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Bilder zum Test: Toshiba Tecra R850-18F - Einheitsbrei oder Business-Wunder?

Seriös und unscheinbar kleidet sich das Toshiba Tecra R850-18F ganz in Schwarz. Einzig das Firmenlogo auf dem Displaydeckel, sowie die Scharniere und die Touchpad-Tasten sind mit einem spiegelnden Silber-Lookversehen. Die Scharniere sind stabil, aber schwerfällig und erlauben das Öffnen des Business-Notebooks nur mit zwei Händen. Der Deckel und die Handballenauflage weisen eine feine Linien-Struktur auf, wohingegen der Rest mit schwarzen, matten Oberflächen nicht wirklich ins Auge sticht und auch resistent auf Fingerabdrücke reagiert. Bis auf den Displayrahmen ist die Verarbeitung als durchweg gut zu bezeichnen. Dieser lässt sich nämlich leicht verwinden, was sich auf die Langlebigkeit auswirken könnte.

Die Tastatur liegt im Chiclet-Design vor, bietet einen separaten Ziffernblock und ist spritzwassergeschützt. Einen kurzen Hub und ein knackiges Feedback bieten die Tasten, wobei die Leertaste deutlich kürzer ausgefallen ist als bei vielen anderen Modellen. Es bedarf daher etwas an Einarbeitungszeit. Dennoch kommt die Qualität nicht an Keyboards der Dell Latitude oder Apple Macbook Pro Reihe heran. Keine Klagen gibt es beim integrierten Mausersatz. Schnell und präzise navigiert man sich damit durch das Windows 7 Professional (64 Bit) System. Neben dem Multi-Touchpad befindet sich ein AccuPoint Trackpoint zwischen den Tasten. Dieser fällt allerdings etwas klein aus und die Oberflächenstruktur ist weniger wertig als bei den Marktführern Dell und Lenovo.

Die vorhandenen Anschlüsse des Tecra R850 sind auf den Business-Bereich zugeschnitten. Neben einem USB 3.0 stehen zwei USB 2.0 Anschlüsse, sowie ein eSATA/USB Combo-Port, der mit einer Sleep-and-Charge Funktion ausgestattet ist, zur Verfügung. Damit lassen sich angeschlossene Geräte auch dann aufladen, wenn das Notebook ausgeschaltet ist. Externe Monitore, Fernseher oder Beamer können über einen integrierten DisplayPort oder analogen VGA-Anschluss angebunden werden. Die Docking-Schnittstelle an der Unterseite lässt sich optional mit dem Hi-Speed Port Replicator II verbinden. Dieser liefert unter anderem einen HDMI-Anschluss, der dem Gerät fehlt. Kabellose und kabelgebundene Verbindungen in Netzwerke und das Internet erfolgen mithilfe des schnellen WLAN N-Standards oder über den Gigabit LAN Anschluss. Mobile Endgeräte können per Bluetooth 3.0 + HS angebunden werden. Unterwegs sorgt ein integriertes HSDPA/UMTS Modul für eine schnelle Internetanbindung. Mit dem DVD Super Multi Laufwerk lassen sich CDs und DVDs brennen und abspielen. Ein integrierter Card Reader unterstützt zudem SD-, MS- und xD-Karten.

Technische Daten

Display:15.6"Auflösung:1366 x 768 (HD)
Prozessor:Intel Core i5 2430M / 2.4 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 3000
Festplatte500 GBRAM:4 GB
Laufwerk:k.A.Plattform:Microsoft Windows 7 Professional 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:7.5 Std.Gewicht:2.49 kg
B x H x T:37.9 cm x 2.08 cm - 2.54 cm x 25.2 cmFarbe:Schwarz mit fein linierter Struktur

Auf dem Prüfstand

Der Intel Core i5-2430M stammt aus der aktuellen Sandy Bridge Generation und taktet mit zwei Kernen auf 2,4 GHz. Mithilfe der Turbo Boost 2.0 Technik kann der Takt kurzzeitig auf 2,8 GHz gesteigert werden. Diesem zur Seite steht die integrierte, DirectX 10 fähige Intel HD Graphics 3000. Sie bietet genug Grafikleistung für Büro-Anwendungen und Filme, ist aber zu schwach um Computerspiele zu meistern. Der Arbeitsspeicher ist mit vier Gigabyte ausreichend bemessen, um arbeitsintensive Prozesse schnell abzuarbeiten und lässt sich auf maximal 8 GB erweitern. Die 500 GB große Festplatte ist mit 7.200 Umdrehungen pro Minute eine der schnellen Sorte und kann mit guten Geschwindigkeiten von 95,9 MB/s beim Lesen und 66,4 MB/s beim Beschreiben überzeugen.

Wie bereits angedeutet handelt es sich bei unserem Testgerät nicht um eine Workstation, obwohl der Prozessor wohl auch zu rechenintensiven Rendering-Prozessen einladen könnte. Das Hauptaufgabengebiet liegt bei der Text- und Tabellenverarbeitung, dem Abrufen von Emails und dem Surfen im Internet. Kurz gesagt, bei fast normalen Aufgaben im Arbeitsalltag, dem Home Office oder bei Kundepräsentationen unterwegs.

Wie es sich für ein Business-Gerät gehört, verbaut Toshiba ein 15,6-Zoll Display mit einer matten Beschichtung. Auch an sonnigen Wintertagen erleichtert dies das Arbeiten ohne zugezogene Jalousien. Die native und maximale Auflösung beträgt 1.366 x 768 Bildpunkte. Sie erschwert das Interagieren wenn mehrere Fenster unter Windows 7 geöffnet sind. Eine Auflösung von 1.600 x 900 Pixel hätte dem Business-Notebook besser gestanden, da so der Bereich Multitasking deutlich mehr in den Vordergrund gerückt worden wäre. Das Display bietet eine Hintergrundbeleuchtung durch LEDs, die eine maximale Helligkeit von 285 cd/m² erreichen. Auf alle erfassten Messfelder gesehen schwankt die Helligkeit aber deutlich zwischen 200 und 285 Candela. Im Schnitt kommt der 15-Zöller auf einen Mittelwert von annehmbaren 241 cd/m². Der Schwarzwert bei voller Helligkeit liegt mit 1,89 Candela auf einem sehr niedrigen Niveau und liefert damit einen Kontrast von nur 148:1 ab.Bereits bei kleinen horizontalen oder vertikalen Neigungen zeigen sich Farbverfälschungen und Helligkeitsverluste. Hier besteht eindeutig Verbesserungsbedarf. Um Musik und Filme genießen zu können raten wir dringend die Benutzung von externen Boxen oder Kopfhörern an. Die verbauten Stereo-Lautsprecher sind stark höhenlastig und kraftlos.

Die beworbene, lange Akkulaufzeit können wir durchaus bestätigen. Zwar macht der Akku bereits nach 62 Minuten unter Volllast schlapp, doch die maximale Akkulaufzeit im Leerlauf beträgt stolze 9 Stunden und 26 Minuten. In der Praxis kommt so eine Laufzeit von 5 Stunden und 14 Minuten zustande. Der Stromverbrauch hält sich dabei in Grenzen. Im Leerlauf kommt das Toshiba Tecra R850-18F auf 12,3 Watt Verbrauch und unter Volllast limitiert das Netzteil. Dieses bietet nur 64,98 Watt und drosselt den maximalen Stromverbrauch bei Überlastung auf 60,1 Watt herunter. Dies wird durch eine Taktminderung des Prozessors erreicht. Mit rund 28,5 Grad im Idle-Betrieb und 31,2 Grad unter Last macht die Kühlung unseres Testgeräts seine Arbeit gut. Die Handballenauflage bleibt kühl und es entstehen keine unangenehmen Wärmestaus. Auch im Bereich der Geräuschemissionen zeigt sich das Tecra als ruhiger Zeitgenosse. Im Office-Betrieb säuselt es bei knapp 33 dB(A) und fällt beim Arbeiten nicht unangenehm auf.

Zusammenfassung

Toshiba stellt mit dem Tecra R850-18F ein durchaus gutes Business-Notebook auf die Beine. Für den normalen Büro-Betrieb ist die gebotene Leistung des Intel Core i5-Prozessors absolut ausreichend. Besonders das integrierte UMTS-Modul kann beim mobilen Gebrauch punkten. Das Display ist zwar entspiegelt, könnte aber deutlich heller sein um positiv aufzufallen. Bei einem Preis von über 1.000 Euro kann man im Bereich der Eingabegeräte ebenfalls Besseres erwarten. Die Tastatur mit seiner verkürzten Leertaste bietet keine Hintergrundbeleuchtung und nicht die Qualität seiner Konkurrenten. Somit sind uns zwar keine gravierenden Fehler aufgefallen, doch auch keine besonderen Eigenschaften die aus der Masse heraus stechen.

Wer auf UMTS ab Werk verzichten kann und sich das Modul per Express Card zu einem späteren Zeitpunkt nachrüstet, dem empfehlen wir eher den Griff zu einem HP ProBook 6560b. Hier werden HD+ Bildschirm, stärkerer Prozessor und stärkere Grafikleistung für weniger Geld geboten.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display3,0 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte3,0 (Befriedigend)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher4,0 (Ausreichend)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse2,5 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,5 (Gut)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung3,5 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark063350 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMarkVantage1509 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark72193 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage7152 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01191.9 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)95.9 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)66.4 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read9954 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write10171 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz58.2 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read81.4 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen19188 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4308 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)9632 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)4424 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3594 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)8202 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)4155 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung94 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 2 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal9 Std. 26 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis5 Std. 14 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

23 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,023 kWh x 24,00 Cent = 12,09 EUR

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