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  3. Test Toshiba Tecra M11-104 - Struktur im Büro

Erster Eindruck vom Toshiba Tecra M11-104

Das Toshiba Tecra M11-104 ist auf den ersten Blick auffällig unauffällig: Schwarzer Kunststoff zeichnet das gesamte Gehäuse und abgesehen von dem großen, silbern glänzenden Toshiba-Logo gibt es keine Design-Spielereien. Eine leichte Struktur überzieht sowohl den Deckel, als auch im Inneren die Handballenauflage und macht die Oberflächen angenehm anzufassen.

Der Displaydeckel ist weitestgehend stabil, lässt sich aber etwas zu stark verwinden. Die Tastatur sitzt dafür sehr fest im Gehäuse und gibt an keiner Stelle übermäßig nach. Die untere Hälfte des Tecra M11-104 hingegen ist etwas druckempfindlich, besonders von unten lässt sich das Notebook doch an einigen Stellen eindrücken.

Die Tastatur wirkt designmäßig etwas altbacken mit den weit herausstehenden Knöpfen und auch die silbernen Tasten des Touchpads, die schnell mit Fingerabdrücken übersäht sind und die etwas ungenau ausgeschnittene Ausbuchtung für den Track-Point sind keine Highlights.

Insgesamt ist das Design mit seinen rauen Plastikoberflächen zwar nicht gerade avantgardistisch, aber funktional und auch ganz nett anzusehen und zu fassen. Wer das schlichte Design von Lenovos Thinkpads mag, der wird auch hier zufrieden werden.

Technische Daten und Ausstattung

Der Intel Core i3-Prozessor und die im Prozessor integrierte Grafikkarte sollten ausreichend Leistung in den Büroalltag bringen. Neben einer mit 250 GB etwas kleinen Festplatte und 4 GB Arbeitsspeicher sind zahlreiche Business-Features mit an Bord: Neben dem Fingerabdrucksensor zwischen den Touchpadtasten gibt es einen Festplattensensor, der auf Erschütterungen reagiert und das BIOS unterstützt Computrace, so dass man seinen gestohlenen PC nachverfolgen und sogar fernsteuern kann.

Anschlüsse

Alle vier Seiten des Notebooks nutzt Toshiba, um zahlreiche Anschlüsse zu verbauen. Sogar an der Unterseite ist ein Docking-Port angebracht, über den sich eine Docking-Station mit weiteren Anschlussmöglichkeiten verbinden lässt.

An der Vorderseite findet der Nutzer einen Hardwareschalter, der die drahtlose Kommunikation ein- oder ausschaltet. Daneben sitzt der Kartenleser, der mit SD-Karten, Multimediakarten, Memory-Sticks und Memory Stick Pros sowie xD-Picturecards klarkommt.

Linkerhand findet man im mittleren Bereich einen Display-Port sowie dahinter einen kombinierten eSATA/USB 2.0-Anschluss. Es folgt das Lüftungsgitter und der Anschluss für ein Notebookschloss.

Rechts sitzt vorne ein schmaler Express-Karten-Slot im Gehäuse, darunter die Audioausgänge und -eingänge. Es folgt das DVD-Laufwerk mit Brenner und ganz hinten ein USB 2.0-Port.
An der Rückseite befinden sich rechterhand von Außen nach Innen der LAN-Port, ein weiterer USB 2.0-Anschluss, der VGA-Anschluss, sowie der Stromanschluss. Auf der anderen Seite des Akkus findet sich eine Ausbuchtung für einen Modem-Anschluss, der allerdings in Deutschland nicht verbaut ist. Per Bluetooth und WLAN kommuniziert das Notebook drahtlos mit der Außenwelt und zwar nach allen aktuellen Standards.

Insgesamt sind die Ports gut über das Gehäuse verteilt, so dass jeder seine Peripherie angenehm anschließen kann. Manche Geschäftsleute werden wohl den Smartcard-Einschub vermissen, den andere Business-Notebooks bieten, ansonsten lässt sich an der Anschlussausstattung kaum etwas aussetzen.

Software und Zubehör

Einige mehr oder weniger nervige Werbe- und Testversionen sind auf dem Tecra M11-104 installiert: Neben einem Link zu einem großen Online-Auktionshaus gibt es noch die Google-Toolbar, 30 Tage McAfee Security Center und 60 Tage Microsoft Office.

Das Betriebssystem heißt Microsoft Windows 7 Professional und kommt in der 64-Bit Version zum geneigten Käufer. Ein Downgrade auf Windows XP Professional liegt ebenfalls bei. Alle Software muss aber erst vom Nutzer auf DVD gebrannt werden, ansonsten liegt sie nur auf einer Festplattenpartition.

DiscCreator und DVDPlayer von Toshiba sind nützliche Programme, ebenso wie der Kamera-Assistent. Wirklich wertvolle Softwarebeigaben installiert Toshiba allerdings nicht.

Display

Das Toshiba Tecra M11-104 ist mit einem 14-Zoll Bildschirm im 16:9-Format ausgestattet und löst mit 1366 mal 768 Pixeln auf. Wegen seiner matten Beschichtung sollte man das Display auch in helleren Umgebungen gut einsetzen können, da Reflexionen vermindert werden.

Die Helligkeit ist ordentlich: 212 cd/m² messen wir im unteren mittleren Abschnitt des Bildschirms als Maximum. Generell fällt die Helligkeit zu beiden Seiten hin von der Mitte aus ab. Die Ausleuchtung ist leider nur einigermaßen gleichmäßig.

Nach links und rechts sind dafür die Blickwinkel ganz ordentlich, während sich bei einer Veränderung der Position nach oben und unten die Farben schnell verschieben. Ungünstig aufgefallen ist uns noch, dass wenn man den Bildschirm zuklappt, der integrierte Kontakt sehr früh auslöst, so dass man, auch wenn man den Bildschirm nur halb schließt oft ungewollt den Ruhezustand auslöst.

Insgesamt sollte man den Bildschirm in den allermeisten Büros ganz ordentlich einsetzen können, zumal man für Bürotätigkeiten keine exzellenten Kontraste oder strahlende Farben benötigt.

Eingabegeräte

Die Tastatur ist recht altmodisch gestaltet, allerdings lässt es sich vorzüglich damit arbeiten: Die Tasten sind groß, an keiner Stelle gibt die Tastatur nach. Die oberste Tastenreihe ist zur besseren Übersicht in Vierergruppen angeordnet, die Abstände zwischen den Buchstaben sind ausreichend und abgesehen von der etwas kleinen Entertaste gibt es keine Beanstandungen. Sogar die Pfeiltasten sind groß und gut bedienbar.

Oberhalb der Tastatur liegen die Sondertasten, mit denen Toshiba die Lautstärkeregelung, den Wechsel in den Präsentationsmodus und, in Zeiten der GreenIT besonders wichtig, den Ökomodus ermöglicht.

Das Touchpad hingegen kann von der Größe her nicht mithalten, liefert ansonsten aber eine ordentliche Vorstellung ab: Deutlich abgesetzt mit gutem Widerstand und Gleitfähigkeiten kann man es durchaus als Mausersatz benutzen. Recht und unten finden sich Scrollbalken, die allerdings nicht eingezeichnet oder haptisch abgehoben sind, so dass man sie schon mal unbeabsichtigt aktiviert. Die beiden silbernen Tasten sind zwar schnell mit Fingerabdrücken übersäht, ansonsten lassen sie sich aber gut bedienen.

Zwischen den Tasten "G", "H" und "B" findet sich zudem ein blauer, kurzer Stift, der aus der Tastatur ragt. Es handelt sich dabei um einen Trackpoint oder Accupoint, wie Toshiba ihn bezeichnet. Damit kann man ebenfalls den Mauszeiger steuern, zwei zwischen Touchpad und Tastatur gelegene separate Maustasten gehören ebenfalls dazu. Auch hier klappt die Steuerung einwandfrei.

Temperatur

An sich verhält sich das Toshiba Tecra M11 vorbildlich, was die Temperatur angeht, lediglich bei der Maximaltemperatur unter Last muss man Abstriche machen: Das Gehäuse kann an der Unterseite mit 45,4 Grad Celsius schon ganz schön warm werden.

Betriebsgeräusche

Im Leerlauf wird man vom Toshiba Tecra M11-104 wenig mitbekommen: 31,4 dB(A) sind kaum hörbar. Auch, wenn man mehrere Programme gleichzeitig laufen lässt und so die üblichen Office-Anforderungen simuliert, erhöht sich dieser Geräuschpegel nicht. Unter Volllast wird das Gerät allerdings wiederum ganz schön laut, besonders dafür, dass keine separate Grafikkarte integriert ist: 43,7 dB(A) sind dafür eigentlich zu viel.

Filmfans sollten vom Tecra M11-104 übrigens Abstand nehmen, das DVD-Laufwerk ist nämlich eines der lautesten, die wir jemals im Test hatten: 43,4 dB(A) beim Datenauslesen wären noch akzeptabel, aber 49,9 dB(A) während eines DVD-Films sind als Hintergrundgeräusch viel zu laut. Zudem machte das Laufwerk beim Datenlesen ein unangenehm hohes Geräusch.

Leistung

Leistungstechnisch liefert das Toshiba Tecra M11-104 ein mittelmäßiges Bild ab. Fest steht: Zum Spielen aktueller Games ist das Notebook nicht geeignet, das zeigt eine Punktzahl von 1733 Punkten im 3DMark06. Ältere Titel sollten aber laufen.

Für einfache Bürotätigkeiten ist die Leistung des Zweikernprozessors ausreichend, bei 3629 Punkten im PCMark Vantage sollte man allzu anspruchsvolle Programme aber vermeiden.

Im Cinebench R10 zeigt sich, dass der Zweikernprozessor einen deutlichen Geschwindigkeitsvorteil herausholen kann, wenn beide Kerne an einer Aufgabe arbeiten: Mehr als doppelt so schnell kann das Notebook in darauf abgestimmten Anwendungen arbeiten.

RAM und Festplatte liefern recht durchschnittliche Werte ohne große Auffälligkeiten.

Akku und Energieverbrauch

10 Watt Minimalverbrauch, 26 Watt in der Praxis und 68 Watt, wenn man dem Computer alles abverlangt und nebenbei noch den Akku lädt. Das sind die Eckdaten zum Energieverbrauch des Toshiba Tecra M11-104. Für einen Core i3-Prozessor recht übliche Werte.

Die Akkulaufzeiten liegen bei knapp über 5 Stunden, wenn der Computer einfach nur ohne Aufgabe eingeschaltet ist und 1:36 Stunden, wenn man ihm alles abverlangt. Ganz ordentliche Werte, die sicher auch mit der etwas verringerten Leistungsfähigkeit des Laptops zu tun haben.

Praxis

Unser HD-Video spielt das Toshiba Tecra M11-104 sauber und ohne Ruckler ab, auch im Energiesparmodus und im Akkubetrieb. Der Ton überzeugt uns dabei allerdings überhaupt nicht: Zu leise, viel zu dumpf und völlig ohne Bässe macht damit nicht einmal ein Youtube-Video richtig Spaß.

Die Sicherheitsfeatures funktionieren dagegen recht gut: Der Fingerabdrucksensor erkennt unseren Finger zuverlässig wieder und der Festplattensensor greift ein, wenn man das Notebook erschüttert. Die nervige Warnmeldung kann man übrigens ausschalten.

Zusammenfassung

Wer hin und wieder mal einen Film auf seinem Arbeitsnotebook schauen will, dem sei vom Toshiba Tecra M11-104 abgeraten: Das viel zu laute DVD-Laufwerk und die grottigen Lautsprecher verhindern jeglichen Filmspaß. Wer aber ein zuverlässiges Arbeitstier sucht, der sollte den Kauf des 14-Zöllers in Betracht ziehen: Erwärmung und Betriebsgeräusch sind im normalen Betrieb so gut wie nicht vorhanden, der Akku hält einige Zeit und grundlegende Business-Features sind ebenfalls an Bord.

Wer anspruchsvolle Tätigkeiten mit seinem Bürogerät ausführt, der sollte allerdings bedenken, dass der Core i3-Prozessor und die interne Grafikkarte dafür wohl nicht genug Leistung bieten können. Auch werden unter Last Erwärmung und Betriebsgeräusch doch sehr deutlich spürbar und teils sogar unangenehm.

Wer also einen verlässlichen Begleiter mit schlichter, aber wertiger Optik und grundlegenden Sicherheitsfeatures sucht, der macht mit dem Kauf des Tecra M11-104 nichts verkehrt.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,3 (Gut)
  2. Ausstattung2,5 (Gut)
  3. Display1,9 (Gut)
  4. Eingabegeräte1,4 (Sehr gut)
  5. Temperatur1,7 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche2,6 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse1,4 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,2 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,6 (Befriedigend)
  10. Leistung3,2 (Befriedigend)
  11. Praxis2,2 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark061733 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage3629 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read7125 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write5223 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz107.2 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read71.25 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen5223 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)2857 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)6666 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)1826 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)2340 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)5497 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)1816 Pkt.Max. 9005 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 36 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal5 Std. 8 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 48 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

26 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,026 kWh x 24,00 Cent = 13,67 EUR