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Test ASUS MeMo Pad FHD 10 (weiß) - FullHD-Erlebnis zum kleinen Preis

Tablets werden nicht nur immer leistungsstärker, sondern auch günstiger. Ein perfektes Beispiel ist das ASUS MeMo Pad FHD 10, welches für unter 400 Euro bereits mit einem FullHD-Display und dem Intel Atom Z2560 Prozessor ausgestattet ist. Ob sich das „Gut und günstig“-Modell mit Google Android 4.2 im Alltag beweisen kann, klärt unser Testbericht.

Einleitung: Guter Preis, viel Qualität

Mit der neuen MeMo Pad Serie hat es ASUS geschafft leistungsstarke Tablets zu einem günstigen Preis am Markt zu platzieren. Vor allem in Sachen Display-Auflösung und Ausstattung können sich die 7 Zoll Tablets der ASUS MeMo Pad HD 7 und die 10 Zoll Modelle der ASUS MeMo Pad FHD 10 Reihe sehen lassen. Wir haben uns mit der weißen Farbvariante nun einige Tage ausgiebig beschäftigt. Optional stünde auch eine LTE-Variante zur Verfügung. In Zeiten des Tethering via Smartphone haben wir die günstigere WLAN-Only Fassung allerdings bevorzugt. Zur IFA 2013 im September wird von ASUS eine große Erweiterung des Tablet-Portfolios erwartet. Denn die aktuell verfügbaren, hochpreisigen Serien ASUS Vivo Tab, Transformer Pad und Fonepad sind schon mehrere Monate alt und könnten überholt werden. Vor allem in Hinsicht auf die neue Intel Bay-Trail Generation, die am 11. September 2013 für Tablets und Smartphones vorgestellt werden soll.

ASUS MeMo Pad FHD 10 (weiß) (Bild 1 von 8)Bildquelle: ASUS
Fotogalerie (8)
MeMo Pad: Die neue Tablet-Serie im 7-Zoll und 10-Zoll Format besticht mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Gehäuse: Solider Kunststoff

Bei einem Preis von unter 400 Euro können wir kein Aluminium- oder Magnesium-Gehäuse erwarten. Das ASUS MeMo Pad FHD 10 kommt stattdessen mit einer leicht strukturierten Kunststoff-Rückseite. Haptisch wirkt diese eher samt und erst nach längerer Nutzung sorgt die Oberflächenstruktur für mehr Halt und somit für ein besseres Handling. Die Front ähnelt der vieler Tablets. Sie ist komplett verglast und das 10,1 Zoll Display ist von einem daumenbreiten, schwarzen Rahmen umgeben. In Hinsicht auf die Verarbeitung schlägt sich unser Testmodell gut, allerdings nicht ohne Mängel. Wer das Tablet etwas gröber anfasst, wird leichte Knarz- und Knackgeräusche in Kauf nehmen müssen. In der Praxis tritt dieses Problem allerdings äußerst selten auf. Durch seine abgerundeten Ecken wird das ASUS MeMo Pad FHD 10 sogar zum Handschmeichler und mit 580 Gramm ist das Gewicht auch nicht zu hoch. Dennoch muss erwähnt werden, dass bei längerer Nutzung auch ein halbes Kilog die Handgelenke belastet und es zu Ermüdungserscheinungen kommt. Für Anwender die lange Lesesitzungen abhalten, wäre das 7 Zoll Pendant ASUS MeMo Pad HD 7 eventuell die bessere Wahl.

Ausstattung: Vielfalt mit Micro-HDMI und Speichererweiterung

Im Inneren des ASUS MeMo Pad FHD 10 arbeitet ein aktueller Intel Atom Z2560 Prozessor mit einer Taktrate von 1,6 GHz auf zwei Rechenkernen (Dual-Core). Mit Hilfe der Hyper Threading Technik von Intel werden zwei weitere Kerne simuliert, womit Aufgaben auf insgesamt 4 Threads verteilt werden können. Von einem vollwertigen Quad-Core Prozessor kann man in diesem Fall dennoch nicht sprechen. Dem Atom-Chip stehen insgesamt 2 GB Arbeitsspeicher und die PowerVR SGX544MP2 Grafikeinheit zur Seite. Der interne Flash-Speicher ist in unserem Fall mit 32 GB bemessen. Mit einer MicroSD-Karte kann dieser nachträglich aufgerüstet werden.

ASUS MeMo Pad FHD 10 (weiß) (Bild 7 von 8)ASUS MeMo Pad FHD 10 (weiß) (Bild 8 von 8)Bildquelle: ASUS
Anschlüsse: Das MeMo Pad FHD 10 kommt mit MicroSD-Slot, Micro-HDMI und optional mit LTE-Modul.

Per Micro-USB-Schnittstelle kommuniziert das 10 Zoll Android-Tablet mit dem Computer oder mit Zubehör wie externen Festplatten. Zusätzlich sorgt ein Micro-HDMI-Port für die Verbindungsmöglichkeit mit dem Fernseher, Beamer oder Monitor. Optional könnten wir den Bildschirminhalt auch via Miracast kabellos an einen externen Monitor weiterleiten, allerdings ist die anliegende Latenz noch immer grauenhaft. Mit der HDMI-Kabelverbindung ist man deutlich schneller und unkomplizierter unterwegs. Dennoch schön zu sehen, dass das ASUS MeMo Pad FHD 10 beide Optionen offen hält. Gefunkt wird weiterhin klassisch über WLAN-N und Bluetooth 3.0. Zubehör wie externe Mäuse oder Tastaturen konnten wir über diese Schnittstellen problemlos mit dem Tablet verbinden. Natürlich verfügt unser Testmodell auch über die bekannten Licht-, Lage- und Beschleunigungssensoren. Allerdings könnte der Wechsel vom Hochkant- ins Querformat für unseren Geschmack schneller vonstattengehen.

Neben dem USB-Kabel und einem entsprechenden Steckdosen-Adapter zum Aufladen, finden wir einen Standfuß im Lieferumfang des MeMo Pad FHD 10. Von der Stabilität sind wir nicht überzeugt, allerdings legt sonst kein Kaum ein Hersteller entsprechendes Zubehör bei. Wer das Tablet nur zur Wiedergabe von Filmen in das eher wackelige Kunststoff-Gestell dockt, der sieht den Zweck des Mitbringsels als erfüllt an.

Technische Daten

Display:10.1" TouchAuflösung:1920 x 1200
Prozessor:Intel Atom Z2560 / 1.6 GHzGrafikkarte:PowerVR SGX544MP2
Festplatte32 GBRAM:2 GB
Plattform:Android 4.2
Akkulaufzeit:10 Std.Gewicht:0.58 kg
B x H x T:26.46 cm x 18.24 cm x 0.95 cmFarbe:weiß

Leistung: Fehlende Optimierung

Die verbauten Intel Komponenten sorgen bei normaler App-Nutzung im so genannten Office- und Multimedia-Bereich für eine gute Performance. Alle Programme öffnen nach unseren Vorstellungen schnell und ohne lange Ladezeiten. Auch der Browser ruft Webseiten mit vielen Flash-Inhalten problemlos auf und spielt diese ab. Der Intel Atom Z2560 Prozessor basiert auf der x86-Architektur. Im Android- und Tablet-Universum kommen hingegen mehr Chips auf ARM-Basis zum Einsatz. Somit kann es – vor allem in Spielen wie Real Racing 3 – oftmals vorkommen, dass der Intel Prozessor durch fehlende Optimierung seitens der Apps nicht mit den Programmen harmoniert und somit Ruckler hervorruft. Hinzu kommt die hohe Display-Auflösung, welche den Grafikchip an seine Grenzen bringt. Über die letzten Monate und Jahre wurden allerdings immer mehr Apps der Intel-Struktur angepasst und können auf dem ASUS MeMo Pad FHD 10 flüssig wiedergegeben werden. Dabei eignet sich das 10 Zoll Tablet allerdings besser als Surf- und Mail-Maschine als zum Spielen. Ausführliche, synthetische Benchmarks finden Sie am Ende dieses Testberichts.

Display: Satter Kontrast, super Blickwinkel, hohe FullHD-Auflösung

Mit 1.920 x 1.200 Pixel haben wir eine sehr gute Auflösung für die 10 Zoll Diagonale des ASUS MeMo Pad FHD 10. Zwar ist die Pixeldichte mit 240 ppi nicht so hoch wie zum Beispiel beim Apple iPad 4 mit Retina-Display, dennoch können mit dem bloßen Auge einzelne Bildpunkt nur schwer ausgemacht werden. Das bedeutet Schriften werden scharf dargestellt und Filme können im nativen 1.080p Format ohne Qualitätsverlust abgespielt werden. Zudem erkennt der kapazitive Touchscreen die Eingabe mit bis zu 10-Finger, was vor allem bei Multiplayer-Spielen wichtig ist. Dank IPS-Technologie ist die Blickwinkelstabilität hervorragend. Selbst große Abweichungen bis zu 80 Grad sind möglich, ohne das Helligkeitsverluste oder Farbinvertierungen wirken. Allerdings reicht die Ausleuchtung des Displays nicht aus, um alle Spiegelungen im Freien zu verhindern. Mit rund 270 Candela pro Quadratmeter im Schnitt liegt der Helligkeitswert nur im Mittelfeld. Der Kontrast schneidet mit einem Wert von 1.470:1 hingegen sehr gut ab. Man trifft also auf brillante Farben und einen niedrigen Schwarzwert. Ein wichtiges Merkmal für Film-Enthusiasten.

ASUS MeMo Pad FHD 10 (weiß) (Bild 2 von 8)Bildquelle: ASUS
FullHD: Für hochauflösende Bildschirme zahlt man sonst über 500 Euro.

Emissionen: Kühl lange haltbar

ASUS kann das Versprechen von einer zehnstündigen Akkulaufzeit halten. Im Leerlauf (Idle) erreichen wir sogar über 16 Stunden. Bei maximaler Auslastung, aktiven Funkverbindungen und voller Display-Helligkeit werden immer noch 4,5 Stunden erreicht. Otto Normalverbraucher kommt somit locker über den Arbeitstag und den Feierabend, ohne das ASUS MeMo Pad FHD 10 zwischendurch laden zu müssen. Spielefans können immerhin einen Mittelstrecken-Flug komplett mit Gaming überbrücken. Bei normaler Nutzung liegen die Temperaturen im Schnitt bei 30 Grad Celsius. Nur bei höherer Auslastung, zum Beispiel beim Spielen oder Benchmarking, entwickeln sich punktuelle Maximalwerte von 34 Grad Celsius. Damit wird die Handwärme nicht überschritten und die Werte liegen in einem guten Rahmen. Eine aktive Lüftung braucht das ASUS MeMo Pad FHD 10 übrigens nicht, weshalb ein dauerhaft geräuschloser Betrieb möglich ist.

In der Praxis: Optimal zum Surfen und Lesen

Auch wenn die Pixeldichte nicht der eines Apple iPad 4 entspricht, hatten wir beim Surfen und Lesen viel Spaß mit dem ASUS MeMo Pad FHD 10. Der Browser ist schnell und die Schriften gestochen scharf. Gefallen fanden wir auch an der hauseigenen, virtuellen ASUS-Tastatur. Vor allem die extra Zahlenreihe über den Buchstaben hat uns im Vergleich zu Apple iOS viel Zeit erspart. An die vorinstallierten ASUS Apps wollten wir uns nicht gewöhnen, da diese mehr Spielerei als alles andere bieten. Nach einer gewissen Nutzungszeit unter Android findet man bessere Programme im Google Play Store. Auch die 5 Megapixel Kamera haben wir lediglich für Schnappschüsse eingesetzt, was sicherlich das Hauptaufgabengebiet darstellen wird. Für detailreiche Fotos greifen wir lieber zur höherauflösenden Smartphone-Kamera oder einer separaten Kompaktkamera. Schön zu sehen ist, dass immer mehr Hersteller auf einen Micro-HDMI-Anschluss setzen, wobei wir den internen Bildschirm vorziehen. Das Gewicht unseres Testgeräts ist im 10 Zoll Segment vergleichsweise gering, dennoch greifen wir für das Lesen von eBooks lieber zu kleineren Tablets. Enttäuscht waren wir erneut von der Spieleleistung des Intel Atom Prozessors. Das liegt aber zum Großteil an der Optimierung seitens der Entwickler. Grafisch hochwertige Games kann man auf dem MeMo Pad nur bedingt flüssig spielen.

ASUS MeMo Pad FHD 10 (weiß) (Bild 3 von 8)ASUS MeMo Pad FHD 10 (weiß) (Bild 5 von 8)Bildquelle: ASUS
Alltag: Die Praxis zeigt, dass sich das MeMo Pad FHD 10 zum Lesen, Surfen und Mailen am besten eignet.

Fazit

Für unter 400 Euro überzeugt uns das ASUS MeMo Pad FHD 10 vor allem mit seinem FullHD-Display samt IPS-Technik. Hier stimmen Blickwinkelstabilität, Farbvielfalt und Kontrast. An der Helligkeit wurde allerdings gespart, was den Outdoor-Betrieb leicht einschränkt. Die Leistung des verwendeten Intel Atom Prozessors ist ausreichend zum Surfen, Mailen und Lesen. Grafisch anspruchsvolle Spiele werden aufgrund fehlender x86-Optimierung unter Android allerdings mehr schlecht als recht wiedergeben. Casual-Games wie Angry Birds und Co. machen hingegen keine Probleme. In der Praxis und vor allem in Anbetracht des Preises können wir dieses Manko verschmerzen. Unterm Strich ist das ASUS MeMo Pad FHD 10 eine gute Surf-Maschine für die Couch, die eine lange Akkulaufzeit und eine gute Ausstattung mit sich bringt. Gaming-Freunde sollten sich hingegen das Acer Iconia Tab A700 mit Nvidia Tegra 3 Plattform genauer ansehen.

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display2,5 (Gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  7. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  8. Verarbeitung2,0 (Gut)
  9. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung (Spiele)3,5 (Befriedigend)
  11. Leistung (Anwendungen)2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V82384 Pkt.Max. 10241 Pkt.
Sunspider1084.6 msMin. 285.6 ms
Linpack (Android)229458 MFLOPSMax. 1014670 MFLOPS
Geekbench 21188 Pkt.Max. 6210 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile3621 Pkt.Max. 8229 Pkt.
3DMark Ice Storm5868 Pkt.Max. 37622 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme3410 Pkt.Max. 22461 Pkt.
NenaMark 258.9 fpsMax. 60.8 fps
Basemark ES 2.019.64 fpsMax. 59.98 fps
Antutu17964 Pkt.Max. 67413 Pkt.
Vellamo HTML51800 Pkt.Max. 5893 Pkt.
Vellamo Metal617 Pkt.Max. 2704 Pkt.
Quadrant6077 Pkt.Max. 23945 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast4 Std. 27 Min.Max. 12 Std. 30 Min.
Maximal16 Std. 45 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis10 Std. 36 Min.Max. 19 Std. 40 Min.
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