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Bilder zum Test: Sony VAIO VPC-SA4W9E/XI - Leistungsstarker Alleskönner

In einem matten Schwarz gekleidet, zeigt sich das neue Sony VAIO VPC-SA4W9E/XI auf den ersten Blick eher unscheinbar. Der Deckel besitzt neben dem eingelassenen VAIO Zeichen eine rutschfeste Soft-Touch Oberfläche, die auch auf dem Touchpad, der Tastatur und der Handballenauflage vorhanden ist. Einzig die Unterseite ist metallisch schwarz. Trotz verbauten Blu-ray Laufwerk und analogen VGA-Anschluss wirkt das Gerät sehr schlank und ist mit seinen 1,75 Kilogramm Gewicht durchaus mobil. Die verwendeten Scharniere sind geschickt versteckt und könnten stabiler sein. Für unseren Geschmack wippt der Deckel zu lange nach. Dafür ist ein Öffnen des Geräts mit einer Hand problemlos möglich. Insgesamt wirkt die Verarbeitung vor allem im Bereich der Tastatur und der Handballenauflage sehr wertig und durch die verwendete matte Oberfläche auch haptisch ansprechend.

Gleiches gilt für die Eingabegeräte des Sony VAIO VPC-SA4W9E/XI. Ein angenehm kurzer Hub, ein klarer Druckpunkt und eine integrierte Hintergrundbeleuchtung sprechen eindeutig für die Tastatur im Chiclet-Design. Vielschreiber werden sich schnell mit ihr anfreunden. Auch das Touchpad hinterlässt einen guten Eindruck. Bewegungen und Multitouch-Gesten werden zügig erkannt und umgesetzt. Die erwähnte Soft-Touch Oberfläche sorgt zudem für mehr Griffigkeit bei feuchten oder schwitzigen Fingern.

Gemessen an dem kompakten Chassis bringt Sony ein Standard-Repertoire an Anschlüssen mit. Unter den drei USB-Schnittstellen befindet sich eine, die mit dem aktuellen USB 3.0 Standard umgehen kann. Beamer oder externe Bildschirme lassen sich über einen digitalen HDMI- und analogen VGA-Anschluss anbinden. Zwei integrierte Multikartenleser nehmen SD-Karten und Memory-Sticks auf. Eines der besonderen Merkmale des Sony VAIO VPC-SA4W9E/XI liegt in den zwei verbauten Hardwareschaltern. Links unterhalb der Handballenauflage kümmert sich einer um die drahtlose Netzwerkverwaltung. Mit einem Klick ist das verbaute WLAN, Bluetooth und das UMTS Modul aktiviert beziehungsweise deaktiviert. Dasselbe Prinzip steckt auch hinter dem zweiten Schalter, der zwischen der im Intel Core i7-2640M verbauten Intel HD Graphics 3000 und der dedizierten AMD Radeon HD 6630M umschaltet. Auf der sehr übersichtlichen Unterseite gibt es die Möglichkeit eine separat erhältliche Docking Station, sowie ein zusätzlichen Akku anzuschließen, um die Laufzeit noch weiter zu erhöhen. Zwischen den beiden Maustasten des Touchpads ist zudem ein Fingerprint Reader eingelassen und das WLAN Modul unterstützt die kabellose Anbindung von Bildschirmen via Wireless Display Technologie (WiDi).

In der uns vorliegenden Konfiguration ist ein Windows 7 Professional Betriebssystem in der 64-Bit Version, eine kostenlose Microsoft Office 2010 Starter Edition, eine 30 Tage Testversion von McAfee Internet Security und das Sony eigene VAIO Care Center vorinstalliert. Letzteres stellt Energieoptionen, sowie Backup- und Wiederherstellungstools deutlich übersichtlicher dar als das Windows eigene Menü.

Technische Daten

Display:13.3"Auflösung:1600 x 900 (HD+)
Prozessor:Intel Core i7 2640M / 2.8 GHzGrafikkarte:AMD Radeon HD 6630M
Festplatte640 GBRAM:8 GB
Laufwerk:k.A.Plattform:Microsoft Windows 7 Professional 64-Bit
Akkulaufzeit:6 Std.Gewicht:1.75 kg
B x H x T:33.1 cm x 2.33 cm x 22.45 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Der zum Einsatz kommende Intel Core i7-2640M Prozessor stammt aus der aktuellen Sandy Bridge Generation und kann mit zwei Kernen und einer Taktrate von 2,5 GHz aufwarten. Dank Turbo Boost Technologie kann diese kurzzeitig bis zu 3,5 GHz erreichen. Es handelt sich um einen schnellen Multimedia-Prozessor dessen integrierte Intel HD Graphics 3000 Einheit auch für aktuelle HD Filme geeignet ist. Sofern mehr Leistung gefordert wird, kommt die dedizierte AMD Radeon HD 6630M zum Einsatz. Obwohl sie eher in der unteren Mittelklasse angesiedelt ist, reicht die Leistung auch für aktuelle Spiele aus, wie unser Notebook-Gamecheck zum aktuellen Mass Effect 3 beweist. Bei leistungshungrigen Spielen wie Battlefield 3 oder Batman: Arkham City hingegen geht ihr schnell die Puste aus.

Des Weiteren verbaut Sony acht Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 640 GB große Festplatte, die genug Platz für Filme, Dokumenteund Musik bietet. Anwendungen und Programme öffnen sich schnell und zuverlässig und erlauben ein gutes Arbeitstempo. Das Hauptaufgabengebiet liegt eindeutig im Multimedia-Bereich und somit beim Konsumieren sowie Produzieren von HD-Medien. Für Musik und Filme raten wir dringend zur Benutzung von externen Soundanlagen oder Kopfhörern. Der gebotene Klang ist sehr mittenlastig, bassarm und bei voller Lautstärke verzerren die hohen Frequenzen extrem schnell. Zudem sind die Stereo-Lautsprecher sehr leise und reichen für eine Raumbeschallung kaum aus.

Erfreut blicken wir auf den matten 13,3-Zoll Bildschirm, der auch für die Außennutzung gut geeignet ist. Neben einer nativen Auflösung von 1.600 x 900 Bildpunkten bietet er eine gute Helligkeit von durchschnittlich 249 Candela pro Quadratmeter, bei einer sehr gleichmäßigen Ausleuchtung. Schwere Ausrutscher in den von uns gemessenen Sektoren konnten nicht festgestellt werden. Der Kontrastwert bei maximaler Helligkeit konnte hingegen nicht überzeugen. Dieser ordnet sich mit 159:1 im unteren Mittelfeld der Multimedia-Kategorie an. Gleiches gilt für die Blickwinkelstabilität das Sony VAIO VPC-SA4W9E/XI. Bereits bei leichten Abweichungen vom optimalen Sichtpunkt treten Farbinvertierungen und Helligkeitsverlust auf. In der Preisklasse über 1300 Euro hätten wir mehr erwartet.

Die von Sony beworbene Akkulaufzeit von 6 Stunden ohne Grafikkarte konnten wir ins unserem Test nicht bestätigen. Sie liegt nämlich deutlich höher als vom Hersteller selbst angegeben. Maximal 7 Stunden und 54 Minuten hielt das Modell durch, bevor es sich ausschaltete. Mit 4,5 Stunden Laufzeit in der Praxis wird ein angemessener Wert für die mobile Benutzung erzielt, soweit beide Grafikkarte zu gleichen Teilen genutzt werden – eine Umschaltung per Hardware-Schalter also öfter durchgeführt wird. Die Messungen der einzelnen Karten werden wir zu einem späteren Zeitpunkt an dieser Stelle nachreichen.

Beim Energieverbrauch langt das Sony je nach gewählter Grafikkarte ordentlich zu. So verzeichnen wir einen Stromverbrauch von knapp 18,4 Watt mit Intel- und 27,3 Watt mit AMD-Grafiklösung. Das beiliegende Netzteil liefert knapp über 90 Watt und ist damit nicht unterdimensioniert. Allerdings werden die Prozessorkerne innerhalb von Sekunden über 90 Grad heiß und der Prozessor taktet sich bei voller Auslastung aller Rechenkerne auf 800 MHz herunter. Die Drosselung dauert ein paar Sekunden an und geht dann wieder auf vollen Takt zurück, nur um wieder zurück zu fallen. Bei der Videobearbeitung oder anderen Multi-Rendering-Aufgaben dauern anstehende Aufgaben somit deutlich länger als bei Geräten mit besserer Kühllösung.

Im Leerlaufbetrieb erwärmen sich Ober- und Unterseite des Sony VAIO VPC-SA4W9E/XI – egal ob mit integrierter Intel HD Graphics 3000 oder der dedizierten AMD Radeon HD 6630M – nicht über 31 Grad Celsius. In der Praxis steigen die Werte ebenfalls nur auf 30 Grad Celsius an. Das ist vor allem der lautstarken und nervig hochfrequenten Luftkühlung des 13,3-Zoll Multimedia-Notebooks zuzuschreiben. Während bei einem praktischen Szenario zwar nur 36 Dezibel (A) gemessen wurden, erreicht das Gerät unter Last eine utopische Lautstärke von 54,3 Dezibel (A).

Zusammenfassung

Mit dem Sony VAIO VPC-SA4W9E/XI bringt der japanische Hersteller einen mobilen Alleskönner auf den Markt, der in Sachen Performance und Haptik überzeugen kann. Durch die Verwendung von Soft-Touch-Oberflächen, einem UMTS Modul und einer optionalen Aufrüstbarkeit mit einem größeren Akku und einer Docking-Station, kann das Modell durchaus aus der Masse der Mitbewerber herausstechen. Auch ohne extra Akku ist die Laufzeit gut und die Hitzeentwicklung hält sich in Grenzen. Zu bemängeln ist die sehr hohe Lautstärke und die schwachen Stereo-Boxen. Als Multimedia-Notebook durchaus geeignet ist es für einen professionellen Business-Betrieb aber nicht die erste Wahl. Dies ist vor allem der Prozessor-Drosselung unter Last geschuldet.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display2,5 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher4,0 (Ausreichend)
  6. Betriebsgeräusche3,5 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,0 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark067694 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark111060 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage4120 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark72153 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage7603 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01710.9 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)71.4 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)85.4 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read15977 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write18068 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz54.4 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read71.2 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen22775 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)5522 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)12018 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)8555 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)4389 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)9696 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)8228 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung81 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 9 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal7 Std. 54 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis4 Std. 32 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

59 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,059 kWh x 24,00 Cent = 31,01 EUR

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