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  3. Test Toshiba Satellite C660D-10P - Schlichtes Einsteiger-Notebook zum kleinen Preis

Erster Eindruck vom Toshiba Satellite C660D-10P

Das Toshiba Satellite C660D-10P hat ein schlichtes, schwarzes Kunststoffkleid mit einer rauen Textur. Einen Designpreis hat das Gerät nicht verdient, durch die matte Textur haben Fingerabdrücke jedoch keine Chance. Das DVD-Laufwerk ist so lose verbaut, dass mitunter das Gefühl aufkommt, es könnte herausfallen. Ansonsten ist das Gehäuse aber solide verarbeitet. Die wenigen Status-LEDs an der Vorderkante sind das Einzige, was am Toshiba Satellite C660D-10P leuchtet. Hätte man nicht die Bildschirmausgabe, wüsste man nicht, ob das Notebook angeschaltet ist oder nicht. Sondertasten gibt es keine. Bis auf das Kartenlesegerät sind sämtliche Anschlüsse auf der linken Seite des Notebooks, das DVD-Laufwerk auf der rechten.

Technische Daten und Ausstattung

Im Toshiba Satellite C660D-10P arbeitet ein AMD-Athlon-II-P340-Prozessor, dessen zwei Kerne mit jeweils 2,2 Gigahertz (GHz) rechnen. Die vier Gigabyte Arbeitsspeicher sind in dieser Preisklasse sehr erfreulich und bieten genügend Reserven für den gleichzeitigenBetrieb vieler Programme. Für die Bildausgabe sorgt ein ATI-Mobility-Radeon-HD-4250-Grafikchip. Dieser muss sich seinen Grafikspeicher mit dem Arbeitsspeicher des Notebooks teilen, bietet aber eine weit höhere Leistung als viele Intel-Grafikchips.

Datensicherungen erfolgen auf Wunsch über das DVD-Combo-Laufwerk, welches die meisten DVD-Formate sowohl lesen als auch beschreiben kann.

Anschlüsse

Mit den Anschlüssen war Toshiba sparsam. Lediglich zwei USB-2.0-Buchsen stehen zum Betrieb externer Peripherie bereit. Gegebenenfalls muss der Anwender also mit einem USB-Hub nachrüsten. Ein Gigabit-LAN-Anschluss ist ebenso vorhanden wie ein VGA-Ausgang. Einen moderneren HDMI-Port zum Anschluss großer, moderner Bildschirme fehlt.Daneben gibt es zwei Klinkenbuchsen und einen Kartenleser. Letzterer liest die meisten SD-Karten-Formate. Einen ExpressCard-Schacht zur Erweiterung des Gerätes gibt es nicht.

Drahtlose Verbindungen sind über einen WLAN-Adapter möglich. Dieser funkt nach dem 802.11n-Standard und ermöglicht dadurch Übertragungsraten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde (MBit/s), ein entsprechender Router vorausgesetzt.

Software und Zubehör

Die Software-Ausstattung fällt eher spartanisch aus. McAfee Security soll die Systemsicherheit gewährleisten, indem es sowohl Bedrohungen aus dem Internet als auch Viren auf dem Computer bekämpft. Die Internettelefonie-Software Skype ist bereits vorinstalliert, ist aber auch kostenlos aus dem Internet erhältlich. Nero steuert die Software BackItUp bei. Sie erstellt auf Wunsch Sicherungskopien des Systems.

Das interessanteste Programm von Toshiba ist der MediaController. Er durchsucht das gesamte Netzwerk nach verwertbaren Medien und fügt sie seiner Bibliothek hinzu. Das Toshiba Satellite C660D-10P kann somit Daten abspielen, die auf anderen Computern im Haus lagern. Ansonsten gibt es noch weitere Programme von Toshiba, die unter anderem dazu dienen, das System auf dem neuesten Stand zu halten.

Display

Das Display liefert ordentliche Helligkeitswerte, die im Schnitt bei 228 Candela pro Quadratmeter (cd/m²) liegen. Zudem ist die Ausleuchtung relativ gleichmäßig. Die maximale Helligkeitsdifferenz zweiter Bereiche auf dem Bildschirm beträgt lediglich zwölf cd/m².

Die Bildschirmoberfläche ist ein Kompromiss. Weder glänzt sie stark, noch ist sie komplett matt. Der Betrachtungswinkel fällt zu den Seiten hin großzügig aus, der vertikale Betrachtungswinkel ist jedoch niedrig. Hoch hingegen ist die Reaktionszeit. Dadurch entstehen beim langsamen Verschieben von Fenstern Schatten. Auch die Farben könnten etwas kräftiger sein.

Eingabegeräte

Zwar bietet das Toshiba Satellite C660D-10P keine Chiclet-Tastatur, dafür aber große Tasten mit einem guten Druckpunkt. Leider lässt sich das Tastenfeld mittig etwas zu stark eindrücken. Dies wirkt minderwertig und stört beim Tippen. Die Tasten haben einen sehr geringen Hub. Sehr schön ist der Ziffernblock, der Eingaben bei Excel und anderen Programmen erheblich vereinfacht.

Das Touchpad ist links von der Mitte. Das macht die Bedienung für Linkshänder problematisch. Die Oberfläche des Touchpads hat wie auch die Handballenablage eine raue Textur. Es hebt sich jedoch kaum vom Rest des Gehäuses ab und kann dadurch Bedienfehler auslösen.Ein Finger steuert den Mauszeiger mithilfe des Touchpads sehr gut. Zwei Finger erkennt es leider nicht. Die Tasten sind sehr groß und haben einen guten Druckpunkt.

Temperatur

AMD-typisch fallen die Prozessortemperaturen relativ hoch aus. Schon im Leerlauf zeigt das Thermometer beim Toshiba Satellite C660D-10P Werte von 60 Grad Celsius an. Im Praxisbetrieb, also beispielsweise bei der Wiedergabe einer Filmdatei, steigt der Wert auf 67 Grad. Unter Volllast erreicht das Quecksilber sogar die 80-Grad-Marke.

Betriebsgeräusche

Das Lautstärkespektrum des Toshiba Satellite C660D-10P reicht von einem leisen Rauschen bis zu nervigem Dröhnen. Im Leerlauf bleibt das Gerät mit 33 Dezibel (dB(A)) fast unhörbar. Das ändert sich, sobald beispielsweise eine Filmdatei startet. Dann steigt die Lautstärke schon auf hörbare 36,9 dB(A). Unter Volllast ist das Notebook richtig laut: Bis zu 41,4 dB(A) zeigt das Messgerät.

Nur das interne DVD-Laufwerk ist noch lauter. Greift es auf Daten zu, kratzt das Laufwerk an der 50-dB(A)-Grenze. Auch bei der Filmwiedergabe ist das Gerät mit 40,3 dB(A) noch immer unangenehm laut.

Leistung

Das Toshiba Satellite C660D-10P schneidet in allen Tests vergleichsweise schlecht ab. Eine vernünftige Arbeitsgeschwindigkeit erreicht das Notebook nur bei einfacheren Anwendungen. Dank der zwei Prozessorkerne verarbeitet es dabei auch mehrere Programme gleichzeitig.

Das Programm Everest gibt Informationen über das System aus und testet Arbeitsspeicher, Prozessor und Festplatte. Der Arbeitsspeicher erreicht gute Werte. Die Lesegeschwindigkeit beträgt 6.845 Megabyte je Sekunde (MB/s), die Schreibgeschwindigkeit liegt deutlich niedriger bei 5.542 MB/s. Die Speicherlatenz, also die Verzögerung, mit der das System auf den Speicher zugreift, beträgt 63,9 Nanosekunden (ns). Ein durchaus guter Wert. Die Festplatte liest bei zufällig generierten Lesezugriffen mit einer Geschwindigkeit von durchschnittlich 54,9 MB/s aus. Hier bieten auch Einsteigergeräte teilweise eine deutlich höhere Leistung.

Mit CineBench 10 und einer Videokonvertierungssoftware kommt der Prozessor ins Schwitzen. Bei CineBench 10 muss das Notebook ein vorgefertigtes Bild rendern. Je kürzer die benötigte Zeit, desto höher die Punktzahl. Unterscheiden lässt sich außerdem in Einkern- und Multikernmodus. Durch die zwei Prozessorkerne des AMD Ahtlon II P340 erreicht das Toshiba Satellite C660D-10P im zweiten Modus mit 3.994 Punkten eine deutlich höhere Punktzahl als mit nur einem Kern. Für die Konvertierung eines 20 Minuten langen Videos benötigt das Testgerät gut zwölf Minuten.

Die Grafikleistung ist gering, bedingt durch den integrierten Grafikchip. Im anspruchsvollen 3DMark 2006 schafft das Toshiba Satellite C660D-10P nur 1.747 Punkte. Im OpenGL-Test von CineBench sieht es mit einem Wert von 2.150 kaum besser aus. Das Toshiba Satellite C660D-10P ist zum Spielen nahezu ungeeignet. Lediglich ältere Strategiespiele kann es mitunter flüssig wiedergeben.

Akku und Energieverbrauch

Mit einer praxisnahen Akkulaufzeit von gut drei Stunden platziert sich das Toshiba Satellite C660D-10P im Mittelfeld der Einsteiger-Notebooks. Bei starker Belastung sinkt die Laufzeit auf 80 Minuten. Bei abgeschaltetem WLAN und fehlender Beanspruchung erreicht das Toshiba Satellite C660D-10P eine Laufzeit von 4 Stunden und 30 Minuten.

Der Stromverbrauch liegt im normalen Betrieb bei 24 Watt.

Praxis

Obwohl das Toshiba Satellite C660D-10P eher für den Büroalltag konstruiert ist, eignet es sich zur gelegentlichen Wiedergabe von Filmen. Ein externer Bildschirm lässt sich in Ermangelung eines HDMI-Anschlusses immerhin über VGA betreiben. Auch reicht die Geschwindigkeit dank des Grafikchip-internen HD-Decoders aus, FullHD-Material flüssig wiederzugeben.

Die Webcam hat diesen Namen nicht verdient. Das gezeigte Bild ist so trüb und unscharf, dass man Schuhcreme auf der Linse vermuten könnte. Während andere Webcams mit VGA-Auflösung noch brauchbare Ergebnisse zeigen, ist diese Kamera völlig unbrauchbar und lediglich auf dem Papier ein Feature.

Durch die flache Konstruktion des Notebooks, klingen auch die Lautsprecher eher blechern. Musik klingt wenig differenziert und Bässe fehlen völlig. Hier ist der Anschluss eines externen Lautsprechersystems ratsam.

Zusammenfassung

Das Toshiba Satellite C660D-10P erfüllt für seinen niedrigen Preis alle Bedürfnisse für einen Notebookeinstieg bei schmalem Geldbeutel. Diese Sparsamkeit erfordert hier jedoch, über kleinere Verarbeitungsmängel und die hohe Lautstärke hinwegzusehen. Sonst ist es kein Fehler, lieber 100 Euro mehr in ein schnelleres, noch besser verarbeitetes und großzügiger ausgestattetes Notebook investieren.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,5 (Gut)
  2. Ausstattung2,9 (Befriedigend)
  3. Display2,0 (Gut)
  4. Eingabegeräte2,3 (Gut)
  5. Temperatur2,3 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche3,3 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse3,3 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch2,7 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör3,3 (Befriedigend)
  10. Leistung3,3 (Befriedigend)
  11. Praxis3,0 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark061747 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage3380 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read6845 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write5542 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz63.9 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read54.9 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen8029 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)2109 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)3994 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)2150 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)1842 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)3577 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)2100 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung750 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 20 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal4 Std. 30 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 10 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

24 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,024 kWh x 24,00 Cent = 12,61 EUR