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Bilder zum Test: Toshiba Portégé Z830-10K - Ultrabook mit überschaubaren Business-Features

Ultrabooks müssen kompakt, schnell und leicht sein. Diesen Spruch hat sich auch Toshiba auf die Fahne geschrieben und bewirbt sein erstes und aktuelles Business-Zugpferd im hart umkämpften Markt der Ultrabooks. Große Worte die aber von den Daten gestützt werden. Mit einem Gewicht von 1,12 Kilogramm und nur 17 bis 20 Millimetern Bauhöhe überflügelt es Intels Mindestanforderungen an die neue Produktkategorie deutlich. Toshiba orientiert sich beim Design eindeutig an den bestehenden Portégé und Satellite R-Modellen. Sofort ins Auge sticht das stahlgraue Metallic-Gehäuse aus Magnesium mit leichter Wabenstruktur. An der Oberseite prangt groß der Firmenschriftzug und die Tasten des Touchpads sind verchromt. Die Unterseite ist komplett in sich abgeschlossen und bietet keinerlei Wartungsklappen. Trotz den schmalen Abmessungen zeigt das Gehäuse eine gute Verwindungsfestigkeit im Bereich der Tastatur und an der Unterseite. Die Scharniere sind straff angezogen und verhindern ein langes Nachwippen des hauchdünnen Displays. Besorgniserregend einfach lässt sich dieses verwinden und verbiegen.

Die Tasten des Keyboards sind freistehend, mit einer glatten Oberfläche versehen und in einer Vertiefung angebracht. Durch einen sehr kurzen Tastenhub ist der Druckpunkt sehr schwammig und gibt wenig Feedback beim Tippen. Dafür spendiert Toshiba eine LED-Hintergrundbeleuchtung, damit man auch in dunklen Umgebungen arbeiten kann. Das Multi-Touchpad grenzt sich deutlich von der gebürsteten Handballenauflage ab und ist, wie auch das Tastaturbett, leicht im Chassis eingelassen. Das Navigieren geht einfach und schnell, allerdings sind die beiden verchromten Touchpad-Tasten sehr schwerfällig und klapprig.

Positiv ist uns das vorhandene Angebot an Anschlüssen aufgefallen. Um möglichst viele davon bei einer niedrigen Bauhöhe unterzubringen, bedient sich Toshiba eines Tricks. Wie beim Acer Aspire S3 wandert ein Großteil der Anschlüsse auf die Rückseite und der Lüfter Ausgang findet kurzerhand an der Unterseite Platz. Somit kann Toshiba sowohl den VGA-, als auch den HDMI-Ausgang im Standard-Format anbieten und man spart sich den Gebrauch von Adaptern. Auch ein Ethernet-Anschluss findet neben zwei USB 2.0 Anschlüssen dort seinen Platz. Zugang zu Netzwerken erfolgt auch drahtlos über WLAN 802.11n und mobile Endgeräte finden über Bluetooth 3.0 einen Anschluss. Dank integriertem 3G-Modul kommt man auch unterwegs an seine E-Mails und Termine. Wer es gerne schneller hat, kann auf einen USB 3.0 Port zugreifen. Die integrierte Webcam löst mit 1,3 Megapixel auf und eignet sich für Videotelefonate oder Schnappschüsse. Die für Geschäftskunden immer noch interessante Docking-Schnittstelle hat es allerdings nicht mit ins Portfolio geschafft, die Unterschiede zum Satellite Z830 Ultrabook können somit an einer Hand abgezählt werden. Ein Aufpreis ist das nicht wert.

Um Kratzern vorzubeugen, legt Toshiba eine schwarze Stofftasche mit in den Lieferumgang.Diese ist auch nötig: Trotz großer Sorgfalt und normaler Nutzung traten nach einiger Zeit hauchfeine Kratzer am Deckel auf. Das vorinstallierte Windows 7 Home Premium Betriebssystem in der 64-Bit Edition ist mit zahlreicher, vorinstallierter Software bestückt, unter denen auch einige praktische Programme zu finden sind. Neben der obligatorischen Microsoft Office 2010 Starter Version ist auch eine Nero 10 Essentials Software zum Brennen von Datenträgern mit dabei. Auf einer abgegrenzten Partition ist eine Sicherung des Systems hinterlegt. Somit entfällt das umständliche Sichern der Systems auf einer DVD, was sich angesichts eines fehlenden Laufwerks auch als schwierig herausstellen dürfte. Eine so genannte Eco Utility aktiviert vom Hersteller im Vorfeld gesetzte Energieeinstellungen, um den Stromverbrauch zu senken. Diese können allerdings nicht selbst modifiziert werden. Für Geschäftsmänner gedacht aber auch für private Endkunden interessant, bietet die Intel Anti-Theft-Technologie über ein im Prozessor eingebauten Empfänger die Möglichkeit das Gerät bei Diebstahl oder Verlust unbrauchbar zu machen.

Technische Daten

Display:13.3"Auflösung:1366 x 768 (HD)
Prozessor:Intel Core i5 2467M / 1.6 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 3000
Festplatte128 GB SSDRAM:4 GB
Laufwerk:optional - externPlattform:Microsoft Windows 7 Professional 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:1.12 kg
B x H x T:31.6 cm x 0.83 cm - 1.59 cm x 22.7 cmFarbe:Stahlgrau-metallic, Magnesium Gehäuse, matt-schwarzer Tastatur

Auf dem Prüfstand

Unter der harten Schale des Toshiba Portégé Z830-10K schlägt das Herz eines Intel Core i5-2467M Prozessors. Dabei handelt es sich um einen stromsparenden Ultra Low Voltage Prozessor aus der Sandy Bridge Generation. Zwei Kerne liefern eine Taktrate von 1,6 GHz, die dank Turbo Boost Technologie kurzzeitig auf bis zu 2,3 GHz ansteigen kann. Diesem zur Seite stehen 4096 Megabyte Arbeitsspeicher, von denen 2048 MB fest auf dem Mainboard aufgelötet sind. Somit bleibt nur ein Slot für eine Erweiterung auf insgesamt 6144 Megabyte. Große Erwartungen an die Leistungsfähigkeit kann man einen Stromsparprozessor nicht stellen. Und so reichen die Anwendungsgebiete von Büroanwendungen über das Surfen im Internet bis hin zur Wiedergabe von HD-Videos. Computerspiele, Videokonvertierungen oder anspruchsvolle Bildbearbeitung überfordern die CPU und die Grafikeinheit in Form einer Intel HD Graphics 3000 bildet einen noch engeren Flaschenhals. Die 128 GB fassende SSD aus dem Hause Toshiba sorgt für einen flotten Systemstart und ein gefühlt schnelles Arbeiten im Windows-Betrieb, was durch eine durchschnittliche Lesegeschwindigkeit von 160,4 MB/s im Everest HDD Random Read Test nur bestätigt werden kann. Die Konkurrenz von Samsung und ASUS kann das sogar noch schneller.

Das entspiegelte 13,3 Zoll Panel hinterlässt einen durchwachsenen Eindruck. Zwar ist die durchschnittliche Helligkeit von 283 Candela pro Quadratmeter stark genug um auch im Freien bei direkter Sonneneinstrahlung den Durchblick zu behalten, aber gleichzeitig wirken die Farben bei einem Kontrast von 161:1 sehr blass und ausdrucksschwach. Potenzielle Käufer, die auf ein kontrastreiches Panel mit einem großen Farbraum angewiesen sind, werden mit dem Toshiba Portégé Z830-10K nicht glücklich. An der Front - unterhalb der Handballenauflage - verstecken sich zwei unscheinbare Stereo-Lautsprecher. Genauso unscheinbar gestaltet sich auch das Klangbild - blass und ohne Tiefen. Wir raten bei der Wiedergabe von Filmen zu der Verwendung von Kopfhörern oder mobilen Stereo-Lautsprechern.

Der stromsparende Prozessor sorgt für eine maximale Akkulaufzeit von 6 Stunden und 10 Minuten im Leerlauf, die aber in der Praxis nicht erreicht werden können. Bei normalen Arbeiten schafft es das Toshiba Portégé Z830-10K nur knapp 4 Stunden und 48 Minuten mit einer Akkuladung und positioniert sich im direkten Vergleich zur Konkurrenz im unteren Mittelfeld. Vor allem das Display hat eine hohe Energieaufnahme. Im Leerlauf ist der Unterschied zwischen niedrigster und höchster Helligkeit mit 6,1 zu 9,7 Watt recht deutlich zu erkennen. Beim Surfen zieht es sich maximal 13,4 Watt aus der Steckdose. Dabei bleibt es dank seines Solid State Drive (SSD) sehr ruhig. Beim Surfen im Web oder der Arbeit in Word bewegt sich die Lautstärke zwischen 31 und 32 Dezibel (A). Empfindlichen Ohren wird allerdings der sehr penetrant surrende Lüfter auffallen, der in ruhigen Umgebungen stört und niemals still steht. Bei unserem Stresstest, in dem wir sowohl den Prozessor als auch die Grafikeinheit bis zu 100 Prozent auslasten, rauscht der Lüfter beständig bei 42 Dezibel (A). Trotz surrenden Lüfters arbeitet die Kühlung gut. Im Leerlauf und im Windows Betrieb ermitteln wir angenehme 29 Grad Celsius an der Ober- und Unterseite. Große punktueller Ausreiser gibt es dabei nicht. Vor allem die Handballenauflage bleibt auch unter starker Systemauslastung sehr kühl.

Zusammenfassung

Um ein Toshiba Portégé Z830-10K käuflich zu erstehen, müssen Sie momentan noch knapp 1.150 Euro in die Hand nehmen. Dafür bekommt man das leichteste Ultrabook, welches mit seiner optischen Gestaltung und dem Magnesium-Aluminium-Look erfrischend wirkt. Erfreulich ist auch das große Angebot an Anschlüssen, trotz der geringen Bauhöhe ist der Großteil im Standard-Format verbaut wurden. Um preislich attraktiv zu bleiben hat Toshiba allerdings auch Abstriche machen müssen. Allen voran das zwar helle, aber sehr kontrastarme Display in Verbindung mit dem sehr verwindungsstarken Displaydeckel. Auch die Akkulaufzeit kann nicht überzeugen und verfehlt Intels Sechs-Stunden-Vorgabe für Ultrabooks. Zudem fällt der hochfrequente Lüfter negativ auf. Die Performance und das Arbeitstempo haben uns hingegen gut gefallen. Zu keiner Zeit hatten wir das Gefühl, als würde das System stockend laufen. Insofern liefert Toshiba ein durchaus solides und gelungenes Ultrabook ab, welches sich vor der Konkurrenz nicht verstecken muss, aber sich auch nicht besonders hervorheben kann.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte3,0 (Befriedigend)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse2,5 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,5 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung3,5 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark064129 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMarkVantage1611 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark72805 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage8353 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01055.7 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)122.8 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)50.7 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read14101 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write12678 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz58.6 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read160.4 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen13702 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)3541 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)6945 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)4527 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)2788 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)5819 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)4529 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung126 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 27 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal6 Std. 10 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis4 Std. 48 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

16 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,016 kWh x 24,00 Cent = 8,41 EUR

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