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Bilder zum Test: ASUS PadFone A66-1A038GER inkl. PadFone Station 16GB brown- Das 3-in-1 Smartphone Studio

Normalerweise sind die meisten Käufer enttäuscht von zu kurzen Produktlebenszyklen. Wer viel Geld für ein High-End-Gerät in die Hand nimmt, möchte dass sein Smartphone oder Tablet nicht so schnell zum alten Eisen gehört oder von neuen Produkten deklassiert wird. ASUS riskiert mit der Padfone Modellreihe genau diese Situation. Das erste Modell, welches auch Gegenstand dieses Tests ist, hat zahlreiche Jahre Entwicklungsarbeit hinter sich und konnte erst in diesem Sommer in der finalen Form auf den Markt treffen. Kaum ein paar Wochen später werden wir dem Padfone 2 als maßgeblich überarbeiteten Nachfolger vorgestellt, dessen Verfügbarkeit noch in diesem Jahr liegen soll. Vor der Enttäuschung schützt eine etwas angepasstere Betrachtungsweise: Padfone und Padfone 2 können auch als Mainstream und High-End Produkt der gleichen Modellreihe verstanden werden. Wenn ASUS den Preis für das Padfone bei Erscheinen des Nachfolgers noch ein wenig korrigiert, gibt es auch für das "alte" Padfone sehr wohl Kaufargumente.

Das Padfone lässt sich leicht als ein Vertreter aus dem ASUS Zen Portfolio identifizieren. Um die mittig platzierte Kamera mit Autofokus und LED-Blitz ziehen sich konzentrische Ringe über das Backcover aus Kunststoff. Das sorgt für eine ansprechende Haptik und Griffigkeit des mit einem Gewicht von 129 Gramm sehr leichten Geräts. Die Stabilität erhält das Smartphone durch einen matten Aluminiumrahmen welcher sich nach unten hin zuspitzt und die Bauhöhe von 9,2 Millimetern gut kaschiert. Nicht dass das sonderlich dick wäre, das Padfone wirkt einfach schlanker als es ist. Backcover wie Aluminiumrahmen wölben sich hinter der Gorilla-Glass dominierten Front und schmiegen sich so mit sehr viel Kontaktfläche in die Hand. Apple hat einmal behauptet, die menschliche Hand wäre Designvorgabe für das iPhone – beim Übergang der gewölbten Rückseite des iPhone 3GS auf das Blockdesign des iPhone 4 wurde das ein wenig vergessen. ASUS bleibt in dieser Hinsicht konsequenter. Die Rückseite des Smartphones lässt sich sehr schwer an einem Spalt an der Unterseite lösen, das spricht für die Verarbeitung. Die Spaltmaße sind gering und der Smartphone-Barren lässt sich nicht verbiegen. Probleme treten erst mit der Padfone Station, dem Tablet-Teil der Kombination auf.Mit dem bequemen Einschub des Padfone 2 im Hinterkopf sind wir von der Lösung des Padfone enttäuscht. Am Tablet müssen erst Schieber und Klappe geöffnet werden, um das Telefon in die Station zu bekommen. Natürlich kratzt das nur bedingt am innovativen Konzept der Kombination von drei Formfaktoren – der Nachfolger gestaltet es einfach komfortabler. Die Klappe selber erhöht die Anfälligkeit gegenüber grobem Umgang, das Scharnier kann beispielsweise eher kaputtgehen. Liegt das Tablet auf dem Tisch, so provozieren Gesten auf dem Bildschirm Wackeleien, das Gerät ist nicht ausbalanciert.

Ein Gerät in drei Formen
Das Google Android Betriebssystem erfährt mit dem Padfone ein völlig neues Niveau. ASUS hat schon mit den Transformer Pads Vorarbeit geleistet: Die Erweiterung des Tablets zum Semi-bürotauglichen Hybrid erhält mit den Smartphone-Fähigkeiten nun zusätzlich Aufgaben im Kerngeschäft von Android.Für die Praxis sieht das folgendermaßen aus: Smartphones sind aus dem Alltag im digitalen Zeitalter kaum mehr wegzudenken, wir telefonieren nicht nur sondern organisieren, navigieren, twittern, facebooken, fotografieren, teilen und archivieren. Dafür müssen die meisten leistungsfähigen Smartphones mindestens jeden zweiten Tag aufgeladen werden. Zuhause besitzen viele Anwender ein Tablet als Zweitgerät, damit wird dann dank des größeren Bildschirms bequemer gesurft, geshoppt, gemailt und Video geschaut. Ein Tastaturdock ergänzt das Tablet um Netbook-Funktionen. Nicht nur Emails gehen weitaus flotter von der Hand, Anwender können auch Word-Dokumente oder PowerPoint-Präsentationen verfassen und große Festplatten, Mäuse oder SD-Karten anschließen. All das geschieht mit dem Padfone auf Basis des Android 4.0 Ice Cream Sandwich Betriebssystem erstaunlich leicht. Der Hersteller ASUS wird eine Update auf Android 4.1 Jelly Bean in jedem Fall nachreichen. Vorinstalliert sind Apps für Office, Multimedia, Dateimanagement und Internet. Das Smartphone kommt bei der all der Erweiterung natürlich nicht zu kurz, auch in der Station dürfen Telefonate geführt oder SMS geschrieben werden. Der beigelegte ASUS Stylus Eingabestift erlaubt die Wahl zwischen Gesprächen über das Tablet oder aber über den Stift als Bluetooth Headset. Den Schreiberling ans Ohr zu halten erscheint uns gewöhnungsbedürftig, auf beiden Seiten der Leitung empfinden wir jedoch eine gute Gesprächsqualität. Das ASUS Stylus Headset gilt zudem als mildernder Umstand für das relativ schwierig aus der Station zu bekommende Smartphone. Der Stylus arbeitet mit nur einer Stufe der Druckempfindlichkeit, für Notizen oder handschriftlich verfasste Texte reicht das aber völlig aus.

Technische Daten

Display:4.3"Auflösung:540 x 960
Prozessor:Qualcomm Snapdragon S4 MSM8260A / 1.5 GHzGrafikkarte:Adreno 225
Festplatte16 GBRAM:1 GB
Plattform:Android 4.0 Ice Cream Sandwich
Akkulaufzeit:15,6 Std.Gewicht:129 g
B x H x T:6.54 cm x 0.92 cm x 12.8 cmFarbe:braun

Auf dem Prüfstand

Mit einem Qualcomm Snapdragon S4 1,5 GHz Dual-Core Prozessor und 1 GB Arbeitsspeicher kann das erste Padfone immer noch mit aktuellen High-End Smartphones und Tablets mithalten. Das Umschalten im Dock geschieht zwar etwas behäbiger als beim Padfone 2 mit seinem enorm leistungsfähigen Quadcore, mehrere parallel laufende Apps sind jedoch kein Problem für das Padfone. Die Adreno 225 Grafikeinheit beherrscht in den meisten Android-Spielen die höchste Detaileinstellung. Bezüglich der Hardware sind Padfone und Padfone Station, letztere funktioniert nicht allein sondern braucht das Smartphone als Antrieb,immer noch auf der Höhe der Zeit.

Der 4,3 Zoll Super AMOLED Bildschirm des Padfones löst mit 960 x 540 Pixel auf und liegt geschützt hinter Gorilla-Glass mit einer Anti-Fingerabdruckbeschichtung. Der Kontrast ist sehr hoch, die Farben wirken frisch und knackig. Mit einer durchschnittlichen Helligkeit von 268 Candela pro Quadratmeter im Outdoor Mode können wir auch mit hoher Umgebungshelligkeit noch Inhalte ablesen. Die 10,1 Zoll Padfone Station ist mit dem IPS-Display (ebenso hinter Gorilla Glass) mit der Auflösung von 1.280 x 800 Pixel noch ein wenig heller (281 Cd/m2), verfügt aber nicht über ein so hohes Kontrastverhältnis. Die Blickwinkel fallen sehr weit aus, für den Heimbetrieb ist das Tablet absolut geeignet. Beide Geräteteile ordnen sich hinsichtlich der Bildqualität im gehobenen Mittelklasse-Segment ein. Hervorzuheben ist die sehr gute Soundqualität, das Padfone selber kann mit dem Klang des Konkurrenten HTC One S nicht mithalten – die Padfone Station stellt mit ihrem Mono-Lautsprecher die meisten Alternativen der Geräteklasse locker in den Schatten. Ein großer Resonanzraum sorgt bei dem auf Multimedia ausgelegten Formfaktor für satte Mitten und Bässe.

Das Padfone funkt über microSIM in allen gängigen Netzen, dazu zählen GSM, GPRS, EDGE, UMTS, HSUPA und HSDPA. Lokal kann über WLAN b/g/n oder Bluetooth 4.0 eine drahtlose Verbindung aufgebaut werden. Für die Padfone Station finden sich microHDMI, microUSB und drei Dockingpins am Padfone. Die Ausgabe über microHDMI auf Fernseher ist nicht möglich, über microUSB kann aber synchronisiert und aufgeladen werden. Der interne Speicherplatz bemisst 16 GB, dank Unterstützung für microSDXC Karten können bis zu 64 GB zusätzlicher Platz hinzugefügt werden. Die Padfone Station besitzt nur den Dockinganschluss und einen 3,5mm Audio Port. Das optionale Tastaturdock bringt einen Host-fähigen USB-Port, einen SD-Kartenleser und zusätzliche 6.600 mAh Akku mit.

Das Padfone selber kommt mit seinem 1.520 mAh Akku im Leerlauf schon 17 Stunden und 28 Minuten aus. Im Alltag sollte man damit mindestens über einen Tag kommen. Die Padfone Station und das Tastaturdock addieren jeweils 6.600 mAh so dass ein IDLE-Betrieb von über 150 Stunden erreicht werden kann. Kein Netbook erreicht derartige Werte. Wer seine Padfone Station und das Tastaturdock stets bei sich hat, kann auch auf Wechselakkus verzichten denn das Padfone lädt sich automatisch bis zu 8-mal über die anderen Geräte auf.

Zusammenfassung

Die Padfone Gerätekombination ist trotz des Nachfolgers, der schon in den Startlöchern steht, noch zeitgemäß. Sowohl Smartphone als auch Padfone Station liegen im gehobenen Mittelfeld der jeweiligen Geräteklasse. Die umfassende Funktionalität der Kombination kann nicht mal der Konkurrent aus eigenem Hause liefern – das Tastaturdock für das Padfone 2 muss noch nachgereicht werden. Für rund 750 Euro bekommen Käufer ein flottes Smartphone,ein solides Tablet und ein ausdauerndes Netbook. Für High-End in allen Bereichen muss mit rund 1.000 Euro (inkl. zukünftigem Keyboard) bedeutend tiefer in die Tasche gegriffen werden.

Der Einschub über die Klappe an der Rückseite war noch nicht ganz zu Ende gedacht und der microHDMI Port kann leider nur in der Padfone Station genutzt werden. Ansonsten finden wir nur wenig Anlass zur Kritik.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Leistung (Spiele)1,5 (Sehr gut)
  3. Verarbeitung2,0 (Gut)
  4. Leistung (Anwendungen)1,5 (Sehr gut)
  5. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  6. Display2,0 (Gut)
  7. Lautsprecher1,0 (Sehr gut)
  8. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse2,0 (Gut)
  10. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  11. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V81302 Pkt.Max. 12723 Pkt.
Sunspider1850.5 msMin. 194.3 ms
Smartbench 20123113 Pkt.Max. 10254 Pkt.
Linpack (Android)173109 MFLOPSMax. 1143896 MFLOPS
Geekbench 21552 Pkt.Max. 4180 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile2235 Pkt.Max. 9575 Pkt.
NenaMark 258.5 fpsMax. 62 fps
Basemark ES 2.028.8 fpsMax. 61.76 fps
GL Benchmark 2.1 (Egypt Offscreen)28 fpsMax. 148 fps
Antutu6544 Pkt.Max. 167253 Pkt.
Vellamo HTML51590 Pkt.Max. 6120 Pkt.
Vellamo Metal574 Pkt.Max. 3712 Pkt.
Quadrant5845 Pkt.Max. 42181 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast2 Std. 33 Min.Max. 11 Std. 5 Min.
Maximal17 Std. 28 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis10 Std. 5 Min.Max. 33 Std. 10 Min.
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