1. Startseite
  2. Notebook Tests
  3. Test Toshiba Satellite L755D-13G - AMD Llano: Kein Audi aber trotzdem A6

© Copyright by Toshiba. Abbildung kann abweichen.Fotogalerie (14)
Bilder zum Test: Toshiba Satellite L755D-13G - AMD Llano: Kein Audi aber trotzdem A6

AMDs Llano-Prozessoren ziehen sich durch die komplette Toshiba L755D Serie. Einige Shops bieten Konfigurationen mit unserem AMD A6-3400M bereits für unter 500 Euro an. Doch wo wird gespart? Das Gehäuse ist aus Kunststoff und macht einen soliden Eindruck. Handballenauflage und Tastatur geben nur an kritischen Stellen – wie die über dem integrierten DVD-Laufwerk – geringfügig nach. Der Deckel hingegen lässt sich zu schnell durchbiegen, was uns an der Langlebigkeit zweifeln lässt. Schließlich wird ein Notebook mobil eingesetzt und auch einmal gröber angepackt.

Über Geschmack kann man sich streiten, doch die graue Farbgebung und die glänzenden Oberflächen finden nicht bei allen Konsumenten Anklang. Diese ziehen sich hin bis zur Umrandung des Keyboards und dem matt-glänzenden Design der einzelnen Tasten. Der Druckpunkt könnte für Vielschreiber noch kürzer sein. Dafür ist das Feedback klar und auch das Touchpad erfüllt seinen Zweck gut. Trotz kompakten 15,6-Zoll Format spendiert Toshiba unserem Testgerät ein numerisches Tastenfeld. Die Arbeitsumgebung wird somit gut ausgenutzt und kaum eine Taste muss sich einer Verkleinerung beugen. Auf Zusatztastet verzichtet der Hersteller.

Die Anschlüsse sind überschaubar. Externe Medien können wir über die USB 2.0 Ports anschließen, während Bildschirme an der VGA- oder HDMI-Schnittstelle Platz finden. Mit einem Kartenleser an der Front sind alle Anschlüsse aufgezählt. Eine Internetverbindung kann über das schnelle WLAN 802.11n oder kabelgebunden am Fast Ethernet Port hergestellt werden. Letzterer unterstützt lediglich eine Übertragungsrate von 100 MBit/s.

Kopfhörer oder externe Lautsprecher können über eine 3,5mm Klinke-Verbindung mit dem Toshiba Satellite L755D-13G verbunden werden. Die internen Boxen sind zwar stylisch im Gehäuse eingelassen, treten aber mittenlastig auf. Höhen und eine hohe Lautstärke neigen zu Verzerrungen, während Bässe fast unbeachtet durchgeschleift werden. Doch diese Abstriche müssen in einem Preisbereich unter 500 Euro hingenommen werden. Immerhin eignen sich die Lautsprecher für kurze Videoclips oder das Abspielen von Radio-Streams im Büro.

Toshiba liefert das Satellite L755D-13G mit vorinstalliertem Windows 7 Home Premium aus. Hinzu kommt die gängige Integration von Skype- und McAfee-Software. Letzteres wird als Testversion ausgeliefert. Nach dem Ablauf können Besitzer ohne schlechtes Gewissen auf Freeware-Lösung wie Anti-Vir ausweichen.

Technische Daten

Display:15.6"Auflösung:1366 x 768 (HD)
Prozessor:AMD A-Series A6-3400M / 1.4 GHzGrafikkarte:AMD Radeon HD 6520G
Festplatte500 GBRAM:4 GB
Laufwerk:k.A.Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:5.25 Std.Gewicht:2.5 kg
B x H x T:38.0 cm x 2.77 cm - 3.75 cm x 25.0 cmFarbe:Zinkgrau mit Matrix Optik

Auf dem Prüfstand

Aus unseren Benchmarks geht hervor, dass sich der verbaut AMD A6-3400M am besten mit einem älteren Arrandale-Prozessor von Intel vergleichen lässt. In diesem Fall der im Januar 2010 erschienene Core i3-330M. Vor allem Cinebench R10 und der Everest CPU Queen Test liegen sehr nah an den Werten der angestaubten Intel-Hardware.

Ähnlich wie die Konkurrenz setzt AMD auf eine dynamische Taktrate. Die Spanne unseres Testgeräts liegt zwischen 1,4 bis 2,3 GHz. In der Preiskategorie unter 500 Euro finden wir aber auch Notebooks mit aktuellen Core i3 Sandy Bridge Prozessoren wieder. Diese bringen in Kombination mit der Intel HD Graphics 3000 jedoch nicht ansatzweise so viel Grafikleistung mit wie die im Satellite L755D-13G verwendete AMD Radeon HD 6520G. Die PassMark-Tests von 3DMark 06 und 3DMark Vantage unterstützen dieses Argument.

Casual-Gamer können also getrost das ein oder andere Spiel auf dem 15,6-Zoller spielen. Auf hohe Details muss natürlich verzichtet werden. Die Anbindung an den Arbeitsspeicher und die Taktrate des Grafikprozessors ist dafür zu schlecht. Immerhin ermöglicht es AMD auch im günstigen Allround-Notebookbereich an Gaming zu denken. Als wirkliches Killer-Argument steht die starke Grafikeinheit jedoch nicht im Raum.

Deutlich stärker ins Gewicht fällt das Display des Toshiba Satellite L755D-13G. Bei einer durchschnittlichen Ausleuchtung von 190 Candela pro Quadratmeter wird es in sonnigen Gefilden problematisch. Für eine optimale Outdoor-Nutzung sollte der interne Bildschirm – soweit nicht entspiegelt – mindestens 250 cd/m², besser mehr als 300 cd/m², aufweisen. Hinzu kommt die schlechte Blickwinkelstabilität im vertikalen Bereich. Für den Hörsaal und das kleine Büro zu Hause reicht die Displayhelligkeit komplett aus. Hier muss jeder Nutzer selbst entscheiden, in welchem Gebiet er das Notebook einsetzt.

Überrascht waren wir von der langen Akkulaufzeit von 4 Stunden in der Praxis. Maximal konnten fast 7 Stunden erreicht werden. Waren AMD-Systeme früher noch bekannt für ein schlechtes Verhalten unter stromsparenden Bedingungen, konnte AMD mit Einführung der Llano-Plattform einiges an Boden gut machen. Gleiches gilt für die Temperaturentwicklung. Im Durchschnitt erreichen die Ober- und Unterseite nicht mehr als 33 Grad Celsius.

Die teils hochfrequenten Lüfter können unter voller Auslastung zur nervenden Begleiterscheinung mutieren. In der Praxis wird die 35 Dezibel (A) Grenze jedoch nicht überschritten. Wirklich laut gibt sich nur das integrierte DVD-Laufwerk, welches sich beim Einlesen und der Filmwiedergabe mit bis zu 50 dB(A) zu Wort meldet. Im Leerlauf sind zudem die Zugriffe der 500 GB Festplatte deutlich zu hören.

Zusammenfassung

Mit Einführung der Llano-Plattform werden AMD-Notebooks wieder interessant. Die Leistung der integrierten Grafik liegt deutlich über der Intel HD Graphics 3000 und das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Für unter 500 Euro könnt ihr mit dem Toshiba Satellite L755D-13G vor allem in Innenräumen glücklich werden. Die Akkulaufzeit von bis zu 7 Stunden ist beeindruckend. Jedoch bildet das schlecht ausgeleuchtet, glänzende Display den Flaschenhals im Outdoor-Bereich.

Der verbaute AMD A6-3400M ist vergleichbar mit einem Intel Core i3 Prozessor und das Komplettsystem lädt sogar zum Spielen ein. Für uns ist dieser 15,6-Zoller ein guter Schritt nach vorn, um Intel Marktanteile im Allround-Bereich abzunehmen.


Andere Notebooks von Toshiba - Jetzt anzeigen

Andere Notebooks von Toshiba - Jetzt anzeigen

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display4,0 (Ausreichend)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse3,0 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch3,5 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung2,5 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark065232 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMarkVantage2414 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMarkVantage3793 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read7418 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write7355 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz61 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read65.8 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen11504 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)1950 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)6284 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)3504 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)1515 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)4870 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)3380 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung139 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 6 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal6 Std. 46 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 56 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

33 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,033 kWh x 24,00 Cent = 17,34 EUR

Kommentieren
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.