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Bilder zum Test: Nokia Lumia 920 Weiß - Ein Feuerwerk an Technik

Mit den beiden Windows Phone 8 Geräten Lumia 920 und Lumia 820 meldet sich Nokia zurück auf dem Smartphone-Markt. Doch im Gegensatz zu den Hauptkonkurrenten Apple iPhone 5 (iOS) und LG Google Nexus 4 (Android) kämpfen die beiden Smartphones mit einem zu hohen Gewicht und deutlich größerer Abmessung. Dabei ist das uns vorliegende Unibody-Gehäuse aus Polycarbonat extrem stabil. Es wirkt fast unzerstörbar. Trotz glänzender Front und Rückseite kaschiert die weiße Farbgebung unseres Nokia Lumia 920 Fingerabdrücke problemlos. Staub und Schmutz bleiben jedoch auffällig hängen. Während des Verwindungstests ist uns nur die etwas locker sitzende Einfassung für die Micro-SIM-Karte aufgefallen. Ansonsten macht das Smartphone auch bei gröberem Umgang eine sehr gute Figur. Mit 185 Gramm ist das Nokia Lumia 920 jedoch sehr schwer und wohl nichts für die Westentasche. Zudem wirkt der breite Rahmen des weißen Unibody ausladend, wohingegen Hersteller wie Apple und Motorola auf nahezu randlose Designs setzen. Für große Hände ist das Lumia 920 allerdings bestens geeignet. Zudem zeigen sich die Spaltmaße des eingelassenen Bildschirms an den Seitenrändern gering und gleichmäßig. Die teils scharfkantigen Bedienelemente an der rechten Seite des Geräts finden in der Redaktion jedoch keinen Gefallen. Vor allem weil während einer „Blindbedienung“ an der Lautstärkenwippe oftmals der Netzschalter verwendet wird.

Der Micro-USB- und 3,5 Millimeter Klinke-Anschluss sind die einzigen, kabelgebundenen Schnittstellen des Nokia Lumia 920. Kabellos hingegen funkt das Windows Phone 8 Gerät mit der neuesten Technologie über WLAN 802.11n, UMTS, LTE, Bluetooth 4.0 und NFC. Somit bietet das Nokia Lumia 920 nicht nur eine gute Gesprächsqualität sondern auch eine schnelle Kommunikation im Internet. Das Sahnehäubchen des Anschlussportfolios stellt die kabellose Qi-Ladetechnik dar, die wir im Zusammenspiel mit dem Nokia Wireless Charging Pillow von Fatboy für sehr gut befunden haben. Der Preis von knapp 80 Euro ist zu den Gerätekosten von 650 Euro allerdings zu hoch. Wer auf das stylische und simple Accessoire setzen möchte, muss also mindestens 730 Euro für das Komplettpaket ausgeben. Für diesen Preis erhalten wir schon zwei Google Nexus 4 Smartphones.

Ab Werk setzt das Nokia Lumia 920 auf Microsofts neues Windows Phone 8 Betriebssystem. Somit stehen auch der Windows Store für Apps und Musik sowie das Office Paket für Smartphones zur Verfügung. Da es sich um ein Nokia-Gerät handelt, profitieren Käufer zudem von den hauseigenen Apps zur Navigation (City-Kompass, Drive+ und Karten). So kann sich auch ein aktuelles Windows Phone gegen die beliebte Google Maps Software durchsetzen.

Technische Daten

Display:4.5" IPSAuflösung:1280 x 720
Prozessor:Qualcomm Snapdragon MSM8960 / 1.5 GHzGrafikkarte:Adreno 225
Festplatte32 GBRAM:1 GB
Plattform:Windows Phone 8
Akkulaufzeit:18,6 Std.Gewicht:185 g
B x H x T:7.08 cm x 13.03 cm x 1.07 cmFarbe:weiß

Auf dem Prüfstand

Alle Smartphones mit Windows Phone 8 setzen laut Microsoft Richtlinien auf einen Qualcomm-Prozessor. Das Nokia Lumia 920 verwendet einen mit 1,5 GHz getakteten Qualcomm Snapdragon S4 Plus MSM8960 Chip, der über zwei Rechenkerne verfügt. Hinzu kommen ein 1 GB großer Arbeitsspeicher und eine Gesamtkapazität von 32 GB. Einen MicroSD-Kartenslot besitzt das Gerät nicht, weshalb die Erweiterung des internen Speichers nicht möglich ist. Das Smartphone-Betriebssystem belegt zum Start ungefähr 4,5 GB. Dafür gewährt Microsoft aber auch den Zugang auf ein 7 GB großes Online-Konto des Cloudspeichers SkyDrive.

Das Nokia Lumia 920 ist für Einsteiger ebenso gut geeignet wie für Multimedia-Fans. Die verwendeten Komponenten sorgen für einen schnellen Antrieb ohne Ruckler oder lange Ladezeiten. Zudem bietet sich das Windows Phone 8 Betriebssystem für diejenigen an, die auch ein Notebook oder einen PC mit Windows 8 betreiben. Die Oberfläche, Apps und vor allem das Microsoft Konto zeigen hier Parallelen zwischen den Welten Smartphones und Desktops. Ein Windows 8 Nutzer wird sich deutlich schneller mit dem Mobil-Pendant anfreunden können. Der Windows Store könnte allerdings etwas voller sein. Hier haben Apple iOS und Google Android noch immer die Nase vorn. Die Entwicklung spricht allerdings für Microsoft, da zum Start deutlich mehr Programme angeboten wurden als damals im App Store beziehungsweise Play Store.

Auf 4,5 Zoll bietet das Nokia Lumia 920 eine Auflösung von 1.280 x 768 Pixel und einer somit anliegenden Pixeldichte von 332 Pixel pro Inch (ppi). Der von Nokia angegebene High-Brightness-Modus und die Vorgabe von 600 Candela pro Quadratmeter können allerdings nicht eingehalten werden. Die maximale Helligkeit liegt bei 351 Candela pro Quadratmeter. Somit ist bei einer Nutzung im Freien immer noch mit erkennbaren Umgebungsreflektionen auf dem glänzenden Bildschirm zu rechnen. Hinzu kommt, dass der LC-Bildschirm mit IPS-Technik zwar eine hohe Blickwinkelstabilität bietet, die Farben und der Kontrast auf einem AMOLED-Display jedoch deutlich besser ausfallen. Dafür erkennt der hochempfindliche Touchscreen geschützt von Corning Gorilla Glass 2 neben der Eingabe mit dem Finger auch Fingernagel und Digitizer (Stift).

Die maximale Akkulaufzeit des Nokia Lumia 920 liegt bei über 27 Stunden. In der Praxis reduziert sich dieser Wert auf sehr gute 14,5 Stunden. Die Durchschnittstemperaturen liegen im gleichen Szenario bei circa 32 Grad Celsius auf der Ober- und 33 Grad Celsius auf der Unterseite. Selbst im Hochleistungsbetrieb wird das Nokia Lumia 920 gerade einmal handwarm. Die verbaute 8,7 Megapixel Nokia PureView Kamera an der Rückseite des Smartphones bietet erstaunlich gute Bilder und kann dank Bildstabilisator auch auf einem Konzert oder während der Autofahrt anständige Fotos schießen. Videos nimmt die Kamera mit 30 Frames/s bei einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel (1.080p) auf. Bei dieser Qualität kann die Kompaktkamera getrost zu Hause bleiben.

Zusammenfassung

Das Nokia Lumia 920 kann sich sehen lassen und fühlt sich vor allem in großen Händen besonders wohl. Unserer Meinung nach ist das 4,5 Zoll Smartphone sowohl für Einsteiger, als auch für Profis interessant. Vor allem die Nokia eigenen Apps zur Navigation werten das Windows Phone 8 Betriebssystem nochmals auf. Hinzu kommen eine gute Akkulaufzeit und eine starke Kamera. Allerdings konnteNokia die eigenen, technischen Angaben zur Displayhelligkeit nicht erfüllen und bietet mit 350 cd/m² weniger als die Konkurrenz. Außerdem treffen das hohe Gewicht von 185 Gramm und das klobige Gehäuse nicht jeden Geschmack. Wir finden Gefallen am Nokia Lumia 920, vor allem in Verbindung mit dem Fatboy-Ladekissen. Bei einem Preis von 650 Euro für das Gerät und 100 Euro für das Ladekissen wird jedoch nicht jeder Geldbeutel mitspielen können.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Leistung (Spiele)1,5 (Sehr gut)
  3. Verarbeitung1,5 (Sehr gut)
  4. Leistung (Anwendungen)1,5 (Sehr gut)
  5. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  6. Display1,5 (Sehr gut)
  7. Lautsprecher2,5 (Gut)
  8. Temperatur2,5 (Gut)
  9. Anschlüsse2,0 (Gut)
  10. Akku und Energieverbrauch1,0 (Sehr gut)
  11. Software und Zubehör2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V8775 Pkt.Max. 12723 Pkt.
Sunspider913.9 msMin. 194.3 ms
Antutu11502 Pkt.Max. 167253 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 40 Min.Max. 6 Std. 40 Min.
Maximal24 Std. 59 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis14 Std. 25 Min.Max. 33 Std. 10 Min.
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