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Test Samsung Galaxy Note 3 Weiß - Produktiv, leistungsstark, hochauflösend

Mit dem Samsung Galaxy Note 3 knüpft der südkoreanische Hersteller an die Phablet-Erfolge der letzten Jahre an. Das hochauflösende Display, viele Features der Stifteingabe und der 2,3 GHz Quad-Core Prozessor machen das 5,7 Zoll Smartphone wohl erneut zum Kassenschlager. Die Asiaten sind bereits überzeugt, doch kommt das Note 3 auch in Deutschland gut an? Wir haben das Phablet auf Herz und Nieren getestet.

Einleitung: Die neue Ära Galaxy Note

Trotz großer Abmessung liegt das Galaxy Note 3 erstaunlich gut in der HandBildquelle: notebookinfo | st
Fotogalerie (17)
Im Test: Samsung Galaxy Note 3 - Das aktuell beste Smartphone über 5 Zoll?

Während das erste Samsung Galaxy Note von Konkurrenten noch belächelt wurde, sind spätestens mit dem Note 2 die Erfolge so deutlich gewesen, dass sich nun nahezu alle Smartphone-Hersteller mit einem so genannten Phablet brüsten. Sony setzt in diesem Bereich auf das Xperia Z Ultra, HTC auf das neue One Max und ASUS versucht mit der Fonepad-Reihe die Formatlücke zwischen Smartphone und Tablet zu schließen. Die Verkaufszahlen sprechen allerdings eine klare Samsung-Sprache. An den Erfolg knüpft nun das Galaxy Note 3 an, das nicht nur auf der Software-Seite viel zu bieten hat, sondern auch in Sachen Hardware die Speerspitze darstellt. Doch schwappt der Trend aus Asien auch zu uns nach Deutschland?

Gehäuse: Gewöhnungsbedürftig aber gut verarbeitet

Im Vergleich zum Samsung Galaxy Note 2 ist das Note 3 trotz größerem Display nicht klobig geworden. Wir messen eine Bauhöhe von nur 8,3 Millimeter und ein Gewicht von 168 Gramm. In Hinsicht auf den Formfaktor kann man hier fast schon von einem Leichtgewicht sprechen. Grund dafür ist natürlich auch, dass Samsung auf ein Plastik-Gehäuse setzt. Die verglaste Front ähnelt anderen Smartphones und besticht vor allem durch einen dünnen Displayrahmen. An den Seitenrändern wird eine silberne Kunststoff-Leiste verwendet, die einem Metall-Look ähneln soll.

Das große 5,7 Zoll Display bringt eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel mit sichTrotz Leder-Look besteht die Rückseite des Galaxy Note 3 komplett aus PlastikBildquelle: notebookinfo | st
Ernüchternd: Plastik wohin das Auge reicht. Auch wenn die Rückseite nett strukturiert ist.

Die abnehmbare Rückseite kommt hingegen mit einer lederartigen Struktur daher und suggeriert mit einer scheinbaren Nahtumrandung ein Kunstleder-Image. Unterm Strich ist aber auch das alles aus Plastik gefertigt. Während beim Samsung Galaxy S4 noch die schnell einfettende, glänzende Rückseite kritisiert wurde, schafft es das Note 3 trotz Plastik-Chassis damit eine bessere Wertigkeit zu vermitteln. Die Verwindungssteifheit ist durchweg tadellos und dank abgerundeter Kanten liegt das Phablet sehr gut in der Hand. Spielen diese Faktoren zusammen, kann man die überempfindliche Haltung schnell ablegen und das Galaxy Note 3 nicht wie ein rohes Ei behandeln.

Ausstattung: Was braucht man mehr?

Bekanntlich trägt das Samsung Galaxy Note 3 den Eingabestift – auch S Pen genannt – direkt im Gehäuse. Er kann an der Unterseite eingeschoben werden. An dieser finden wir auch den noch seltenen Micro-USB 3.0 Anschluss, der eine deutlich gesteigerte Geschwindigkeit bei der Datenübertragung mit dem PC ermöglicht. Ein entsprechendes Kabel liegt direkt im Lieferumfang bei. Auch am Lautsprecher hat Samsung gefeilt. Im Vergleich zum Galaxy S4 schneidet das Note 3 gut ab. Spitzenreiter ist im diesem Bereich allerdings noch immer die HTC One Serie. Neben der Lautstärker-Wippe an der linken Seite und den Netzschalter rechts sind der Infrarot-Sender und der 3,5 Millimeter Audio-Port als physische Buttons und Schnittstellen an den Seitenrändern erkennbar.

Im unteren Bereich sitzt der Micro-USB 3.0 Anschluss und der Einschub für den S-Pen DigitizerAn der Oberseite finden wir den IR-Blaster sowie den 3,5mm Klinke-Port für HeadsetsBis auf die Lautstärkenwippe ist an der linken Seite nichts zu findenBildquelle: notebookinfo | st
Minimalistisch gut: Optisch dezent bietet das Galaxy Note 3 alle Anschlüsse die man braucht.

Unter der Rückseite verbergen sich der 3.200 mAh Akku sowie die Einschübe für MicroSIM- und MicroSD-Karte. Der interne Speicher kann von 32 bzw. 64 GB also um weitere 64 GB erweitert werden. Zu den Funkverbindungen des Samsung Galaxy Note 3 gehören der neue WLAN-ac Standard, Bluetooth 4.0, GPS, LTE, UMTS und NFC. Außerdem ist der USB-Anschluss MHL-fähig und kann mit einen HDMI-Adapter zur Übertragung von Bildschirminhalten auf den Fernseher umgehen. Mit entsprechender Hardware – z.B. einem Samsung Smart TV – funktioniert das so genannte Screen Mirroring zudem auch kabellos über WLAN. Wer mit einem Notebook, Fernseher oder PC nur Daten des Handys im Netzwerk einsehen möchte, kann die DLNA-Standards verwenden.

Aufgrund der 5,7 Zoll Displaydiagonale haben wir die Eingabe per Stift schon nach kurzer Zeit ins Herz geschlossen. Ebenso den Multi-Window Modus über den wir zwei Apps parallel anzeigen lassen können. Somit können wir optimal und vor allem produktiv arbeiten. Wer das Note 3 mit nur einer Hand bedienen möchte, dem stehen verschiedene Optionen zur Anpassung von Tastatur und Ziffernfeld in den Einstellungen zur Verfügung. Gleiches haben wir erstmals bei Huawei und später auch bei LG Smartphones gesehen. Im Test konnten alle Eingabe-Wege überzeugen, egal ob per Stift oder Finger.

Die Rückseite ist problemlos abnehmbar und gewährt Zugriff auf MicroSD, MicroSIM und AkkuBildquelle: notebookinfo | st
Unter der Haube: Auch das Innenleben mit großem Akku und MicroSD-Einschub macht einen guten Eindruck.

Zudem ist das Samsung Galaxy Note 3 das erste Samsung-Smartphone mit dem neuen Google Android 4.3 Jelly Bean Betriebssystem. Das bringt unter anderem eine verbesserte Kamera- und Galerie-App mit und unterstützt OpenGL ES 3.0 Schnittstellen für eine bessere 3D-Optik. Vorinstalliert sind weiterhin die bekannten Samsung Apps S Health, S Translator, WatchOn, S Planner, S Note und SketchBook.

Technische Daten

Display:5.7"Auflösung:1920 x 1080
Prozessor:Qualcomm Snapdragon 800 (8974) / 2.3 GHzGrafikkarte:Qualcomm Adreno 330
Festplatte32 GBRAM:3 GB
Plattform:Android 4.3
Akkulaufzeit:21 Std.Gewicht:168 g
B x H x T:7.92 cm x 15.12 cm x 0.83 cmFarbe:weiß

Leistung: Power für die nächsten 2 Jahre

Benchmarks sprechen mehr als tausend Worte. Der Qualcomm Snapdragon 800 Prozessor mit vier Kernen (Quad-Core) und einer Taktrate von 2,3 GHz konnte bereits im LG G2 und im Sony Xperia Z Ultra überzeugen. Dementsprechend macht auch das Samsung Galaxy Note 3 leistungstechnisch eine sehr gute Figur. Ruckler oder gar Abstürze sucht man vergebens. Sowohl beruflich oft genutzte, als auch private Apps starten pfeilschnell. Wer sich das Note 3 als Vertragsgerät zulegt, wird auch in den nächsten zwei Jahren keine Performance-Probleme haben. Dafür sorgen unter anderem auch der 3 GB große Arbeitsspeicher, der erstmals mit diesem Smartphone so üppig ausfällt, und die Adreno 330 Grafikeinheit. Für uns ein zukunftssicheres Gespann bei Anwendungen und Spielen. Ausführliche Benchmark-Ergebnisse (z.B. AnTuTu, GFXBench und Quadrant) finden Sie im unteren Teil dieses Testberichts.

Samsung Galaxy Note 3 Weiß (Bild 15 von 17)Samsung Galaxy Note 3 Weiß (Bild 16 von 17)Samsung Galaxy Note 3 Weiß (Bild 17 von 17)Vorzeige-Benchmarks: Geekbench 2, AnTuTu und Quadrant zeigen was das Galaxy Note 3 kann.

Display: Super AMOLED überzeugt

Die Schärfe, Farbvielfalt und Brillanz des Super AMOLED Display überzeugt auch im 5,7 Zoll Format. Die FullHD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel sorgt für eine Pixeldichte von 386 ppi. Somit sind einzelne Bildpunkte mit dem bloßen Auge kaum beziehungsweise gar nicht mehr erkennbar. Eine so genannte Treppchenbildung bei Schriften bleibt aus, womit sich das Samsung Galaxy Note 3 perfekt zum Lesen von eBooks und Internetseiten eignet. Zudem ist der Vorteil, dass HD-Filme nun nativ in voller Qualität und ohne Downscaling abspielbar sind. Im Vergleich zum Galaxy S4 hat Samsung die Ausleuchtung des Note 3 deutlich verbessert. Mit 345 Candela pro Quadratmeter können wir auch außerhalb unseres Büros Bildschirminhalte im Sonnenlicht gut ablesen. Alle auftretenden Spiegelungen werden allerdings nicht verhindert, was der kapazitiven Touch-Bedienung und deren Voraussetzung einer glatten, reflektierenden Oberfläche zuzuschieben ist.

Platzsparend wird der S-Pen später einfach in die Unterseite des Gehäuses eingeschobenDie Kamera bietet eine Auflösung von 13 MegapixelBildquelle: notebookinfo | st
FullHD: Die 1080p Auflösung gilt nicht nur für den Bildschirm, sondern auch für die Videokamera.

Emissionen: Lange Akkulaufzeit, niedrige Temperatur

In Hinsicht auf die Hitzeentwicklung geht das Samsung Galaxy Note 3 mit gutem Beispiel voran. In nur sehr wenigen Situationen konnten wir punktuell 40 Grad Celsius erreichen. Während des Einsatzes in der Praxis messen wir im Schnitt 33,4 Grad Celsius. Unser Testmodell wird also nicht einmal handwarm und schneidet in diesem Bereich sehr gut ab. Bei der Akkulaufzeit liegen wir hier bei fast 16 Stunden unter praxisnahen Bedingungen. Ist das 5,7 Zoll Smartphone dauerhaft belastet – zum Beispiel mit 3D-Spielen – werden immerhin noch knapp 3 Stunden erreicht. Beim permanenten WLAN-Surfen oder Video-Playback kommen wir auf 9-10 Stunden.

In der Praxis: Groß, aber produktiv!

Die Bedienung mit dem S-Pen ist einfach und intuitiv.Bildquelle: notebookinfo | st
Neuland: Nach nur kurzer Zeit sind wir ein großer Freund des S-Pens geworden.

Trotz der doch wuchtigen Größe von 5,7 Zoll konnten wir uns mit den Abmessungen des Samsung Galaxy Note 3 verhältnismäßig schnell anfreunden. Vor allem die geringe Bauhöhe und das Gewicht machen in diesem Moment viel aus. Leicht enttäuscht sind wir von der kompletten Aufmachung aus Plastik. Hier bieten die Konkurrenten HTC One Max und Sony Xperia Z Ultra einfach eine bessere Haptik. Dennoch ist die Verarbeitung gut, sodass unser Testmodell schnell vom vorsichtig behandelten Phablet zum klassischen Gebrauchsgegenstand wurde. Die vielen Vorteile des Note 3 kommen bei uns sehr gut an. Wir hatten genug Leistungsreserven für unsere täglich genutzten Apps, Spiele und Internetseiten. Parallel dazu eine lange Akkulaufzeit und ein nahezu perfektes Display. Vor allem aufgrund der vielen Scrapbook-Features haben wir uns sogar vom eingefleischten Fingernutzer zum S-Pen-Enthusiasten entwickelt. Zudem ist die Sprachqualität dank HD Voice auf einem sehr hohen Niveau. Die 13 Megapixel Kamera haben wir nur wenig genutzt, wenn dann hat sie unsere Qualitätsanforderungen an eine Smartphone-Kamera allerdings gut erfüllt. Auch wenn wir für Feineinstellungen lieber im manuellen Aufnahmemodus fotografiert haben. Unserer Meinung nach ist das Galaxy Note 3 neben dem LG G2 das beste Smartphone im Bereich über 5 Zoll.

Fazit: Das beste Phablet

Mit dem Samsung Galaxy Note 3 findet die Phablet-Serie einen mehr als würdigen Nachfolger. Das 5,7 Zoll Smartphone erreicht eine hohe Leistungsfähigkeit, eine sehr gute Akkulaufzeit und bietet parallel ein hochauflösendes, brillantes Super AMOLED Display. Die Verarbeitung ist sehr gut. Obwohl uns das Kunststoffgehäuse in Hinsicht auf die Wertigkeit nicht wirklich überzeugen konnte. Alles in den Schatten stellen aber die intuitiven Features, die mit dem S-Pen Digitizer ausgeführt werden. Vom bekannten AirView-Modus bis hin zum einfach bedienbaren S-Pen Schnellstartmenü. In Sachen Produktivität, Technologie und Leistung hat das Samsung Galaxy Note 3 derzeit die Nase vorn.

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch1,0 (Sehr gut)
  7. Software und Zubehör1,0 (Sehr gut)
  8. Verarbeitung1,5 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse1,0 (Sehr gut)
  10. Leistung (Spiele)1,0 (Sehr gut)
  11. Leistung (Anwendungen)1,0 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V84006 Pkt.Max. 12557 Pkt.
Sunspider912 msMin. 324 ms
Linpack (Android)1062272 MFLOPSMax. 1143896 MFLOPS
Geekbench 24154 Pkt.Max. 4180 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile4437 Pkt.Max. 8299 Pkt.
NenaMark 260 fpsMax. 62 fps
Basemark ES 2.060 fpsMax. 61.76 fps
Antutu32363 Pkt.Max. 134612 Pkt.
Quadrant23047 Pkt.Max. 37438 Pkt.
Octane v14663 Pkt.Max. 8260 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen26 fpsMax. 85 fps
GFXBench 2.7 T-Red HD Onscreen26 fpsMax. 53 fps
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast2 Std. 55 Min.Max. 6 Std. 40 Min.
Praxis15 Std. 47 Min.Max. 33 Std. 10 Min.
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