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Bilder zum Test: Nokia Lumia 925 Grau - Würdiger Nachfolger

Nur sieben Monate hat es gedauert, bis Nokia einen neuen Lumia-Anführer entwickelt hat. Die optischen Unterschiede zwischen Lumia 920 und Lumia 925 sind sofort ersichtlich. Das neue Multimedia-Smartphone ist mit einem Gewicht von 139 Gramm und einer Bauhöhe von 8,5 Millimeter deutlich leichter und schlanker als sein Vorgänger. Außerdem entschied man sich für einen mattierten Aluminium-Rahmen und eine raue Kunststoff-Rückseite. Letztere ist in unserem Fall jedoch eher schlecht als recht mit dem Smartphone verbunden und zeigt an viele Stellen unregelmäßige Spaltmaße. Die haptische Wertigkeit ist allerdings durch das neue Gehäusedesign gestiegen. Und bis auf die kleinen Mängel und eventuellen Montagsfehler ist die Verarbeitung auch bei grober Handhabung sehr solide.

Anschlusstechnisch setzt das Nokia Lumia 925 auf die klassische Micro-USB-Schnittstelle. Ein MHL-Adapter auf HDMI oder VGA wird hier allerdings nicht unterstützt. Somit muss man für die Bildübertragung auf einen Fernseher den Weg über DLNA suchen. Auch den Einschub für eine MicroSD-Karte vermissen wir. Somit ist der Ausbau des internen 16 GB Speichers nur über die Cloud, z.B. via Microsoft SkyDrive möglich. Das kabellose Aufladen per Qi-Standard ist zudem nur noch mit einem Adapter möglich. Dadurch konnte das Gehäuse deutlich dünner geformt werden. Gefunkt wird über die aktuellen Standards LTE, UMTS, WLAN-N, NFC und Bluetooth. Die Hauptsteuerung des 4,5 Zoll Smartphone erfolgt über die Windows Menütasten am unteren Displayrand. An der rechten Gehäuseseite befinden sich zudem eine Lautstärkenwippe, der Netzschalter und ein Kamera-Button zum Öffnen und Auslösen der 8,7 Megapixel PureView-Kamera.

Nokia bleibt auch beim Lumia 925 dem Microsoft Betriebssystem Windows Phone 8 treu. Die Bedienung ist ausgesprochen gut und flüssig. Allerdings vermissen wir noch immer viele Apps. In Sachen Musik, Navigation und Kamera-Software haben die Finnen die Lumia-Serie allerdings sehr gut bestückt. Der simple Aufbau der extra von Nokia gebauten Programme findet in unserer Redaktion Gefallen. Dennoch muss gesagt werden, dass Windows Phone 8 noch immer kein Betriebssystem für Power-User ist, die z.B. viele Postfächer pflegen oder soziale Netzwerke administrieren. Für Otto Normalverbraucher sind jedoch alle notwendigen Funktionen vorhanden.

Technische Daten

Display:4.5"Auflösung:1280 x 768
Prozessor:Qualcomm Snapdragon MSM8960 / 1.5 GHzGrafikkarte:Qualcomm Adreno 225
Festplatte16 GBRAM:1 GB
Plattform:Windows Phone 8
Akkulaufzeit:12,8 Std.Gewicht:139 g
B x H x T:7.06 cm x 12.9 cm x 0.85 cmFarbe:grau

Auf dem Prüfstand

Auf den Quad- oder gar Octa-Core Zug wollen Nokia und Microsoft nicht aufspringen. Deshalb wird auch das Nokia Lumia 925 mit dem Qualcomm Snapdragon S4 MSM8960 Prozessor ausgestattet. Einem Dual-Core Chip mit einer Taktrate von 1,5 GHz und der integrierten Adreno 225 Grafikeinheit. In Kombination mit 1 GB Arbeitsspeicher und dem 16 GB Flash-Speicher ergibt das eine doch sehr zügige und flüssige Performance unter Windows Phone 8. Für unseren peniblen Geschmack werden Apps trotz veralteter Hardware schnell geöffnet und stets flüssig wiedergegeben. Das gilt auch für die verschiedenen Xbox Live Spiele aus dem Microsoft Store. Selbst große Mail-Konten, egal ob Microsoft Exchange oder IMAP, fügt das Nokia Lumia 925 schnell hinzu und kann große Datenmengen problemlos verarbeiten. Dennoch bleibt der Nachgeschmack für vergleichsweise schwache Komponenten fast 500 Euro ausgegeben zu haben. Für den gleichen oder ähnlichen Preis könnte man auch beim Samsung Galaxy S4 oder HTC One zuschlagen, die deutlich mehr Leistung fürs Geld bringen. Schließlich weiß man heute nicht, wie die Spiele oder Apps in 2 Jahren aussehen und welche Leistung diese verlangen.

Eine herausragende Leistung liefert Nokia mit der im Lumia 925 verbauten 8,7 Megapixel PureView-Kamera. Der verwendete Sensor fängt deutlich mehr Licht ein als vergleichbare Smartphone-Kameras und bietet somit auch ohne Blitz helle und kontrastreiche Bilder. Bei einer festen Brennweite von 26 Millimeter kann das Lumia 925 in den ISO-Bereich von 100 bis 3.200 wählen. Ein deutlich größeres Spektrum als noch beim Lumia 920. Unsere Testaufnahmen sind gestochen scharf und bieten natürlich Farben. Nur bei der Gegenlichtaufnahme kommt es schnell zu Grauschleiern, obwohl Nokia damit wirbt in diesem Bereich gut aufgestellt zu sein. Unterm Strich ist die hier verwendete Kamera allerdings überdurchschnittlich gut.

Das 4,5 Zoll Display des Nokia Lumia 925 bietet eine Auflösung von 1.280 x 768 Pixel und somit eine hohe Pixeldichte von 334 ppi. Mit einer Ausleuchtung von 295 Candela pro Quadratmeter im Schnitt ist diese allerdings nicht mehr so hoch wie noch beim Lumia 920. Trotz kontraststarkem und blickwinkelstabilem OLED-Display wird das Ablesen in der Sonne zum Krampf. Zu schnell überwiegen die Spiegelungen der Umgebung. In diesem Bereich schneiden Apple iPhone 5 und HTC One deutlich besser ab. Dafür liegt der Schwarzwert nahezu bei null, womit Schwarz auch wirklich schwarz ist. Damit holt sich das Lumia 925 wiederum den Vorteil bei der Filmwiedergabe.

Mit einer Akkulaufzeit von über 12 Stunden in der Praxis liegt das Lumia 925 weit vorn im Ranking. Im Leerlauf werden maximal 23 Stunden erreicht. In Hinsicht auf die Temperaturen ist eine leichte Verschlechterung im Vergleich zum Lumia 920 ersichtlich. Wahrscheinlich aufgrund des neuen, schlankeren Gehäuselayouts. Im Schnitt erwärmt sich das Gerät allerdings nicht über 35 Grad Celsius und ist somit gerade einmal handwarm.

Zusammenfassung

Das Nokia Lumia 925 kann als würdiger Nachfolger des Lumia 920 bezeichnet werden. Vor allem die verbesserte PureView-Kamera lässt die der Konkurrenz alt aussehen. Beim Gehäuse hat sich der Hersteller Mühe gegeben, ist leichter und auch schlanker geworden. Bis zur Perfektion in Sachen Verarbeitung und Haptik fehlt allerdings noch ein Stück. Die verbauten Komponenten treiben das Windows Phone 8 Betriebssystem schnell und flüssig an, sind aber stark veraltet. Wenn Microsoft den Betrieb von Quad-Core Prozessoren zulässt, könnte das Nokia Lumia 925 schnell zum alten Eisen gehören. Außerdem bleibt das Manko der fehlenden App-Vielfalt unter Windows Phone 8. Für Otto Normalverbraucher, die ihr Smartphone zum Konsumieren und Fotos schießen nutzen, ist das Nokia Lumia 925 ein sehr guter Kandidat. Wer allerdings nebenher produktiv arbeiten möchte, der sollte zum Google Android oder Apple iOS Betriebssystem greifen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,5 (Gut)
  2. Leistung (Spiele)2,0 (Gut)
  3. Verarbeitung2,0 (Gut)
  4. Leistung (Anwendungen)2,0 (Gut)
  5. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  6. Display2,5 (Gut)
  7. Lautsprecher2,5 (Gut)
  8. Temperatur2,5 (Gut)
  9. Anschlüsse2,0 (Gut)
  10. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  11. Software und Zubehör2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V8792 Pkt.Max. 12723 Pkt.
Sunspider928.4 msMin. 194.3 ms
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast2 Std. 45 Min.Max. 11 Std. 5 Min.
Maximal23 Std. 1 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis12 Std. 53 Min.Max. 33 Std. 10 Min.
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