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Bilder zum Test: Toshiba Qosmio X770-107 - Schwächelnder 3D-Gamer mit herausragendem Sound

Die Qosmio-Serie sticht designtechnisch aus der sonst sehr schlichten Produktpalette des japanischen Herstellers hervor. In Sachen Leistung stellt unsere Konfiguration des Toshiba Qosmio X770-107 die Speerspitze des Gaming-Portfolios dar und das obwohl in den Hauptbereichen Prozessor und Grafikkarte noch deutlich Luft nach oben ist. Eines der entscheidenden Kaufargumente ist in unserem Fall die Nvidia 3D-Vision Technologie, welche mit Hilfe einer beiliegenden Shutter-Brille 3D-Inhalte auf dem internen 17,3-Zoll Bildschirm wiedergeben kann. Doch auch das bereits erwähnte Design hebt sich von der breiten Masse ab.

Obwohl der aktuelle Trend in die Richtung hochwertiger Materialien wie Aluminium und Magnesium geht, setzt Toshiba auf ein Kunststoff-Gehäuse in rot-grauer Farbgebung. Im Gegensatz zu bekannten Plastikbombern kann eine linienförmige Oberflächen-Struktur die Haptik und Wertigkeit verbessern. Trotz allgemein guter Gehäuseverstärkung finden wir auf der Handballenauflage und der Tastatur zu viele Stellen, die bereits unter leichtem Druck nachgeben. Bei einem Straßenpreis von 1.600 Euro haben wir deutlich mehr erwartet.

Dafür können die Eingabegeräte überzeugen. Die Chiclet-Tastatur verfügt über ein zusätzliches Ziffernfeld und eine Hintergrundbeleuchtung. Im Praxistest profitieren Vielschreiber von einem kurzen Tastenhub, dem knackigen Druckpunkt und einem klaren Feedback. Und obwohl das Touchpad für unseren Geschmack etwas größer ausfallen könnte, zeigen sich eine gute Multitouch-Funktionalität und eine angenehm perforierte Oberfläche. Die starke Linkszentrierung unter der Leertaste könnte sich jedoch aus ergonomischer Sicht als Nachteil erweisen.

Den Rotstift setzt Toshiba bei den Schnittstellen an. Unter den vier USB-Anschlüssen tummelt sich nur ein Port mit dem aktuellen 3.0-Standard. HDMI und VGA können zur Verbindung externer Bildschirme genutzt werden. Alternative Anschlüsse wie ein ExpressCard-Schacht, Firewire, eSATA oder gar Thunderbolt finden im Toshiba Qosmio X770-107 keinen Platz. Immerhin kommen neben dem Gigabit-LAN auch WLAN 802.11n und Bluetooth 3.0 zum Einsatz.

Überzeugend treten hingegen die Harman / Kardon Lautsprecher das 17,3-Zoll Gaming-Notebooks auf. Durch den Subwoofer an der Unterseite werden auch Bässe deutlich wiedergegeben und die Höhenverzerrung ist geringer als bei herkömmlichen Notebooks ohne Sound-Optimierung. Musik-Ethusiasten werden somit keine Probleme haben die ein Terabyte große Festplatte (2x500 GB) zu befüllen.

Technische Daten

Display:17.3"Auflösung:1920 x 1080 (Full HD)
Prozessor:Intel Core i7 2630QM / 2 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GTX 560M
1. Festplatte:
2. Festplatte:
500 GB Hybrid -+ 4 GB SSD
500 GB
RAM:8 GB
Laufwerk:k.A.Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:2.5 Std.Gewicht:3.4 kg
B x H x T:41.36 cm x 2.8 cm - 4.39 cm x 27.4 cmFarbe:Schwarz-metallic mit Roten Designelementen

Auf dem Prüfstand

Für eine ruckelfreie Wiedergabe von 3D-Spielen wird eine hohe Systemleistung vorausgesetzt. Das Toshiba Qosmio X770-107 bietet uns dafür einen Intel Core i7-2630QM und eine dedizierte Nvidia Geforce GTX 560M an. In unseren Spieletests müssen im 2D-Modus mindestens 60 FPS erreicht werden, um auch in der Kombination mit Nvidia 3D-Vision eine annehmbare Performance zu liefern. In den häufigsten Fällen müssen Spieler jedoch mit Einschränkungen rechnen. Ein flüssiges Gaming-Ambiente wird nur geschaffen, wenn wir die Auflösung auf 1.366 x 768 Pixel reduzieren oder auf hohe Grafikdetails verzichten. Einen 3D Blu-ray Film spielt das Toshiba Qosmio X770-107 hingegen problemlos und ohne Einschränkungen ab. Am besten entfaltet sich das 3D-Gaming jedoch auf einem Desktop PC oder einem Notebook mit Nvidia Geforce GTX 580M Grafikkarte. Für Letzteres muss derzeit jedoch deutlich tiefer in die Tasche gegriffen werden. Eine halbherzige Lösung wie im Falldes Qosmio X770 können wir nur empfehlen, wenn Spiele im 2D-Modus gespielt werden und das Notebook nur zur 3D-Filmwiedergaben genutzt wird.

Aber selbst in diesem Multimedia-Szenario müssen Abstriche gemacht werden. Das interne FullHD-Display (1.920 x 1.080 Pixel) verfügt im Durchschnitt über eine sehr geringe Ausleuchtung von 165 Candela pro Quadratmeter. Zwar kann der Kontrast mit Werten von bis zu 1000:1 punkten, setzt man jedoch die Shutter-Brille auf muss mit einem Helligkeitsverlust von bis zu 50 Prozent gerechnet werden. Zur Verbesserung dieser Problematik hat Nvidia bereits eine Neuauflage der 3D-Vision Technologie angekündigt, die mit Hilfe des LightBoost-Features die subjektive Minderung der Helligkeit verhindern soll.

Beim Kauf müssen sich Nutzer zwischen der 3D-Vision und der Nvidia Optimus Technologie entscheiden. Letztere sorgt für den automatischen Wechsel zwischen dedizierten Grafiklösung und onboard-Chip, um in den Genuss einer längeren Akkulaufzeit zu kommen. Wir haben auf dieses Feature verzichtet und ermitteln somit eine magere Akkulaufzeit von 60 Minuten. Unter voller Auslastung minimiert sich diese sogar auf 30 Minuten. Neben dem hohen Gewicht und dem schlechten Display wurde der Mobilitäts-Faktor somit annähernd auf null reduziert.

Deutlich besser schneidet das Toshiba Qosmio X770-107 im Emissions-Test ab. Selbst bei hoher Auslastung erwärmt sich unser Testgerät nur an wenigen Stellen über 30 Grad Celsius. Um diese Werte zu ermöglichen, drehen die Lüfter schnell auf und belagern den Spieler mit bis zu 47 Dezibel (A). Eine solche Geräuschkulisse können auch die Harman / Kardon Lautsprecher nicht überspielen.

Zusammenfassung

Zocken in 3D? Fast unmöglich! So interpretieren wir die hochmoderne Gaming-Tauglichkeit des Toshiba Qosmio X770-107. Für die 3D-Wiedergabe von Blu-ray Filmen oder das 2D-Gaming ist dieser 17,3-Zoller zwar gut geeignet, doch will man für diese Leistung auch 1.600 Euro berappen? Dafür sprechen gute Eingabegeräte und ein stabiles Gehäuse. Die Kontra-Fraktion wird von einem dunklen Display, der kurzen Akkulaufzeit und der hohen Lautstärke unterstützt.

Für unseren Geschmack überwiegen die Nachteile und der Preis von 1.600 Euro ist aufgrund der abgespeckten Nutzbarkeit der Nvidia 3D-Vision Technologie deutlich zu hoch angesetzt. Freunde des Toshiba Qosmio X770 sollten auf die kommende Revision mit verbessertem 3D-Feature warten.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display5,0 (Mangelhaft)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche4,0 (Ausreichend)
  7. Anschlüsse3,0 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch6,0 (Ungenügend)
  9. Software und Zubehör4,0 (Ausreichend)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0615055 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark111993 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage9807 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark73004 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage8073 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01629 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)66.1 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)37.1 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read15806 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write14856 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz56.3 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read82.8 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen32168 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4592 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)17018 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)5712 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3677 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)14038 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5570 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung52 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 30 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal2 Std. 28 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis1 Std. 0 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

105 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,105 kWh x 24,00 Cent = 55,19 EUR

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