUS hat die Designsprache seiner „Zen“-Reihe im Transformer Pad Infinity fortgeführt. Das Aluminiumchassis ist kreisförmig gebürstet, nur am oberen Ende der Rückseite finden wir Kunststoff welcher den Empfang der Funkmodule ermöglichen soll. Beim Vorgänger Transformer Prime verhinderte das vollständig aus Metall gefertigte Gehäuse den GPS-Empfang und machte das Modul obsolet – ASUS hat aus diesem Fehler gelernt. Die Kunststoffleiste stört die edle Optik nicht wirklich, das Tablet mit Dock wirkt vor allem durch die geringe Bauhöhe sehr hochwertig. Das ASUS Transformer Pad Infinity TF700T gibt es in zwei Farbvarianten, Gold und Grau. Beide schimmern nur dezent im jeweiligen Farbton. Die Haptik ist sehr ansprechend, Tablet und Tastaturdock sind tadellos verarbeitet. Beide Teile sind weitestgehend verwindungssteif, die Spaltmaße sind gering und gleichmäßig. Das Display wird durch kratzfestes Gorilla Glas 2.0 der Firma Corning geschützt,bis auf die Glasoberfläche bleiben nirgends Verschmutzungen oder Fingerabdrücke haften.

Das Touchdisplay erkennt unsere Gesten präzise und ergänzt sich wunderbar mit dem Tastaturdock. Wie jedes Android-Tablet bietet das TF700T eine intuitive und flüssige Navigation, die meisten Inhalte werden über die entsprechenden Apps aufgerufen. Schon an dieser Stelle empfiehlt sich die Chiclet-Tastatur für längere Texteingaben. Das Feedback der Tasten mit ihrem kurzen Hub und dem recht deutlichen Druckpunkt ist schon für kurze Eingaben einfach zu einladend. Das Transformer Pad Infinity bietet auch zwei virtuelle Tastaturen, die Variante von Google ist der von ASUS vorzuziehen – leider kommt die Google Version ohne Korrekturzeile. Wir erwarten Nachbesserungen für das nächste Update der Software. Wer es gern persönlich mag, verfasst Notizen und Nachrichten in der App Supernote per Handschrift. Für die Sprach-zu-Text Eingaben sollte ebenfalls das Update auf Google Android 4.1 Jelly Bean abgewartet werden, dann erhält diese Funktion wesentliche Verbesserungen. Prinzipiell müssen wir feststellen, dass ein Android-basiertes Gerät sich etwas „lebensechter“ um eine Docking-Tastatur ergänzen lässt, als ein mobiler Windows 7 PC um die Touchfunktion über das Display. Bei dem Transformer Pad Infinity erwischen wir uns sehr oft dabei, zum Touchpad, zur Tastatur oder auf den Bildschirm zu greifen ohne zu wissen warum. Da wir an das Android Betriebssystem und andererseits auch an Notebooks gewöhnt sind, pflegen sich die zahlreichen Optionen für ein und dieselbe Aktion sehr natürlich in das Nutzerverhalten ein. Hilfreich sind auch die Sonderfunktionstasten im Tastaturdock für die Steuerung der Funkmodule, Helligkeit, Lautstärke und die Navigation durch Android.

Hinsichtlich der Ausstattung wird die Erweiterung des üblichen Anwendungsgebiets eines Tablets ebenfalls unterstützt. Am Tablet selber finden sich der miniHDMI-Ausgang für ein externes Display, der microSD Slot um den internen Speicherplatz von 64 GB um bis zu 32 GB zu erweitern, die Audiokombibuchse für Headsets und zwei Kameras. Die Rückkamera wird von einem LED-Blitz unterstützt und löst mit 8 Megapixel auf. Die Qualität des Autofokus und der Bilder ist in Ordnung, wer schärfere Fotos erwartet, muss zur Kompaktkamera greifen. Videos werden in der FullHD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel aufgenommen. Die Frontkamera für Videochats bietet mit 2 Megapixeln eine vergleichsweise hohe Auflösung, für mehr als Skype sollte sie aber nicht genutzt werden. Die Docking-Tastatur trägt einen Zusatzakku, einen vollwertigen SD-Kartenslot und einen Host-fähigen USB-Port. Drahtlos kommuniziert das Tablet Flaggschiff von Asus mittels WLAN b/g/n und Bluetooth 3.0 (mit AD2P). ASUS hat auch Transformer Pad Infinity Varianten mit UMTS und LTE Unterstützung angekündigt. Das Portfolio ans Sensorik umfasst GPS, Lage-, Helligkeits- und Neigungssensoren sowie einen digitalen Kompass.

Display:10.1"Auflösung:1920 x 1200
Prozessor:NVIDIA Tegra 3 T30 / 1.2 GHzGrafikkarte:NVIDIA Geforce ULP (Tegra 3)
Festplatte64 GBRAM:1 GB
Plattform:Android 4.0 Ice Cream Sandwich
Akkulaufzeit:9.5 Std.Gewicht:0.6 kg
B x H x T:26.3 cm x 0.85 cm x 18.1 cmFarbe:Gold

Auf dem Prüfstand

Als Motor für das ASUS Transformer Pad Infinity dient ein Nvidia Tegra 3 Quadcore Prozessor mit 1,6 GHz Takt und 1 GB Arbeitsspeicher. Sämtliche Apps, auch fordernde 3D-Spiele wie der Zombieshooter Dead Trigger laufen ohne Probleme. Die Nvidia Tegra Zone bietet speziell für das Tegra 3 SoC angepasste Spieletitel welche mit verbesserten visuellen Effekten dargestellt werden können. Bei Büroanwendungen wie die Textverarbeitung, Emails, simpler Bildbearbeitung und dem Surfen im Internet sind subjektiv keine Geschwindigkeitsvorteile der mindestens 5-mal schnelleren Ultrabook-Prozessoren wie dem Intel Core i7-3667U festzustellen. Mit dem Takt von 1,6 GHz positioniert sich das Tegra 3 System in die vorderste Reihe des Leistungsrankings von Tablets.

Google Android 4.0 Ice Cream Sandwich als Betriebssystem und die mitgelieferten Apps sind natürlich eher für Konsumenten ausgelegt. Musik, Filme, Fotos, Webseiten, Emails, Einkaufen – so lässt sich das traditionelle Anwendungsfeld für Tablets umreißen und entsprechende Apps sind vorinstalliert. Mit Polaris Office oder Supernote lassen sich auch Dokumente erstellen, der Google Play Store hält eine große Anzahl Apps auch für gehobene Ansprüche bereit. Asus hat das Update auf Android 4.1 Jelly Bean bereits bestätigt, ein Termin steht allerdings noch nicht fest.

Das 10,1 Zoll IPS-Touchdisplay mit der Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixel ist das sogenannte Key-Feature des Tablets und braucht sich vor dem Retina Display des iPad 3 keineswegs verstecken. Die höhere Auflösung des Apple Geräts (2.048 x 1.536 Pixel) bietet keinen nennenswerten Mehrwert, die mit 537 Candela pro Quadratmeter rund 200 Candela höhere Leuchtdichte des TF700T macht sich dafür im Außeneinsatz deutlich bemerkbar. Das spiegelnde Display reflektiert zwar, die Helligkeit im IPS+ Modus strahlt jedoch so stark, dass Inhalte auch an Sommertagen im Straßencafé noch lesbar sind. Das maximale Kontrastverhältnis von 1832:1 eignet sich hervorragend zum Filmgenuss, die Lautsprecher sind zwar etwas höhenlastig, kratzen jedoch nicht an der Eignung zum Multimediatablet. Auch in Sachen Blickwinkelstabilität schlägt sich das ASUS Tablet sehr gut, aus nahezu jeder Lage ist die korrekte Darstellung gegeben. Außentauglich ist das TF700T also allemal, die maximale Akkulaufzeit von 18 Stunden und 34 Minuten unterstreicht diesen Aspekt. Ohne den Zusatzakku im Dock liegt das TF700T mit 9 Stunden und 43 Minuten Surfen über WLAN auf dem Niveau des neuen iPad von Apple. Im Leerlauf ermitteln wir 13 Stunden und 49 Minuten ohne Dock. Das Dock addiert im Schnitt mindestens 4 Stunden Nutzungsdauer. Im Betrieb bleibt das lüfterlose Tablet bei durchschnittlichen Temperaturen um die 30 Grad Celsius sehr kühl. Auch unter hoher Last mittels Benchmarks erwärmt sich die Oberfläche nicht über 35 Grad Celsius, die Batterie ist allerdings nach 2 Stunden und 34 Minuten aufgebraucht.

Zusammenfassung

Das Flaggschiff der Transformer Pad Reihe von ASUS ist gleichzeitig das stärkste Tablet mit Android Betriebssystem. Das extrem leuchtstarke und hochauflösende Display, die schnelle Nvidia Tegra 3 Plattform und die durch das Tastaturdock ergänzte Akkulaufzeit und der Eingabekomfort verhelfen dem Transformer Pad Infinity zum Status als Klassenprimus. Die starke Ausstattung findet Platz im schicken und tadellos verarbeiteten Aluminiumgehäuse, für das Gewicht von 1,1 Kilogramm bekommt man je nach Perspektive ein extrem komfortables Tablet oder ein Consumer-orientiertes Netbook. So oder so, das ASUS Transformer Pad Infinity macht Spaß. Einzig der Kaufpreis von knapp 700 Euro ist sehr heftig und wird es dem Asus Flaggschiff bei der zu erwartenden Flut an Windows 8 Tablets sehr schwer machen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck 1,0 (Sehr gut)
  2. Display 1,0 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte 1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur 2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher 2,0 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch 1,0 (Sehr gut)
  7. Software und Zubehör 2,0 (Gut)
  8. Verarbeitung 1,0 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse 1,0 (Sehr gut)
  10. Leistung (Spiele) 1,0 (Sehr gut)
  11. Leistung (Anwendungen) 1,0 (Sehr gut)
Benchmark
Benchmarks Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Google V8 1491 Pkt. Max. 7025 Pkt.
Sunspider 1871.2 ms Min. 399.7 ms
Browsermark 123945 Pkt. Max. 166125 Pkt.
Smartbench 2012 3945 Pkt. Max. 9620 Pkt.
Linpack (Android) 169514 MFLOPS Max. 1014670 MFLOPS
Geekbench 2 1956 Pkt. Max. 5406 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile 2297 Pkt. Max. 5432 Pkt.
NenaMark 2 39.5 fps Max. 60.8 fps
Basemark ES 2.0 7.47 fps Max. 59.98 fps
GL Benchmark 2.1 (Pro) 49 fps Max. 60 fps
GL Benchmark 2.1 (Pro Offscreen) 101 fps Max. 126 fps
GL Benchmark 2.1 (Egypt) 33 fps Max. 59 fps
GL Benchmark 2.1 (Egypt Offscreen) 76 fps Max. 131 fps
Antutu 12646 Pkt. Max. 35234 Pkt.
Vellamo HTML5 1533 Pkt. Max. 3070 Pkt.
Vellamo Metal 448 Pkt. Max. 1446 Pkt.
Quadrant 4985 Pkt. Max. 22294 Pkt.
niedriger ist besser höher ist besser
Akkulaufzeit
Auslastung Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Vollast 2 Std. 28 Min. Max. 12 Std. 30 Min.
Maximal 18 Std. 34 Min. Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis 9 Std. 43 Min. Max. 19 Std. 40 Min.
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