1. Startseite
  2. Notebook Tests
  3. Test Toshiba Satellite L650-1NC - Kräftiges Arbeitspferd

Erster Eindruck vom Toshiba Satellite L650-1NC

Das Allround-Notebook von Toshiba ist optisch ein typischer Vertreter der L650-Serie. Das Kunststoffgehäuse hat abgerundete Ecken und eine ebene Form. Die schwarze Grundfarbe wertet ein wellenförmiges Rautenmuster, das effektvoll das Licht spiegelt, auf. Eine transparente Hochglanzschicht überzieht zusätzlich Deckel, Handballenauflage und Tastaturrahmen. Auf diesen Hochglanzelementen sowie auf dem spiegelnden 15,6-Zoll-Display zeigen sich schnell Fingerabdrücke.
Das Touchpad ist auf den ersten Blick unsichtbar, da es mit der Handballenauflage eine Ebene bildet. Nur seine angeraute Oberfläche und die beiden klar abgesetzten Maustasten lassen es erahnen.
Mitten im Displayrahmen verbaut der Hersteller eine 0,3-Megapixel-Webcam. Direkt daneben befindet sich ein internes Mikrofon. Dieses ist nur als kleiner Schlitz erkennbar. Bei angeschalteter Webcam leuchtet eine blaue LED auf.
Der Deckel lässt sich auf bis zu 175 Grad öffnen. Er wippt beim Aufklappen leicht nach, bleibt aber in Position. Seine oberen Ecken geben nur bei starkem Druck nach. Außer dieser kleinen Schwäche spricht beim Toshiba Satellite L650-1NC alles für eine gute Verarbeitungsqualität.
Auf der Unterseite lassen sich mit jeweils einer Schraube die Abdeckklappen über dem Arbeitsspeicher und der Festplatte lösen.
Das Notebook wiegt 2,5 Kilogramm und entspricht damit dem Durchschnitt seiner Klasse. Ebenso wenig heben sich seine Abmessungen davon ab. Es ist 38 Zentimeter breit und 25 Zentimeter tief. Der Unterschied der Bauhöhe beträgt von vorne bis hinten nur einen Zentimeter und steigt von 2,8 bis auf 3,8 Zentimeter an. So fällt der Transport des Satellite L650 nicht schwer.

Technische Daten und Ausstattung

Im Testgerät arbeitet ein Intel-Core-i5-480M-Prozessor mit einer Taktfrequenz von 2,66 Gigahertz. Diese kann der Prozessor aus der Arrandale-Serie durch Turbo-Boost auf bis zu 2,93 Gigahertz je Kern erhöhen. Die Hyper-Threading-Funktion teilt jedem physischen Kern noch einen virtuellen zu, so dass das System letztlich vier Rechenprozesse gleichzeitig ausführen kann. In den Prozessor ist der Intel-Graphics-Media-Accelerator-HD integriert, dessen Leistung für einfache Multimedia-Anwendungen ausreicht.
In Verbindung mit der eingesetzten Grafikkarte ATI Mobility Radeon HD 5650 stellt das Notebook auch neuere Spiele in mittleren Details dar. Wie alle ATI-Grafikkarten unterstützt sie den Unified Video Decoder 2.0, der dem Prozessor das Dekodieren von Videos abnimmt. Die HD 5650 zählt mit zu den ersten ihrer Serie, die DirectX-11 und OpenGL bis zu Version 3.2 nutzen können.
Der vier Gigabyte große Arbeitsspeicher reicht für die meisten Programme aus. Er lässt sich bis auf acht Gigabyte aufrüsten. Die Festplatte bietet mit 500 Gigabyte größeren Musik- und Filmsammlungen ausreichend Platz. Für die mühelose Wiederherstellung des Systems hat Toshiba auf dieser Festplatte eine Partition mit Treibern und Betriebssystem eingerichtet.
Das Multi-DVD-Laufwerk des Toshiba Satellite L650-1NC liest und beschreibt alle gängigen CD- und DVD-Formate.

Anschlüsse

Die Zahl der Anschlüsse sind Mittelmaß. Per VGA- und HDMI-Anschluss nehmen Fernseher, Beamer oder Bildschirme analog oder digital Verbindung zum Notebook auf. Für den Anschluss externer Festplatten eignet sich die eSATA-USB-Kombischnittstelle am besten. Der Fast-Ethernet-Port, der wie die genannten ebenfalls auf der linken Seite steckt, erreicht nur eine maximale Übertragungsrate von 100 Megabit pro Sekunde. Schneller als diese Kabelverbindung ist WLAN im aktuellen Standard 802.11n. Bluetooth fehlt ebenso wie ein Firewire-Anschluss und ein ExpressCard-Schacht. Letzterer hätte zum Erweitern des Notebooks gedient.
An der rechten Seite lassen sich an zwei USB-2.0-Schnittstellen Mäuse, Tastaturen oder Drucker mit dem Laptop verbinden. Den neuen USB-3.0-Standard, der schnellere Datenübertragung mit externen Speichermedien gewährleistet, unterstützt dieses Notebook nicht. Ein 4-in-1-Kartenleser rundet das Anschluss-Portfolio ab.

Software und Zubehör

Bei Allround-Notebooks liegen in der Regel keine Treiber- oder Wiederherstellungsmedien bei. Hier bildet auch das Toshiba Satellite L650-1NC keine Ausnahme. Das Betriebssystem Windows 7 Home Premium 64-Bit und weitere Software sind auf dem Notebook bereits vorinstalliert.
Über die Anwendung Toshiba Recovery Media Creator lassen sich Systemwiederherstellungs-DVDs erstellen. Daten-, Audio- oder Film-CDs oder -DVDs fertigt das Brennprogramm Nero 10 an. McAfee Internet Security schützt das Notebook vor Viren, Trojanern und Würmern. Toshiba hat noch eine Reihe eigener Anwendungen vorinstalliert, die Kabel- und Funkverbindungen steuern oder Musik- und Videoclips anzeigen. Das Serviceprogramm Toshiba PC Health Monitor überwacht das System und warnt bei Problemen. Ein anderes Toshiba-Tool skaliert normale DVDs auf HD-Niveau hoch.
Zur Standardausstattung zählt auch die Programmgruppe Microsoft Office Starter 2010, die abgespeckte Versionen der Tabellenkalkulation Excel und der Textverarbeitung Word beinhaltet.

Display

Toshiba setzt beim Satellite L650-1NC auf ein verspiegeltes HD-Ready-Display mit LED-Hintergrundbeleuchtung, was typisch für diese Klasse ist. Bei einer Bildschirmdiagonalen von 15,6 Zoll oder 39,6 Zentimetern besitzt es eine maximale Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln. Für den Betrieb in Räumen ist dessen Helligkeit völlig ausreichend.
Die maximale Leuchtkraft erreicht 236 Candela pro Quadratmeter (cd/m2). Diese Einheit beschreibt die Lichtstärke einer Kerze bezogen auf die Fläche. Die Helligkeitsverteilung hält sich weitestgehend im Rahmen, nur zu den oberen beiden Bildschirmecken steigt sie um bis zu 26 cd/m2.
Die spiegelnde Oberfläche schränkt Arbeiten unter freiem Himmel stark ein. Dafür eignen sich Notebooks mit mattem Display deutlich besser.
Die vertikalen Blickwinkel fallen sehr gering aus. Bildverfälschungen entstehen schon bei kleinen Veränderungen der Blickposition von 15 Grad. Horizontal kommt es erst ab 45 Grad zu Verdunklung und Farbumkehr.

Eingabegeräte

Obwohl sich die Chiclet-Tastaturen mit einzeln abgesetzten Tasten immer mehr durchsetzen, findet sich hier noch eine Tastatur mit breiten und flachen Tasten und engen Zwischenräumen. In mattem Schwarz hebt sich das Keyboard in sehr kantigem Design von der glänzen Oberfläche der Umrahmung und Handballenauflage ab. Der klare Druckpunkt und ein mittlerer Hub verhelfen auch bei viel Text zu entspanntem Tippen. An keiner Stelle gibt das Tastenfeld nach. Das gilt auch für den Nummernblock.
Bis auf den An/Ausschalter für das Touchpad gibt es keine Sondertasten. Das Touchpad bildet mit der Handballenauflage eine Ebene und liegt zentral unter der Tastatur. Es unterstützt Multitouch, reagiert also auf die gleichzeitige Berührung von zwei Fingern. Ohne seine angeraute Oberfläche, die den Fingern guten Halt bietet, wäre es nicht erkennbar. Zwei deutlich abgegrenzte Maustasten lassen sich ohne Abrutschen bedienen.

Temperatur

Das Toshiba Satellite L650-1NC erwärmt sich bis auf knapp 39 Grad, obwohl es zusätzlich an der Unterseite mehrere Lüftungsschlitze hat. Beim Arbeiten auf dem Schoß ist das auf Dauer unangenehm. Der kühlste Bereich liegt mit rund 26 Grad in Höhe des rechten Lautsprechers.

Betriebsgeräusche

Bei der Lautstärke kann das Toshiba Satellite L650-1NC keinen Punktsieg landen. Schon bei einfachen Arbeiten mit Textverarbeitung und aktivierter Prozessorgrafik rauscht der Lüfter des Allround-Notebooks mit 30,5 Dezibel (dB(A)) vor sich hin. Um drei Dezibel steigt der Geräuschpegel, sobald Anwendungen mehr Leistung von der verbauten Hardware beanspruchen. Bei stärkster Belastung von Prozessor und Grafikkarte erreicht das Notebook einen noch tolerierbaren Pegel von 44,5 dB(A). Das Geräusch klingt bei Volllast höher und schriller.
Lauter geht das DVD-Laufwerk zu Werke. Beim Einlesen einer DVD arbeitet es mit 49,5 dB(A). Während der Filmwiedergabe ist das Laufwerk mit 39,4 dB(A) deutlich leiser.

Leistung

Mit einer dynamischen Taktrate von 2,66 bis 2,93 Gigahertz und den vier Rechenprozessen (Threads) gehört der Intel-Core-i5-480M zur oberen Mittelklasse. In Kombination mit vier Gigabyte Arbeitsspeicher, 500 Gigabyte Festplatte und der Grafikkarte ATI Radeon Mobility HD 5650 bleiben bei der Leistung kaum Wünsche offen. In den Benchmarks erzielt das Toshiba Satellite L650-1NC tadellose Ergebnisse.
Beispielsweise im PC-Mark-Vantage-Test, der die Leistung aller Hardwarekomponten analysiert, sichert sich das Notebook mit 6.222 Punkten einen Spitzenplatz im Mittelfeld. Der Allrounder wird hier meist nur von Vertretern der Multimedia-Kategorie übertroffen. Mit aufs Siegertreppchen in seiner Klasse darf das Toshiba Satellite auch bei allen Anwendungs- und Prozessorbenchmarks. Das zeigt beispielsweise das Ergebnis von 8.591 Punkten beim Cinebench-R10-64Bit-Multi-Test an.
Die Mittelklasse-Grafikkarte bietet für die meisten Spiele genügend Leistung. Anspruchsvolle Games wie zum Beispiel Metro 2033 laufen nur mit reduzierten Detaileinstellungen flüssig. Das unterstreichen die 6.962 Punkte beim 3D-Mark-06-Benchmark. Für ein Allround-Notebook sind diese Ergebnisse hervorragend.

Akku und Energieverbrauch

Obwohl das Toshiba Satellite L650-1NC über leistungsstarke Hardwarekomponenten verfügt, hat es mit 23 Watt einen durchschnittlichen Stromverbrauch. Der Lithium-Ionen-Akku hält, sofern nur das Betriebssystem läuft, vier Stunden und zehn Minuten durch. Im Alltag, bei einfachen Schreibarbeiten, mit aktiviertem WLAN, halbiert sich die Akkulaufzeit auf zwei Stunden und 30 Minuten. Bei voller Beanspruchung der Hardware kommt das Allround-Notebook höchstens 50 Minuten ohne Stromanschluss aus.

Praxis

Für den alltäglichen Gebrauch ist das Toshiba Satellite L650-1NC gut gerüstet. Schreibarbeiten gehen dank der guten Tastatur leicht von der Hand. Das Touchpad reagiert schnell auf Zweifingergesten. Für verschiedene Anwendungsszenarien bietet das Allround-Notebook eine gute Leistung. Spielen ist mit ihm kein Problem, auch wenn die Grafikkarte nicht bei jedem Titel für hohe Detaileinstellungen reicht.
Für den gelegentlichen Transport ist das Notebook bei einem Gewicht von 2,5 Kilogramm geeignet. Eine Akkuladung sollte für eine einfache Bahnfahrt genügen.

Zusammenfassung

Das Toshiba Satellite L650-1NC ist ein solides Allround-Notebook. Der Zweikernprozessor Intel Core i5-480M liefert eine hervorragende Leistung. Die Grafikkarte ATI Radeon Mobility HD 5650 zählt zur Mittelklasse. Selbst moderne Spiele laufen in mittlerer Detailstufe flüssig. Einfache Videobearbeitung meistert sie ebenfalls.
Vier Gigabyte Arbeitsspeicher und 500 Gigabyte Festplattenkapazität entsprechen heutigem Standard. Die Tastatur hat einen klaren Druckpunkt und ist so leichtgängig, dass selbst die Eingabe langer Texte keine Schwierigkeiten bereitet. Die LED-Hintergrundbeleuchtung ist für das 15,6-Zoll-Display hell genug. Probleme macht das spiegelnde Display allerdings bei Sonnenschein.
Das Gehäuse trägt ein wellenförmiges Rautenmuster, das das Licht effektvoll reflektiert. Leider ist das Hochglanzgehäuse anfällig für Fingerabdrücke. Nur bei starkem Druck lassen sich die Ecken des Deckels verbiegen. Das spricht für gute Verarbeitungsqualität.
Kleine Mankos: Firewire-Anschluss und ExpressCard-Schacht fehlen. Letzteres schränkt die Erweiterbarkeit ein. Wünschenswert wäre auch eine USB-3.0-Schnittstelle, die für schnelleren Datendurchsatz von Speichersticks sorgt und energieeffizienter ist.
Für den Alltag bietet das Toshiba Satellite L650-1NC insgesamt eine gute Anwendungs- und Multimedialeistung.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,1 (Gut)
  2. Ausstattung2,2 (Gut)
  3. Display2,4 (Gut)
  4. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  5. Temperatur3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,7 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse3,2 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch2,1 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,5 (Gut)
  10. Leistung2,1 (Gut)
  11. Praxis2,2 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark066962 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage6222 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read7544 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write7487 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz101.5 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read60.1 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen17757 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)3952 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)8591 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)5181 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3200 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)7268 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5185 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung302 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 50 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal4 Std. 10 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis2 Std. 30 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

23 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,023 kWh x 24,00 Cent = 12,09 EUR

Kommentieren
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.