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Bilder zum Test: Amazon Kindle Fire HD 16 GB mit Werbung - Das Shopping Tablet

Kaufen, kaufen, kaufen! Die Botschaft geht aus Amazons Kindle Fire HD Tablet ganz klar hervor – das Gerät animiert mit der engen Anbindung an den Online Shop von Amazon an jeder Ecke zum Erwerb von Inhalten. Aus diesem Grund liefert der Internet-Versandhandel die Hardware zum Schleuderpreis von 200 Euro. Das Tablet kommt relativ schlicht daher mit einer matten Kunststoffrückseite und Softtouch-Beschichtung. Die Front wird von kratzfestem Gorilla Glas dominiert. Die rückseitigen Lautsprecher sind so angeordnet, dass die Handflächen den Schall im Landscape-Modus reflektieren. Der Displayrahmen um den 7-Zoll Bildschirm ist mit einheitlichen 2,2 Zentimeter an allen Seiten sehr breit geraten. Unter optischen Gesichtspunkten wirkt das ein wenig klobig, ermöglicht aber das Halten mit einer Hand ohne den Bildschirm zu berühren. Mit 395 Gramm ist das Tablet vergleichsweise schwer aber immer noch einfach in der Handhabung. Im Gegensatz zum Google Nexus 7 ist das Kindle Fire HD klar auf den Betrieb im Landscape-Modus (Querformat) ausgelegt, die HD-Webkamera, die Anordnung der Lautsprecher und das Menu forcieren das Format während der Konkurrent von Google eher auf den Porträtmodus setzt. Die Verarbeitung des Kindle Fire HD ist ordentlich, nur unter hohem Kraftaufwand registrieren wir Verwindungen und ein Knarzen. Die Spaltmaße sind gleichmäßig, gering und lassen sich nicht weiten.

Die Bedienoberfläche wurde von Amazon stark angepasst, das Android Betriebssystem ist kaum mehr wiederzuerkennen. Durch sämtliche Anwendungen hinweg zieht sich eine Bedienleiste mit den Buttons für „Zurück“ und „Home“, einer Lupe für die Suche, einem Stern für Favoriten und einer Liste für Einstellungen. In manchen Apps wie der Videowiedergabe kommt eine Vollbildoption hinzu. ein kleines Feld mit zwei Streifen zum Ausfahren der Leiste überlagert viele Anwendungen, stört aber nicht wirklich. Ab und an erscheinen manche Buttons jedoch zweifach, einerseits in der Amazonleiste und dann zusätzlich in der App- das stiftet ein wenig Verwirrung. Tiefer greifende Einstellungsmöglichkeiten erhält man durch das herunterziehbare Menu der oberen Statusleiste. Dort können die Lautstärke, das WLAN Modul oder die Helligkeit justiert werden. Unter dem Button „Mehr“ erhält man Zugriff auf die Tastaturoptionen, die Kindersicherung und die installierten Benutzerkonten für Emails oder soziale Netzwerke. Die Navigation ist denkbar einfach und kinderleicht. Das Hauptmenu präsentiert 10 Tabs mit denen Amazon die Nutzung des Tablets vorwegnimmt: Einkaufen, Spiele, Apps, Bücher, Musik, Videos, Web, Fotos, Dokumente und Angebote. Unter diesen Tabs erscheinen aufgerufene Apps, Videos, Bücher und Musik in einem Karussell und sind damit sehr leicht zugänglich. Wer die 14 Euro Zusatzkosten für die werbefreie Kindle Fire HD Version nicht ausgegeben hat, bekommt die Angebote auch auf dem Sperrbildschirm dargestellt. Schon nach dem Kauf werden sämtliche bei Amazon erworbenen Ebooks und Musikstücke gelistet. Über den Google Play Store erworbene Apps müssen jedoch noch einmal gekauft werden. Zeitungen fehlen noch im Angebot, bei Ebooks und Musik ist das Portfolio auf Amazon allerdings sehr reichhaltig. Auf Filme und Serien kann über Lovefilm zugegriffen werden, der erste Monat ist gratis und jeder weitere kostet 7 Euro. Für vom Benutzer aufgespielte Filme und Videomaterial muss ein separater Player aus dem App-Store installiert werden. Wirklich toll ist die Qualität des Lovefilm-HD Materials, über einen microHDMI Ausgang bereichtert das Kindle Fire HD so den heimischen Fernseher um eine umfangreiche Videothek. Damit die Kinder in Familien die Kreditkarte durch den einfachen Zugang nicht per One Click Buy plündern, kann eine Kindersicherung mit Passwort eingerichtet werden. Für die eher seltenen Eingaben wird eine virtuelle Tastatur eingeblendet, die Tasten sind sehr großflächig und dank Wortvorschlägen reduzieren sich die tatsächlich getippten Zeichen erheblich. Eine Spracheingabe ist nicht Teil der Amazon Tastatur.

Bei der Ausstattung bringt das Kindle Fire HD die gängigen Schnittstellen mit. Über den microUSB Port kann das Gerät an den PC angeschlossen werden, im Gegensatz zum Google Nexus 7 wird es allerdings nicht von der USB-Buchse aufgeladen und braucht hierfür das mitgelieferte Ladegerät. Ein microHDMI Port ermöglicht die Ausgabe von Bild und Ton auf externe Fernseher und Monitore. Verbaut wurden ein Beschleunigungs-, ein Lage- und ein Umgebungslichtsensor. Ein GPS oder 3G Modul sind nicht Teil der Ausstattung. Die meisten Inhalte werden über WLAN b/g/n (Dualband) gestreamt, auch Bluetooth ist mit an Bord.

Technische Daten

Display:7" IPS TouchAuflösung:1280 x 800
Prozessor:ARM Cortex-A Series A9 / 1.2 GHzGrafikkarte:PowerVR SGX540
Festplatte16 GBRAM:1 GB
Plattform:Android 4.0 Ice Cream Sandwich
Akkulaufzeit:11 Std.Gewicht:0.4 kg
B x H x T:13.7 cm x 19.3 cm x 1.03 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Hardwaretechnisch spielt das Amazon Kindle Fire HD zumindest mit dem Texas Instruments OMAP 4460 Prozessor nicht ganz in der oberen Liga mit. Der Dual-Core taktet mit 1,2 GHz und auch mit 1 GB Arbeitsspeicher ruckelt der Browser hier und da. Es sollte immer darauf geachtet werden, dass nicht zu viele Apps parallel geöffnet sind, die Navigation läuft größtenteils sehr flüssig. Die PowerVR SGX540 Grafikeinheit reicht zwar nicht an Nvidias Tegra 3 SoC heran, bewältigt aber weniger fordernde Spiele wie Angry Birds ohne Probleme.

Mit dem hellen 7-Zoll Bildschirm kann das Kindle Fire HD Punkte sammeln. Die durchschnittliche Helligkeit von 343 Candela pro Quadratmeter ist höher als beim Google Nexus 7 (285 cd/m2) und ermöglicht die Lesbarkeit von Inhalten auch bei hoher Umgebungshelligkeit. Aufgrund der starken Reflexionen fühlt sich das Kindle Fire HD in den heimischen vier Wänden am wohlsten. Die Farben wirken satt und frisch, das Kontrastverhältnis ist mit 1115:1 ebenfalls sehr hoch. Dank der Auflösung von 1.280 x 800 Pixel erscheinen Texte gestochen scharf, auch die HD-Videowiedergabe profitiert von der hohen Pixeldichte von 216 ppi (Pixel pro Zoll). Ähnlich multimediatauglich sind die Stereolautsprecher, wir sind überrascht vom enorm kräftigen Klang. Dank Dolby Digital Plus Audiotechnologie machen Musikvideos auf Youtube oder MP3s wirklich Spaß. Nur bei der beeindruckenden maximalen Lautstärke registrieren wir ein Kratzen,auch so setzt sich das Kindle Fire HD bezüglich der Audioqualität auf den ersten Rang im 7-Zoll Formfaktor. Auch Apples iPad mini kann da nicht mithalten.

Auch der 16,3 Wh Akku liefert eine überzeugende Leistung ab. Die maximale Laufzeit bei deaktivierten Funkmodulen und minimaler Helligkeit liegt bei sehr guten 20 Stunden und 40 Minuten. Bei voller Helligkeit hält das Tablet rund 6,5 Stunden Videostreaming und damit drei Spielfilme durch.

Zusammenfassung

Das Amazon Kindle Fire HD sollte nicht als herkömmliches Multimedia-Tablet gekauft werden. Wer seine Musikbibliothek und Ebooks größtenteils über Amazon erworben hat, findet im Tablet den richtigen Kanal – auch Shopping steht ganz groß auf der Agenda. Mit der Lovefilm-Implementierung können aktuelle Blockbuster und Serien mobil und auf dem heimischen Fernseher wiedergegeben werden.Das Kindle Fire HD ist einfach sehr stark auf das Amazon Angebot und Multimedia-Inhalte zugeschnitten, die Hardware selber ist solide und ausreichend. Für Websurfing, Youtube und Spiele ist das Google Nexus 7 der ansprechendere Kandidat da es weitaus offener ist und stets mit der aktuellen Software versorgt wird. Das betrifft auch die Vielfalt im Google Play Store an welche Amazon nicht heranreichen kann.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher1,0 (Sehr gut)
  6. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  7. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  8. Verarbeitung2,0 (Gut)
  9. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung (Spiele)2,5 (Gut)
  11. Leistung (Anwendungen)2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V81330 Pkt.Max. 10241 Pkt.
Sunspider1773.6 msMin. 285.6 ms
Browsermark116468 Pkt.Max. 166125 Pkt.
Antutu6270 Pkt.Max. 67413 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast6 Std. 35 Min.Max. 12 Std. 30 Min.
Maximal20 Std. 40 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis14 Std. 15 Min.Max. 19 Std. 40 Min.
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