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Bilder zum Test: Toshiba Satellite Z830-10J - Fliegengewicht im Ultrabook-Segment

Entgeht einem vielleicht der Millimeter, den das Toshiba Satellite Z830-10J Ultrabook gegenüber dem 13,3 Zoll Asus Zenbook schlanker ist, so machen die 200 Gramm Gewichtsverlust sich schon deutlicher bemerkbar. Das auf der Consumer Electronics Show 2012 in Las Vegas vorgestellte Acer Aspire S5 wird ab Erscheinen zwar mit 15 Millimeter die Schlankheitskrone übernehmen, aber mit 1,35 Kilogramm genauso schwer wie die Pendants von Asus und Co. sein. Was also macht Toshiba anders? Das Satellite Z830-10J kommt nicht in einem Aluminiummantel sondern hat ein Magnesiumgehäuse mit entsprechenden Gewichtsvorteilen. Auf den schicken gebeizten Look muss man auch bei dem stahlgrauen Gehäuse des Z830-10J nicht verzichten, einzig der Chromlook der Touchpad-Tasten und der äußeren Scharniereinfassungen stören den sonst unauffälligen Gesamteindruck. Sie können aber auch als Hingucker verstanden werden. Bei dem 15,9 Millimeter Profil kann sich das Toshiba Satellite Z830-10J keine Verschlankung in irgendeine Richtung leisten. Umso erstaunlicher ist, dass Toshiba statt der von Konkurrenten oft bevorzugten Miniaturausgaben nur vollwertige Anschlüsse wählt.

Der Innenraum präsentiert sich aufgeräumt. Die Vertiefung des Tastaturbettes lässt die Basiseinheit jedoch fast genauso zerbrechlich wirken wie den Displaydeckel. Hinsichtlich der Verarbeitung wird so schnell ein falscher Eindruck erweckt. Das Magnesiumchassis wurde im Innern durch eine Wabenstruktur verstärkt. Von Verwindungssteifigkeit kann beim nahezu flatterigen Displaydeckel nicht die Rede sein, das dünne Panel ist vergleichbar mit einem Blatt im Wind. Toshiba erklärt diesen Umstand als Flexibilität, welche ein schnelles Brechen verhindern soll. Ob man das Ultrabook an einer Displayecke halten kann, wollten wir lieber nicht ausprobieren. Laut Toshiba soll es aber Stürze aus über 70 Zentimeter Höhe schadlos überstehen können. Die Spaltmaße sind gering und gleichmäßig, nur die Displayscharniere machen hier eine unauffällige Ausnahme. Der Widerstand ist wohldimensioniert, das flatterige Display wippt aber sehr stark nach – nichts für unruhige Auto- oder Bahnfahrten.

Die Eingabegeräte hinterlassen einen gespaltenen, aber überwiegend positiven Eindruck. Die Tasten an sich fallen für ein Ultrabook im 13,3 Zoll Format erstaunlich großzügig aus. Ein extrem kurzer Hub und gleichmäßig klare Druckpunkte bieten hohen Schreibkomfort. Die Hintergrundbeleuchtung ist gut gemeint aber zu unregelmäßig, bei breiteren Tasten fällt die uneinheitliche Leuchtstärke als fleckig auf. Leider gibt es für die Beleuchtung auch keine Abstufungen und die graue Kennzeichnung der Zweitbelegung geht im Dunkeln komplett unter. Zu erwähnen bleibt auch der Spritzwasserschutz der Tastatur. Das Toshiba Satellite Z830-10J soll schon mal eine Tasse Kaffee vertragen können, ohne dass das Innenleben leidet. Auch die abgesetzten Richtungstasten und die Tastenleiste mit Bildlauf, Entfernen etc. rechts neben der Entertaste zeigen überlegtes Design. Das Multitouch-Pad reagiert sehr präzise und eine integrierte Status-LED-Leiste unter dem Mausersatz wertet selbiges optisch auf. Mehrfinger-Gesten werden von dem Synaptics-Pad problemlos erkannt und umgesetzt.

Die überwiegend rückseitig angebrachten, vollwertigen Anschlüsse verhindern ein Kabelwirrwarr auf dem Schreibtisch. Der VGA-Ausgang und der Gigabit-LAN Port sind clever in die Standfüße eingelassen, dazwischen finden sich zwei USB 2.0 Ports und ein HDMI-Ausgang. Nur die Audiobuchsen, der Multikartenleser, das Kensington-Lock und die USB-3.0-Schnittstelle sind an den hinteren Seitenrändern angebracht. Neben dem Gigabit-Ethernet kann das Toshiba Satellite Z830-10J auch über WLAN 802.11n und Bluetooth 3.0 kommunizieren. Ein optisches Laufwerk wurde aufgrund der geringen Bauhöhe nicht verbaut.

Das Toshiba Satellite Z830-10J Ultrabook kommt mit vorinstalliertem Windows 7 Home Premium Betriebssystem (64 Bit). Tools zum Brennen und für Multimedia-Anwendungen, Microsofts Office 2010 Starter Paket sowie passende Software für die Energieeinstellungen sind bereits ab Werk installiert.

Technische Daten

Display:13.3"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:Intel Core i5 2467M / 1.6 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 3000
Festplatte128 GB SSDRAM:4 GB
Laufwerk:ohne LaufwerkPlattform:Microsoft Windows 7 Home Premium SP1 64-Bit
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:1.12 kg
B x H x T:31.6 cm x 0.83 cm x 22.7 cmFarbe:Stahlgrau-metallic grau

Auf dem Prüfstand

Der Intel Core i5-2467M taktet mit 1,6 GHz im Basistakt, schafft aber auch bis zu 2,3 GHz im Turbo Modus. Mit einer integrierten Intel HD Graphics 3000 Grafiklösung kommt die stromsparende Sandy Bridge ULV-CPU auf einen maximalen Verbrauch von 17 Watt und reicht für das Anwendungsgebiet im Büro und unterwegs locker aus. Für Spiele ist dieses Ultrabook gänzlich ungeeignet. Gleiches gilt für die Produktion von HD-Medien - z.B. dem Schneiden von 1080p Filmen oder Bearbeiten von hochauflösenden Bildern. Toshiba setzt voll und ganz auf die Befriedigung grundlegender Bedürfnisse und eine lange Akkulaufzeit sowie hohe Mobilität. Somit müssen im Bereich der Performance Abstriche gemacht werden. Von den vier Gigabyte Arbeitsspeicher sind zwei Gigabyte fest auf dem Mainboard verlötet. Ein Slot für die Erweiterung auf bis zu 6 GB bleibt frei. Die von Toshiba verbaute 128 GB große mSATA SSD ermöglicht zwar einen schnellen Bootvorgang, schreibt aber vergleichsweise langsam und sehr nah an den Werten einer schnellen, herkömmlichen Festplatte.Die Konkurrenz von ASUS verbaut eine mehr als doppelt so schnelle SSD.

Dank mattem Finish und einer durchschnittlichen Lichtdichte von 254 Candela pro Quadratmeter ist das 13,3 Zoll Display auch für den Außeneinsatz geeignet. Die Auflösung von 1.366 x 768 Pixel ist Standard. Ein HD+ Panel hätte dem Toshiba gut gestanden, böte es doch mehr Arbeitsoberfläche – der Stromverbrauch stiege jedoch mit. Der Kontrastwert fällt mit 131:1 sehr mager aus, zudem kommen Notebooks von Toshiba mit einem sehr hohen, voreingestellten Gammawert, welcher wohl eine höhere Helligkeit suggerieren soll. Passt man diesen Wert an, mindert man störende Überblendung und bekommt einen leicht besseren Schwarzwert. Vor dem Toshiba Satellite Z830 sollten sie besser stillhalten. Die vertikalen wie horizontalen Betrachtungswinkel sind äußerst knapp bemessen. Farbinvertierungen und Helligkeitsverluste treten für unseren Geschmack zu schnell ein. Die an der Vorderseite der Basiseinheit versteckten Lautsprecher liefern zudem einen zu erwartenden, höhenlastigen aber überraschend druckvollen Klang.

Beim Stromverbrauch gibt sich das Toshiba Satellite Z830-10J äußerst sparsam. Im Leerlauf zeigt das Eco-Utility einen Verbrauch von 4 Watt, wir messen um die 8 Watt. Der maximale Verbrauch liegt bei 35,7 Watt und in der Praxis zwischen 18 und 29 Watt. Derart genügsam kommt das Z830-10J auf eine maximale Akkulaufzeit von 9 Stunden und 18 Minuten, im praktischen Betrieb liegt sie bei rund 5,4 Stunden. Unter Volllast haben wir den Akku in 82 Minuten entladen. Dabei braucht es gar keine besondere Belastung um den Lüfter zu bemerken. Dieser ist mit 30 Dezibel (A) im Leerlauf leise und mit 42 Dezibel (A) unter Last vergleichsweise laut, surrt aber in einem deutlich tiefen Frequenzbereich in der Praxis bei 34 dB(A). Die Temperaturen bewegen sich mit durchschnittlich 27,6 Grad Celsius in einem angenehmen Rahmen. Gibt es auch Ausreißer in Nähe wärmeintensiver Komponenten, so bleibt die Handballenauflage immer im 25°C Bereich.

Zusammenfassung

Abgesehen von der halbherzigen 1.366 x 768 Pixel Displayauflösung, der fleckigen Hintergrundbeleuchtung der Tastatur und dem schnarrenden Lüfter gibt es beim Toshiba Satellite Z830-10J wenig zu bemängeln. Der Akku könnte etwas länger halten, dafür kann das Z830-10J als Fliegengewicht in Sachen Mobilität punkten. Mit mattem Display und vielen, clever positionierten, originären Anschlüssen präsentiert das Toshiba Satellite Z830-10J weitere Alleinstellungsmerkmale unter den Ultrabooks und ist mit einem Preis von unter 1000 Euro vergleichsweise erschwinglich. Die Konkurrenz-Produkte von ASUS und Lenovo gehen jedoch mit einer deutlich besseren Wertigkeit an den Start.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse2,5 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung3,5 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark064195 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMarkVantage1621 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark72993 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage8614 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01049.6 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)121.4 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)51.5 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read14222 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write12712 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz58.1 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read164.1 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen13808 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)3588 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)7293 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)4606 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)2884 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)5941 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)4448 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung123 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 22 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal9 Std. 18 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis5 Std. 20 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

24 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,024 kWh x 24,00 Cent = 12,61 EUR

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