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Bilder zum Test: Toshiba Satellite L770D-10H - AMD-Schnäppchen oder Kunststoff-Krücke?

Optisch zeigt sich das Toshiba L770D-10H bescheiden und unaufdringlich. Dies gilt auch für die Unterseite im schwarzen Kunststoff. Sowohl der Arbeitsspeicher als auch die Festplatte lassen sich leicht austauschen oder aufrüsten. Die silbergraue, glänzende Toshiba Matrix-Oberfläche verleiht dem Kunststoffchassis zwar einen optischen Hingucker, kann aber dennoch nicht über die durchwachsene Verarbeitung hinwegtäuschen.

Das 17,3-Zoll großem spiegelnde Display ist umgeben von einer glänzenden Schicht Klavierlack und lässt zu schnell Verwindungen zu. Auch die große Tastatur im Standard-Layout mit Nummernblock umgibt ein glänzender Rand. Diese ist sauber verarbeitet und bietet genügend Schreibkomfort. Der Druckpunkt der Tasten ist knackig, auch wenn diese beim Tippen eine weniger wertige Geräuschkulisse entwickeln. Das integrierte Touchpad lässt sich praktisch über eine Zusatztaste deaktivieren und bietet eine leicht perforierte Oberfläche für mehr Griffigkeit und leichteres navigieren. Die Touchpad-Tasten bieten einen kurzen Hub, wirken aber klapprig. Insgesamt ist die Verarbeitung - gemessen am Preis - aber sehr gut gelungen.

Bei den Anschlüssen findet man die bekannten Standards ohne Extras. Auf den neuen USB 3.0 Standard oder eine Schnittstelle für eSATA-Festplatte muss verzichtet werden. Was man bekommt sind drei USB 2.0 Ports, VGA, HDMI, ein Multi-Kartenleser für MMC, SD, SDHC und microSD Karten sowie eine im Displayrahmen integrierte 0,3 Megapixel Kamera. Bei den Kommunikationsmöglichkeiten stehen der drahtlose WLAN 802.11n Standard und ein Fast Ethernet (100 MBit/s) zur Verfügung. Zudem ist ein DVD-Brenner vorhanden.

Nach dem ersten Start ins Windows 7 Home Premium 64-Bit Betriebssystem steht eine Testversion von Microsoft Office 2010 sowie eine McAfee Internet Security Suite zu Verfügung. Sollte man keinen Gefallen am fest im System integrierten Internet Explorer finden, kann auf den vorinstallierten Browser Chrome aus dem Hause Google zurückgegriffen werden. Die Zusatzinhalte der Verpackung beschränken sich auf das Nötigste. Neben Akku, Netzteil und Stromkabel befindet sich nur eine Gebrauchsanleitung im Karton.

Technische Daten

Display:17.3"Auflösung:1600 x 900 (HD+)
Prozessor:AMD A-Series A6-3400M / 1.4 GHzGrafikkarte:AMD Radeon HD 6520G
Festplatte640 GBRAM:4 GB
Laufwerk:k.A.Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:5 Std.Gewicht:2.86 kg
B x H x T:41.36 cm x 2.79 cm - 3.79 cm x 27.0 cmFarbe:silber

Auf dem Prüfstand

Mit dem Toshiba Satellite L770D-10H bietet der Hersteller eine AMD Konfiguration mit 4 GB DDR3 Arbeitsspeicher an. Der AMD A-Series A6-3400 Prozessor bietet vier Kerne mit einer Taktfrequenz von 1,4 GHz und im Hochleistungsbetrieb maximal 2,3 GHz. Für normale Büroarbeiten oder das Bearbeiten und Betrachten von Bildern und Videos ist die gebotene Leistung durchaus ausreichend. Aufgrund des niedrigen Grundtaktes eignet er sich aber weder für anspruchsvolle Computerspiele, noch für ressourcenintensive Anwendungen. Verglichen mit der Intel-Konkurrenz orientieren sich die Ergebnisse im synthetischen Cinebench-Testprogramm an einem Pentium B950. Ein Intel Core i3-2330M zeigt in diesem Benchmark eine Mehrleistung von über 30 Prozent.

Fest im Prozessor integriert kümmert sich der Grafikchip AMD Radeon HD 6520G um die optische Darstellung. Entgegen integrierten Grafiklösungen bei Intel bietet dieser eine Unterstützung der aktuellen Grafikschnittstelle DirectX 11. Dennoch liegt hierbei das Augenmerk auf einem geringen Stromverbrauch und nicht auf hoher Leistung. Somit hilft die Grafikeinheit nur bei der Berechnung von HD-Medien – Spiele oder gar Rendering-Aufgaben würden wir dieser nicht zumuten.

Ein unschöner Makel zeigt sich beim verbauten Display. Der 17,3-Zoll große Glare-Bildschirm hat mit 207 Candela pro Quadratmeter eine eher durchschnittliche Helligkeit und eignet sich nicht für den Betrieb im Freien. Besonders im Auto oder im Zug stören die starken Spiegelungen. Als maximale Auflösung stehen nativ 1.600 x 900 Bildpunkte zu Verfügung, was mittlerweile auch bei günstigen Geräten zum guten Ton gehört. In Hinsicht auf die Blickwinkel zeigt sich das TN-Panel klassisch. Im horizontalen Bereich toleriert das Allround-Notebook größere Abweichungen als in der Vertikalen. In den Zeiten hochwertiger IPS-Bildschirme treten bei diesem System aber zu schnell Farbinvertierungen und Helligkeitsverluste ein, was das Bild eines gemütlichen Filmabends zu zweit stark trübt. Die oberhalb der Tastatur eingelassenen Stereo-Lautsprecher sind für die Musikwiedergabe ungeeignet. Der höhenlastige Klang ohne Tiefen klingt dumpf und auch die gebotene Lautstärke ist unterdurchschnittlich. Externe Soundlösungen wie Boxen-Systeme oder Kopfhörer drängen sich gerade zu auf.

Mit einer praktischen Akkulaufzeit von 3,5 Stunden muss sich das Toshiba Satellite L770D-10H zwar nicht verstecken, doch besonders gut sind die Ergebnisse in diesem Bereich auch nicht. Viele Geräte bieten da mehr, viele aber auch weniger. Hier müssen Sie selber entscheiden, ob der Preis diese im Mittelfeld angesiedelte Laufzeit rechtfertigt. Trotz 17,3-Zoll Größe und der damit verbundenen, stationären Bevorzugung, steht für uns bei einem Notebookkauf immer noch der Mobilitätsfaktor im Vordergrund. Dank leistungsschwacher Komponenten fällt die Wärmeentwicklung sehr positiv aus. Die Handballenauflage bleibt sowohl im Idle-Betrieb, als auch unter Last sehr kühl und die Temperaturen liegen im Durschnitt bei 27 Grad Celsius auf einem guten Niveau. Unter Last dreht der Lüfter jedoch hörbar auf und erreicht Werte von bis zu 44,7 Dezibel (A).

Zusammenfassung

Abseits aller Ultrabooks und Workstations hat nicht jeder das passende Kleingeld für ein teures, neues Notebooksystem. Manchmal muss man einen Kompromiss zwischen Preis und Leistung finden. Toshiba bietet nun mit dem Satellite L770D-10H ein 17,3-Zoll Gerät für knapp 500 Euro an, welches zwar einige Mängel aufweist, über die man in größter Not hinwegsehen könnte.

Trotz einigen Schwächen in der Stabilität ist die Verarbeitung für die Preisklasse gelungen. Auch die Temperaturentwicklung und die Akkulaufzeit bewegen sich in einem vernünftigen Rahmen. Das Gespann aus dem AMD A6-3400M Quadcore und der integrierten Radeon HD 6520G bietet mehr als genug Leistung für die alttäglichen Office-Aufgaben. Multimedia-Szenarien oder Spiele sollten aber ebenso gemieden werden wie die Nutzung im Freien. Für Outdoor-Sitzungen ist das zu schlecht ausgeleuchtete HD+ Display nicht zu gebrauchen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,5 (Gut)
  2. Display3,5 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte2,5 (Gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher4,0 (Ausreichend)
  6. Betriebsgeräusche3,0 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse3,0 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch3,0 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung3,0 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark065042 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark11675 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage2408 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark71498 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage4179 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.0909 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)54.8 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)66.7 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read7384 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write7502 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz64.1 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read64.2 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen11526 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)1948 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)6016 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)3473 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)1513 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)4904 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)3282 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung136 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 53 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal6 Std. 8 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 30 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

23 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,023 kWh x 24,00 Cent = 12,09 EUR

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