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Bilder zum Test: Toshiba Satellite L755D-14U - Unbelehrbarer Rentner

Am glanzvollen Äußeren der Satellite L755 Serie hat Toshiba auch beim L755D-14U nichts geändert. Rund um das spiegelnde Display können die Reflexionen im Rahmen störend wirken, ansonsten macht die Optik der grauen Matrix-Oberflächen sehr viel her. Das Kunststoffgehäuse erweist sich trotz der glatten Oberflächen sehr wehrhaft gegenüber Verschmutzungen und Fingerabdrücken. Die Tastatur im Standard-Layout und die glänzenden Tasten unter dem Touchpad können das leider nicht von sich behaupten. Die Verarbeitung ist der Preisklasse entsprechend und in Ordnung. Natürlich lässt sich ein Plastik-Chassis hier und da etwas leichter eindrücken, besonders um das optische Laufwerk herum. Die Spaltmaße aber sind gering. Das Scharnier zeigt Robustheit und einen angebrachten Widerstand, lässt den Displaydeckel aber lange nachwippen. Letzterer gibt Verwindungen ebenfalls stark nach und wirkt flatterig.

Die Eingabegeräte hinterlassen einen guten Eindruck. Obwohl das Standard-Layout der Tastatur etwas altmodisch ist, beherbergt es sehr große Tasten, welche mit abgestuften Abgrenzungen einen hohen Schreibkomfort bieten. Das Tastaturbett federt ein wenig nach, ein deutlicher Druckpunkt und ein mittellanger Hub gleichen das aber aus. Dank des separaten Ziffernblocks werden auch Anwendungen im Büro wie beispielsweise die Tabellenkalkulation erleichtert. Das nach links versetzte Multitouchpad besitzt eine angeraute Oberfläche und setzt alle Gesten problemlos um. Einen eher minderwertigen Eindruck hinterlassen hingegen die Tasten des Mausersatzes.

Bezüglich der Ausstattung hat Toshiba Einsparungen vorgenommen. Keiner der drei USB-Ports unterstützt den schnellen USB 3.0 Standard, die Sleep and Charge Funktion wird aber von einem USB-Anschluss unterstützt. So können externe Geräte wie Mäuse, MP3 Player oder Smartphones auch im ausgeschalteten Zustand des Toshiba Satellite L755D-14U aufgeladen werden. Mit einem Ethernet-LAN-, einem HDMI- und einem VGA-Ausgang sowie zwei Audiobuchsen sind schon alle Anschlussmöglichkeiten aufgezählt. Der 8-in-1 Kartenleser und das optische Laufwerk bieten zumindestnoch ein paar Optionen hinsichtlich der unterstützten Medien. Drahtlos lässt sich das Allround-Gerät über WLAN 802.11 b/g/n oder Bluetooth 3.0 mit Netzwerken oder Peripherie verbinden.

Auch softwareseitig bietet Toshiba die bekannte Standardkost. Vorinstalliert ist ein 64-Bit Windows 7 Home Premium Betriebssystem und das Microsoft Office Starter Paket. Erwähnenswert sind die Toshiba Programme zur Diagnose, Wartung und für Recovery-Lösungen des Notebooks. Bekanntlich setzt Toshiba auch auf eine Testversion des McAfee Anti-Virus-Systems.

Technische Daten

Display:15.6"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:AMD A-Series A6-3420M / 1,5 GHzGrafikkarte:AMD Radeon HD 6540G2
Festplatte640 GBRAM:8 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner), DVD-RAM (DVD-Laufwerk)Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:4.5 Std.Gewicht:2.5 kg
B x H x T:38 cm x 2.77 cm x 25 cmFarbe:Zinkgrau mit Matrix Optik

Auf dem Prüfstand

Die Prozessor-Grafikkarten Kombination aus dem Hause AMD präsentiert sich ausgewogener als die Lösungen von Intel. Die Prozessorleistung des AMD A-Series A6-3420M mit 1,5 GHz Standard- und 2,4 GHz Turbotakt reicht nicht mal an die der Intel Dual Core CPUs in der Mittelklasse heran, aber für Büro- und Internetanwendungen locker aus.Mit acht Gigabyte Arbeitsspeicher ist schon die maximale Bestückung in Bezug auf den RAM erreicht. Die integrierte Grafiklösung AMD Radeon HD 6520G positioniert sich im Einstiegs-Segment, auch die dedizierte Grafikkarte AMD Radeon HD 7450M ist nur bedingt spieletauglich und eher für Multimedia-Anwendungen gedacht. In Kombination - dank Crossfire-Technologie - firmieren beide Karten unter der AMD Radeon HD 6540G2 Dual Graphics und bewältigen auch moderne Spiele, allerdings nur in niedrigen bis mittleren Detailstufen. Treiberbedingt wird bei Spielen im DirectX-9-Modus nur die integrierte Grafikkarte genutzt. Die prinzipiell sehr gute Idee, die Leistung zweier unterschiedlich starker Karten zu addieren, funktioniert in der Praxis leider noch nicht flächendeckend. In Sachen Treiber-Updates müssen sich Nutzer ebenfalls an Toshiba wenden, da herkömmliche AMD-Treiber nicht korrekt funktionieren. Die Toshiba Support-Seite zeigt sich jedoch stark veraltet und beinhaltet nicht einmal den Treiber, der auf unserem Gerät vorinstalliert wurde.

Die geräumige 640 GB Festplatte zählt mit 58,5 MB/s sequentieller Lese- und 73,8 MB/s sequentieller Schreibrate nicht zu den Schnellsten. Als optisches Laufwerk sitzt ein DVD-Dual Layer-Brenner in unserer Konfiguration. Die Stereo-Lautsprecher von Onkyo sind etwas höhenlastig und selbst bei maximaler Lautstärke noch sehr leise.

Das spiegelnde 15,6 Zoll Display des Toshiba Satellite L755D-14U löst mit 1.366 x 768 Bildpunkten auf und kann der Umgebungshelligkeit an sonnigen Flecken mit 234 Candela pro Quadratmeter wenig entgegensetzen. Die Farben wirken bei glänzenden Bildschirmen generell intensiver und täuschen ein wenig über das magere Kontrastverhältnis von 149:1 hinweg. Im Vergleich zu den Vorgängern der Serie - wie dem Toshiba Satellite L755D-13G - hat sich das Display aber in Sachen Helligkeit und Kontrast ein wenig verbessert. Ähnlich dem alten Panel zeigt sich die Blickwinkelstabilität, welche die TN-Fraktion klassisch wiederspiegelt. Im horizontalen Bereich kann die Abweichung vom Optimalpunkt größer sein, während in der Vertikalen Helligkeitsverluste und Farbinvertierungen sehr schnell eintreten.

Wer großen Wert auf lange Akkulaufzeit legt, sollte bei der Toshiba Satellite L775D Serie eine Konfiguration mit AMD Llano Plattform wählen. Wir konnten eine maximale Laufzeit von 6 Stunden und 15 Minuten ermitteln, in der Praxis ist mit rund 3,5 Stunden zu rechnen. Ermöglicht wird diese Laufzeit mit einem Stromverbrauch von 36 Watt im Praxis-Betrieb, 25 Watt beim Surfen, 14 Watt im Leerlauf und maximalen 60 Watt unter Volllast. Auch die Wärmeabgabe liegt mit durchschnittlich 32 Grad in einem angenehmen Bereich. Belastet man das Notebook mit fordernden Aufgaben, dreht der Lüfter auf und erreicht bis zu 40 Dezibel (A). Im praktischen Betrieb ist die Lautstärke von 35 dB(A) jedoch akzeptabel.

Zusammenfassung

Das Toshiba Satellite L755D-14U ist ein ausgewogenes Allround-Notebook, kommt jedoch mit ein paar unnötigen Schwächen. Wir vermissen den USB 3.0 Standard, das Display ist immer noch nicht optimal ausgeleuchtet und die Steigerung in der Helligkeit kostete eine Stunde der maximalen Akkulaufzeit gegenüber den Vorgängern. Außerdem können im gleichen Preisbereich (600 Euro)Kombinationen aus Intel Prozessor und Nvidia Grafikkarte deutlich mehr Leistung, ein besser aufgestelltes Anschluss-Portfolio und vor allem einen ausgereiften Treiber-Support bieten.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display3,0 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse3,0 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch3,5 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung3,0 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark063231 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark11757 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage2314 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark71425 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage3728 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.0864.4 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)58.5 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)73.8 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read7116 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write7799 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz66.6 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read67.7 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen12763 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)2150 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)6901 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)3640 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)1680 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)5472 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)3517 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung81 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 51 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal6 Std. 15 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 3 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

36 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,036 kWh x 24,00 Cent = 18,92 EUR

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