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Test Sony Xperia Z Ultra (weiß) - Riesig, schlank und leistungsstark

Eine weitere Symbiose aus Smartphone und Tablet – kurz Phablet – hat uns in Form des Sony Xperia Z Ultra einen Besuch abgestattet. Wir treffen erstmals auf den Qualcomm Snapdragon 800 Prozessor, ein FullHD Triluminos-Display und auf ein wasserdichtes, schlankes Gehäuse. Doch kann sich das 6,4 Zoll Gerät tatsächlich im Alltag behaupten? Wir finden es heraus.

Einleitung: Das erste Sony-Phablet

Sony Xperia Z Ultra (weiß) (Bild 1 von 16)Bildquelle: notebookinfo.de
Fotogalerie (16)
Voll im Trend: Das Sony Xperia Z Ultra Phablet mit 6,4 Zoll ersetzt das kleine Smartphone und große Tablet.

Lange hat Sony den Markt beobachtet und den Erfolg der Samsung Galaxy Note Serie abgewartet. Nun starten die Japaner mit einem eigenen Phablet im 6,4 Zoll Format durch. Bei den technischen Daten lässt sich der Hersteller nicht lumpen und stattet das Sony Xperia Z Ultra mit der aktuell leistungsstärksten Hardware am Markt aus. Im Vordergrund steht ganz klar die Usability. Man wollte ein großes Smartphone schaffen, dass beim Surfen, Mailen und Texten die Vorteile eines Tablets bietet. Durch die ausgeprägte Display-Technik macht man es aber auch für die Wiedergabe von Filmen und Fotos äußerst interessant. Nach dem Xperia Z mit 5,0 Zoll Display hat man also erneut ein performantes und stylisches Eisen im Feuer.

Gehäuse: Nicht ohne Mängel

In Sachen Designsprache hat sich Sony an den bekannten Modellen Xperia Z und Xperia Tablet Z orientiert, stammen diese doch aus derselben Produktfamilie. Man trifft auf eine verglaste Front in klassischer Smartphone-Manier. Beim Display-Rahmen setzt der Hersteller im Hochkant-Format auf dünne, schwarze Einfassungen an der linken und rechten Seite, während oben und unten ein etwa daumenbreiter Rahmen zu sehen ist. In letzterem hätte man gut physische Menü-Buttons für Android unterbringen können, man entschied sich jedoch für eine virtuelle Lösung. In unserem Fall ist die Rückseite in weißer Farbgebung verglast und ebenso schlicht gehalten wie andere Modelle der Z-Familie. An den Seitenrändern arbeitet man mit einer Kombination aus Kunststoff und Aluminium. Im Alltag kann man mit der Stabilität des Sony Xperia Z Ultra zufrieden sein. Aufgrund der Größe sollte man gröbere Verwindungen allerdings vermeiden, da einige Komponenten in diesem Fall auf die Display-Folie drücken und unerwünschte Flecken verursachen. Dafür ist allerdings ein sehr großer Kraftaufwand nötig und ein praxisnahes Szenario ist für uns nicht zu erkennen. Die geringe Bauhöhe von 6,5 Millimeter und das Gewicht von nur 212 Gramm trösten uns über dieses Manko schnell hinweg.

Sony Xperia Z Ultra (weiß) (Bild 2 von 16)Sony Xperia Z Ultra (weiß) (Bild 3 von 16)Bildquelle: notebookinfo.de
Alte bekannte: Das Design des Sony Xperia Z Ultra orientiert sich an der Z-Familie des Herstellers.

Ausstattung: Alles was mach braucht

Alle Anschlüsse des Sony Xperia Z Ultra – abgesehen vom 3,5 Millimeter Audio-Port und dem proprietären Docking-Slot – werden hinter Abdeckungen versteckt. Dazu zählen der Einschub für die Micro-SIM und Micro-SD Karte sowie die Micro-USB-Schnittstelle. Nur so ist das 6,4 Zoll Phablet nach IP55- und IP58-Zertifizierung optimal gegen das Eindringen von Staub und Wasser geschützt. Sony selbst spricht davon, dass das Xperia Z Ultra bei einer Tiefe von 1,5 Meter knapp 30 Minuten in Süßwasser aushalten kann. Wird das Gerät also dreckig, kann es unter laufenden Wasser abgespült werden.

Über den Micro-USB-Port des Xperia Z Ultra können sowohl Festplatten, als auch MHL-Adapter zur Bilderübertragung via HDMI an Fernseher, angeschlossen werden. Außerdem unterstützt das Smartphone Micro-SDXC Speicherkarten mit einer Größe von bis zu 64 GB, falls der interne Speicher von 16 GB nicht ausreichen sollte. Gefunkt wird über die neustens Technologien. Mit dabei sind LTE, UMTS, NFC, aGPS, WLAN-N und Bluetooth 4.0. Als Betriebssystem wird ab Werk Google Android 4.2.2 Jelly Bean vorinstalliert. Wie uns die weitere Sony Software im Alltag helfen konnte, finden Sie im kommenden Abschnitt „In der Praxis“.

Sony Xperia Z Ultra (weiß) (Bild 7 von 16)Sony Xperia Z Ultra (weiß) (Bild 5 von 16)Bildquelle: notebookinfo.de
Tieftaucher: Die Hauptanschlüsse verbergen sich zum Wasserschutz hinter Abdeckungen.

Technische Daten

Display:6.4"Auflösung:1920 x 1080
Prozessor:Qualcomm Snapdragon MSM8974 / 2.2 GHzGrafikkarte:Qualcomm Adreno 330
Festplatte16 GBRAM:2 GB
Plattform:Android 4.2
Akkulaufzeit:14 Std.Gewicht:212 g
B x H x T:9.2 cm x 17.9 cm x 0.65 cmFarbe:weiß

Leistung: Qualcomm at it’s best

Das Herzstück des Sony Xperia Z Ultra ist der Qualcomm Snapdragon 800 (MSM8974) Prozessor. Er arbeitet mit vier Rechenkernen (Quad-Core) und einer Taktrate von 2,2 GHz. Ihm zur Seite stehen 2 GB Arbeitsspeicher und die im Prozessor integrierte Qualcomm Adreno 330 Grafikeinheit. Mehr Leistung in einem Smartphone geht kaum. Nur die Nvidia Tegra 4 Plattform arbeitet schneller, ist allerdings noch nicht weit verbreitet. In synthetischen Benchmarks wie 3DMark Ice Storm, GFXBench, Quadrant und AnTuTu erreicht unser Testmodell Bestwerte. Pauschal kann gesagt werden, dass alle Apps und Spiele für Google Android schnell gestartet und flüssig wiedergegeben werden können. Obwohl sich der Markt schnell entwickelt, hat man mit dem Sony Xperia Z Ultra ein leistungsfähiges Gerät, welches auch in 2 Jahren noch seinen multimedialen Dienst erweist.

Sony Xperia Z Ultra (weiß) (Bild 12 von 16)Sony Xperia Z Ultra (weiß) (Bild 13 von 16)Sony Xperia Z Ultra (weiß) (Bild 15 von 16)Bildquelle: notebookinfo.de
Glanzleistung: Der Qualcomm Snapdragon 800 Prozessor erzielt gute Benchmark-Werte.

Display: Perfekt für Filme, Fotos und eBooks

Auf 6,4 Zoll bietet das Sony Xperia Z Ultra eine native Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel (FullHD). Somit sind Schriften gestochen scharf und einzelne Pixel mit dem Auge kaum noch erkennbar. Perfekt zum Surfen und eBook-Lesen. Die Triluminos- und X-Reality-Technik ist vor allem bei Filmen und Fotos vom Vorteil, da vergleichsweise natürliche Farben und ein guter Kontrast geboten werden. Von den versprochenen 500 Candela pro Quadratmeter sehen wir allerdings nur wenig. Im Schnitt ist das Xperia Z Ultra mit 370 cd/m² ausgeleuchtet. Das reicht gerade so, um auch in der Sonne noch etwas vom Bildschirminhalt zu erkennen. Über 400 cd/m² hätten dem Phablet deutlich besser gestanden. Der Kontrast von 864:1 wirkt auf dem Blatt schlechter als auf dem Smartphone an sich. Vor allem weil die X-Reality-Engine erst bei der Wiedergabe von Filmen und Fotos zugeschaltet wird. Im Test waren wir stets begeistert von Farbe und Kontrast.

Neben der guten Blickwinkelstabilität finden wir ebenfalls großen Gefallen an den Eingabemethoden. Das Sony Xperia Z Ultra ist auch darauf ausgelegt mit übergestreiften Handschuhe im Winter und mit einem Stift Ihrer Wahl bedient zu werden. Anstelle der eventuell unhandlichen Digitizer kann man getrost zum Lieblingskugelschreiber greifen und diesen Nutzen. Eine spezielle Schutzfolie auf dem Display verhindert Kratzer. Allerdings solltet ihr auch die Mine des Kugelschreibers ausfahren, denn in unserem Fall kam es bereits zu einem Kratzer im unteren Bereich des Displays, als wir nur mit dem Gehäuse des Alu-Kugelschreibers steuern wollten. Gewünscht hätten wir uns zudem, dass die hohe Empfindlichkeit deaktiviert werden kann, ähnlich wie bei Nokia Lumia Smartphones. Beim Xperia Z Ultra kann es somit schnell passieren, dass ein Schlüssel oder Münzen den Bildschirm in der Tasche entsperren und Unfug treiben beziehungsweise den Akku belasten. In allen Fällen empfehlen wir ein zusätzliches Case für das Phablet.

Sony Xperia Z Ultra (weiß) (Bild 8 von 16)Bildquelle: notebookinfo.de
Qual der Wahl: Anstelle eines Digitizers können Sie zu jedem Kugelschreiber oder Bleistift greifen.

Emissionen: Lange Akkulaufzeit nach Optimierung

Ein dünnes Gehäuse und leistungsstarke Komponenten gehen einher mit eine hohen Temperatur, vor allem beim Spielen. Im Fall des Sony Xperia Z Ultra liegen die Spitzenwerte unter Last bei punktuellen 40 Grad Celsius. In der Praxis rangiert sich der Durchschnitt allerdings nur bei 34-35 Grad Celsius ein, womit das Phablet in den meisten Fällen gerade einmal handwarm wird. Bei Smartphones mit Aluminium-Rückseite haben wir schon deutlich höhere Temperaturen gemessen.

In Sachen Akkulaufzeit spielt das Sony Xperia Z Ultra seine Vorteile aus. Die mit 3.050 mAh kapazitätsstarke Batterie kommt im Leerlauf auf bis zu 20 Stunden. Das ist allerdings stark abhängig von den aktivierten Funkverbindungen. Vor allem die Standortbestimmung via GPS kann die Laufzeit signifikant reduzieren. Ebenfalls sorgen Widgets mit Live-Synchronisation für einen schnelleren Ladungsverlust. Im Optimalfall erreicht unser Testgerät in der Praxis und nach einigen Anpassungen in Hinsicht auf die Display-Helligkeit eine Akkulaufzeit von 11-12 Stunden. Somit kommt man mit dem Sony Xperia Z Ultra locker über den Arbeitstag und den Feierabend.

In der Praxis: Nützliche Funktionen

Wer sich mit der Größe des Sony Xperia Z Ultra anfreunden kann, der erhält eine perfekte Surf- und Filmmaschine. Der viele Platz macht sich im Browser deutlich bemerkbar und dank Triluminos- und X-Reality-Technologie wollen wir das Gerät kaum noch aus der Hand legen. Die 8 Megapixel Kamera hingegen konnte uns nicht überzeugen. Zwar werden bei guten Lichtverhältnisse annehmbare Aufnahmen geschossen, doch sobald Gegenlicht oder Dämmerung eine Rolle spielen, sinkt die Qualität der Fotos enorm. Ähnlich wie bei anderen Smartphone-Kameras gilt: Für Schnappschüsse gut zu gebrauchen, für hochwertige Aufnahmen greift man doch lieber zu einer Kompaktkamera. An dieser Tatsache ändern auch die FullHD-Video-Funktion und der Bildstabilisator nichts. Dennoch gefällt uns das umfangreiche Einstellungsmenü der Kamera, in dem alle erdenklichen Optionen angepasst werden können.

Sony Xperia Z Ultra (weiß) (Bild 4 von 16)Sony Xperia Z Ultra (weiß) (Bild 10 von 16)Bildquelle: notebookinfo.de
Allround-Talent: Als Kombination von Smartphone und Tablet sind die Einsatzzwecke vielfältig.

Wir müssen ehrlich sein. Das Sony Xperia Z Ultra ist vor allem wegen seiner Größe sehr speziell. Zwar orientieren sich die Japaner an der Breite eines Reisepasses, wirklich handlich ist das Gerät mit 6,4 Zoll allerdings nicht mehr. Wer Smartphone und Tablet verbinden möchte, der bekommt eine sehr gute Alternative zu den Samsung Galaxy Note Geräten mit einem sehr wertigen Gehäuse und vielseitigen Einsatzzwecken. An dieser Stelle sollte auch der Multitasking-Betrieb genannt werden. Ähnlich wie bei Huawei und Samsung lassen sich verschiedene Widgets – zum Beispiel der Rechner, Timer oder Notizzettel – auf einer zusätzlichen Ebene über den Anwendungen starten. Ein Wechsel der Programme ist also nicht mehr notwendig. Sony hat sich dafür auch einen „Small Apps“ Extension-Bereich im Google Play Store gesichert. Hier findet man unter anderem Tools wie einen Währungsrechner, Taschenlampe, Lautstärkenmesser oder Kompass.

Fazit: Beachtenswertes Phablet

Der erste Phablet-Wurf ist Sony gelungen. Das Xperia Z Ultra ist mit den stärksten Komponenten der Smartphone-Welt ausgestattet. Beginnend beim FullHD-Display, über den Qualcomm Snapdragon 800 Prozessor bis hin zum LTE-Modul. Mit einem Preis von über 600 Euro ist der Hybrid allerdings kein Schnäppchen. Darüber hinweg tröstet eine lange Akkulaufzeit, ein technologisch hochwertiges Display und ein stylisches, schlichtes Design. An der Verarbeitung müssen die Japaner noch arbeiten. Die Ansätze sind allerdings sehr gut. Die Wasserfestigkeit und die nützliche Sony Multitasking-Software setzen dem Phablet das i-Tüpfelchen auf. Wer auf der Suche nach einem Phablet zum Surfen, Lesen und Filmeschauen ist, der sollte das Sony Xperia Z Ultra in die engere Auswahl nehmen.

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von Gravis.de | Händlerangabe: 27.03.15 10:50

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur3,0 (Befriedigend)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  7. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  8. Verarbeitung2,0 (Gut)
  9. Anschlüsse2,0 (Gut)
  10. Leistung (Spiele)1,0 (Sehr gut)
  11. Leistung (Anwendungen)1,0 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V83101 Pkt.Max. 12723 Pkt.
Sunspider822.4 msMin. 194.3 ms
Smartbench 20129149 Pkt.Max. 10254 Pkt.
Linpack (Android)980719 MFLOPSMax. 1143896 MFLOPS
Geekbench 23995 Pkt.Max. 4180 Pkt.
3DMark Ice Storm14137 Pkt.Max. 14137 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme11003 Pkt.Max. 11312 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile4317 Pkt.Max. 9575 Pkt.
NenaMark 260 fpsMax. 62 fps
Basemark ES 2.059.74 fpsMax. 61.76 fps
Antutu29855 Pkt.Max. 167253 Pkt.
Vellamo HTML52985 Pkt.Max. 6120 Pkt.
Vellamo Metal1126 Pkt.Max. 3712 Pkt.
Quadrant20827 Pkt.Max. 42181 Pkt.
Octane v13159 Pkt.Max. 8260 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen23 fpsMax. 92.11 fps
GFXBench 2.7 T-Rex HD Onscreen24 fpsMax. 59.24 fps
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast4 Std. 35 Min.Max. 11 Std. 5 Min.
Maximal19 Std. 50 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis11 Std. 50 Min.Max. 33 Std. 10 Min.
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