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Bilder zum Test: Samsung Galaxy S3 mini Weiß - Klein aber fein?

Beschreibung

Das Galaxy S3 Mini soll als 4-Zoll Mittelklasse-Smartphone um die 300 Euro als günstige Alternative zu den großformatigen Flaggschiffen im Android-Lager positioniert werden. Mit 112 Gramm Gewicht wiegt es so viel wie Apples iPhone 5 und ist ähnlich handlich. Die Designsprache des großen Vorbilds Galaxy S3 ist klar erkennbar. Das Polycarbonat-Gehäuse in der weißen Farbvariante wirkt „rundgelutscht“ und trägt die typische silberne Umrandung. Die Innereien wurden natürlich ein wenig abgespeckt, das Nötigste findet sich aber in dem schicken kleinen Vertreter aus Samsungs Portfolio.

Das 12 x 6 x 1 Zentimeter Gehäuse ist extrem stabil, das flächige, kratzfeste Gorilla Glass 2 der Firma Corning trägt zur Festigkeit des Barrens bei. Zudem sind die Innereien in einem extra Chassis dicht gepackt. Die Spaltmaße sind gering und gleichmäßig. Gefallen finden wir an dem Backcover, es ist stabil und gleichzeitig flexibel. Leicht lässt es sich lösen und wieder aufstecken, versehentlich ist es jedoch nicht ab zu bekommen. Die Lautstärkewippe, der Netzschalter und der Homebutton besitzen einen knackigen Druckpunkt. Der microUSB Anschluss und die 3,5 Millimeter Klinkebuchse erlauben wenig Spiel für den Stecker und runden das Gesamtbild einer ansprechenden Verarbeitung ab.

Bei der Ausstattung liefert Samsung im Galaxy S3 Mini mit WLAN a/b/g/n (2,4 und 5 GHz), Bluetooth 4.0, GPS sowie GLONASS und optionalem NFC (ab Dezember) sämtliche, aktuelle Funkstandards. Über eine normal große Simkarte erhält man Zugang zu GPRS, EDGE, UMTS, HSUPA und HSPA- letzteres Netz ist mit 14,4 Mbit/s die schnellste Mobilfunklösung für Internet unterwegs im Galaxy S3 Mini. Der interne Speicherplatz misst 8 oder 16 GB, über einen microSD Slot unter dem Akku können noch einmal bis zu 32 GB hinzugefügt werden. Für einen häufigen Austausch der microSD Karte ist der Slot ungünstig platziert. Rund 4 GB des internen Speichers werden vom System schon werksseitig belegt. Die Hauptkamera löst mit 5 Megapixel auf und wird von einem Autofokus sowie einem LED-Blitz unterstützt. Videos können in der HD-Auflösung von 1.280 x 720 Pixel aufgenommen werden. Für Schnappschüsse genügt die Qualität, bei schlechten Lichtverhältnissen stellt sich allerdings schnell auffälliges Bildrauschen ein. Darunter leidet auch die VGA-Frontkamera – kurze Videochats sind allerdings kein Problem. Ein automatischer Helligkeitssensor fehlt dem S3 Mini, die Menuleiste am oberen Displayrand erlaubt jedoch eine schnelle manuelle Anpassung.

Display:4"Auflösung:480 x 800
Prozessor:ST-Ericsson NovaThor U8420 / 1 GHzGrafikkarte:ARM Mali-400 MP
Festplatte8 GBRAM:1 GB
Plattform:Android 4.1 Jelly Bean
Akkulaufzeit:14.1 Std.Gewicht:120 g
B x H x T:6.3 cm x 12.2 cm x 0.99 cmFarbe:weiß

Auf dem Prüfstand

Im Samsung Galaxy S3 Mini werkelt ein 1GHz Dual-Core Prozessor (ST-Ericsson NovaThor U8420) mit 1 GB Arbeitsspeicher. Das Android 4.1 Jelly Bean Betriebssystem offenbart keinerlei Ruckler, die synthetischen Benchmarks zeigen eine Leistung auf Höhe des S4 Play Prozessors im Desire X von HTC. Der vergleichsweise üppige Arbeitsspeicher erlaubt paralleles Browsen und HD-Videowiedergabe, allzu viele Apps sollten aber nicht im Hintergrund laufen. Die Mali-400 Grafikeinheit erlaubt auch Spielesessions so dass die abgespeckte Leistungsfähigkeit im Galaxy S3 Mini in der Zielgruppe nicht auffallen wird. Viel eher andersherum, die Mehrleistung moderner SoCs, welche mitunter doppelte Power bieten, ist für Nutzer nicht wirklich erfahrbar. Testweise haben wir das Rennspiel Need for Speed: Most Wanted ohne Probleme laufen lassen.

Das 4-Zoll Super AMOLED Display löst mit 480 x 800 Pixel auf und kann mit einer Pixeldichte von 233 ppi nicht ganz mit den scharfen Touchscreens von High-End Boliden (S3 mit 305 PPI) mithalten. Auch müssen wir ein wenig einlenken und attestieren: Das Display ist völlig ausreichend. Natürlich hat es ein Mittelklasse-Smartphone unter Spezifikations-getriebener Betrachtung etwas schwerer, in der Regel kauft die Masse an Kunden jedoch das „Look & Feel“und das kann uns auch das Galaxy S3 Mini bieten. Die durchschnittliche Helligkeit von 276 Candela macht sich gut im Außeneinsatz, der Kontrastwert liegt dank AMOLED-typischem, niedrigen Schwarzwert über 28.000:1. Während das Display noch in der Mittelklasse spielt, kann die Soundlösung des Galaxy S3 Mini voll und ganz überzeugen. Klangumfang und maximale Lautstärke sind sehr gut, uns begegnen überraschend kraftvolle Bässe und Mitten. Das bieten auch die mitgelieferten In-Ear-Kopfhörer, leichte Ruckler am Kabel machen sich jedoch akustisch bemerkbar.

Softwareseitig ist das Galaxy S3 Mini für Multimedia gerüstet, Samsung hat das Android 4.1.1 Jelly Bean Betriebssystem mit seiner hauseigenen TouchWiz Oberfläche versehen und MP3-Player, Videoplayer und UKW-Radio integriert. Auch ein Email Programm, ein Browser, der S-Voice Assistent und der S Planner als Kalender App sind vorinstalliert. Einige der praktischen S3 Features finden sich auch im S3 Mini wieder: Das Telefon startet einen automatischen Wählvorgang wenn es mit geöffnetem Kontakt zum Ohr geführt wird, der Bildschirm verhindert den Ruhemodus solange der Blickkontakt erkannt wird und die umfassende Bewegungsteuerung über den Lagesensor und das Gyroskop wurde integriert.

Die Kapazität des Akkus fällt mit 1.500 mAh nicht gerade üppig aus, das Betriebssystem, das kleine Display und der sparsame Prozessor machen jedoch das Beste daraus und liefern rund 8 Stunden Surfen, 5,5 Stunden Sprechzeit und rund 430 Stunden im Standby. Der größte Stromfresser ist das Display, eine Reduzierung der Helligkeit auf 70-80 Prozent bringt auch Intensiv-Nutzer über einen Arbeitstag.

Zusammenfassung

Das Samsung Galaxy S3 Mini ist ein durchaus gelungenes Gesamtpaket für Smartphone Einsteiger und Käufer, die vor einem Boliden mit größerem Display zurückschrecken. Die Ausstattung ist grundsolide und wird vielen Anwendern völlig ausreichen, für etwas mehr als 300 Euro Kaufpreis gibt es ein schickes und bequemes Gerät. Verglichen mit High-End Smartphones kann das Display, der Akku und die Prozessorleistung nicht mithalten, das Mini wirkt eher wie ein halbiertes Galaxy S3. Wem das Design zusagt, der kann gern zugreifen denn für die Preisklasse und das Marktsegment gibt es ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und keine hervorstechenden Schwächen. Auf der Suche nach dem größtmöglichen Effekt für 300 Euro kommt man um das derzeit zurecht vergriffene Google Nexus 4 mit stärkerer Hardware, besserem 4,7 Zoll Display und stärkerem Akku nicht drumherum.


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von Cyberport.de | Händlerangabe: 23.07.14 19:58

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck 1,5 (Sehr gut)
  2. Leistung (Spiele) 2,5 (Gut)
  3. Verarbeitung 1,5 (Sehr gut)
  4. Leistung (Anwendungen) 2,5 (Gut)
  5. Eingabegeräte 2,0 (Gut)
  6. Display 2,5 (Gut)
  7. Lautsprecher 1,5 (Sehr gut)
  8. Temperatur 2,5 (Gut)
  9. Anschlüsse 2,5 (Gut)
  10. Akku und Energieverbrauch 1,5 (Sehr gut)
  11. Software und Zubehör 1,5 (Sehr gut)
Benchmark
Benchmarks Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Google V8 1292 Pkt. Max. 4986 Pkt.
Sunspider 1876 ms Min. 399.4 ms
Smartbench 2012 1986 Pkt. Max. 10254 Pkt.
Linpack (Android) 57822 MFLOPS Max. 1143896 MFLOPS
Geekbench 2 757 Pkt. Max. 4180 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile 1478 Pkt. Max. 5356 Pkt.
NenaMark 2 39 fps Max. 61.2 fps
Basemark ES 2.0 17.69 fps Max. 61.03 fps
GL Benchmark 2.1 (Egypt) 47 fps Max. 59 fps
GL Benchmark 2.1 (Egypt Offscreen) 16 fps Max. 148 fps
Antutu 6944 Pkt. Max. 36299 Pkt.
Vellamo HTML5 1418 Pkt. Max. 3012 Pkt.
Vellamo Metal 334 Pkt. Max. 2024 Pkt.
Quadrant 2874 Pkt. Max. 24455 Pkt.
niedriger ist besser höher ist besser
Akkulaufzeit
Auslastung Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Vollast 5 Std. 28 Min. Max. 6 Std. 40 Min.
Maximal 24 Std. 59 Min. Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis 7 Std. 54 Min. Max. 33 Std. 10 Min.
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