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  3. Test: Razer Blade 2016 Gaming Laptop - Starkes 14 Zoll Notebook

Deutsche Razer-Fans können sich freuen

Razer Blade V5 FHD 16GB RAM 1TB SSD (Bild 10 von 15)Bildquelle: Razer
Fotogalerie (15)
Spielen auf kleinem Raum: Das Razer Blade gehört zu den kompaktesten Gamern im High-End-Bereich.

Nach anfänglichen Lieferproblemen ist auch das neue 14 Zoll Razer Blade in ausreichender Stückzahl deutschlandweit erhältlich. Der für Gaming-Equipment bekannte Hersteller verspricht hier nicht weniger als „Gaming in Perfektion“, verpackt in einem schlanken und leichten Aluminium-Gehäuse. Optisch und haptisch hinterlässt das Blade einen sehr guten Eindruck. Die Wertigkeit und Stabilität des 17,9 Millimeter hohen und 1,89 kg schweren Gamers ist mit der eines Apple MacBook Pro zu vergleichen. Komplett in Anthrazit und Schwarz gehalten, setzt Razer nur leichte Gaming-Akzente. So zum Beispiel mit dem grünen Firmenlogo auf dem Deckel des Notebooks und dezent grün eingefärbten USB-Anschlüssen. Understatement heißt das Stichwort. Durch seine schlichte Aufmachung findet das Razer Blade sowohl im Gaming-Umfeld, als auch beim nächsten seriösen Meeting im Büro seinen Platz, ohne euch in die Zocker-Schublade zu stecken.

Im Gegensatz zu anderen Herstellern setzt Razer beim deutschen Tastatur-Layout auf eine klassisch zweizeilige Enter-Taste. Das mit der bekannten Chroma-Beleuchtung versehende Keyboard sowie das Touchpad mit separierten Maustasten können im Test überzeugen. Vielschreiber und Spieler werden sich über einen angenehm kurzen Hub und eine gute Navigation unter Microsoft Windows 10 freuen. Externes Zubehör, wie zum Beispiel Mäuse, Monitore und USB-Sticks, könnt ihr über die drei verfügbaren USB 3.0 Ports, HDMI 2.0 und eine USB 3.1 Typ-C Schnittstelle samt Thunderbolt 3 Support anbinden. Kabellos funkt das Razer Blade 2016 Notebook mit WLAN-ac (Killer 1535) und Bluetooth 4.1. Ein Gigabit-Ethernet Anschluss ist nicht vorhanden und müsste per USB nachgerüstet werden.

Razer Blade V5 FHD 16GB RAM 1TB SSD (Bild 8 von 15)Razer Blade V5 FHD 16GB RAM 1TB SSD (Bild 9 von 15)Bildquelle: Razer

Das für Gamer relevante Innenleben des 14 Zoll Razer Blade ist mit einem Intel Core i7-6700HQ Vierkern-Prozessor (Quad Core) ausgestattet. Mit seinen bis zu 3,5 GHz schnellen Taktraten konnte sich dieser im Gaming-Bereich als meistgenutzter Chip durchsetzen. Er liefert auch nach dem Erscheinen der kürzlich veröffentlichten Intel Kaby Lake Prozessoren noch immer eine sehr gute Performance. Ihm zur Seite stehen 16 GB Arbeitsspeicher (DDR4, 2.133 MHz) und eine schnelle 1 TB M.2 SSD mit Übertragungsraten von bis zu 1,9 GB/s. Dieses Gespann wird gepaart mit der aktuellen Nvidia GeForce GTX 1060 Grafikkarte, die über 6 GB GDDR5 Videospeicher verfügt und sogar die letztjährige GeForce GTX 980M leistungstechnisch übertreffen kann.

Neben anspruchsvollen Multimedia-Aufgaben bewältigt das Razer Blade 2016 Notebook also problemlos Titel wie Titanfall 2, Battlefield 1, FIFA 17, Overwatch, Watch Dogs 2 oder Dishonored 2 mit maximalen Detailgrad in FullHD. Somit sind die All-Time-Favorites und auch im eSport beliebten Spiele wie Dota 2, League of Legends (LoL), World of Warcraft (WoW), Starcraft 2 und Counter-Strike: Global Offensive (CS:GO) ein Kinderspiel für die verbaute Hardware des 14 Zoll Gaming-Laptops. Weitere System-Benchmarks findet ihr im unteren Bereich dieses Tests.

Razer Blade V5 FHD 16GB RAM 1TB SSD (Bild 6 von 15)Bildquelle: Razer

Matte FullHD-Displays (1.920 x 1.080 Pixel) stehen bei Gamern noch immer hoch im Kurs. Sowohl im Desktop-, als auch im Notebook-Bereich. Schön zu sehen also, dass Razer auch diese Option im 14 Zoll Blade ermöglicht. Alternativ steht euch beim Kauf ein QHD+ Display (3.200 x 1.800 Pixel) mit glänzender Touch-Oberfläche zur Verfügung. Die Ausleuchtung der uns vorliegenden FHD-Variante liegt im Schnitt bei 280 cd/m², der Kontrast bei über 1.000:1. Für Innenräume reicht die Helligkeit vollkommen aus, im sonnigen Freien erreicht das IPS-Panel allerdings schnell seine Grenzen. Bei einem Preis von 2.699 Euro hätten wir einen deutlich helleren Bildschirm erwartet. Selbst bei entspiegelten Monitoren sollte die Beleuchtung mindestens 350 cd/m² betragen, um nahezu einschränkungsfrei im Außenbereich agieren zu können.

Einzeln betrachtet können die potente Hardware und das schlanke Gehäuse überzeugen. Doch wie bei vielen Gaming-Notebooks dieser Art üblich, übernehmen die Lautstärke sowie die Wärmeentwicklung schnell die Überhand. Ebenso festzustellen beim aktuellen Razer Blade 2016. Bei hoher Auslastung messen wir an der Gehäuseoberfläche Temperaturen von bis zu 48 Grad Celsius. Ebenso können die Lüfter auf deutlich hörbare 50 dB(A) aufdrehen. Im anspruchsvollen Gaming-Modus sollte das Blade also eher auf dem Schreibtisch und nicht auf eurem Schoß Platz nehmen. Im leichten Office-Betrieb halten sich die kritisierten Punkte allerdings in Grenzen, obwohl sich der Lüfter nicht gänzlich abschaltet. Wer das Razer Blade allerdings als reinrassiges Spiele-Notebook nutzen möchte, muss sich an die hohen Emissionen gewöhnen.

Razer Blade V5 FHD 16GB RAM 1TB SSD (Bild 11 von 15)Bildquelle: Razer

Abschließend betrachten wir die Akkulaufzeiten des 14 Zollers. Im Leerlauf, bei deaktivierten Funkverbindungen und gedimmter Display-Helligkeit, erreichen wir in unseren Tests knapp 13 Stunden mit einer Ladung der 70 Wh Batterie. Unter maximaler Auslastung schrumpft dieser Wert auf übliche 1,5 Stunden und weniger. Der praxisnahe Mittelwert liegt also bei 7 Stunden im so genannten Mischbetrieb aus Office, Multimedia und Gaming. Der lokale Videobetrieb kann oftmals aber bereits nach 5 Stunden enden und beim Spielen sollten je nach Titel und Grafikeinstellungen zwischen 2-3 Stunden möglich sein.

Fazit

Das neue 14 Zoll Razer Blade (2016) kann als gelungener Gaming-Wurf bezeichnet werden. Leistungsstarke Intel und Nvidia Komponenten treffen auf ein stylisches, schlankes Gehäuse aus Aluminium. Nicht umsonst werden die Blade-Notebooks in der Szene das „Apple für Gamer“ genannt. Die hohe Wertigkeit hat allerdings auch ihren Preis. Knapp 2.700 Euro müssen für die uns vorliegende FullHD-Version mit 1 TB SSD gezahlt werden. Hersteller wie Acer, Lenovo oder HP können euch dieses Paket wohl preislich schmackhafter anbieten, dann allerdings ohne das Look & Feel eines MacBook Pro. Auch in Sachen Display-Helligkeit und Emissionen (Lautstärke & Temperatur) muss das US-amerikanische Unternehmen bei zukünftigen Notebooks nachbessern.

Unterm Strich treffen wir auf ein performantes 14 Zoll Notebook mit guten Leistungswerten in den Bereichen Office, Multimedia und vor allem Gaming. Mit 100 cd/m² mehr auf dem Bildschirm, 10 Dezibel leiseren Lüftern und einem 5-10 Grad kühleren Gehäuse hätte man die eingangs versprochene „Gaming in Perfektion“ sogar erreichen können.

Deal2.579,99 EUR*inkl. Versandkosten
von Razer Store | Händlerangabe: 26.04.17 16:45

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display2,5 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur3,0 (Befriedigend)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche3,5 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark Cloud Gate21453 Pkt.Max. 29123 Pkt.
3DMark Fire Strike9132 Pkt.Max. 13743 Pkt.
3DMark Fire Strike Extreme4901 Pkt.Max. 8285 Pkt.
3DMark Time Spy3397 Pkt.Max. 5789 Pkt.
PCMark 8 Home3824 Pkt.Max. 4892 Pkt.
PCMark 8 Creativity4721 Pkt.Max. 6852 Pkt.
PCMark 8 Work4740 Pkt.Max. 5034 Pkt.
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read)1950 MB/sMax. 2325 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write)1650 MB/sMax. 1872 MB/s
Cinebench R15 64 Bit (Single)151 Pkt.Max. 158 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Multi)675 Pkt.Max. 738 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (OpenGL)94.12 fpsMax. 120.64 fps
Geekbench 3 (Single)3741 Pkt.Max. 4027 Pkt.
Geekbench 3 (Multi)12861 Pkt.Max. 14534 Pkt.
Geekbench 4 (Single)4294 Pkt.Max. 4681 Pkt.
Geekbench 4 (Multi)12989 Pkt.Max. 14207 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 10 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal13 Std. 0 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis7 Std. 0 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

100 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,100 kWh x 24,00 Cent = 52,56 EUR

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