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Bilder zum Test: Samsung Galaxy Note 2 16GB Grau - Mehr als nur "Smart" Phone

Gigantisch! Mit 5,5 Zoll Bildschirmdiagonale übertrifft das Samsung Galaxy Note 2 seinen mit 5,3 Zoll schon großzügig dimensionierten Vorgänger. Ein solcher Bildschirm macht es uns schwer, das Note 2 als konventionelles Smartphone zu verstehen. Der von Samsung mit „Magic Wand“ (Zauberstab) betitelte S Pen Eingabestift ergänzt das Smartphone ja auch um unkonventionelle Funktionen. Ein Exynos Quadcore-Prozessor stellt mit seiner Leistung mitunter moderne High-End Tablets in den Schatten und mit der Multi-Fenster Funktionalität ist Samsung im Smartphone-Sektor allein auf weiter Flur.

Das 180 Gramm leichte Gerät erreicht uns in der wie wir finden, sehr schicken Metallic Grau Farbvariante. Unter dem Gorilla Glass 2 der Firma Corning schimmert das Polycarbonat mit der Optik von gebürstetem Metall. Die Umrandung des Note 2 im Chrom-Look kommt uns vom Galaxy S3 bekannt vor. Die flächige Rückseite glänzt sehr stark, je nach Lichteinfall überdecken Fingerabdrücke die Textur des Backcovers sehr schnell. Die Verarbeitung des Galaxy Note 2 ist trotz Eigenheiten sehr gut. Das Displayglas sitzt bombenfest und mit geringen Spaltmaßen auf der Front und verleiht dem kompletten Gerät Stabilität. Bei der relativ geringen Bauhöhe von 9,4 Millimetern können wir den Barren nicht nennenswert verwinden. Wir vernehmen bei unseren Versuchen auch keinerlei Knarzen. Die Spaltmaße des Backcovers sind gering, der S-Pen sitzt passgenau in seiner Fassung an der Unterseite. Die Rückseite lässt sich relativ einfach an einer kleinen Spalte rechts lösen. Das Backcover ist nicht wirklich stabil, kann jedoch spielend leicht ausgetauscht werden. Für robustere Einsätze wird es Rückseiten von Drittanbietern mit Silikon oder Aluminium geben. Wir erwarten auch wie schon beim Galaxy Note Vorgänger gesehen eine Rückseite mit Solarpanel welches einen Spezial Akku lädt. Der Verzicht auf ein Unibody Design erlaubt den relativ unkomplizierten Tausch von microSD-Karte oder Akku. Letzterer ist sogar mit einem QR-Code versehen, die an sich schon gigantische Laufzeit lässt sich mit zusätzlichen Wechselakkus im Bedarfsfall endlos verlängern. Leider rutscht der Akku sehr leicht aus seiner Fassung, wer also nur die microSD-Karte einsetzen möchte, sollte das Gerät möglichst still halten.

Unendliche Eingabemöglichkeiten
Hinsichtlich der Eingabemöglichkeiten ist das Galaxy Note 2 das wohl am umfangreichsten ausgerüstete Smartphone mit einer Vielzahl an Features. Natürlich muss als erstes der die Front dominierende5,5 Zoll Multitouchscreen genannt werden. Eine flüssige und präzise Navigation durch das Android Betriebssystem ist eine Selbstverständlichkeit. Zu Anfang erschlägt uns die Vielfältigkeit der Eingaben. Allein für die Entsperrung gibt es die Varianten per Wischgeste, S-Pen aus der Fassung ziehen, zwei Versionen der Gesichtserkennung, Sprachbefehl und Muster. Wir raten Einsteigern auf jeden Fall zu einer Einführungswoche, auch für technisch versierte Nutzer kann ein Blick ins mitgelieferte digitale Handbuch nicht schaden. Der S Pen ist das Schlüsselfeature für das Galaxy Note 2, prinzipiell ist aber jede erdenkliche Funktion über eine Reihevon Eingabemethoden erreichbar. Dazu zählen die erwähnten Stifteingaben, Sprachsteuerung mittels S Voice oder aber Gestensteuerung über den Touchscreen oder Bewegungen des Smartphones.

Das WLAN Modul lässt sich beispielsweise über das Icon in der Benachrichtigungsleiste, per Sprachbefehl oder vorab konfigurierter Schnellbefehl Geste mit dem S Pen deaktivieren. S Pen Schnellbefehle eignen sich sehr gut für Nutzer mit sehr vielen Apps, eine kurze Aufwärtsbewegung mit gedrückter S Pen Taste auf dem Homescreen und ein von unsgemaltes „YT“ (vorher festgelegt) öffnet beispielsweise die Youtube App. Nicht nur Apps lassen sich per Schnellbefehl starten, auch Lautstärke- oder Energieprofileinstellungen sind so wortwörtlich im Handumdrehen erledigt.

Die Eingabemethoden verschmelzen mit der Software und den Erweiterungen am Android Betriebssystem. Der S Pen unterstützt ein neues Feature namens Air View:Schwebt der Stift über einem Album in der Gallery, erscheint eine schnelle Übersicht der enthaltenen Bilder. In der Email App wird ein Fenster mit ausgeschriebenem Betreff oder dem Mail-Text gezeigt. Der integrierte Videoplayer startet das Video in einem separaten Fenster und bei dem sogenannten „Hovering“ über der Zeitleiste werden Stillframes geboten. Im Kalender erscheinen Notizen zu den Terminen und generell bieten sämtliche Buttons eine Erklärung zur Funktion. Am oberen und unteren Bildschirmrand erlaubt der schwebende Stift eine Bildlauffunktion. Zieht man den S Pen aus seiner Fassung, kann automatisch ein S Note Fenster geöffnet werden. Die Zettelsuche, um sich während eines Telefonats Nummern oder Kurzinfos zu notieren, gehört damit der Vergangenheit an.

Die Spracheingabe „S Voice“ und die Gestensteuerung sind ebenfalls sehr ausgeklügelt. Kurze Beispielvideos im Einstellungsmenu erläutern, wie eine Wischgeste mit der Handkante beispielsweise ein Bildschirmfoto macht. Mit dem S Pen kann schnell ein bestimmter Bereich markiert und ins S Note ausgeschnitten werden um dort weitere Beschriftungen vorzunehmen und die Notiz per E-Mail zu versenden. Die Sensorik des Smartphones wird auch für Smart Stay (Bildschirm erkennt Blickkontakt und schaltet sich nicht ab) und den Direktanruf (Beim Heranführen ans Ohr wird der ausgewählte Kontakt angerufen) genutzt. Apples Sprachsteuerung Siri konkurriert auf dem Samsung Galaxy Note 2 mit dem erwähnten S Voice Feature und Google Now, einem Assistenten des Android 4.1 Jelly Bean Betriebssystems. Google Now ist in Deutsch noch nicht so ausführlich nutzbar wie in Englisch und dient mehr schnellen Websuchen. S Voice widmet sich mehr den Telefonfunktionen wie Terminen oder der Aktivierung des Bluetooth. Das Wetter können alle Assistenten liefern, angesichts der Gesten- und S Pen Funktionalität bleibt die Sprache als Eingabemethode im Alltag eher hintergründig. Gerade im Fahrzeug macht eine freihändige Bedienung jedoch Sinn, damit sämtliche Sprachbefehle die gewünschten Resultate liefern, braucht jedoch einiges an Übung.

Lange Orientierungsphase

Das Samsung Galaxy Note 2 ist für Geschwindigkeit im schnelllebigen Alltag ausgelegt. Technisch versierte Netzwerker profitieren enorm von dem schnellen einfachen Zugang (kleinere virtuelle Tastatur für einhändige Eingaben bspw.). Flüchtige Notizen, das Versenden von Tabellen, Charts oder kommentierten Fotos erleichtern die vielfältige moderne Kommunikation nach der obligatorischen Einarbeitungszeit für das Gerät. Lange Emails und Texte können jedoch trotz aller Bemühung noch nicht mit dem Komfort einer echten vollwertigen Tastatur inklusive Feedback erledigt werden.

Technische Daten

Display:5.5"Auflösung:720 x 1280
Prozessor:ARM Cortex A9 / 1.6 GHzGrafikkarte:ARM Mali-400 MP
Festplatte16 GBRAM:2 GB
Plattform:Android 4.1 Jelly Bean
Akkulaufzeit:35 Std.Gewicht:182 g
B x H x T:8.05 cm x 15.11 cm x 0.95 cmFarbe:silber

Auf dem Prüfstand

Der Samsung Exynos 4412 Quadcore Prozessor mit 1,6 GHz Takt und 2 GB Arbeitsspeicher verhilft dem Galaxy Note 2 zu brachialer Leistung auf Augenhöhe mit Apples iPhone 5. Egal wie viele Apps im Hintergrund geöffnet sind, man muss schon ausgesprochener Messi sein, um den Arbeitsspeicher auszulasten. Das Android 4.1 Jelly Bean Betriebssystem läuft extrem flüssig, Googles Entwickler ermöglichen mit „Project Butter“ sprichwörtlich butterweiche Animationen.Samsung hat das Google Betriebssystem um seine TouchWiz Oberfläche erweitert. Dazu gehören neben den erweiterten Möglichkeiten für die Eingabe, AirView und diverse angepasste Icons und Homescreens auch sämtliche erdenkliche Organizer-Apps. Für den Mehrfenster-Modus ist eine Seitenleiste integriert worden mit Browsern, Email, der Galerie, Maps, Nachrichten, dem Videoplayer, S Note und Youtube für den parallelen Betrieb.

Das 5,5 Zoll große Super AMOLED Display bietet dank der Abmessungen und einer hohen Auflösung von 1.280 x 720 Pixel (16:9) genug Platz für das Multitasking. Die durchschnittliche Helligkeit von rund 250 Candela pro Quadratmeter reicht für den Einsatz im Freien und ist angesichts der Bilddiagonale beachtlich. Die Farben sind knackig und frisch, ein niedriger Schwarzwert sorgt für ein sehr gutes maximales Kontrastverhältnis von über 5000:1. Ob FullHD-Filme oder Youtube-Videos, der gigantische Screen des Galaxy Note 2 macht wirklich Spaß nicht zuletzt auch wegen des nativen 16:9 Formats ohne störende schwarze Balken. Bemerkenswert ist auch die Soundqualität. Mit 9,4 Millimetern ist das Note 2 kein sonderlich dickes Smartphone und hinsichtlich aller Abmessungen proportional sogar schlank, trotzdem liefert das Gerät einen erstaunlich kräftigen Klang mit hoher Dynamik. Mitgeliefert wird ein In-Ear-Headset mit guter Soundqualität, nur die komplette Abschirmung ist Geschmackssache.

Dicke Ausstattung auch ohne LTE
Für so viel Multimedia-Power braucht es einen leistungsstarken Akku. Der Quadcore Prozessor und das riesige Display können auf insgesamt 3.100 mAh zurückgreifen – noch mehr Power liefern nur Motorolas Razr Maxx Modelle. Im 3G Netz sind so bei gutem Empfang 17 Stunden Gesprächszeit möglich, die Sprachqualität ist klar und sauber. Die Standbyzeit wird mit 820 Stunden angegeben.Je nach Helligkeitssetting, Prozessorlast und Lautstärke erreichen wir zwischen 5 Stunden und 21 Minuten und 10 Stunden und 12 Minuten Videoplayback. Die maximale Akkulaufzeit (Funkmodule aus, niedrigste Helligkeit) beträgt 17 Stunden und 51 Minuten. Im Alltag muss das Galaxy Note 2 auch bei intensiver Nutzung meist erst nach zwei Tagen wieder an die Steckdose, niemand zwingt sein Smartphone zum Leerlauf mit aktiviertem Display. Vorsicht, der Google Now Assistent strapaziert die Batterie im Hintergrund sehr stark. Noch mobiler ist man mit einem aufgeladenen Zweitakku für um die 30 Euro.

Bei der Standardausstattung eines Smartphones gibt sich das Samsung Galaxy Note 2 keine Blöße. Gefunkt werden kann über GPRS, EDGE, HSDPA, HSUPA und HSPA+. An Bord sind nur 2G und 3G UMTS Unterstützung, eine LTE Version lässt entgegen der ursprünglichen Ankündigung noch auf sich warten. Das WLAN unterstützt a/b/g/n Standards, Bluetooth ist in der Version 4.0 integriert und auch ein NFC Chip für Android Beam sitzt im Gerät. Der microUSB Port ist Host- und MHL-fähig und erlaubt per Adapter die Ausgabe über HDMI, gestreamt werden Medien über DLNA. Die Sensorik umfasst einen Bewegungssensor, Lagesensor, Lichtsensor, Annäherungssensor, einen digitalen Kompass, A-GPS und sogar ein Barometer. Die Hauptkamera löst mit 8 Megapixel auf, fokussiert sehr schnell und wird von einem LED-Blitz unterstützt. Videos können in FullHD aufgenommen werden. Auch die Frontkamera (1,9 Megapixel) für Videochats liefert eine sehr gute Qualität. Ein GPS-Tag erlaubt der Fotogalerie die Anordnung nach Aufnahmeort. Die Gesichtserkennung kann Bilder auch nach den abgebildeten Personen sortieren. Die Fotogalerie bietet neben der AirView Funktionalität auch schicke 3D-Ansichten und eine Karte mit den erwähnten Markierungen der Aufnahmen.

Das Samsung Galaxy Note 2 ist mit 16, 32 und 64 GB internemSpeicherplatz erhältlich. Über den microSD Slot kann das Platzangebot noch einmal um bis zu 64 GB erweitert werden. Rund 6 GB werden vom Betriebssystem und den vorinstallierten Apps beansprucht.

Zusammenfassung

Wir sind hellauf begeistert vom Samsung Galaxy Note 2. Es bringt eine beachtliche Leistungsfähigkeit mit, nicht nur im Hinblick auf die Hardware sondern auch in Sachen Benutzerfreundlichkeit. Das Smartphone bietet dank knackigem Display und sattem Sound Entertainment auf hohem Niveau, rechnet sich flott durch alle erdenklichen Aufgaben und beweist Ausdauer mit einem stattlichen 3.100 mAh Akku. Die proprietären Features des verbesserten S Pen wie AirView, Schnellbefehle, Copy & Paste im Multitasking Betrieb und über App-Grenzen hinweg machen das Note 2 zu einem der smartesten Telefone überhaupt. Auch das Preis-Leistungsverhältnis ist mit einem Einstiegspreis um die 560 Euro äußerst verlockend. Wer sich also weder vor einem sehr großen Smartphone noch vor gehöriger Einarbeitungszeit scheut, sollte unbedingt zugreifen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Leistung (Spiele)1,0 (Sehr gut)
  3. Verarbeitung2,0 (Gut)
  4. Leistung (Anwendungen)1,0 (Sehr gut)
  5. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  6. Display2,0 (Gut)
  7. Lautsprecher1,0 (Sehr gut)
  8. Temperatur2,0 (Gut)
  9. Anschlüsse1,0 (Sehr gut)
  10. Akku und Energieverbrauch1,0 (Sehr gut)
  11. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V82196 Pkt.Max. 12723 Pkt.
Sunspider1018.2 msMin. 194.3 ms
Browsermark182570 Pkt.Max. 189125 Pkt.
Smartbench 20125140 Pkt.Max. 10254 Pkt.
Linpack (Android)212963 MFLOPSMax. 1143896 MFLOPS
Geekbench 21753 Pkt.Max. 4180 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile2574 Pkt.Max. 9575 Pkt.
NenaMark 257.8 fpsMax. 62 fps
Basemark ES 2.043.16 fpsMax. 61.76 fps
GL Benchmark 2.1 (Pro)58 fpsMax. 61 fps
GL Benchmark 2.1 (Pro Offscreen)146 fpsMax. 253 fps
GL Benchmark 2.1 (Egypt)58 fpsMax. 59 fps
GL Benchmark 2.1 (Egypt Offscreen)113 fpsMax. 148 fps
Antutu13573 Pkt.Max. 167253 Pkt.
Vellamo HTML51825 Pkt.Max. 6120 Pkt.
Vellamo Metal617 Pkt.Max. 3712 Pkt.
Quadrant6013 Pkt.Max. 42181 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast5 Std. 21 Min.Max. 6 Std. 40 Min.
Maximal17 Std. 51 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis13 Std. 11 Min.Max. 33 Std. 10 Min.
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