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Bilder zum Test: Toshiba Satellite L775-166 - Angestaubtes Gehäuse mit aktueller Intel-Hardware

Die Toshiba Satellite L775 Serie präsentiert sich in einem schicken, glänzenden Kunststoffgehäuse. Durch Toshibas Matrix Struktur bieten die Oberflächen dem Auge eine angenehme Abwechslung, die zinkgraue Farbvariante ist lebhaft und elegant. Der Innenraum lässt sich als großzügig beschreiben. Viele Rundungen und die Proportionen des Layouts verhindern einen klobigen oder zu flächigen Eindruck. Die Zuspitzung der abgerundeten Gehäuseränder lässt das L775 ein wenig schlanker erscheinen. Durch Vertiefungen drängen sich Lautsprecher und Maustasten etwas auf, der schwarze Netzschalter geht dagegen schnell unter. Die eckigen Tasten der Tastatur kratzen ein wenig am runden Gesamteindruck, Bedienkomfort ist aber gegeben. Die hellweißen Status-LEDs blenden fast, sehen aber toll aus. Durch Zugänge an der mattierten Gehäuseunterseite lassen sich Festplatte und Arbeitsspeicher komfortabel austauschen und erweitern.

Die Verarbeitung ist mittelmäßig. Der große Displaydeckel kann mittig sehr weit eingedrückt werden und gibt Verwindungen nach. Auch das Panel unterhalb des Displays und die Region rund um das DVD-Laufwerk haben sehr viel Spielraum. Der Rest vom Gehäuse bleibt aber stabil. Die Spaltmaße sind gleichmäßig und gering. Das Scharnier des Displaydeckels wirkt ein wenig wackelig und hebt die Basis bei schnellem, einhändigem Aufklappen an.

Die geräumige Tastatur im Standardlayout sitzt auf einem robusten Tastaturbett und bietet hohen Schreibkomfort. Ein klarer Druckpunkt, der knackige Widerstand und ein mittellanger Hub schmeicheln den Fingern. Einzig die glänzende Oberfläche fängt zu leicht Verschmutzungen ein. Das Multitouchpad reagiert flink und genau, zwingt den Nutzer aufgrund der Bildschirmgröße aber zum Nachfassen. Scrolling-Gesten werden durch zwei Leisten rechts und unterhalb des Touchpads sehr penibel umgesetzt. Die Touchpadtasten sind sehr tief eingelassen und Fingerabdrücke bleiben schnell auf der glänzenden Oberfläche zurück. Positiv fällt die Extra-Taste über dem Touchpad auf. Mit dieser lässt sich das Eingabegerät bei Bedarf deaktivieren. Der separate Zifferblock und seine klare Abgrenzung erhöhen zudem die Office-Tauglichkeit des Toshiba Satellite L775-166.

Angesichts des 17-Zoll Formats fallen die Anschlussmöglichkeiten eher mager aus. Von drei USB-Ports unterstützt einer den USB 3.0 Standard. Das Toshiba Satellite L775-166 besitzt einen VGA- und eine HDMI-Ausgang für externe Bildschirme. Ansonsten findet man nur noch den Gigabit-LAN Anschluss und einen Multikartenleser. Drahtlose Netzwerke und Peripherie wird über WLAN 802.11 b/g/n und Bluetooth 3.0 angesteuert. Die integrierte VGA-Webkamera und die Buchsen für Mikrofon und Kopfhörer gehören zur Standardausrüstung moderner Notebooks.

Vorinstalliert sind das 64-Bit Windows 7 Home Premium Betriebssystem und eine Reihe von Toshiba Anwendungen. Darunter finden sich ein Recovery-, ein Brenn- und ein Bildbearbeitungsprogramm. Neben Skype darf die Webkamera auch in der Gesichtserkennung ihre Leistung zeigen. Für Büroarbeiten ist das kostenlose Microsoft Office 2010 Starter installiert. Die Onkyo Stereo Lautsprecher bieten einen klaren, jedoch farblosen Klang ohne Nachdruck. Bei einem 17-Zoll Multimedia-Notebook darf man mehr Bass und Lautstärke erwarten.

Technische Daten

Display:17.3"Auflösung:1600 x 900 (HD+)
Prozessor:Intel Core i5 2430M / 2.4 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GT 525M
Festplatte750 GBRAM:8 GB
Laufwerk:k.A.Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:3.5 Std.Gewicht:2.86 kg
B x H x T:41.36 cm x 2.79 cm - 3.79 cm x 27.0 cmFarbe:Zinkgrau mit Matrix Optik

Auf dem Prüfstand

Die Leistung des Toshiba L775-166 ist konsequent mittelklassig. Multimedia- und Officeanwendungen stellen für den Intel Core i5-2430M in Begleitung von acht Gigabyte Arbeitsspeicher kein Problem dar. Der Basistakt von 2,4 GHz kann via Turbo Boost 2.0 auf 2,7 GHz für zwei Kerne und auf 3,0 GHz für einen Kern gesteigert werden. Dank Hyper Threading Technologie können bis zu vier Prozesse gleichzeitig berechnet werden. Die Nvidia Geforce GT 525M kann auch moderne Spiele in niedrigen bis mittleren Detailstufen bewältigen. Eine stärkere Grafikkarte, welche sich besser für moderne Spiele eignet, wird leider in keinem Modell der Serie verbaut. Die geräumige 750 GB große Festplatte bietet jedoch jede Menge Platz und so kann das Toshiba Satellite L775-166 seinem Multimediaanspruch zumindest leistungstechnisch gerecht werden.

Das 17-Zoll HD+ Display mit einer Auflösung von 1.600 x 900 Bildpunkten liefert mit durchnittlichen 216 Candela nicht den von Toshiba versprochenen „Hochhelligkeits“-Wert. Ein Glare-Finish kaschiert den mageren Kontrast von 156:1 ein wenig und steigert die Farbintensität. Die Blickwinkelstabilität in der Horizontalen ist gut, in der Vertikalen gibt es wie bei den meisten Notebookdisplays schnell Farbänderungen. Für den Außeneinsatz ist das Toshiba Satellite L755-166 wegen der vielen Reflektionen auf dem Bildschirm nicht geeignet.

Im Stromverbrauch ist das Toshiba Satellite L755-166 ist äußerst sparsam. selbst unter Volllast zieht das Multimedia-Notebook nur 65 Watt aus der Steckdose und bleibt mit einer durchschnittlichen Temperatur von 27 Grad Celsius sehr kühl. Nur am Lüfterauslass gibt es Temperaturspitzen von 45 Grad Celsius. Im Leerlauf verbraucht der L775-166 nur 18 Watt und unter Praxisbedingungen sind es um die 32 Watt. Der Akku hält im praktischen Betrieb knapp 2 Stunden, was als unterdurchschnittlich einzuordnen ist. Unter Volllast gesetzt, beendet der L775-166 aber schon nach 24 Minuten den Betrieb, obwohl die Batterie noch Kapazität hat. Wahrscheinlich kann der 48Wh-Akku dann nicht mehr die geforderte Spannung von 10,8 Volt bieten. Mit 37 Dezibel im praktischen Betrieb und 44 Dezibel unter Volllast bleibt die Lautstärkeentwicklung akzeptabel.

Zusammenfassung

Ein 17-Zoll Multimedia-Notebook darf schon ein Blu-ray Laufwerk und vielleicht sogar einen integrierten Subwoofer mitbringen. All das vermissen wir bei Toshibas sehr kompromissbereiten Satellite L775-166. Der HP Pavillion dv7 oder das Asus K73SV bieten für einen geringen Aufpreis von 50 bis 70 Euro stärkere Grafikkarten, Prozessoren und zudem ein Blu-ray Laufwerk.

Das schicke, aber wackelige Gehäuse trägt nur mittelmäßige Hardware und punktet auch in Sachen Anschlussvielfalt nicht wirklich. Pluspunkte sind der geringe Stromverbrauch, die große Festplatte und die guten Eingabegeräte, welche zumindest einen Betrieb im Büro ermöglichen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,5 (Gut)
  2. Display3,0 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte2,5 (Gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher4,0 (Ausreichend)
  6. Betriebsgeräusche3,0 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch4,0 (Ausreichend)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark066772 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark11748 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage3451 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark71986 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage3863 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01380 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)68.4 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)84.7 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read15487 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write15972 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz56.8 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read73 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen16960 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4576 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)9097 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)3570 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3308 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)7351 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)3591 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung96 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 24 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal3 Std. 47 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis2 Std. 9 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

32 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,032 kWh x 24,00 Cent = 16,82 EUR

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