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  3. Test Toshiba Satellite T130-13R - Low-Budget Subnotebook als Netbook-Killer?

Erster Eindruck vom Toshiba Satellite T130-13R

Das Toshiba Satellite T130-13R ist verpackt in einem unscheinbaren, weißen Karton und zeichnet sich durch ein sehr flaches Design bei sehr geringem Gewicht aus. Die glänzend-schwarze Kunststoff-Oberfläche wirkt recht elegant. Dies ändert sich jedoch, sobald das Notebook einmal in die Hand genommen wurde: Fingerabdrücke finden sich auf dem kompletten Gehäuse. An der Vorderkante befindet sich eine silberglänzende Leiste mit den Status-LED, die sowohl bei geöffnetem als auch geschlossenem Notebook gut ablesbar sind.

Technische Daten und Ausstattung

Beim Prozessor handelt es sich um einen betagten Pentium SU2700 mit 1,30 GHz. Mit nur einem Kern und ohne Hyperthreading ist nicht nur der Stromverbrauch gering, sondern auch die Rechenleistung. Für die Bildausgabe sorgt ein Intel GMA X4500HD Grafikchip, der, wie der Name schon sagt, mit einem integrierten HD-Decoder aufwarten kann. Den Grafikspeicher zweigt der Chip sich vom 2 GB umfassenden Hauptspeicher ab. Mit 250 GB ist die Festplatte für die meisten Zwecke ausreichend groß. Aufgrund der flachen Gehäusekonstruktion muss jedoch auf ein optisches Laufwerk verzichtet werden. Die integrierte Webcam schafft eine altertümliche Auflösung von 640x480 Bildpunkten.

Anschlüsse

Dem Nutzer stehen die bei dieser Gehäusegröße üblichen drei USB-Anschlüsse zur Verfügung. Über einen HDMI Ausgang kann das Toshiba Satellite T130-13R mit einem größeren, digitalen Bildschirm verbunden werden. Des Weiteren verfügt das Notebook über einen Ethernet-Port für Heimnetzwerke sowie einen 5in1 Cardreader, der auch mit den moderneren SDHC Karten umgehen kann. Der WLAN-Adapter unterstützt die Protokolle 802.11b, g und n, wodurch Sie bis zu 300 MBit/s bei Drahtlosnetzwerken erreichen können.

Software und Zubehör

Das Software-Paket des Toshiba Satellite T130-13R ist überschaubar gehalten. Neben nerviger Ebay-Werbung auf dem Desktop gibt es das obligatorische Office 2007 Paket in einer 60 Tage Testversion. Für die Sicherheit sorgt ein Komplettschutz von McAfee. Desweiteren hat Toshiba eine Schutzfunktion entwickelt, die Vibrationen und Erschütterungen des Gehäuses erkennt, und zur Sicherheit in einem solchen Fall den Lesekopf der Festplatte "parkt", um einen Defekt vorzubeugen. Die Meldung, die man daraufhin erhält, lässt sich – zum Glück – abschalten. Ein weiteres Dienstprogramm ist das Toshiba Eco Utility, welches den Energieverbrauch verringern soll, beispielsweise durch Anpassung der Bildschirmhelligkeit. Die Webcam lässt sich mit einem eigenen Programm ansteuern. Jedoch sind die Einstellmöglichkeiten recht begrenzt.

Display

Auffällig ist der stark eingeschränkte Betrachtungswinkel von oben. Bereits bei geringen Abweichungen sinkt der Kontrast stark ab. Das Display ist verspiegelt und ermöglicht somit gute Farben und Kontraste. Für ein Notebook, welches häufig unterwegs sein dürfte, wäre jedoch eher ein mattes Display empfehlenswert gewesen: Spiegelt sich einmal die Sonne im Bildschirm, ist dieser kaum noch ablesbar. Die Reaktionszeit ist gerade schnell genug, um Schlierenbildung, beispielsweise beim langsamen Verschieben von Fenstern, zu vermeiden. Die Helligkeit ist ordentlich und auch im Akku-Modus ist die höchste Helligkeitsstufe wählbar.

Eingabegeräte

Das Toshiba Satellite T130-13R hat Tasten in schwarzer Lackoptik spendiert bekommen. Die sehen zwar schön aus, jedoch rutscht man leicht ab, und die Tasten sind ebenso fingerabdruckanfällig wie der Rest des Gehäuses. Nichtsdestotrotz ermöglicht die Tastatur schnelles Schreiben, auch sind die einzelnen Tasten ausreichend groß dimensioniert. Zwischen den Tasten befinden sich schmale Zwischenräume, die wie geschaffen für die Ablagerung von Schmutz und Staub scheinen. Das Touchpad hingegen überzeugt durch seine angeraute und dadurch angenehme Oberfläche. Es ermöglicht eine präzise Bedienung sowie vertikales Scrollen. Horizontales Scrollen oder gar Multi-Touch Funktionalitäten weist das Touchpad hingegen nicht auf.

Temperatur

Positiv muss hervorgehoben werden, dass das Toshiba Satellite T130-13R immer einen kühlen Kopf bewahrt. Während der Prozessor ohne Auslastung etwa 52°C warm wird, steigt diese Temperatur unter Last auf 60°C an. Die Festplatte ist mit 34°C ebenfalls recht kühl. Die Gehäusetemperaturen sprechen ebenfalls für eine gute Wärmeableitung beim Toshiba Satellite T130-13R.

Betriebsgeräusche

Erfreulicherweise hält sich die Geräuschentwicklung des Notebooks in Grenzen. Ohne jegliche Auslastung kratzt der Lautstärke-Pegel an der 30 db(A)-Marke, die im Praxis-Betrieb dann mit 33,6 db(A) deutlich überschritten wird. Unter Last wird der Lüfter dann doch recht laut: 37,5 db(A) - eine laues Lüftchen ist das nicht mehr.

Leistung

Naturgemäß gehören 3D-Games und anspruchsvolle Programme nicht zu den Stärken preiswerterer Subnotebooks. Dennoch kann das Toshiba Satellite T130-13Rgerade in den Everest Benchmarks, besonders im Festplatten-Test punkten. Bei zufälligen Lesezugriffen erreichte das Notebook dort eine durchschnittliche Leserate von knapp 60 MB/s. In einem zweiten Durchgang wurde das Notebook mit einem Zeitabstand von etwa 15 Sekunden erschüttert, um die Auswirkungen des Festplatten-Schutzes auf die Leseleistung zu testen. Die Leserate sank prompt auf 52 MB/s ab. Im CineBench Test versagte das Toshiba Satellite T130-13R allerdings: Lediglich 1411 Punkte im 64 Bit- und 1229 Punkte im 32 Bit Modus sind durchaus verbesserungswürdig. Auch die Videokonvertierung dauerte mit 35 Minuten sehr lange – vor allem weil das zu konvertierende Video selbst gerade 20 Minuten lang ist.

Akku und Energieverbrauch

Die Akkulaufzeit ist eine der großen Stärken des Toshiba Satellite T130-13R. Die maximale Laufzeit liegt bei über 10 Stunden. Bei maximaler Auslastung hält das Notebook noch immer gut 4 Stunden ohne Netzstrom durch. Im normalen Betrieb dürfte aber eine Zeitspanne von 7 Stunden realistisch sein. Dies lässt sich auch mit dem niedrigen Stromverbrauch erklären, der im Idle-Modus bei nur 9 Watt liegt.

Praxis

Das Toshiba Satellite T130-13R nutzt Windows 7 Home Premium in der 64 Bit Version und mit Aero Oberfläche. Die Arbeitsgeschwindigkeit des Notebooks ist in Ordnung, allerdings macht sich das Fehlen eines zweiten Prozessorkerns besonders beim Multitasking durchaus bemerkbar. Außerdem befinden sich im Autostart von Beginn an zahlreiche wenig nützliche Programme, die man besser daraus entfernt.

Das Toshiba Satellite T130-13R kann Videos in FullHD Auflösung flüssig wiedergeben. Schließt man nun doch den heimischen Flachbild-Fernseher über die HDMI-Schnittstelle an, lassen sich die eigenen Lieblingsfilme in guter Qualität abspielen. Die Lautsprecher klingen differenziert, aber recht leise. Durch das fehlende DVD-Laufwerk müssen Medien wohl oder übel von der Festplatte oder vom USB-Stick abgespielt werden.

Zusammenfassung

Auch wenn Toshiba beim Design des Toshiba Satellite T130-13R nicht immer ein optimales Ergebnis erzielt hat – zu nennen wären hier die schmutzanfällige Tastatur, das fehlende optische Laufwerk und der unausgegorene Festplattenschutz – so erhalten Sie mit diesem Gerät ein sehr preiswertes, kompaktes Subnotebook in schickem Design und mit einer unglaublich langen Akkulaufzeit. Zugleich reicht die Leistung durchaus für den Genuss hochauflösender Filme aus. Falls Sie mit den Mängeln leben können, so ist Ihnen das Toshiba Satellite T130-13R für eine hohe Mobilität durchaus ans Herz zu legen.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,2 (Gut)
  2. Ausstattung3,2 (Befriedigend)
  3. Display2,5 (Gut)
  4. Eingabegeräte2,5 (Gut)
  5. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse1,6 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch1,0 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör2,4 (Gut)
  10. Leistung3,0 (Befriedigend)
  11. Praxis2,7 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark06692 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage1657 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read5175 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write4167 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz112 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read58.8 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen2739 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)1411 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)617 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)1229 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)522 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung2070 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast4 Std. 15 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal10 Std. 0 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis7 Std. 10 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

16 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,016 kWh x 24,00 Cent = 8,41 EUR