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Bilder zum Test: Toshiba Satellite C670-131 - Günstiger 17-Zoller mit Anschlussmangel

Auf den ersten Blick macht der 17-Zoll Einsteiger einen guten Eindruck. Das Gehäuse ist komplett mattschwarz gehalten. Für eine bessere Griffigkeit setzt Toshiba auf eine Oberfläche mit Noppenstruktur. Der einzige Blickfang sind die großdimensionierten Lautsprechereinlässe über der Tastatur. In der Praxis erweist sich der Klang jedoch als mager. Ein mittenlastiger Sound ohne Bässe und mit schnellem Hang zum Verzerren bei Höhen und bei hoher Lautstärke.

Trotz geringem Preis fühlt sich das Toshiba Satellite C670-131 hochwertig an. Durch die zu hoch positionierten Standfüße lässt sich das Gehäuse jedoch an jeder Längsseite schnell durchbiegen. Gleiches gilt für den Deckel im geschlossenen Zustand. Hinzu kommt die schwache Gehäuseverstärkung über dem DVD-Laufwerk. Der separate Ziffernblock gibt an dieser Stelle schnell nach. Bei der Tastatur an sich wird ein altmodisches Layout verwendet. Von Chicklet-Vorteilen keine Spur. Der mittellange Hub eignet sich nur für kurze Schreibeinsätze. Wer einen härteren Anschlag sein Eigen nennt, muss mit einem lauten Feedback rechnen.

Das Touchpad hat sich für unseren Geschmack zu sehr an das 16:9 Format angepasst. Es ist in der Vertikalen viel zu klein. Nach Apple-Manier hätte man hier zu einem größeren Mausersatz greifen sollen. Lange Scroll-Manöver müssen bereits nach kurzer Zeit unterbrochen werden. Somit zwingt man den Nutzer schnell auf eine externe Maus zurückzugreifen. Dafür unterstützt das Pad gängige Multitouch-Gesten. Der Bildlauf mit zwei Fingern musste bei unserem Testgerät manuell hinzugeschaltet werden.

In Hinblick auf die Anschlüsse kann das Einsteiger-Notebook nicht überzeugen. Trotz großzügiger 17-Zoll Abmessung ist lediglich die linke Seite ausgestattet. Hier kommen Audio-Schnittstellen, zwei USB 2.0 Anschlüsse, Ethernet-Port und VGA zum Einsatz. An der rechten Seite sitzt lediglich das DVD-Laufwerk. Von zeitgemäßen Anschlüssen ist keine Spur. HDMI, eSATA, DisplayPort – alles Fremdwörter für das Satellite C670-131. Selbst der Kartenleser liest Fotos und Videos nur von SD-Karten.

Während bei den Anschlüssen gespart wurde, kommen wir im Bereich der kabellosen Verbindungen voll auf unsere Kosten. Neben Bluetooth 3.0 ist auch das schnelle 802.11n WLAN vorhanden. Somit können Daten mit bis zu 300 MBit/s kabellos übertragen werden. So schnell ist nicht einmal der untergebrachte Ethernet-Controller. Über eine Kabelverbindung werden nur 100 MBit/s (Fast Ethernet) erreicht.

Viele Einsteiger-Notebooks werden in der heutigen Zeit ohne Betriebssystem ausgeliefert. So aber nicht das Toshiba Satellite C670-131. Das 17-Zoll Modell verfügt über eine 64-Bit Version des Windows 7 Home Premium OS. Hinzu kommen vorinstallierte Multimedia-Anwendungen, die mit Skype, Nero und Microsoft Office 2010 Starter ihren Höhepunkt erreichen. Durch die vielen Programme im Autostart wird das Hochfahren des Notebooks zur Qual. Überflüssige Programme sollten deinstalliert werden. So kann der Anwender die System-Geschwindigkeit verbessern.

Technische Daten

Display:17.3"Auflösung:1600 x 900 (HD+)
Prozessor:Intel Pentium Dual Core P6200 / 2.13 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce G315M
Festplatte640 GBRAM:4 GB
Laufwerk:k.A.Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:7 Std.Gewicht:2.5 kg
B x H x T:37.9 cm x 2.5 cm x 25.2 cmFarbe:Schwarzes Design mit unempfindlicher Oberflächenstruktur und schwarzer Tastatur

Auf dem Prüfstand

Der verbaute Intel Pentium P6200 gehört zur älteren Generation der Intel Prozessoren und kann nicht mit der aktuellen Core-iX-Reihe gleichgestellt werden. Er taktet mit 2,13 GHz und kann in Verbindung mit vier Gigabyte (GB) RAM für Office-Anwendungen genutzt werden. Darunter zählen das Surfen im Internet, Abrufen von Emails und die Arbeit mit Microsoft Office (Word, Excel, Outlook). HD-Videos oder anderen Multimedia-Inhalte werden durch die Nvidia Geforce 315M unterstützt. Da die im Prozessor integrierte Intel GMA HD nicht genug Leistung liefert, setzt Toshiba auf die günstigste, dedizierte Grafiklösung von Nvidia. Zum Spielen ist diese gänzlich ungeeignet, was durch einen geringen Punktewert im 3DMark06 Benchmark bestätigt wird.

Toshiba selbst sieht das Satellite C670-131 eher als Desktop-Ersatz für Einsteiger. Mit einer Akkulaufzeit von 135 Minuten kann der 17-Zoller nämlich nicht überzeugen. In der Sonne liegt das glänzende HD+ Display eh nicht gern. Gegen die hat die Ausleuchtung von 218 Candela pro Quadratmeter keine Chance. Spiegelungen und dunkle Bildschirm-Inhalte können nicht vermieden werden. Dafür finden wir Gefallen an der hohen Display-Auflösung von 1.600 x 900 Pixel. Hier passen auch zwei geöffnete Word-Dokumente nebeneinander, ohne zur Lupe greifen zu müssen. Doch mehr als eine Person sollte sich nicht vor dem Satellite C670-131 aufhalten. Die Blickwinkelstabilität bricht bereits bei leichten vertikalen und horizontalen Abweichungen zusammen. Farbinvertierungen und Helligkeitsverluste gehören zum Alltag.

Durch die stromsparende Hardware und das große 17-Zoll Gehäuse bleibt unser Testgerät selbst unter hoher Auslastung kühl und leise. Die Oberflächen zeigen Temperaturen zwischen 30 und 33 Grad Celsius, während sich die Betriebsgeräusche mit 36,7 Dezibel (A) im Rahmen halten. Der tieffrequente Lüfter verhindert auch bei hohen Umdrehungszahlen eine nervige Geräuschkulisse.

Zusammenfassung

Das Toshiba Satellite C670-131 findet sicher seinen Platz in anspruchslosen Haushalten. Wer das Gerät selten nach Draußen entführt und immer in schattiger Umgebung arbeitet, kann mit dem 17-Zoller für unter 500 Euro glücklich werden. Verzichtet werden muss auch auf eine zeitgemäße Anschlusspalette. Die verbauten Komponenten von Intel und Nvidia reichen für Office-Arbeiten, das Surfen im Internet und die täglichen Email-Checks vollkommen aus. Wirklich überzeugen kann aber nur der Preis.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display3,0 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte3,0 (Befriedigend)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher4,0 (Ausreichend)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse2,5 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch4,0 (Ausreichend)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung3,0 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark063596 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage3962 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read7327 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write7231 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz104.3 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read75.5 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen8850 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)2950 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)5668 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)3269 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)2405 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)4656 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)3178 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung178 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 55 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal3 Std. 10 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis2 Std. 15 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

23 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,023 kWh x 24,00 Cent = 12,09 EUR

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