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Bilder zum Test: ASUS Eee Pad Transformer Prime Tablet TF201-1I067A - Neuer iPad-Killer mit Nvidia Tegra 3 Plattform

In einem ersten Schwung liefert ASUS das Nvidia Tegra 3 Tablet ohne das dazugehörige Tastatur-Dock aus, was das Eee Pad Transformer Prime in ein kompaktes 10,1-Zoll Netbook verwandelt und die Laufzeit durch den zusätzlichen Akku erhöht hätte. Dafür profitiert unser Testgerät von einer 64 GB großen SSD-Speicherlösung, die genügend Platz für Musik, Filme und Applikationen (Apps) bietet. Mit einem Preis von 599 Euro ist der Tablet PC rund 80 Euro günstiger als das aktuell von Apple angebotene iPad 2 in der WLAN-Only Variante.

Wie bei den meisten iPad-Pendants unterscheidet sich auch die Front des Transformer Prime Tablets kaum von der Konkurrenz. Ein schwarzer, breiter Display-Rahmen umgibt den von Gorilla Glas geschützt 10,1-Zoll Touch-Bildschirm. Die Rückseite besteht aus einer konzentrisch gebürsteten Aluminium-Oberfläche. Die farbliche Aufmachung in „Champagner-Gold“ ist ohne Tastatur-Dock nur dezent zu erkennen. Eine extrem gute Verwindungssteifigkeit und die glatte Metallrückseite lässt das Tablet subjektiv stabiler erscheinen als den Hauptkonkurrenten von Apple. Bei starkem, beidseitigem Druck kann es jedoch bei gröberem Umgang zu einer minderwertigen Geräuschentwicklung kommen. Praxisnah ist dieses Szenario aber nicht. Im Vergleich gehört das ASUS Eee Pad Transformer Prime zu den stabilsten Tablets im 10,1-Zoll Format.

Spartanisch wie das mitgelieferte Zubehör zeigt sich auch das Anschlussportfolio. Neben dem proprietären Docking-Anschluss verteilen sich an den Seitenrändern des Tablets ein 3,5 Millimeter Klinke Port für den Anschluss von Kopfhörern, die Speichererweiterungs-Möglichkeit per microSD-Karte und eine Micro-HDMI Buchse zur digitalen Verbindung mit externen Bildschirmen. Adapter werden keine mitgeliefert. Wer auf einen vollwertigen USB-Anschluss nicht verzichten möchte, sollte abwarten und sich das Transformer Prime direkt mit Tastatur-Dock zulegen. Die Kommunikation mit dem Internet oder externen Geräten erfolgt via WLAN 802.11n und Bluetooth 2.1. Für den Multimedia-Einsatz bindet sich an der Front eine 1,2-Megapixel-Webcam, während die Rückseite mit einer 8-Megapixel-Kamera ausgestattet ist. Letztere verfügt über eine Auto Fokus Funktionalität und einen LED Blitz. Videos können unter anderem im 1080p Format aufgenommen werden. Die Qualität der Kameras ist für den Tablet-Bereich überdurchschnittlich, kann aber nicht mit einer Kompaktkamera oder gar einem Camcorder konkurrieren. Schnappschüsse und Kurzvideos sind wohl das Hauptaugenmerk.

Ab Werk wird das ASUS Eee Pad Transformer mit dem Google Betriebssystem Android 3.2 Honeycomb ausgeliefert. Für den 12. Januar 2012 wurde bereits ein Update auf das neue Android 4.0 Ice Cream Sandwich angekündigt. Ohne einen Einkauf im Android Market zu tätigen sind essentielle Applikationen, wie zum Beispiel das Polaris Office-Paket undASUS eigene Cloud- und Netzwerkdienste, bereits vorinstalliert. Somit können grundlegende Aufgaben auch ohne Bindung an einen Google Account oder bestehende Internetverbindung erledigt werden. Komplett personalisiert, können Sie von Anwendungen wie dem @Vibe Music Store, dem Netzwerkverwaltungs-Tool MyNet oder dem Online-Storage Feature MyCloud profitieren.

Technische Daten

Display:10.1"Auflösung:1280 x 800 ( WXGA )
Prozessor:NVIDIA Tegra 3 / 1.4 GHzGrafikkarte:Grafik onboard
Festplatte64 GB eMMcRAM:1 GB
Plattform:Android 3.2
Akkulaufzeit:12 Std.Gewicht:0.586 kg
B x H x T:26.3 cm x 18.08 cm x 0.83 cmFarbe:Champagne Gold

Auf dem Prüfstand

Als erstes 10,1-Zoll Tablet in Deutschland verwendet das Transformer Prime die Nvidia Tegra 3 Plattform. Diese besteht aus einem ARM Cortex A9 Prozessor in Kombination mit einer Geforce Grafikeinheit. Die CPU beherbergt vier Kerne und einen sogenannten Companion Core. Wird nur die Leistung von einem Kern in Anspruch genommen, arbeitet die Tegra 3 Plattform mit einem Maximaltakt von 1,4 GHz. Benötigt eine Applikation mehr als zwei Kerne sinkt dieser Wert auf 1,3 GHz. Ist eine Anwendung mit der Leistung der Hauptkerne geladen wurden, sorgt der mit 500 MHz getaktete Companion Core für die notwendige Instandhaltung. Diese Funktionsweise entlastet den Vierkern-Prozessor enorm und maximiert die Akkulaufzeit durch den stromsparenden, fünften Kern.

Neben einem Gigabyte Arbeitsspeicher besitzt unser Testgerät einen 64 GB großen, internen Flash-Speicher. Zudem wird in Deutschland ein 32 GB Modell in Kombination mit dem Tastatur-Dock zum gleichen Preis von 599 Euro verkauft. Die SSD-Lösung beschleunigt das System deutlich. In Verbindung mit der starken Anwendungsleistung werden Boot- und Ladevorgänge noch einmal verbessert. Bereits beim Öffnen von verschiedenen Spielen erkennen wir die deutliche Performance-Steigerung gegenüber der Nvidia Tegra 2 Plattform. Außerdem geht der Wechsel zwischen verschiedenen Tastatur-Layouts und der Swype-Eingabe einfacher von der Hand. Auftretende Ruckler von älteren Tablets gehören der Vergangenheit an und selbst das Schreiben im Querformat (Touchscreen) macht Spaß. Mit dem dazugehörigen Tastatur-Dock ist der Komfort dann mit aktuellen Netbooks vergleichbar und auch für längere Schreibeinsätze ausgelegt.

Da die Schwankungen in synthetischen Benchmarks zu hoch sind, widmen wir uns praktischen Anwendungen. In der Panorama Foto-App „Photaf HD“ erstellen wir eine 360 Grad Aufnahme und lassen diese zusammen rendern. Die Nvidia Tegra 2 Plattform benötigt dafür 17,4 Sekunden. Das ASUS Eee Pad Transformer Prime mit Tegra 3 erledigt die gleiche Aufgabe in 8,2 Sekunden. Auch die Tech-Demo des kommenden Spiels „Bladeslinger“ kann sich von niedrigen FPS-Zahlen verabschieden. Besonders bei Nvidia Tegra 3 optimierten Anwendungen wie „ShadowGun“ oder „Glowball“ zeigt sich die Mehrleistung in Form von Licht- und Schatteneffekten. Zudem ist eine Schnelligkeitssteigerung beim Rendern von Flash-Seiten und Schriften beim Hereinzoomen im vorinstallierten Browser zu erkennen. Selbst unser Testvideo von Big Buck Bunny im 1080p / H.264 Format wird problemlos abgespielt. Nvidia empfiehlt für die Wiedergabe den DicePlayer mit Tegra-Plug-In. Dieser kann deutlich mehr Formate abspielen als der vorinstallierte Media Player. Optimierte Anwendungen für Tablets mit Nvidia Tegra Chipsatz finden Sie in der ebenfalls vorinstallierten TegraZone. Hier werden vor allem Spiele verbreitet. Während sich Neuankömmlinge im Tablet-Bereich schnell an die starke Performance der Nvidia Tegra 3 Plattform gewöhnen, werden Umsteiger wie wir noch lange mit einem Staunen auf die Einführung zurückschauen.

Genauso beeindruckt wie von der Leistung sind wir vom 10,1-Zoll Bildschirm des Transformer Prime, welcher nativ mit 1.280 x 800 Bildpunkten seine Arbeit verrichtet. Durch die IPS-Technik bietet das Display nicht nur ein weite Blinkwinkelstabilität sondern auch entsprechend gute Kontraste. Ohne zusätzliche Einstellungen liegt die durchschnittliche Luminanz bei 347 Candela pro Quadratmeter und einem Kontrast von 1058:1. Schalten wir die Super IPS+ (Outdoor Modus) Funktion hinzu, steigt die Helligkeit auf knapp 551 cd/m² bei einem Kontrast von 1175:1 an. Solch gute Werte kann nicht einmal Apple liefern. Zwar sind Umgebungsspiegelungen bei direkter Sonneneinstrahlung immer noch erkennbar, doch hat ASUS mit einer starken Display-Qualität den sonst sehr schnell eintretenden Einschränkungen gut entgegen gewirkt. Neben den Super AMOLED Displays gehört das Super IPS+ Panel des ASUS Eee Pad Transformer Prime zu den besten Bildschirmen in Tablets, die wir bisher zu Gesicht bekommen haben.

ASUS selbst spricht von einer maximalen Akkulaufzeit von 12 Stunden. Mit Hilfe des Tastatur-Docks soll sich die Laufzeit auf 18 Stunden ausbauen lassen. In unserem ersten Test messen wir das Durchhaltevermögen bei der Videowiedergabe. Im Hintergrund steht eine aktive WLAN Verbindung und die Helligkeit des Bildschirms ist im Super IPS+ Modus auf höchster Stufe. Als Test dient ein Loop einer achtminütigen Sequenz aus Big Buck Bunny (1080p / H.264 / .mov). Abgespielt wird der Filmausschnitt im DicePlayer mit installiertem Tegra-Plug-In. Bei diesem Anwendungsszenario konnte die 25 Wh Lithium-Polymer Batterie einen Laufzeit von 6 Stunden und 40 Minuten erreichen. Weitere Messungen werden in den nächsten Tagen nachgeschoben. Wer das Gerät bereits sein Eigen nennen kann, dem empfehlen wir den Wechsel der Energieeinstellungen je nach Anwendung. Hierbei stehen der „Normal Mode“ (Standard), der „Balanced Mode“ (Ausbalanciert) und der „Power Saving Mode“ (Stromsparen) zur Verfügung. Auch das Drosseln der Display-Helligkeit wirkt sich positiv auf die Laufzeit aus.

Durch einen lüfterlosen Betrieb stellt das ASUS Eee Pad Transformer Prime – im Gegensatz zu vielen, lauten Notebooks – einen optimalen Begleiter für die Universität oder Bibliothek dar. Eine wirkliche Hitzeentwicklung ist nur beim Aufladen des Akkus feststellbar. Dies ist lediglich über den mitgelieferten Steckdosen-Adapter möglich. Das einfache Aufladen per PC-USB-Verbindung funktioniert nicht. In der Praxis (Video-Playback / Internet-Surfen) zeigt unser Infrarotthermometer nur wenige Maximalwerte über 30 Grad Celsius. Im Durchschnitt erwärmt sich die Rückseite des 10,1-Zollers auf 27°C.

Zusammenfassung

Das Apple iPad muss den Tablet-Thron für das ASUS Eee Pad Transformer Prime räumen. Dafür sorgt neben der starken Leistung der Nvidia Tegra 3 Plattform auch das perfekt ausgeleuchtete Super IPS+ Display und die lange Akkulaufzeit. In Kombination mit dem dazugehörigen Tastatur-Dock steigern sich nicht nur das mobile Durchhaltevermögen sondern auch der Schreibkomfort und das Anschluss-Portfolio. Hinzu kommen eine sehr gute Verarbeitung und der Einsatz von hochwertigen Materialien, optisch gut angerichtet. ASUS hat alles dafür getan, um dem am 12. Januar erscheinenden Android 4.0 „Ice Cream Sandwich“ Update eine perfekte Hardware-Grundlage zu schaffen. Wer sich dem Apple iOS abwenden kann und an Android 4.0 Gefallen findet, der sollte zum Asus Eee Pad Transformer Prime greifen. Wie die Konkurrenten auf diesen Vorstoß reagieren, werden wir in den nächsten Monaten erfahren.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display1,0 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur1,0 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche1,0 (Sehr gut)
  7. Anschlüsse3,0 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung1,0 (Sehr gut)
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Maximal12 Std. 0 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis6 Std. 40 Min.Max. 19 Std. 40 Min.
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