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Bilder zum Test: Toshiba Satellite C670D-122 - Einsteiger ohne Extras

Das doch sehr respektable, dezente Design des Toshiba Satellite C670D-122 kann man auch als gezielte Täuschung verstehen. Für Laien erscheint das Einsteiger-Notebook mit seinen matten Oberflächen und dem 17,3-Zoll HD+ Display zu einem Preis von rund 450 Euro als super Schnäppchen-Angebot. Doch wie so oft sollte auf Äußerlichkeiten nicht so viel Wert gelegt werden, um spätere Enttäuschungen zu vermeiden. Leistungstechnisch bewegt sicher das C670D-122 auf dem Niveau eines Netbooks, doch vorerst zum Äußeren. Die Riffelstrukturen der Oberflächen bieten eine tolle Haptik, ebenso kann der matte Displayrahmen überzeugen. Unaufdringliche Hingucker wie die Umrandungen von Lautsprechern und Tastaturbett unterstreichen das Understatement der Optik im aufgeräumten Arbeitsraum. Der Tastatur im Standardlayout wird sehr viel Platz eingeräumt, auch die Touchpad-Tasten sind großzügig dimensioniert. Die Verarbeitung ist angesichts der Preisklasse gut, das Chassis ist stabil und gibt nur über dem optischen Laufwerk ein wenig nach. Die Spaltmaße sind gering, der Displaydeckel ist vergleichsweise verwindungssteif und das optische Laufwerk schließt sauber mit dem Gehäuserand ab. Der Akku hat in seiner Fassung hingegen sehr viel Spiel.

Die Eingabegeräte sind ordentlich, das Tastaturbett beispielsweise federt auch bei härterem Anschlag nur minimal nach. Die Tasten besitzen einen kurzen Hub und klaren Druckpunkt. Gewöhnt man sich einmal an die großzügige Dimensionierung, schleichen sich sehr wenig Tippfehler ein – die Tasten sind durch Abstufungen an den Rändern klar voneinander abgegrenzt. Der separate Ziffernblock gestaltet Büroanwendungen komfortabler. Ein Chiclet-Layout hätte dem Toshiba Satellite C670D-122 dennoch nicht geschadet. Das Multitouchpad ist nur undeutlich haptisch von der Handballenauflage abgegrenzt und hätte ein wenig größer ausfallen können. Es erfüllt aber seinen Zweck und setzt Mehrfinger-Gesten auf der leicht angerauten Oberfläche präzise um.

Das Anschlussangebot des Toshiba Satellite C670D-122 fällt absolut spartanisch aus. Am linken Gehäuserand finden sich ein VGA-Ausgang für externe Bildschirme, ein 100 MBit/s LAN-Anschluss, zwei USB 2.0 Ports und Audiobuchsen für Kopfhöher und Mikrofon. Der Kartenleser unterstützt zumindest SD, MMC- und MemoryStick-Formate. Ein schneller Festplattenanschluss wie eSATA oder USB 3.0 ist nicht vorhanden. Auch den HDMI-Ausgang, der zum Standardrepertoire gehören sollte, suchen wir vergeblich. An der linken Seite des 17,3-Zollers befinden sich nur der DVD-Brenner und der Kensington Lock. Die drahtlose Kommunikation läuft über WLAN 802.11 b/g/n.

Vorinstalliert ist ein 64-Bit Windows 7 Home Premium Betriebssystem, das Microsofts Office 2010 Starter Paket und eine Probeversion von McAfees Sicherheitssoftware. Zusätzlich im Softwarepaket befinden sich das Supervisor Passwort-Programm, Software zum Brennen von DVDs, Backup- und Recovery-Anwendungen und Toshibas komplettes Value Added Packagefür den erleichterten Betrieb und die Wartung des Notebooks.

Technische Daten

Display:17.3"Auflösung:1600 x 900 (HD+)
Prozessor:AMD E-Series E-450 / 1.66 GHzGrafikkarte:AMD Radeon HD 6320
Festplatte640 GBRAM:8 GB
Laufwerk:k.A.Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:5 Std.Gewicht:2.83 kg
B x H x T:41.36 cm x 2.8 cm - 3.79 cm x 27 cmFarbe:Schwarzes Design mit unempfindlicher Oberflächenstruktur und schwarzer Tastatur

Auf dem Prüfstand

Leistungsmäßig kündigt der Formfaktor und das ausladende Gehäuse vielleicht ein wenig mehr an, als tatsächlich drinsteckt. Die AMD E-450 APU wird oft für ihre integrierte AMD Radeon HD 6320 Grafikeinheit gelobt – das geschieht jedoch im Kontext eines Vergleichs gegenüber Intel Atom Prozessoren. Sprich, die verbaute Hardware findet sonst ihren Platz in Netbooks und Subnotebooks, dementsprechend ist die Leistung zu bewerten. Für einfache Büroanwendungen, das Surfen im Internet und Abrufen von Emails reicht die Performance aus. Aufwändige 3D-Spiele können Sie allerdings nicht flüssig wiedergeben. Angesichts des tatsächlichen Aufgabenfeldes und der eher zurückhaltenden Multithreading-Leistung der AMD E-450 APU sind acht Gigabyte Arbeitsspeicher absolut überdimensioniert und sehen nur auf dem Papier gut aus. Mit 640 GB ist die Festplatte hingegen großzügig im Platzangebot, die Zugriffsgeschwindigkeiten sind jedoch nur durchschnittlich.

Das spiegelnde 17,3-Zoll Display arbeitet mit der HD+ Auflösung von 1.600 x 900 Pixel und kann der Umgebungshelligkeit in Außenarealen mit einer durchschnittlichen Leuchtdichte von 209 Candela pro Quadratmeter nicht viel entgegensetzen. Auch das maximale Kontrastverhältnis von 203:1 ist sehr dürftig. Die Blickwinkel bleiben in beide Richtungen erstaunlich lang stabil und das Glare Finish hübscht die Farben ein wenig auf. Multimediaspaß mag trotzdem keiner aufkommen, die Lautsprecher sind extrem schlecht. Die maximale Lautstärke ist sehr gering, Bässe und Mitten fehlen komplett – mittlerweile haben viele Smartphones einen besseren Sound als das Toshiba Satellite C670D-122.

Die Laufzeit des Lithium-Ionen Akkus wird von Toshiba mit maximal 5 Stunden angegeben, für den Leerlauf können wir diesen Wert bestätigen. Die Komponenten begnügen sich in diesem Szenario mit 16 Watt, unter praktischen Bedingungen messen wir 3 Stunden und 15 Minuten bei25 Watt Verbrauch. Selbst unter maximaler Last steigt der Energiebedarf nicht über 37 Watt, die Temperaturen bewegen sich im Durchschnitt auch unter Last immer unterhalb von 30 Grad Celsius und in der Praxis unter 29 Grad. Die Lautstärkeemission zeigt sich unbeeindruckt von der jeweiligen Belastung und bleibt konstant bei 36 Dezibel (A). Das optische Laufwerk liest mit 49 Dezibel (A) ein und spielt Filme mit 39 Dezibel (A) ab.

Zusammenfassung

Es ist schwer, einen 17,3-Zoller inklusive Betriebssystem für den Preis des Toshiba Satellite C670D-122 zu finden. Wer den großen Bildschirm für den Desktopersatz benötigt und wirklich nur grundlegenden Aufgaben wie das Surfen im Internet und Verfassen von Dokumenten bewältigen möchte, darf zugreifen. Sobald aber Audioqualität, eine HDMI Verbindung oder USB 3.0 im Anforderungsprofil auftauchen, müssen Sie mehr Geld in die Hand nehmen und bekommen mit dem HP Pavilion g7-1234sg beispielsweise dank Intel Core i3 Prozessor einen deutlichen Mehrwert. Zusammenfassen sei zu sagen, dass sich das Toshiba Satellite C670D-122 bei allen getesteten Kriterien lediglich im unteren Mittelfeld der Einsteiger-Kategorie ansiedeln kann.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display3,5 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte2,5 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher5,0 (Mangelhaft)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse2,5 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,0 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,5 (Gut)
  10. Leistung4,0 (Ausreichend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark062671 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark11335 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage903 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark7987 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage2312 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.0508.4 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)67.4 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)75.1 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read3146 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write2117 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz88.8 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read65.3 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen5058 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)1187 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)2281 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)2070 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)1088 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)2076 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)2088 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung450 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 29 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal4 Std. 59 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 14 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

25 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,025 kWh x 24,00 Cent = 13,14 EUR

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