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Bilder zum Test: Sony Xperia T 16GB Schwarz - Für James Bond das Größte

Das Bond Phone ist da. So zumindest verkündet das japanische Unternehmen den Launch des Sony Xperia T. In diesem Fall steht der Begriff „Bond“ nicht für die eher passende, deutsche Übersetzung „Verbindung“ sondern für den neuen James Bond Film Skyfall, der ab 1. November in deutschen Kinos anläuft. Hier spielt das neue Smartphone nämlich eine kleine Nebenrolle in den Händen von Hauptdarsteller Daniel Craig. Entsprechend fällt auch die große Vermarktungskampagne rund um das Xperia T aus. Dabei will sich das 4,55 Zoll Gerät in der gehobenen Oberklasse ansiedeln. Bisher konnte die Designsprache der Xperia-Smartphones vor allem an der nach außen gewölbten, meist metallischen Rückseite ausgemacht werden.

Auf der IFA 2012 in Berlin allerdings wurde mit den Geräten Sony Xperia T, J und V eine neue Ära eingeläutet, die auf konkave Formen setzt. Das kennen wir bereits von den Xperia Arc Smartphones. Im Falle des Sony Xperia T wird die Rückseite aus einem haptisch weichen Kunststoff gefertigt, auf der - mit leichter Abstufung an den Seitenrändern - das Multitouch-Display aufgesetzt wurde. Die Verarbeitung kann sich sehen lassen. Einer groben Behandlung hielt das Sony Xperia T problemlos stand und Verwindungen waren nicht ersichtlich. Einzig und allein die Abdeckklappe, hinter der sich der SIM- und MicroSD-Karteneinschub versteckt, wirkt etwas gebrechlich und könnte im Laufe der Zeit dem Verschleiß zum Opfer fallen. Mit einem Gewicht von 139 Gramm und einer Bauhöhe von 9,35 Millimeter ist das Xperia T angenehm leicht und schlank, wirkt jedoch aufgrund des großen Bildschirms und dem Stufenübergang zur Unterseite hin bulliger und altbackener als zum Beispiel das Apple iPhone 5 oder das HTC One X. Dennoch gehört unser Testmodell zu den Handschmeichlern unter den groß dimensionierten Smartphones und lässt sich in den meisten Situationen mit einer Hand bedienen. Alle Eingaben erfolgen über den Multitouch-Screen, der mit maximal vier Fingern parallel bedient werden kann. Texte können dabei mit einer virtuellen Tastatur im Hoch- oder Querformat beziehungsweise per Sprach- oder Wischeingabe (Swype) eingegeben werden. Eine Bedienung per Stift ist nicht möglich.

Hinsichtlich der Anschlüsse bietet das Sony Xperia T einen 3,5 Millimeter Kombinations-Port für Headsets, Kopfhörer und Mikrofone an der Oberseite und den bereits erwähnten Einschub für MicroSD-Karten und Micro-SIMs. Unter letzterem liegen die Schnellfunktionstasten für die Lautstärke und Kamera sowie der Netzschalter zum Aktivieren des Smartphones. Linksseitig ist der obligatorische MicroUSB-Anschluss untergebracht, der dank MHL-Kompatibilität mit entsprechenden Adaptern auch eine HDMI-Verbindung zu einem externen Monitor oder Fernseher herstellen kann. Zeitgleich wird der Anschluss zur Datenübertragung mit dem PC, zum USB-Tethering und zum Aufladen des Geräts genutzt. Kabellos kann sich das Sony Xperia T via WLAN, DLNA, NFC und Bluetooth Netzwerken anschließen oder Zubehör an sich binden. Beim Mobilfunk setzt das Smartphone mit Google Android 4.0.4 Ice Cream Sandwich Betriebssystem auf GSM, GPRS, und HSPA+ UMTS. Die LTE-Konnektivität bleibt dem neuen Spitzenmodell Sony Xperia V vorbehalten, welches zum Testzeitpunkt jedoch noch nicht den deutschen Markt erreicht hat.

Technische Daten

Display:4.6"Auflösung:720 x 1280
Prozessor:Qualcomm Snapdragon S4 Plus (MSM8260A) / 1.5-1.7 GHzGrafikkarte:Qualcomm Adreno 225
Festplatte16 GBRAM:1 GB
Plattform:Android 4.0 Ice Cream Sandwich
Akkulaufzeit:7 Std.Gewicht:127 g
B x H x T:6.9 cm x 1.05 cm x 13.1 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Während sich Hersteller wie ASUS und Samsung auf die Integration von Quad-Core Prozessoren konzentrieren, will uns Sony im Xperia T mit einem Qualcomm Snapdragon Plus MSM8260A überzeugen. Dieser arbeitet mit einer Taktfrequenz von 1,5 GHz und enthält die Adreno 225 Grafikeinheit. Ab Werk wird ein interner Speicher von 16 GB geboten, von denen 10 GB zur freien Verfügung stehen. Optional kann das Gerät mit einer MicroSD-Karte um bis zu 32 GB erweitert werden. Im Durchschnitt liegt die Anwendungsleistung auf dem Niveau eines iPhone 5 mit Apple A6 Prozessor, in Sachen Grafikleistung müssen allerdings Abstriche gemacht werden. Trotzdem ist das Sony Xperia T ein Smartphone, das für Spiele bestens geeignet ist. Aktuelle Android-Games aus dem Google Play Store werden problemlos wiedergeben. Otto Normalverbraucher wird hier kaum Unterschiede zu leistungsfähigeren Geräten feststellen.

Gleiche Leichtigkeit gilt für die Steuerung im Google Android 4.0.4 ICS Betriebssystem. Typisch für Sony Smartphones wird eine eigens umgestaltete Alternativ-Oberfläche angeboten, die es unter anderem erlaubt den Home- und App-Screen im Querformat zu bedienen. Selbst dem Schwestermodell Xperia ion blieb diese Option bisher verwehrt. Wie es jedes Android-Phone gestattet, verwendet auch Sony verschiedene Widgets für soziale Netzwerke, Medien und Systemeinstellungen, die auf dem Homescreen verteilt werden können. Die Größenanpassung dieser ist jedoch nicht so einfach wie z.B. auf der HTC Sense Oberfläche. Bei der Konkurrenz hat der Nutzer etwas mehr Freiraum. Keine bahnbrechende Neuerfindung, aber ein nennenswertes Feature ist die direkte Facebook-Integration ins Betriebssystem. Mit wenigen Fingertips hat man Bilder, Videos oder Nachrichten an seine Freunde verteilt und kann in der Galerie zuzüglich zur Geo-Tag-Weltansicht alle Online-Fotos einsehen ohne eine Drittanbieter-App zu starten. Spiele, Filme und Musik können zudem – parallel zum Google Play Store – über die Sony Unlimited Plattform und den PlayStation Store (PSM) gekauft und heruntergeladen werden. So kann Sony abseits von Android-Features das hauseigene Ökosystem weiter stärken und der Nutzer nur profitieren. E-Mails, SMS, MMS oder Facebook-Einträge können natürlich auch klassisch über die entsprechenden Apps aufgerufen werden, ohne die direkte Integration von Sony zu nutzen.

Um den Einstieg in die Android-Welt zu erleichtern, installiert Sony einige Apps ab Werk vor. Dazu zählen der NeoReader für QR- und Barcode-Scans, die Wisepilot Navigation, die OfficeSuite 6 zum Öffnen und Bearbeiten von Word und Excel Dateien und die Musikerkennungssoftware TrackID. Über eine zusätzliche „Energie sparen“ Option kann zudem eine Zeitschaltung aktiviert werden, die Funkverbindungen, Displayhelligkeit und Ruhezustand zu bestimmten Uhrzeiten aktiviert oder deaktiviert. Hinzu kommt ein LiveWare Manager, der automatische App-Starts steuert, sobald Zubehör wie ein Headset oder Ladegerät angeschlossen wird. So bietet das Sony Xperia T eine gute Startumgebung, auch wenn es solche Zusatzmodule von vielen Anbietern im Google Play Store zu finden gibt.

Die integrierte 13-Megapixel-Kamera sorgt für ein gut aufgewertetes Datenblatt des Sony Xperia T, in der Praxis finden wir an den Aufnahmen jedoch nur wenig Gefallen. Selbst bei guten Lichtbedingungen in unseren Berliner Büroräumen ist bei aktiviertem Bildstabilisator immer noch ein starkes Bildrauschen erkennbar. Zudem kann in voller Auflösung nur im 4:3 Format fotografiert werden. Wer die für das Display optimierte 16:9 Option wählen will, darf maximal 10 Megapixel verwenden. Dafür bietet die Kamera-App von Sony viele Einstellungsmöglichkeit und Funktionen wie die des Schwenkpanoramas, eine Lächel-Erkennung und eine attraktive Auslösemethode über einen Kamera-Schalter am rechten Seitenrand. Videos können wahlweise im 1.080p oder 720p Format aufgenommen werden. Die für Videotelefonate optimierte 1,3-Megapixel-Kamera an der Front bietet hingegen nur eine 720p Auflösung und kämpft mit der gleichen Unschärfe und Bildrauschen.

Mit einem 4,55 Zoll Bildschirm ist das Sony Xperia T neben dem Xperia ion das größte Smartphone im Portfolio des Herstellers. Die als BRAVIA Engine zertifizierte Technik bietet einen hohen Kontrast von 3346:1 und eine Leuchtkraft von 425 Candela pro Quadratmeter im Durchschnitt. Somit ist auch der Einsatz bei direkter Sonneneinstrahlung kein Problem und das Filmegucken macht hier richtig Spaß. Schärfe, Farben und die 1.280 x 720 Pixel Auflösung sind im optimalen Einklang. Mit den Umgebungsreflektionen des glänzenden Displays – vor allem bei dunklen Bildschirminhalten – muss man leben. Immerhin verwendet auch Sony eine nicht näher bezeichnete Glasbeschichtung, die gegen Kratzer und Brüche schützt.

Die integrierten Lautsprecher sind an der Rückseite des Sony Xperia T platziert und sorgen durch die konkave Bauweise des Smartphones beim Aufliegen für mehr Resonanz. Im Direkt-Vergleich zum Apple iPhone 5 erkennt man jedoch sofort die fehlende Tiefen- und Mittebetonung und die deutlich geringere Maximallautstärke. Das Klangbild des iPhone 5 wirkt satter, während beim Xperia T hochfrequente Musikstücke schnell zu blechern klingen. Hier können auch die mitgelieferten In-Ear-Kopfhörer nicht helfen, die gegenüber den ebenfalls günstigen Apple EarPods alt aussehen. Längere Filme sollten also unbedingt mit hochwertigeren Kopfhörern angesehen werden.

Bei deaktivierten Funkverbindungen im Flugzeugmodus und bei niedrigster Bildschirmhelligkeit hält der nicht wechselbare 1.850 mAh Akku im Leerlauf etwas über 18 Stunden. Bei maximaler Belastung durch WLAN, GPS, Bluetooth und gleichzeitiger Wiedergabe eines Spiels in FullHD Auflösung verabschiedet sich das Sony Xperia T hingegen bereits nach 2:20 Stunden. Der durchschnittliche Nutzer kommt auf eine Laufzeit von knapp 10 Stunden, wodurch das Gerät je nach Einsatzlänge eigentlich jeden Abend den Weg an die Steckdose finden muss. In der Welt der High-End-Smartphones und überdimensionalen Displays ist das keine Seltenheit. Die Temperaturentwicklung des Sony Xperia T ist nur unter praxisfernen Situationen mit punktuellen Maximalwerten von 42 Grad Celsius kritisch. Bei normalem Umgang wird das Smartphone gerade einmal handwarm.

Zusammenfassung

Ob Daniel Craig auch privat zum Sony Xperia T greifen würde? Wir glauben es nicht. Sony hat es mit seinem jüngsten 4,55 Zoll Spross schwer, gegen große Marken wie Apple und Samsung antreten zu können. Das Gehäuse ist kein Eyecatcher, die vorinstallierten Apps sind durch fehlende Vermarktung kein Kaufargument. Dabei ist das Xperia T kein schlechtes Smartphone. Leistung, Display und Akkulaufzeit sind stimmig und bis auf die Kamera kann das Komplettpaket überzeugen. Letztendlich bricht der Straßenpreis von derzeit 500 Euro dem Gerät das Genick. Im Vergleich dazu sind das LG Optimus 4X HD und das HTC One X für unter 400 Euro zu haben. Lediglich das Samsung Galaxy S3 und das Apple iPhone 5 rangieren mit über 450 Euro in einem so hohen Preissegment. Abgesehen vom Verkaufspreis können wir jedoch eine Kaufempfehlung für das Sony Xperia T aussprechen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Leistung (Spiele)2,0 (Gut)
  3. Verarbeitung1,5 (Sehr gut)
  4. Leistung (Anwendungen)1,5 (Sehr gut)
  5. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  6. Display1,5 (Sehr gut)
  7. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  8. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse2,0 (Gut)
  10. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  11. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V81460 Pkt.Max. 12723 Pkt.
Sunspider1593 msMin. 194.3 ms
Browsermark109963 Pkt.Max. 189125 Pkt.
Smartbench 20123517 Pkt.Max. 10254 Pkt.
Linpack (Android)194864 MFLOPSMax. 1143896 MFLOPS
Geekbench 21580 Pkt.Max. 4180 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile2234 Pkt.Max. 9575 Pkt.
NenaMark 260.1 fpsMax. 62 fps
Basemark ES 2.031.26 fpsMax. 61.76 fps
GL Benchmark 2.1 (Egypt Offscreen)28 fpsMax. 148 fps
Antutu7016 Pkt.Max. 167253 Pkt.
Vellamo HTML51787 Pkt.Max. 6120 Pkt.
Vellamo Metal644 Pkt.Max. 3712 Pkt.
Quadrant4873 Pkt.Max. 42181 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast2 Std. 20 Min.Max. 11 Std. 5 Min.
Maximal18 Std. 10 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis10 Std. 15 Min.Max. 33 Std. 10 Min.
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