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Bilder zum Test: Wortmann Terra Ultrabook 1450 II - Das "Made in Germany"-Ultrabook

Mit dem Terra Mobile 1450 II bringt die Wortmann AG bereits ihr zweites Ultrabook auf den Markt. Schon auf einen Intel-Event in München konnte das Modell in Augenschein genommen werden. Designtechnisch hält sich das Ultrabook stark zurück. Es dominieren mattschwarze Flächen und abgerundete Kanten. Der Displaydeckel besteht aus einem gebürstetem Aluminium und die Bodenplatte aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung. Der Akku ist fest verbaut und eine Wartungsklappe zum Austauschen von Arbeitsspeicher oder SSD suchen wir vergebens. Die Verarbeitung des Chassis kann durch eine hohe Stabilität überzeugen. Auch der dünne Displaydeckel ist sehr verwindungssteif und wippt dank straff angezogener Scharniere kaum nach.

Die schwarze Tastatur liegt im Chiclet-Design vor und sitzt in einem Bett aus schwarzem Hochglanz-Kunststoff. Die Tasten besitzen einen angenehm kurzen Hub, aber der Druckpunkt zeigt sich schwammig. Auf eine integrierte Hintergrundbeleuchtung muss man bei der Bauhöhe von rund 18 Millimeter verzichten. Das Touchpad befindet sich leicht nach links versetzt unterhalb der Tastatur und bietet eine durchgängige Tastenwippe. Ein lautes Klicken kommentiert jeden Tastendruck. Die angeraute Oberfläche des Touchpads allerdings findet keinen Gefallen. Durch den starken Widerstand wird die Navigation erschwert.

Im Bereich der Anschlüsse muss man sich beim Ultrabook mit Standardkost ohne Beilagen zufrieden geben. Zugute halten muss man dem Wortmann Terra Mobile 1450 II aber, dass alle Anschlüsse im vollwertigen Layout vorliegen. Von den drei vorhandenen USB-Schnittstellen bietet nur eine den aktuellen USB 3.0 Standard. Hier wäre eindeutig mehr möglich gewesen. Externe Monitore und Beamer finden an einem HDMI- sowie VGA-Ausgang ihren Platz. Ultrabook-typisch wird auf ein optisches Laufwerk verzichtet. Ins Internet geht es kabellos mit WLAN-N oder kabelgebunden über die Gigabit-Ethernet-Schnittstelle. Mobile Endgeräte können über Bluetooth 4.0 Verbindung aufnehmen und Speicherkarten von Kameras und Videorecordern werden an einem SD-Kartenleser aufgenommen. Als Betriebssystem kommt ein Microsoft Windows 7 Professional (64 Bit) zum Einsatz. Bis auf eine frei nutzbare Microsoft Office 2010 Starter Edition ist das System unberührt und nicht von zahllosen vorinstallierten Programmen überladen.

Technische Daten

Display:14"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:Intel Core i3 3217U / 1,8 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 4000
Festplatte120 GB SSDRAM:4 GB
Laufwerk:ohne LaufwerkPlattform:Microsoft Windows 7 Professional SP1 64-Bit
Akkulaufzeit:9 Std.Gewicht:1.6 kg
B x H x T:33.3 cm x 1.9 cm x 22.9 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Die Wortmann AG bietet ihr neues Ultrabook in drei verschiedenen Konfigurationen an. Wir haben die kleinste Variante getestet, welche mit einem Intel Core i3-3217U Prozessor (ULV) und 4 GB DDR3 Arbeitsspeicher ausgestattet ist. Er bietet auf zwei Kernen eine Taktfrequenz von 1,8 GHz und kann durch einen sehr niedrigen Stromverbrauch von maximal 17 Watt punkten. Dies wirkt sich auch positiv auf die Akkulaufzeit aus. Auffällig ist der Vergleich zwischen der aktuellen Intel Ivy Bridge Generation und dem Vorgänger Intel Sandy Bridge. So liefert der Intel Core i3-3217U eine ähnlich gute Systemleistung wie ein Intel Core i5-2467M. Als Grafikeinheit kommt die im Prozessor integriere Intel HD Graphics 4000 zum Einsatz. Dank schneller 120 Gigabyte SSD ist das Betriebssystem nach knapp 20 Sekunden einsatzbereit. Für alle wesentlichen Aufgaben im Büroalltag bleiben genug Leistungsreserven, um ein flüssiges Arbeitstempo zu gewährleisten.

Das Wortmann Terra Mobile 1450 II bietet ein 14-Zoll großes TN-Display mit einer nativen Auflösung von 1.366 x 768 Pixel. Durch die entspiegelte Oberfläche sollte sich das Modell eigentlich unterwegs und in der Sonne wohl fühlen, da keinerleiReflexionen den Blick auf die Bildschirminhalte trüben. Was dies verhindert ist unter anderem der schlechte Betrachtungswinkel. Bereits ab einer vertikalen Neigung von 20 Grad ergeben sich erste Farbverfälschungen. Viel schwerer wiegt aber das sehr dunkle Display, welches eine durchschnittliche Helligkeit von 155 Candela pro Quadratmeter bietet und damit zu den dunkelsten Modellen gehört, die wir in den letzten Monaten testen konnten. Unser erster Eindruck vom Intel-Event in München bestätigt sich somit.

Dank stromsparender Komponenten erreicht das Wortmann Terra Mobile 1450 II eine sehr gute, maximale Laufzeit von 9 Stunden und 54 Minuten im Leerlauf bei abgedunkelten Display und einem Stromverbrauch von 9,4 Watt. Unter realistischen Anforderungen mit verschiedenen Büro-Anwendungen und Filmen kann man von einer durchschnittlichen Laufzeit von 5 Stunden und 37 Minuten ausgehen. Für mehr sollte die Displayhelligkeit verringert werden. Bei der Lautstärke zeigt sich das Wortmann mit 34 Dezibel (A) sehr laufruhig, ist aber aus ruhigen Arbeitsumgebungen deutlich heraus zu hören. Die Durchschnittstemperatur der Aluminiumoberfläche wird von dem Kühlsystem auf akzeptablen 32,7 Grad Celsius gehalten. Während das Tastaturfeld und die Handballenauflage jederzeit kühl bleiben, bilden sich vor allem an der Unterseite unter hoher Systemauslastung Hot Spots an den Lüftungsausgängen. Auch unter klimatisierten Umgebungen ergeben sich dort Temperaturen von bis zu 44 Grad Celsius.

Zusammenfassung

Das Wortmann Terra Mobile 1450 II präsentiert sich im Test als ein gut verarbeitetes Ultrabook, jedoch ohne nennenswerte Stärken. Eingabegeräte und Akkulaufzeit sind auf einem guten Niveau, aber das kontrastarme und dunkle Display trübt die Gesamtwertung. Der Leistungsschub der stromsparenden Intel Core i3 ULV-Prozessoren findet in der Redaktion allerdings Gefallen. So können auch günstige Konfigurationen mit einer annehmbaren Systemgeschwindigkeit aufwarten. Daneben kann das 14-Zoll Ultrabook mit dem „Made in Germany“-Stempel eigentlich nur den geringen Preis von unter 700 Euro auf der Haben-Seite verbuchen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,5 (Gut)
  2. Display4,5 (Ausreichend)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur3,5 (Befriedigend)
  5. Lautsprecher3,5 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung3,0 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark064021 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark11524 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage2432 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark72977 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage6122 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01054.5 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)187.2 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)138.1 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read10204 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write11035 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz50.8 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read194.4 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen7249 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)3212 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)7061 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)3242 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)2534 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)5591 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)3193 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung144 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 20 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal9 Std. 54 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis5 Std. 37 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

32 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,032 kWh x 24,00 Cent = 16,82 EUR

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