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Bilder zum Test: Sony VAIO VPC-SE1Z9E/B - Update: Besser mit brillenloser 3D-Funktion?

Das 15,5-Zoll Multimedia-Notebook der neuen Sony VAIO SE1-Serie überzeugt mit einem schlanken Gehäuse und einem dünnen Deckel-Design. Während das gesamte Gehäuse des VPC-SE1Z9E in einem schwarzen Layout auftritt, sticht das leicht hervorstehende Aluminium-Scharnier aus dem sonst so schlichten Auftritt hervor. Für Stabilität ist somit gesorgt. Da sich das Display jedoch hinter die Basis-Einheit des Notebooks schiebt, liegt der maximale Aufklappwinkel bei 135 Grad.

In Sachen Verarbeitung kann sich das Sony VAIO VPC-SE1Z9E sehen lassen. Die großdimensionierte Handballenauflage hält auch stärkerem Druck stand. Lediglich der kritische Bereich über dem integrierten Blu-ray Laufwerk lässt die linke Hälfte der Tastatur leicht nachwippen. Der Schreibkomfort wird durch dieses Manko jedoch kaum behindert. Eine beleuchtete Chiclet-Tastatur, inklusive numerischem Tastenfeld, nutzt die volle Breite der Arbeitsumgebung aus. Der kurze Hub, ein klares Feedback und der angenehme Druckpunkt der Tasten haben uns überzeugt und sind auch für längere Einsätze gut zu gebrauchen.

Obwohl der Innenraum klar auf Understatement setzt, befinden sich über der Tastatur Sondertasten für den VAIO Support, den Browser oder eigene Zuweisungen. Der Wechsel zwischen den Grafikeinheiten wird über einen Schieberegler gesteuert. Ist die Stamina-Funktion aktiviert, setzt das Sony VAIO VPC-SE1Z9E auf die integrierte Intel HD Graphics 3000. Mit Hilfe der Speed-Option steht die dedizierte AMD Radeon HD 6630M zur Verfügung. Eine automatische Umschaltfunktion, wie wir sie von Nvidia (Optimus Technologie) kennen, bietet unser Testgerät nicht.

Dafür erfreuen wir uns an einem großen Anschlussportfolio. An der linken Seite findet das Blu-ray Laufwerk und ein Audio-Kombianschluss Platz. Letzterer kann zur Verbindung mit Kopfhörern oder Mikrofonen genutzt werden. Die restlichen Schnittstellen befinden sich an der rechten Gehäuseseite. Hier zeigen sich zwei USB 2.0 Ports und ein USB 3.0 Anschluss. Für die Verbindung mit externen Monitoren bringt Sony VGA und HDMI im VAIO VPC-SE1Z9E unter. Der integrierte Kartenleser erkennt SD- sowie Memory Stick-Medien.

Serienmäßig kommuniziert die SE-Serie über das 1000 MBit/s schnelle Gigabit-LAN, WLAN 802.11n und Bluetooth 3.0. In unserem Testgerät kommt zusätzlich ein WWAN-Modul zum Einsatz, welches die Verbindung über das Mobilfunknetz aufbaut. Dazu muss an der Unterseite des Sony VAIO VPC-SE1Z9E eine SIM-Karte eingelegt werden. Den Verbindungsaufbau übernimmt das Notebook von alleine. Außerdem kann die Docking-Schnittstelle einen optionalen Port-Replikator aufnehmen, um das Portfolio zu erweitern.

Enttäuscht sind wir von der Verteilung der Anschlüsse. Alle wichtigen Schnittstellen wurden an der rechten Seite angebracht und liegen zu nah beieinander. Größere Module, wie zum Beispiel DVB-T Sticks, können umliegende Ports versperren. Rechtshänder die mit einer externen Maus arbeiten müssen außerdem aufpassen, dass kein Kabel-Wirrwarr entsteht.

Technische Daten

Display:15.5"Auflösung:1920 x 1080 ( HD 1080 )
Prozessor:Intel Core i7 2640M / 2.8 GHzGrafikkarte:AMD Radeon HD 6630M
Festplatte750 GBRAM:6 GB
Laufwerk:k.A.Plattform:Microsoft Windows 7 Professional SP1 64-Bit
Akkulaufzeit:7 Std.Gewicht:2.04 kg
B x H x T:38.0 cm x 2.45 cm x 25.59 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Das Sony VAIO VPC-SE1Z9E setzt auf den neuen Intel Core i7-2640M Prozessor, der die aktuelle Speerspitze der mobilen Zweikern-CPUs darstellt. Über die Turbo Boost 2.0 Technologie, die den Prozessor-Takt dynamisch anpasst, werden bis zu 3,5 GHz erreicht. Von Haus aus sind auf dem Mainboard vier Gigabyte DDR3-Arbeitsspeicher verlötet. Ein zusätzlicher Steckplatz trägt bei unserer Konfiguration einen 2 GB Riegel. Somit werden insgesamt sechs Gigabyte RAM geboten. Eine 750 GB große Festplatte von Toshiba rundet das Anwendungs-Segment des 15,5-Zollers ab. In den Multimedia-Bereich stößt das Sony VAIO VPC-SE1Z9E durch die dedizierte AMD Radeon HD 6630M Grafikkarte. Sie unterstützt dem Prozessor vor allem beim Abspielen von hochauflösenden Videos, welche die integrierte Intel HD Graphics 3000 überfordern würden. Wer sich dieses Notebook zum Spielen anschafft, kann die native FullHD Auflösung nicht ausschöpfen. Hierfür ist selbst die AMD-Lösung zu schwach.

Dafür kann der manuelle Wechsel zwischen Onboard-Grafik und Radeon HD 6630M genutzt werden, um die Akkulaufzeit zu verlängern. Der geringere Stromverbrauch der Intel HD Graphics 3000 macht sich im mobilen Betrieb deutlich bemerkbar. Maximal ist mit einer Laufzeit von 6,5 Stunden zu rechnen. In einem multimedialen Praxis-Szenario erreichen wir fast 4 Stunden. Wem das nicht genügt, der kann zu einem optionalen Zusatzakku greifen. Dieser wird – ähnlich wie eine Docking-Station – unter dem Notebook angebracht und hebt das Sony VAIO VPC-SE1Z9E um wenige Zentimeter an. Zum Testzeitpunkt stand uns dieses Akku-Slice nicht zur Verfügung – Sony spricht jedoch von einer Laufzeit von maximal 12 Stunden.

Update 03.01.2012 (Robert Kern)
Mit dem zusätzlich für 120 Euro erhältlichen Sony VGP-FL3D15 Bildschirmfilter bieten die VAIO Notebooks der SE1-Serie die Möglichkeit der brillenlosen 3D-Darstellung. Über das VAIO 3D Portal können Fotos, Spiele und 3D Blu-ray Medien gestartet werden. Die derzeit von Sony bereitgestellten ATI-Grafikkartentreiber unterstützen allerdings kein 3D. Der Leistungsschalter des Notebooks sollte auf „Stamina“ gestellt werden, damit die integrierte Intel HD Graphics 3000 Grafikeinheit angesprochen wird. Deren geringe Spieleleistung bietet keine ausreichenden Bildwiederholraten in modernen Titeln, auch die 3D Fotofunktion ist nicht zu empfehlen. Somit bleibt die 3D Blu-ray Wiedergabe als einzig sinnvolles Feature dieser Technologie. Mittels der integrierten Webcam verfolgt das VAIO Notebook die Augenbewegung und Position des Nutzers.

Dadurch lassen sich die Filme nur durch einzelne Nutzer betrachten und diese sollten möglichst still mit gleichbleibender Distanz zum Bildschirm verharren. Im Abstand von 30 bis 50 Zentimetern ist ein deutlicher Verlust der Auflösung zu verzeichnen. Kanten wirken ausgefranst und es gibt häufig doppelte Konturen, sogenanntes Ghosting. Auch nach sorgfältiger Ausrichtung und Konfiguration des 3D-Panels bietet die Darstellung keine vergleichbare Schärfe wie beispielsweise 3D-Technologien mit Shutter-Brille. Auf jeden Fall sollte der Fokus bei der Justierung in Sonys Anpassungsprogramm auf den Vordergrund gelegt werden, dann fallen die Schwächen in den sowieso oft unscharfen Hintergrundbereichen weniger ins Gewicht. Bisher schaffen es nur die 3D Technologien die eine Brille benötigen alle Bildbereiche scharf darzustellen.

Der Bildschirm des15,6-Zollers zeigt eine durchschnittliche Ausleuchtung von 270 Candela pro Quadratmeter und eine entspiegelte Oberfläche. Somit ist das Sony VAIO VPC-SE1Z9E auch für Außeneinsätze bestens geeignet. Auch der Kontrast von maximal 573:1 kann sich sehen lassen. Subjektiv wirken Farben auf einem glänzenden Display jedoch weitaus besser. Dafür konnte uns die hohe Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) überzeugen. So kommen HD-Fans auf ihre Kosten und zwei Word-Dokumente können auch problemlos nebeneinander positioniert werden.

Abstriche müssen Nutzer bei der Lautstärkenentwicklung machen. Bereits im Idle-Modus messen wir einen Grundpegel von 33 Dezibel (A). Starten wir ein hochauflösendes Video, zeigt unser Messgerät einen Ausschlag auf über 40 Dezibel (A). Rendern wir zusätzlich ein Video über die Ressourcen des Intel-Prozessors werden bis zu 53 dB(A) erreicht. Der hochfrequente Lüfter lässt die Geräuschkulisse zudem nervig auf die Ohren drücken. Immerhin erwärmen sich durch die hohen Lüfter-Drehzahlen Ober- und Unterseite im Durchschnitt nicht über 33 Grad Celsius.

Zusammenfassung

Das stylische Sony VAIO VPC-SE1Z9E überzeugt mit einem schlanken Design und einer guten Ausstattung. Neben dem neuesten Intel-Prozessor finden wir Gefallen am hochauflösenden FullHD-Display. Im 15,5-Zoll ist eine solche Auflösung eher selten zu finden. Die Anschlussvielfalt und die Eigenschaften des matten Bildschirm erfüllen voll und ganz die Anforderungen von Privatanwendern und Geschäftskunden.

Mit der Verteilung der Anschlüsse sind wir jedoch nicht zufrieden. Hinzu kommt die extreme Entwicklung der Lautstärke, die mit bis zu 53 Dezibel (A) über die Stränge schlägt. Wer dieses Kriterium als nebensächlich betrachtet, wird mit einem guten Multimedia-Gerät versorgt, dass auch im Büro-Alltag eine gute Figur macht.

Update 03.01.2012
Mit dem optionalen 3D-Panel mag kein wirkliches Filmvergnügen aufkommen. 3D Enthusiasten sollten sich den Clip-Bildschirm sparen und ihre 3D Filme stattdessen auf externen Bildschirmen mit 3D Brillen ansehen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche4,0 (Ausreichend)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,0 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark066981 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark111026 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage4165 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark72168 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage7643 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01720 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)93.1 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)72.7 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read13469 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write15426 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz54.9 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read76.2 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen22781 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)5559 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)11712 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)8304 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)4426 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)9876 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)8058 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung78 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 10 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal6 Std. 30 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 50 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

55 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,055 kWh x 24,00 Cent = 28,91 EUR

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